Undichtig am Kessel zu Dampfmaschine

  • Werte Mitglieder,

    mein Dampftraktor hat einen neuen Edelstahl Kesssel bekommen. Leider hat er zur aufgesetzten Dampfmaschine eine kleine Undichtigkeit und der Dampf zischt heraus. Mehrfaches anziehen der Schrauben hat nichts geholfen. Auch ist die Dichtung nicht so stark aufgequollen dass es dicht ist. Kennt jemand eine Lösung ohne dass eine Nacharbeitung am Kessel notwendig wird? Ein Vorschlag war eine zeitlang kalkhaltiges Wasser zu verwenden was dichten soll. Kann ich mir nicht vorstellen da der Kalk wohl kaum im Dampf ist.

    Viele Grüsse

    Werner

    2 Mal editiert, zuletzt von hiwewehi (1. Oktober 2024 um 09:24)

  • Hallo Werner,

    Hast du Bilder von der Dichtfläche?

    Wie eben ist die Dichtfläche?

    Wenn die Dichtung nicht schön anliegt wäre es eventuell eine möglichkeit mit LOCTITE 574 Flächendichtung, versuchen die Flächen zu Dichten.

    LOCTITE® 574

    Ich habe bei meiner Dampflok so den Dampfdom abgedichtet und es war direkt beim ersten versuch Dicht.

    Gemäss Hersteller funktioniert das Produkt bis 0.25mm Spaltmass.

    Wichtig ist aber vorher sauber zu Putzen und dann sauber auftragen und Aushärten lassen.

    Viele Grüsse

    Kevin

  • Hallo Werner,

    kalkhaltiges Wasser setzt tatsächlich auf Dauer solche Undichtigkeiten zu. Allerdings hast du den Kalk auch an allen anderen Stellen.

    Bei dem Loctite 574 wäre ich vorsichtig, die maximale Einsatztemperatur liegt bei 150°C, bei 8 bar Kesseldruck wärest du darüber. Ich würde Loctite510 (bis 200°C) oder Hylomar (bis 250°C) verwenden.

    Volker

  • Hallo

    Bevor ich an so einem Projekt mit Kleber anfangen würde zu murksen, ist doch erst einmal die Nacharbeit an der Dichtfläche angesagt.

    Selbst wenn du am Kessel nichts ändern willst, kann ja die korrespondierende Dichtfläche eingeschliffen werden.

    Das Verfahren mit Kontaktfarbe und Einschleifen ist zwar Zeitaufwendig aber es funktioniert doch.

    Wenn man das Teil aber ein mal in der Hand hat bietet sich der Umbau auf O-Ring Dichtung an. Mit einem Flachsenker einen Absatz zur Aufnahme eines O-Rings zu bohren ist doch nur ein Arbeitsgang.

    Auch mittels einer Hartmetall Lochsäge eine O-Ring Nut einzustechen ist doch kein Hexenwerk.

    Alles abhängig davon, wie viel Material zur Verfühung steht.

    Die O-Ring Dichtung ist viel besser als jede Flachdichtung. Sie ist 100% dicht, problemlos demontierbar und Billig.

    An meinen Lokomotiven gibt es keine Flachdichtungen mehr. Dampf tritt nur aus, wo er soll.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Werte Mitglieder,

    herzlichen Dank für die Antworten. Mein Dampftraktor ist ein Forster 1:3. Ich wollte mir die aufwändige Neumontage ersparen und auch die dann notwendigen Einstellungen. Ich warte ab was alles noch kommt.

    Viele Grüsse

    Werner

  • Hallo Werner,

    nachdem ich mich mittlerweile mit O-Ringen angefreundet habe gebe ich der von Thomas geschilderten Vorgehensweise den Vorzug.

    Spontanidee, um die Nachbearbeitung der Dichtflächen ggf. zu umgehen: besorge Dir einen vom Innendurchmesser passenden O-Ring, Schnurstärke nach Ermessen. Für die Nutmaße gibt es Tabellen im Internet. Und dann drehe Dir einen Ring mit Innendurchmesser und Höhe gemäß den Nutmaßen aus der Tabelle, den lege um den O-Ring.

    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo Werner,

    evtl. findet sich eine vom Innendurchmesser passende Unterlegscheibe (DIN 125, 433, 1440,1441,..). Dann wäre die Schnurstärke nach der Höhe der Scheibe auszuwählen.

    Oder Du findest jemand, der dir die passenden Ringe dreht. Fragen kostet nichts....

    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn