- Offizieller Beitrag
Thema: Umbau auf funktionstüchtigen Turbogenerator
taiga007
Datum:14.09.03 22:07 Antworten Zitieren Empfehlen
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Seit langem ruht in mir der Wunsch nach einem funktionstüchtigen Turbogenerator für meine 56er. Nachdem ich heute einen Blick in den Intersteamkatalog geworfen habe und feststellen musste, dass es besagten immer noch nur in der DR-Ausführung gibt, stellte ich die Überlegung des Selbstbaus an. An der 56er ist die Generator-Attrappe von Knupfer dran. Ich habe des öfteren gehört, dass einige die Attrappe ausgefräst haben und einen Faulhabermotor eingebaut haben. Dieser ist mit einem entsprechend bearbeiteten Zahnrad verbunden, dass als Turbine dient.
Hat wer von euch bereits Erfahrungen mit solch einem Umbau gemacht? Was für Daten (Spannung, Leistung, U/min. etc.) muss der Faulhabermotor erbringen?
Gruß
Tobias
Deklae
Datum:15.09.03 12:00 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hallo Tobias!
Du kannst theoretisch jeden Motor benutzen.
Da bei allen elektrischen Maschinen sowohl das Motor- als auch das Generatorprinzip wirksam ist.
Am Besten ist es du wählst einen Motortyp der mit seiner Nennspannung über der Spannung liegt die du erzeugen willst. Da bei Generatoren auch noch Gegenspannungen wirksam sind.
Die Ausgangsspannung ist somit nicht proportional zu der Antriebsleistung.
Meiner Meinung nach wäre das Beste einen "Teststand" aufzubauen und verschiedene Motoren zu testen.
Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen mit meinen Kenntnissen über elektrische Maschinen.
Wie willst du eigentlich die elektrische Seite von der "dampfenden Seite" trennen?
Das sehe ich auch noch als Problem!
Gruß Deklae!
taiga007
Datum:15.09.03 12:43 Antworten Zitieren Empfehlen
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Ja, man kann mit jedem Elektromotor Induktionsstrom erzeugen, nur irgendwer empfahl mir Faulhabermotoren. Ich denke auch, dass ich da wohl ein bischen probieren muss.
Was die Trennung angeht: Ich werde natürlich versuchen einen möglichst kleinen Motor einzubauen und den Abstand von Motor und Turbine durch eine lange Welle möglichst groß zu halten. Dann kommte eine Trennwand rein, die nur die Welle durchlässt und vor den Motor Isoliermaterial. Ich weiß, dass einige sowas schon erfolgreich gemacht haben und würde mich freuen, wenn einer dieser hier im Forum ist und seine Erfahrungen berichten könnte.
Gruß
Tobias
Uli
Datum:15.09.03 14:45 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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In der Zeitschrift GARTENBAHNEN wurde mal in drei Ausgaben ein Bericht von Herrn Wagner über den Bau eines TG , veröffentlicht. Dort wurde die Sache nicht so einfach mit Faulhabermotor gehandhabt, sondern der Generator(Motor) auch selbst gebaut. Glaube sogar als Drehstrommaschine. Grund hierfür waren die enormen Drehzahlen von über 10000 U/min die nötig sind um mit einem so kleinen Generator die nötige Spannung zu erzeugen. Hier wurde dann befürchtet, dass bei einem handelsüblichen Generator die Schleifer (Kohlen) sehr schnell die bei so hohen Drehzahlen verbraucht wären.
Habe jetzt den Artikel nicht mehr 100%tig im Kopf, aber wenn jemand da Interesse dran hat, dann kann er sich ja mal bei mir melden.
Knupfer schreibt in seinem Katalog übrigens , dass eine ausführliche Schrift, die der Generatorattrappe beiliegt, darüber informiert, ob sich ein betriebsfähiger lohnt.
Hast du diese ?Schrift? Tobias? Was wird dort denn für eine Lösung vorgeschlagen?
Wenn du guter Knupferkunde bist, kannst du vielleicht von dort ja auch noch einige Infos bekommen.
Ich selbst will in ferner Zukunft auch mal den TG meiner 64 aufarbeiten, dass kann allerdings noch Jahre dauern. Vorher baue ich erstmal Sachen die wichtiger sind.
Seit gestern hat meine 64 übrigens eine funktionsfähige Beleuchtung, allerdings kommt der Strom von Batterien, welche im Hauptluftbehälter untergebracht sind und nicht vom TG
Mit freundlichen Grüßen Uli.
