Unser Jenbach-Pony

  • drehen die beiden Motoren natürlich nicht mit der selben Drehzahl das könne ein Problem werden

    Hallo Jungs,

    das ist eigentlich kein Problem, die Motoren drehen einfach, was die Fahrgeschwindigkeit zulässt (dabei wirken sich ja auch die ggf. unterschiedlichen Untersetzungen und Raddurchmesser aus), und das unabhängig von ihren Nenndrehzahlen. Die unterschiedlichen Nenndrehzahlen und Drehzahl-Moment-Charakteristiken machen sich jedoch darin bemerkbar, dass die Motoren unterschiedlich starke Ströme durchlassen (bedingt durch die unterschiedliche Auslegung und induzierte Gegenspannung) und dementsprechend verschieden stark ziehen (Drehmoment ist proportional zum Strom) - das ist im Prinzip auch kein Problem. Gefährlich kann´s werden, wenn einer der Motoren mit sehr niedriger Drehzahl (tief unter seiner Nenndrehzahl), d.h. mit starkem Strom läuft, bei dem seine Leistungsaufnahme = Strom x anliegende Spannung (eventuell weit) über dem Nennwert liegt, für den die thermische Ableitung der Verlustleistung (die am Wicklungswiderstand entsteht) ausgelegt ist - läuft der Motor längere Zeit in diesem Arbeitsbereich, kann er verbrennen.

    Also: Erreichen beide Motoren bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Lokpaares ungefähr ihre jeweilige Nenndrehzahl (kann man über Raddurchmesser und Untersetzung ausrechnen), ist alles OK. Liegt einer wesentlich unter der seinen, wird er stärker belastet (frisst mehr Strom) und ist gefährdet.

    Übrigens: Viele fahren unwissentlich in einem potenziell gefährlichen Drehzahl- bzw. Strombereich, nur weil sie für die notwendige Untersetzung zu wenig Platz für die entsprechenden Kettenräder haben ("kann ja langsamer fahren"). Kriecht man dann langsam eine lange Steigung hinauf, kann´s brenzlich werden.

    Schöne Grüße

    Kristian

  • Hallo Kristian,

    das Problem, über das Du schreibst, ist leider nicht das einzige Problem, was zu beachten ist. Ich hatte ja geschrieben, dass man bei dem Fahrregler quasi eine Geschwindigkeit einstellt. Weicht diese Geschwindigkeit bei beiden Fahrzeugen voneinander ab, dann wird eine Lok fahren während die andere Lok vom Fahrregler gebremst wird. Das macht die Sache kontraproduktiv.

    Ein weiteres Problem, was gelöst sein will, ist die Richtungsorientierung. je nach dem, wie die Loks gekuppelt werden, muss die Slave-Lok ggf. ihre Richtungszuordnung negieren, also vorwärts fahren, wenn der Master rückwärts kommandiert.

    Wie sage ich immer, es bleibt schwierig.

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Moin Joschi,

    Ich habe das "Richtungsproblem" über das Kabel gelöst.

    Steve von 4QD ist sehr hilfsbereit. Er hat mri einige Hinweise gegeben, worauf zu achten ist.

    Daraus ist dann ein kurzes 25poliges Kabel entstanden, das die Anforderungen erfüllt.

    Meine 232 und Taigatrommel haben an beiden Lokseiten 25polige Sub-D Buchsen für das Bedienteil.

    Beide haben Steuerungen von 4QD. (eine über 20 Jahre alt, eine neu).

    Bei Doppeltraktion verbinde ich die beiden Buchsen zwischen den Loks mit dem kurzen Kabel.

    In den Steckergehäusen sind kleine Kippschalter, damit die vordere Lok auch passendes Spitzenlicht zeigt, das Soundmodul aktiviert usw.

    Dort befindet sich auch ein Schalter, der die Richtungsleitungen v/r kreuzen kann, falls die Loks "Rücken an Rücken" stehen.

    Die Richtung, in die das Kabel eingebaut wird bestimmt, welche Lok Master ist.

    Viele Grüße

    Holger

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  • Hallo Master and slave Freunde,

    bei 4 QD UK braucht man für den master and slave Betrieb nur ein 4 adriges Kabel.

    13. ExpansionConnector

    This 4 way connector is for ganging two DNO controllers together, either for a two motor vehicle or as when double heading a loco.

