nur ein Kesselwagen

  • Moin zusammen!
    In meiner "Gebrauchswagenwunschliste" hatte ich auch einen Kesselwagen zum Wassertransport im Garten etc.. Diese Zeichnung vom O&K Kesselwagen entsprach meiner Vorstellung. Bei GMB fand ich ein geeignetes Fahrgestell und hier einen passenden Alu-Luftbehälter als Kessel. Damit waren die wichtigsten Zutaten da:
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    Die stirnseitigen M20x1 Anschlüsse mußten verschlossen werden. Hierzu verwendete ich Verschlußkappen aus Messing welche bis innen bündig eingeschraubt wurden. Da das Gewinde konisch ist, mußten Die mit viel Kraft eingeschraubt werden, was zügig passieren muß. Mit einem Druckluftschlagschrauber ging das sehr gut.
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    Nach dem groben Abschleifen, wo man hier an den Seiten vorsichtig sein muß um keine "Undichtigkeiten" zu riskieren, wurde mit 2K Alu-Spachtel verspachtelt und fein verschliffen. Am unteren Anschluß wurde ein Adapter auf G 3/8 und G 3/8 Fittingen der Ablaß gebaut. Als Ventile wurden Mini-Kugelhähne, wo der Bedienknopf mit M3 Schrauben angebracht ist, verwendet. Die Bedienknöpfe lassen sich leicht durch passendere Eigenbauten ersetzen.
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    Da die Gewinde an den 45° Winkelstücken konisch geschnitten waren mußten, diese mit G 3/8 nachgeschnitten werden, damit diese weiter zusammen geschraubt werden konnten. Z.T. wurden Die danach verlötet. Links zu sehen, der Spachtelauftrag, der an der Längsschweißnat nötig wurde, damit der Kessel leidlich sauber auf den Kesselstützen aufliegt.
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    Nachdem die Kesselstützen verlötet und mit dem Fahrwerksrahmen verschraubt sind, wird der Kessel so ausgerichtet daß die Ablaßventile gleichmäßig über dem Rahmen liegen. Mit mehreren M3 Schrauben werden die Kesselstützen mit dem Kessel (3-4mm Wandstärke) verschraubt:
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    Anschließend wird der aus Alu im 3D gedruckter Dom, ausgerichtet, Schraubenlöcher angeordnet und das Fülloch darunter eingeschnitten. Da Alu auch korrodieren kann, habe ich den Kessel von innen im "Farbspül-/Schenkverfahren" beschichtet. Weiterhin Anbau von Zurüstteilen Lackierung und Beschriftung, bei Original Hartmann nach diesem Bild bestellt, angebracht. Und so präsentiert sich der fertige Wagen:
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    Hier wird der Wagen bei Pflanzarbeiten im Zug eingesetzt:
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    Der Wagen hat keine Bremse aber eine Bremsleitung für meine elektrische Bremse. So können die beiden gebremsten Wagen dahinter gebremst werden.
    Über einen Schlauch werden nun frisch gesetzte Pflanzen bewässert:
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    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Gerd,

    sieht klasse aus. Bist du dir mit M20x1 sicher? Der Hersteller sagt M22x1,5. Aber egal die Gewinde der Bauform M (metrisch) und G (Withworth Rohrgewinde BSP) sind aber definitiv nicht konisch. Das Rohrgewinde R ist konisch und selbstdichtend.

    Alu korrodiert nur wenn es mit unedlem Material (Stahl) in Kontakt kommt. Die Oberfläche oxidiert von selbst und bildet eine Eloxaloberfläche die sogar elektrisch isolierend wirkt. Schrauben aus VA und man kann sich das Ausschwenken mit Farbe oder Tankbeschichtung sparen.

    Volker

  • @ Volker!
    Du hast recht, das Gewinde im Kessel ist M20x1,5. Wie ich beim Reinschrauben der Verschlüsse feststellen mußte sind die im Kessel selbsdichtend konisch ausgeführt. Der Erste, den ich mit einer M6 Langmutter als 10mm Seckskant reindrehte, bekam ich nur halb rein. Nachdem ich einen 1/2" Vierkant - 10mm Sechskant-Adapter von Amazomn bekommen hatte, war Dieser Verschluß nicht mehr zu bewegen und mußte im Loch zerlegt werden. Sicherheitshalber hatte ich das Gewinde nachgeschnitten womit ein neuer Verschluß leicht reinging. Den hatte ich dann mit "Uhu Plus Dichtmittel" eingesetzt. Die übrigen M22 Verschlüsse hatte ich mit dem Druckluftschlagschrauber zügig eingesetzt, nachgemessen und korrigiert. da hatten Die keine Zeit sich zwischendurch fest zu setzen.
    Die Außengewinde der G 3/8 Fittinge und Ventile waren konisch und mußten nachgeschnitten werden, um beim Ventil die Verschlußkappe und Schlauchanschluß leicht aufschrauben zu können.
    Hier die 45° Fittinge mit nachgeschnitteten Gewinden:
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    So konnte ich die gegeneinander liegenden auf den richtigen Absatnd, auch probeweise, zusammen schrauben und anschließend verlöten. Beim Rechten hab ich das Gewinde so weit wie möglich eingeschnitten, um ausreichend Gewinde für das Ventil, Haltesteg und Kontermutter zu haben.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Aus einem schnöden Luftbehälter einen schicken Kesselwagen entstehen zu lassen. Respekt.

