HF130 in Spur 5 M 1:6

  • Hallo,

    mittlerweile sind die Kurbelstangenabstände ausgemessen und die Stangen entsprechend gebohrt worden.

    Nun beginnt der Teil "Hoffen und Bangen". Bei der Stangenmontage zeigt sich dann, was die Vorarbeiten wert waren. Am Fahrwerk ist, außer den Federn, nichts einstellbar. Es muß also passen, sonst sind die Stange für die Tonne.

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    Begonnen habe ich mit den beiden mittleren Radsätzen. Die Sinterbuchsen mussten etwas aufgerieben werden, damit es klemmfrei lief. Danach kam die Vorderachse dran. Hier passte glücklicherweise alles auf Anhieb. In der Stangenverbindung ist ja auch noch etwas Spiel. Nach dem Anschluß der Blindwelle konnte der Antrieb schon mal aus eigener Kraft laufen. Damit bin ich jetzt in die Zielgerade eingebogen und die Lok wird in den nächsten Tagen fertig.

    Gruß Jan

  • Hallo Jan,

    Aufreiben von Sinterbuchsen spricht für ein fehlerhaftes Stichmaß.

    Sowieso ist die Montage der Stangen an einem Fahrwerk kopfüber suboptimal. Je nach Ausfederung der Achslager stimmen da keine Maße. Rollenprüfstand oder ein gerades Gleisstück auf dem alle Radsätze aufliegen ist da sinnvoller.
    Wenn die Antriebswelle starr gelagert ist müssen sogar vorher alle Federungen der Achslager auf ihr späteres Ruhemaß eingestellt sein

    Volker

  • Hallo,

    wie Volker schon schrieb, ist meine Montagemethode suboptimal. Ich habe aber keinen Rollenprüfstand. Also muß ich improvisieren. Dabei kommt mir das einstellbare Fahrwerk entgegen. Bei Nennlast liegen zwischen Achslagergehäuse und Achsgabelsteg 2mm. Auf dem Kopf liegend ist das natürlich nicht der Fall. Deshalb habe ich in diesen Spalt einen 2mm Blechstreifen gelegt und die Federn dagegen gespannt. Die Achsmitten bilden somit eine Parallele zur Rahmenunterkante. Ein hinreichendes Privosorium.

    Das Aufreiben der Sinterbuchsen ist bei den von mir verwendeten Materialien nicht zu vermeiden. Die Buchse passt im Lieferzustand nahezu spielfrei auf das unbearbeitete Silberstahl-Rundmaterial. Eigentlich ideal, aber meine Werkstatt und mein Können lassen eine so genaue Fertigung nicht zu. Also wird aufgerieben. Im ersten Schritt um 3/100. Dann gehen die Buchsen schon mal leicht auf die Zapfen und können sich noch etwas bewegen.

    Die beiden mittleren Achsen haben noch 2/100 zusätzlich bekommen, um das Klemmen zu beseitigen. Genaue Maße sind mir eigentlich zweitrangig. Der Antrieb sollte sich leicht bewegen lassen und im Idealfall nicht klappern.

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    Der Antrieb läuft zu meiner Zufriedenheit und damit können die Stangen in die finale Bearbeitung. Ölkanal bohren und Lagerabdeckung anbauen. Der "Hut" mußte etwas höher ausfallen. Die 2. Achse hat 2mm Seitenverschiebbarkeit. Das muß die Stange auf den Zapfen dann auch haben.

    Bis denmächst

    Jan

  • Hallo,

    habe ich im Prinzip auch so gemacht. Beim Einkleben und Festschrauben der Achslagergleitplatten habe ich das Achlagergehäuse und einen Streifen Papier als Abstand verwendet. Das ist nicht viel Spiel. Es soll aber auch nicht klappern.

    Gruß Jan

  • Hallo

    Bei meinen D-Kupplern, die beide die dritte Achse als Treibachse haben bin ich so vorgegangen:

    Das Lagergehäuse der Treibachse ist spielfrei im Rahmen gelagert. Die benachbarten Kuppelachsen jeweils mit 0,2 mm Spiel und die erste Achse mit 0,4 mm Spiel.

    Am schwierigsten war die Herstellung der 8 Achslagergehäuse mit exakt zentrischer Bohrung. Jeder Fehler an dieser Stelle führt zur Veränderung des Achsstandes und damit des Stichmaßes der Kuppelstangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo

    genau das ist das Problem. Die Achsabstände entsprechen nach der Montage nicht der Zeichnung. Ist mir an der Stelle auch nicht wichtig, da ich die tatsächlichen Stichmaße erst jetzt bei Nennbelastung in den Totpunkten der Kurbeln ermittle. Wie, habe ich im Baubericht der NS4 beschrieben. Diese Maße sind mir dann wichtig. Nach denen werden die Stangen auf der Fräse gebohrt. Ist natürlich nicht auf das Hunderstel genau, deshalb muß ich aufreiben. Ich lege das Spiel lieber in die Stangenlager. Die lassen sich leicht auswechseln, falls was nicht stimmt. Jedenfalls läuft das Fahrwerk mit ähnlichen Geräuschen wie meine NS4. Ich bin zufrieden. Nochmal würde ich aber keinen D-Kuppler bauen. War schon aufwändig.

    Gruß Jan

  • Hallo,

    die Lok ist mittlerweile fertig. Zum einlaufen und testen habe ich mir auf die Schnelle einen Rollenprüfstand besorgt.

    Jetzt heißt es auf den Frühling warten.

    Gruß Jan

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  • Hallo,

    mittlerweile ist auch die zweite Lok fertig. Sie verkehrt ebenfalls auf einer sächsischen Anschlußbahn.

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    Hier mal im Doppelpack.


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    Das Projekt ist damit beendet. Ein neues schon in den Startlöchern.

    Es grüßt Jan