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Editiert am: 15.09.03 19:33 von Uli
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Uli
Datum:16.09.03 10:41 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Ah, noch etwas,
wenn sich jemand für Originalunterlagen vom Turbogenerator, so wie für viele andere Bauteilbeschreibungen, Vorschriften, Dienstanweisungen usw. interessiert, sollte mal auf die Seite http://www.vennbahn-buecherei.de/ gehen, dort kann man dieses alles im PDF Format downloaden.
Viele Grüße aus Altenbeken
Uli
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taiga007
Datum:17.09.03 08:32 Antworten Zitieren Empfehlen
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Bestimmte Faulhabermotoren laufen mit über 10.000 U/min., daher mache ich mir deswegen keine Sorgen. Ich habe die Knupfersche Schrift zu dem Thema, die eher vom Bau abrät.
Da ich aber von Leuten weiß, die diesen Umbau erfolgreich durchgeführt haben, möchte ich's auch mal versuchen. So teuer ist so ein Motörchen ja nicht - und wenn's nicht funktioniert, dann lässt man's halt bleiben.
Gruß
Tobias
Winfried_Engel
Datum:17.09.03 13:48 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hallo Tobias,
hast Du inzwischen die oben erwähnten GARTENBAHNEN-Artikel?
Die solltest Du kennen, ehe Du anfängst (ggf. könnte ich sie Dir auch besorgen, bitte ggf. melden).
Vor Zeiten habe ich mich in Sinsheim mit einem Dampfbahner-Kollegen unterhalten, der hatte auch so ein Teil selbst gebaut. Die längste Zeit (über ein Jahr) hatte er an folgendem Problem getüftelt: Zum Starten benötigt die Turbine viel Dampf, zum Dauerbetrieb nur einen Bruchteil davon. Er hat das dann mit zwei Düsen gelöst: eine größere für den Start und eine kleinere für den Dauerbetrieb.
Vielleicht hilft Dir diese Info irgendwie weiter.
Gutes Gelingen!
Winfried
Uli
Datum:17.09.03 16:20 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Eine direkte Beleuchtung über den TG wir wahrscheinlich eh nicht möglich sein, sondern nur eine passive Beleuchtung. Genauer, es wird nur möglich sein, über den TG Akkus zu laden, welche dann für eine konstante Stromversorgung der Lampen sorgen.
Im Original besitzt der TG einen sog. Fliehkraftregler, welcher den TG unabhängig vom Kesseldruck auf der gleichen Drehzahl hält und somit für eine konstante Spannung sorgt. Im Modell wird so was kaum realisierbar sein. Die benötigte Dampfmenge, also somit auch die Spannung von Hand zu regeln fällt wohl auch raus, dafür sind die Druckschwankunken in unseren kleinen Kesseln einfach zu groß. Wenn man dann nicht aufpasst und der Kesseldruck steigt, können alle Lampen durchbrennen.
Eine andere Lösung die ich mir für dieses Problem überlegt habe, könnte ein vor den TG geschalteter Druckminderer sein, welcher den TG mit konstantem Druck versorgt, vielleicht so etwa 4 bar. Auch so wäre eine einigermaßen konstante Spannung zu erreichen, so lange der Kesseldruck dann nicht unter 4 bar fällt.
Fragt sich nur ob der TG schon bei 4 bar arbeitet, aber dass wäre was, was man einfach mal probieren müsste.
Gibt?s für dieses Problem noch andere Lösungsvorschläge? In dem gartenbahn Artikel wird dieses Problem mit Akkus gelöst.
Uli
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Lars
Datum:17.09.03 17:33 Antworten Zitieren Empfehlen (webmaster@tractionengine.de)
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Ich habe zwar so ziemlich genau null Ahnung von Elektronik, aber ich habe mir von verschiedenen Leuten sagen lassen, das man die Spannung auch mit einer kleinen Steuerelektronik lösen könnte, die halt nur die erforderliche Spannung rauslässt , also oberhalb der Grenze runterregelt und unterhalb voll offen lässt. Habe selbst mal probiert nen TG zu bauen , läuft auch einigermassen, nur sieht das Ding noch nicht besonders schön aus. Ich hab für die Turbine einen Läufer mit 8 Schaufeln gebastelt (Durchm. 14mm) und einen kleinen Elektromotor (ich glaub ist sogar ein Faulhaber) drangekoppelt. Das anlaufen ist manchmal noch ein bisschen problematisch wegen der wenigen Schaufeln ("Totpunkt), aber ansonsten leuchten die angeschlossenen 3,6v LEDs schon ganz passabel.