    When two standard controllers are connected together via the expansion connectors, one is used as the master and the second becomes the slave. The master should be connected normally and controls one motor and its parking brake (if fitted).

    The slave controller needs only battery connections and connections to the second motor.

    Gruß Wolfgang

  • Moin Wolfgang,

    diese Kabel geht nur, wenn zwei DNO verwendet werden.

    Bei mir sind es ein 4QD-300 und ein Pro120 Mark 2

    Die Fahrtrichtung ist bei Deiner Lösung dann auch gleich für beide Loks:

    Double Heading Wiring Diagram [DNO] - 4QD - Electric Motor Control
    A double heading diagram showing how to connect two DNOs in separate model locomotives together using the expansion port.
    www.4qd.co.uk

    Viele Grüße

    Holger

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  • Aber was soll ich abschließend noch sagen ich war diese Wochenenden mal schnell in Droyßig und hab die Lok mal getestet das Urteil aller Anwesenden war schon gut das Ding läuft und hat richtig Kraft also alles richtig gemacht

    Grüß Dich

    Das habe ich mir schon gedacht 😁, das es dir keine Ruhe lässt und ihr

    mal die Sporen geben willst. Was anderes hätte ich auch nicht gedacht 😉.

    Gruß Michael

  • Guten Abend,

    eine Kleinigkeit gibt es ja immer. Nachdem das Pony am vergangenen Wochenende seine erste Fahrt auf leipziger 's Anlage absolviert hat, hat auch der kleine China-Mann geliefert. Damit ist das Amaturenbrett jetzt endlich vollständig.

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    Und auch mit dem Schleppschalter geht es voran. Diesmal bauen wir gleich zwei, einen für's Pony und einen für meine kleine Diema D6.

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    Viele Grüße

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hallo Micha,

    ja, genau so ist es, den Schlüssel für den rechten Schalter habe ich mal nachgebaut weil das Orginal unauffindbar war. Inzwischen ist es wieder aufgetaucht und dient als Ersatz. Cool finde ich, dass die beiden Schlüssel nun um 90 Grad verdreht sind. Je nach Platz in der Lok wird also entweder das Orginal oder die Kopie zum Einsatz kommen..

    Was einzig besser sein hätte können ist der Umstand, dass der Schalter lediglich ein Schließer ist. Ein Öffner hätte mir besser gefallen, denn dann hätte man die Schlüsseltechnologie besser machen können. Das Problem ist ja, dass der Motor vom Regler getrennt wird. Und in diesem Zustand sollte man tunlichst nicht unbedingt den Regler einschalten. Ich vermute zwar, dass auch das dem Regler nichts ausmacht, aber schön ist es halt nicht. Wenn der Schalter ein Öffner wäre, dann hätte ich einfach den Schlüssel für den Schlüsselschalter im Bedienteil und den Schlüssel des Schleppschalters gemeinsam an eine Kette gelegt, so dass immer nur einer im Schloss sein kann. Nun ja, man kann nicht alles haben. Und euin wenig nachdenken, was man macht, kann auch nicht schaden.

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Schlüsselschalter an einer Lok verbaut, der e Öffner und 3 Schließer hat.

    Nun ja, der Schlüsselschalter ist nicht das Problem. Der Schleppschalter ist derjenige, der nur einen Schließer hat. Und da kann man nicht so einfach wechseln, denn der sollte im geschlossenen Zustand mal mindestens 60 A weiterleiten können. Bei unserem Bremsversuch bis zum Stillstand haben wir als Maximum 53 A gemessen. Das schränkt die Auswahl erheblich ein.

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • moin

    Nun ja, der Schlüsselschalter ist nicht das Problem. Der Schleppschalter ist derjenige, der nur einen Schließer hat. Und da kann man nicht so einfach wechseln, denn der sollte im geschlossenen Zustand mal mindestens 60 A weiterleiten können. Bei unserem Bremsversuch bis zum Stillstand haben wir als Maximum 53 A gemessen. Das schränkt die Auswahl erheblich ein.

    Gruß

    Joschi

    Daher das zwischenschalten eines Relais. Das ist halt meine Idee, aber als

    Elektriker weißt Du es besser als ich.

    Die Lösung mit mechanischen Schalter ist grundsätzlich unproblematischer

    und energieschonender als ein Relais.

    Mit freundlichen Grüßen Michael