Locomotive France BB63000

  • Hallo Jorge,

    da hilft nur eine unabhängige Bremse oder eine Motorsteuerung die beim generatorischen Bremsen die entstehende Energie in einem Bremswiderstand in Wärme umsetzt.

    Sobald eine Akku nur noch 13,2V (26,4V) hat (Ladeschluß 13,8V / 27,6V) funktioniert es auch mit dem Akku. Die Steuerungen die bei mir zur Instandsetzung waren kamen immer vom gleichen Anwender. Nach Rückfrage ergab sich dass es immer bei der ersten Fahrt passierte. (neue Akkus in der Lok, Akkus voll geladen, Zug an Lok, Anfahren und hinter dem Bahnhof ins Gefälle. Wurde dann erst kurz vor Ende des Gefälles "brutal" abgebremst war "Feierabend". Fuhr man mit Beharrung im Gefälle gab es keine Probleme.

    Bremsen mit Linearantrieb, da hat ein Kollege erst vor kurzem Lehrgeld bezahlt (hier m Forum nachzulesen). Die Reaktionszeit ist viel zu lang. Die Bremse muss in weniger als 1sec im Notfall voll angelegt sein. geht nur mit Druckluft. Entweder mit mechanischem Bremssteuerventil oder elektronischem Proportionalregler.

    Volker

  • Hallo Jorge

    Da du schon mal die Gebus erwähnt hast, ein paar Erfahrungen aus der Praxis...Kettenspanner brauchst du nicht, wie du schon geschrieben hast, ist die Kette zu kurz, trotz gefederter Achsen. Ich betreibe die Motoren mit einer Sabertooth 2x32A an 4x350W-Motoren. Die selben, die laut Zeichnung in deinen Drehgestellen verbaut werden sollen. Also pro Achse ein Motor. Der Antrieb entspricht ziemlich genau dem Vorbild.

    Aber...wenn ich sie nochmal bauen würde, würde ich nur einen Motor pro Drehgestell planen. 1400W (1,9PS) ist definitiv zu viel. Auch die Bremswirkung durch die Getriebe ist enorm...Rollen kannst du vergessen. Selbst bergab bleibt sie, wenn du das Gas wegnimmst, fast schlagartig stehen und du mußt Gas geben um den Berg runter zu kommen. Also da wird nix zurückgespeist. Ich habe zwar eine Bremse in der Lok, aber die ist quasie noch neuwertig:)

    Ich baue in der Regel ohne theoretischer Berechnung. Meine Erfahrung ist, vieles was teoretisch nicht geht, funktioniert in der Praxis tatellos. Aber das ist nur meine Erfahrung...

    Gruß Ingo 8)

  • Moin Ingo,

    vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Da ich sonst keine Anhaltspunkte habe, ist der Ausgangspunkt für meine Lok die Berechnung gemäß den Formeln von Jonas. Als Ingenieur vertraue ich ihm. Danach braucht man 1240W, um auch Steigungen bis 10% bei 400kg Last sicher zu bewältigen. Ich werde den Kontroller auf jeden Fall für 4 Motoren auslegen, um auf der sicheren Seite zu sein.

    Gruß

    Jorge

  • Hallo Jorge,

    wenn du, wie in #18 geschrieben, erst einmal mit einer kleineren Steuerung anfangen willst bietet sich für 2x 350W eine DNO10 an. Diese kannst du, wenn du auf 4 Motoren erweitern solltest, durch eine zweite DNO10 im Master - Slave Modus erweitern. Bei geschickter Verkabelung (mit je einer Sicherung für jeden Motor kannst du sogar, im Falle einer Betriebsstörung in einer 4QD, immer noch mit halber Leistung fahren. Preislich ist zwischen 2 DNO10 oder einer Pro160 kein Unterschied. Ich habe gerade erst die Elektrik für eine 7,25-Zoll Lok für die Dampflokfreunde Karlsruhe fertig gestellt. Da ist genau dieses Konzept eingebaut.

    Volker

  • Hallo Jorge,

    Sheetcam unterstützt offene Konturen, diese müssen nur auf einen eigenen Layer gelegt werden und dann ohne Radiuskorrektur ein Prozess erstellt werden.

    Hab Dir eine Test dxf und job Datei beigefügt.

    Ich verwend Sheetcam 6.0.15

    LG

    Michael

  • Hallo Michael,

    vielen Dank, daß Du Dir die Mühe gemacht hast ein Beispiel zu kreieren. Für meine Anwendung kann ich es mir immer noch nicht vorstellen. Zwischenzeitlich habe ich es mit Filou-Gorilla gelöst.

    Auf dein Beispiel angewendet würde das heißen, die Zeichnung in der Hälfte zu teilen und zuerst nur den linken Teilbereich zu fräsen, das Fräsmaterial zu verschieben und dann den rechten Teilbereich zu fräsen. Dabei muß immer mit Fräserversatz gearbeitet werden.

    Mein SheetCam ist die Version 7.0.21

    Gruß

    Jorge

  • Hallo,

    während ich noch auf Material warte, geht es mit dem Bau weiter. Der Grundrahmen ist im Rohzustand soweit fertig:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Hier aus einer anderen Perspektive:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Der Rahmen wird mit einer Multiplexplatte ausgefüllt, die später noch mit einer 4mm Stahlblechplatte abgedeckt wird:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Der Rahmen ist weitestgehend verschraubt. Nur dieFront- und Rückfront wurde geschweißt (Danke, Michael!). Das Schweißen geht doch schneller, als das mühevolle Gewindeschneiden.