    @ Jan!
    Nachdem ich einsehen mußte, daß ich mit meinen Werkzeugen so einen Kessel nicht so leicht herstellen konnte, hatte ich mich nach handelsüblichen Alternativen umgesehen. Da kam mir dieser Luftbehälter gerade richtig. Evt. würden auch ausgediente Gasflaschen gehen, wo das Bearbeiten (Löten, Schweißen, Flexen usw.) etwas problematisch ist :evil:
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Gerd,

    zwar von den Abmessungen füt deine Anwendung nicht passend, die kleinen Gasflaschen wie man sie für Autogenschweißgeräte bekommt sind ideal als Druckbehälter. Vollständig entleert und entfernen des Ventils spüle ich sie im Freien mit Wasser um die letzten Gasreste zu entfernen. Danach kann mit Erwärmung der Rest des Ventils (Linksgewinde!) aus der Stahlflasche entfernt werden sofern man nicht in den Ventilrest ein passendes Gewinde schneiden will/kann.

    Als Druckbehälter für Bremsen ideal (max 5bar bei mir), die Gasflaschen sind für 165bar ausgelegt. Findet man eingestempelt am Boden (direkt lesbar oder durch das aufgeklebte Etikett verdeckt).

    Sucht man einen großen Behälter, vielleicht passt ein ausgemusterter Feuerlöscher. Auch von der Feuerwehr ausgemusterte Pressluftflaschen (heute oft auf Kunststoff) eignen sich ideal als drucklose Wassertanks.

    Volker

  • Ich könnte mit alten 75L Luftbehältern der DB dienen wenn jemand Interesse hat.
    Die sind idr. aus Aluminium oder Stahl.
    Wären aber eher für 7 1/4“ Modelle geeignet

    Evtl. Gäbe es auch ab und an 50L Behälter.
    Alle sind länglich aufgebaut und eingeschlitzt! Hat den Hintergrund das diese nicht mehr als druckbehälter verwendet werden sollten (20 Jahre alt.)

    Dampfloks sind Faszinierend!
    Haben will ich sie aber leider nicht.
    Elektroloks und Diesel schon eher

  • Hallo Ludwig,

    kann ja den Abgebenden verstehen dass er durch Maßnahmen eine weitere Nutzung verhindern will.

    Wenn ich aber den Behälter als Wassertank nutzen will müsste ich den Schlitz wieder verschließen. Bei Stahl mag das ja noch gehen aber bei Alu setzt das entsprechende Werkstatt voraus.

    Volker

  • Hallo Ludwig , Hallo Volker ,


    Wenn es "nur" um Aluminiumschweißen geht, dafür bin ich eingerichtet. Machbar wäre das, solange die Schlitze nicht zu groß und zahlreich sind. U. U. muss dann vorgewärmt werden, Aluminium ist sehr wärmeableitend.

    Jetzt "rennt mir aber bitte nicht die Bude" ein.

    Grüße aus Unterfranken sendet Ludwig aka Mad Max.


    Qualität aus Unterfranken - garantiert NICHT aus Bayern
    Ich pfeif auf die KI, ich bevorzuge die NI und die NK - die natürliche Intelligenz und die natürliche Kompetenz!

  • Ja gut.
    Hier mal Bilder von den Behältern im Neuzustand.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. der Abstand zwischen meinem Daumen und Kleinen Finger sind ca 20cm


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Das wären welche mit ca. 40cm Durchmesser.

    Alles in allem denke ich das man da schon coole Wagen draus machen kann.

  • Hallo Ludwig,


    Danke für die Fotos.


    Interessant wären noch ein paar Bilder von geschlitzten Druckbehältern. Falls Du bei Gelegenheit noch ein paar Bilder nachreichen könntest, das wäre sehr hilfreich.


    Wieviel soll denn einer kosten? Und wieviel PP kommt dann noch drauf? Nur so ungefähr. Einfach Pi mal Daumen. Du weißt, bei dieser Formel ist Pi die Variable.😉😉

    Grüße aus Unterfranken sendet Ludwig aka Mad Max.


    Qualität aus Unterfranken - garantiert NICHT aus Bayern
    Ich pfeif auf die KI, ich bevorzuge die NI und die NK - die natürliche Intelligenz und die natürliche Kompetenz!

  • Hallo,

    um das Raten über die Behältermaße zu beenden, steuere ich hier mal eine Zeichnung der Standard-Eisenbahnbehälter bei, die von ihrer Größe interessant wären. Sonderformen gibt es natürlich auch. Kostenpunkt neu (Stahl) so zwischen 300 und 800€. Alu ist noch wesentlich teurer. Also uninteressant. Interessant ist aber, das Luftbehälter nach 40 Jahren Betrieb ausgemustert werden oder das vorher schon wegen Korrosion oder Beschädigung geschieht. Die gibt es dann kostenfrei, vorausgesetzt man kennt jemanden.

    Gruß Jan

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  • Hallo

    Bei mir stehen noch drei neue Kompressor Kessel mit 9 L Inhalt herum. Material ist Stahl, der Verdichter wurde anderweitig verwendet, die Kessel waren nie in Betrieb.

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    Die Maße des Kessels sind 160 x 450 mm

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    Bei Selbstabholung gegen Spenden an den DBC-D.

    Für einen Versand sind sie zu sperrig.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas