Der hessische Gliederzug - Personenbeförderung auf 10,25" Spurweite

  • Sorry, wenn ich jetzt einmal eine (wahrscheinlich) dumme Frage einwerfe....

    Warum baut Ihr so kompliziert? ………

    Beste Grüße

    Alex

    Hey Alex

    Ach weißt Du, was heißt kompliziert! Eigentlich ist es nicht komplizierter als die mit Ausführung mit Gleichstrom. Nur halt anders. In Verwendung sind halt 12Stück was zwar kein Problem wäre aber eine Tatsache darstellt. Die Idee Drehstrommotoren einzusetzen beruht auf der Tatsache das es die Motoren komplett mit Hohlwellenwinkelgetriebe Serienmäßig zu günstigen Preisen gibt und sich die Ansteuerung damals einfacher vorgestellt hat als es sich zeigt. Übrigens auch ein Gleichstrommotor kann dem Hitzetot sterben wenn man ihn überfordert.

    Der Reiz liegt darin auch mal andere Wege gehen.Gruß Michael

  • So, nun kann ich erst mal wieder antworten. In Droyßig beim leipziger war einiges an Arbeit zu erledigen, da war keine Zeit für's Forum.

    Hi Beck , Weimi hat es ja schon geschrieben, der Drehstromantrieb war aus dem Projekt, für das der Gliederzug ebaut wurde, bereits vorgegeben. Natürlich hatten wir nach dem ersten Misserfolg auch den Gedanken, Gleichstrommotoren einzubauen. Letztendlich hat uns aber der Ehrgeiz gepackt und wir haben uns dazu entschieden, den Antrieb mit Asynchronmotoren zu bauen.

    Den von dir genannten Brand eines Akkus war bestimmt kein LiFePo4 sondern wahrscheinlich ein Li-Ion-Akku,

    Oha, ich glaube, ich muss mich doch noch mal mit den verschiedenen Bauformen der Li-Akkus befassen. Bislang habe ich alles, was mit Li anfing in eine Kategorie eingestuft, die man inetwa so beschreiben könnte: Hohe Energiedichte mit einhergehender großer Anfälligkeit gegen Falschbahandlung.

    mit einem Frequenzumrichter und sechs parallel geschalteten 250W-Motoren Anfahren getestet - das ging problemlos

    Nun ja, problemlos würde ich nicht dazu sagen, aber es ging. Beim Zuschalten des siebten Motors sind wir dann aber abgestorben und mit allen 10 Motoren fuhr der Gleiderzug niht mal mehr alleine an.

    Dennoch halte ich das für eine ausgezeichnete Erfahrung, es zeigt nämlich, dass dieser Weg eine Sackgasse ist.

    Eben mal gerechnet,

    Volker, sei uns nicht böse, es ist nicht ganz so einfach, alle Werte immer richtig im Kopf zu haben. Der Gliederzug steht von mir aus gesehen 270 km weit wg. Da kann man nicht mal eben schnell raus gehen und nachsehen. Ich halte das aber in diesem Rahmen hier nicht für zwingend erforderlich. Der neu eingeschlagene Weg mit je einem FU pro Fahrmotor steckt aus zeitlichen Gründen ja noch in den Kinderschuhen. Bislang existiert exakt ein Drehgestell, dass mit den umgerüsteten Motoren ausgerüstet ist. Die FU's legern noch in der Kiste und weder Stromaggregat noch Akkus haben den Weg an ihren neuen Einbauort angetreten. Deshalb sehe ich das auch ganz entspannt.

    Deine Hinweise zu den zu erwartenden thermischen Problemen finde ich hilfreich, da wissen wir gleich, worauf wir aufpassen müssen, wenn die ersten Probefahrten anstehen. Und sicher werden wir auch da eine Lösung finden, selbst auf die Gefahr hin, den kompletten Antrieb noch einmal bauen zu müssen. Aber genau das ist ja das Schöne an der Sache. Hand auf's Herz, wenn der Antrieb erst einmal läuft, wird es doch langweilig. ;)


    GHruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!