Bau eines Wärmschutzwagens (G 10) zum Fleischtransport

  • Guten Abend,

    nach längerer Pause ein kurzer Baubericht über einen G 10 Wärmeschutzwagen.

    Das Vorbild ist - einmal mehr - der Bildersammlung der ehemaligen Waggonbau Görlitz entlehnt. Der Wagen springt in sofern ins Auge, als das neben den bekannten Schiebetüren zusätlich zwei den Wagenkasten dicht schließende Türen vorhanden sind. Warum man die Schiebetüren nicht gänzlich eingespart hat, erschielißt sich mir nicht.

    Der Wagen ist Baujahr 1921, eigentümer war die Eisenbahnverkehrsmittel A.G, die ihn an die HAFLAG (Handelsgesellschaft Fleischerverband) vermietete. Die HAFLAG wurde 1918 gegründet und 1929 auf die Habufema (Handeslgesellschaft für Butter, Fette und Margarine) GmbH verschmolzen.

    Das Internet machts möglich, hier eine - allerdings entwertete- Aktie....

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    Genug Geschichte, hier das Bild des Original Wagens (Rechte am Bild: Museum Digital/ Bombardier Transportation/Bildarchiv Waggonbau Görlitz)


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    2 Mal editiert, zuletzt von K Atabaki (12. Oktober 2024 um 19:07)

  • Nachdem ich schon einige Wagen vorgestellt habe, deren prinzipieller Aufbau stets gleich ist, beschränke ich mich hier auf ein paar Photos, die einen Gesamteindruck ermöglichen.

    Das Wagenuntergestell besteht aus gekannteten Stahlprofilen, die zusammengeschweißt und dann pulverbeschichtet wurden. Die achslagerhalter sind gelasert, die Federung besteht aus je 6 gelaserten Federblättern mit 0,5 mm Dicke, die über einfache Schaken und Schakenböcke wirken.

    Der Wagenkasten besteht aus 10 mm Sperrholz , es handelt sich um einen Altbestand, den Wolli der Lokbauer mal als Bierwagen konzipiert hatte.

    Damit auch ja keine Zweifel aufkommen , wo der Wagen hauptsächlich lief:

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    Die profile , die den Wagenkasten halten sind gefräst, bei den Stehbolzen handlt es sich um Imitationen mit 1,2 mm Durchmesser von Knupfer.

    Das oben ersichtliche Lüftungsgitter ist gefräst, ebenso der Zettelkasten.

    Einmal editiert, zuletzt von K Atabaki (12. Oktober 2024 um 18:42)

  • Hier noch ein paar Details:

    Das Vorhandensein des Bremserhauses bedingt eine nicht unerhebliche Anzahl zusätzlicher Teile, so die Tritte aus gekantetem Riffelblech, sowie die Handstangen. Da sich für einen Wagen die Herstellung einer Biegevorrichtung nicht lohnt, habe ich diese "freihändig" gebogen, das Ergebnis ist ganz passabel ,wie ich meine.

    Die Signalstützenhalter bestehen aus Laserteilen (Grundplate) und einem umgemodelten Knupfer Gußteil, da die Haltestange bei dem Originalteil zu kurz ist.

    Das Ganze dann hartgelötet, gestrahlt und pulverbeschichtet.


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    Hier nochmals die Stehbolzenimitationen,

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  • Weitere Details von den Türen und Beschlägen:

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    Die Beschläge für die Türen sind überwiegend Laserteile, sie lassen sich mit den Stehbolzen -Imitaten gut befestigen. dazu einfach mit 1,0 mm in das Holz vorbohren und den Stehbolzen (1,2mm) mit einem kleinen Hammer einschlagen. Das hält prima, insbesondere nachdem der Lack aufgetragen ist.

  • Hier eine Gesamtübersicht:

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    Das Dach besteht aus Alu 1mm, darauf Antislip-Tape aus dem Skateboardzubehör geklebt und dann mit weißlich-grauer Grundierung aus der Sprühdose übersprüht.


    Die Decals sind einmal mehr von Nothaft, auch diesesmal gebührt mein Dank Florian, der einmal mehr mit großer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit diese mühselige Arbeit übernommen hat.

    Das solls gewesen sein

    allen ein schönes Wochenende


    Gruß Kourosh