Gruß,
Lars
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Homepage: http://www.tractionengine ICQ:
taiga007
Datum:17.09.03 18:07 Antworten Zitieren Empfehlen
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Erstmal allen vielen Dank für die Hinweise und Tipps.
@Winfried: Ich habe den Artikel noch nicht, weil ich unter der Woche wenig Zeit habe mich darum zu kümmern. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du mir den Artikel irgendwie zukommen lassen könntest. Danke.
Gruß
Tobias
Winfried_Engel
Datum:18.09.03 12:42 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hallo,
Wunsch nach Kopien ist angekommen, kommen in den nächsten Tagen.
Die erwähnte Elektronik nennt sich Konstantspannungsregler, Baupläne gibt's im Internet und die Teile für 1-4 EUR bei CONRAD. Ich habe auch keine Ahnung von Elektronik, aber damit hat es bei mir (Batterie ca. 10-13,8V, benötigte Spannung für die Steuer-Elektronik 5 V konstant) einwandfrei funktioniert. Nur weiß ich nicht, ob es eine obere Spannungsgrenze gibt, bei der der Regler den Geist aufgibt. Aber bei den erwähnten Beträgen dürfte es den Versuch wert sein.
Winfried
oliverfranken
Datum:18.09.03 19:17 Antworten Zitieren Empfehlen (oliver.franken@web.de)
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Hallo
könnten Sie mir auch eine Kopie der Artikel zukommen lassen?? Meine Adresse möchte ich hier im Forum nicht preisgeben, die bekommen Sie noch per Mail von mir.
Vielen Dank im Voraus
Dampfige Grüße
Oliver
Christoph
Datum:18.09.03 19:49 Antworten Zitieren Empfehlen (c.mittermeier@gmx.de)
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Die erwähnten Festspannungsregler z.B. 7805 (die 05 stehen für 5 Volt) haben einen Eingangsspannungsbereich von ca. 7,5 - 35V und können bis zu 1,5 Ampere regeln.
Gruß
Christoph
Editiert am: 18.09.03 19:52 von Christoph
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Homepage: http://www.mittermeier-vs
Stephan_A
Datum:15.10.03 19:01 Antworten Zitieren Empfehlen (stephan_ame@web.de)
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Hallo Uli / Tobias,
erstmal zum Motor: In GarBa wird glaub ich zu einem kollektorlosen Generator geraten, also z.B. Drehstrom, die gehen ja auch ohne Ankerwicklung. Magnete gibt es mittlerweile für Modellflug, bes. Saalflug, zu kaufen, Stichwort Slowflyer (such mal!), da machen viele selbst Außenläufer-Eigenbaumotoren mit ca. doppeltem Wirkungsgrad wie herkömmliche, und mit elektronischem Drehstrom-Steller.
Dann zur Spannungsregelung:
Ich hab ein Drehzahlbegrenzer-Prinzip auf grundlegend neuer Basis entwickelt, mit dem die Fliehkraftgewichte entfallen, und bei dem das Laufrad direkt axial verstellt werden kann, relativ zu einer Dampfdüse, ohne Zwischenhebel usw.
Allerdings müssen sehr leichtgängige Gleitdichtungen oder eine temperaturbeständige Membran verwendet werden.
Die Regeldrehzahl bei ca. 14mm Laufrad-Durchmesser wäre ca. 30000 U/min, also ziemlich optimal (10000 ist bei dem Durchmesser ziemlich gemütlich, auch für den Motor!)
Bei Interesse kann ich das Prinzip mailen, allerdings allerstrengstens nicht zur Weitergabe, da eine internat. Patentanmeldung noch nicht ausgeschlossen werden kann (in D bereits angemeldet).
Tschüß
S.Am.
Editiert am: 29.10.03 16:39 von Stephan_A
HeinzDieter
Datum:16.10.03 20:16 Antworten Zitieren Empfehlen (rastatt112@t-online.de)
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Hallo Freunde,
denkt bei der ganzen Elektronik dran, daß der 7005 richtig "heiß" werden kann wenn die Eingangsspannung im oberen Drittel liegt. Kühlkörper verwenden und den nicht zu klein dimensioieren.Mir sind etliche deswegen ins Nirwana entschwunden. Zur Beleuchtung, heute verwendet man LEDs da kann sogar so ein kleines LED ganz schön an Lux bringen.Und der Verbrauchsstron liegt sehr nieder!
Gruß
Heinz-Dieter
Lasst uns zusammenhalten !!
BV: VT98 mit VB98, mit Unterstützung BR99
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Homepage: http://www.dampflokfreund