    Saludos

    Jorge

  • Hallo Jorge,

    bevor du am Rahmen weiterbaust würde ich warmgewalte Winkelprofil von der Zunderschicht befreien. Eine lackierung hält darauf mäßig bis gar nicht. Auch habe ich es mir angewöhnt, Metallflächen die später nicht mehr zum Zwecke der Lackierung getrennt werden zumindest zu Grundieren. Andernfalls besteht die Gefahr der Spaltkorrosion.

    Volker

  • nö, schicke mir eine Email, dann können wir direkt in Kontakt treten.

    gipsy56@gmx.at

  • Hallo,

    das erste Drehgestell hat seinen Antrieb mit 2 x 350W erhalten:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Im Grunde handelt es sich um einen Prototyp, da ich keine Pläne habe, nach denen man arbeiten könnte, außer den Fotos. Meine Zeichnungen sind erste Versuche eine kräftige Lok zu bauen.

    Jetzt kann es an das Zweite gehen.

    Saludos

    Jorge

    2 Mal editiert, zuletzt von jorge (12. Februar 2025 um 19:30)

  • Hallo,

    es geht weiter. Das Ritzel auf der Motorachse wird mit Nut und Feder befestigt.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Leider habe ich kein Zugriff auf eine 4mm Räumnadel. Deswegen verwende ich als Alternative einen 6mm Gewindestift mit Zapfen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Das vorhandene Ritzel wurde gegen ein Neues mit 15 Zähnen ausgetauscht:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Nun sind beide Drehgestelle mit den Antrieben bestückt. Ein erster Rolltest im Garten mit Sonnenschein kann erfolgen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Hier mit Rahmen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Und Hilfsbodenplatte:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Und noch ein Test in einer Kurve:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Leider fehlen noch die Batterien und die Fernsteuerung. Den Controller habe ich schon. Trotzdem bleiben noch genug Arbeiten bis zum ersten Selbstfahrtest.

    Saludos

    Jorge

  • Zapfen als Passfeder-Ersatz? Mutig...

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Moin,

    es gibt uch noch andere Mölichkeiten ein Kettenrad auf einer Welle zubefestigen als Georg das gerade gezeigt hat. Wenn die Frage "Befestigung Kettenrad auf Wele" im Netzgestellt wird, ist ein Treffer dieser (MÄDLER-Basics) .

    Räumen ist übrigens ein spanabhebendes Verfahren, genau wie Stoßen - was man sehr gut auf der Drehmaschine erledigen kann - Anleitungen sind hier zu finden

    Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich,

    außer Keilnut scheiden alle anderen "Befestigung Kettenrad auf Welle" bei diesen Motoren aus. Die Wellenstummel sind zu kurz, ich musste bei den 250W.Motoren sogar den Bund des Kettenrades abdrehen weil zu breit.
    Da die Motorwelle auch noch 11mm hat muss man Räumnadel und Führungsbuchse getrennt kaufen, in den Sets sind es meist 10er und/oder 12 Führungsbuchsen.

    Räumen auf der Drehmaschine. Das ist CNC-Technik mit entsprechenden Programmen die auch eine Lastüberwachung des Werkzeuges haben. Abgesehen vom Preis. Das Durchpressen der Räumnadel auf der "stehenden" Drehmaschine mit der Reitstockpinole als Ersatz der Drehdornpresse ist eine sch... Idee. Bei meinem ex-Arbeitgeber machte das ein Lehrling in der Arbeitsvorbereitung. Neie Spindel und Lager waren das Ergebnis.

    Volker

  • Hallo

    Diese Schraubenbefestigung auf der Welle war auch mein erster Versuch das Kettenrad auf der Motorwelle meiner D5 zu befestigen.

    Trotz Fixierung mit Loctite 270 ( Hochfest ) hat sich diese Schraube in die Welle eingearbeitet bis die Welle im Kettenrad durchgedreht und dabei Kettenrad und Motorwelle ruiniert hat.

    Mein zweiter Versuch mit neuem Motor und neuem Kettenrad war die Herstellung einer, zur abgeflachten Motorwelle passenden, Bohrung im Kettenrad. Dafür habe ich eine passende Räumnadel aus Silberstahl selbst gefertigt.

    Das war eine mühsame Prozedur, die stundenlange Nacharbeit mit Feile und Dremel pro Kettenrad erforderte. Freiwillig mache ich so etwas nie wieder, obwohl diese Kettenräder seit zehn Jahren bei uns im schweren Publikumsbetrieb funktionieren.

    Bei der 2095 habe ich im Netz passende Kettenräder gefunden, auch wenn dann nur die exotischen chinesischen Antriebsketten verwendet werden können.

    Heute würde ich da anders herangehen:
    Das mitgelieferte Kettenrad würde ich abdrehen, bis nur noch die Nabe mit der, zur Motorwelle passenden Bohrung, übrig bleibt.

    Das gewünschte Kettenrad erhält ein Bohrung mit strammem Passitz und wird auf die Nabe aufgepresst. Die Nut durch Abschrägung von Kettenrad und Nabe wird dann von beiden Seiten mit einer WIG Schweißnaht aufgefüllt. Damit habe ich dann alle Freiheiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas