Hallo allerseits,
es ist zwar kein Bahnthema im erfreulichen Sinn, aber trotzdem möchte ich mal ausnahmsweise dieses Forum mißbrauchen, um einen öffentlichen "Nach-Ruf-Mord" über einen zwar unauffälligen, aber nicht ganz unwichtigen Mann bloßzustellen, der im Radio verbreitet wurde oder wird. Daß eine charakterliche Prüfung in den Medien nicht unbedingt zum Thema "Mitarbeiterrekrutierung" gehört, ist ja schon länger bekannt, aber daß so massiv dem Pöbel das serviert wird, was der Pöbel erwartet, fällt nicht jeden Tag so deutlich auf wie kürzlich...
Hier der aktuelle Link zu einer faireren Darstellung über Merckle, ich aktualisiere ihn, sobald der Artikel verschoben wird.
https://www.dampfbahner.net/www.das-blaumaennle.de
Falls der Link mal nicht erreichbar ist, hier ein Ausschnitt:
Zitat... "großartigen Unternehmer und engagierten Bürger", der viel für die Stadt getan habe. Sein Tod hinterlasse eine große und nicht zu schließende Lücke. Ähnlich äußerte sich auch der ehemalige Blaubeurer Bürgermeister Georg Hiller: "Sein Tod schmerzt unheimlich." Merckle sei ein Mann gewesen, auf dessen Wort man sich verlassen konnte. "Er hat auch die gesellschaftlichen Verpflichtungen übernommen, die man von einem solch großen Unternehmer erwartet. Und das wesentlich mehr als bekannt wurde."...
Das Ratiopharm-Firmengebäude im Ort z.B. wurde auch schon für größere (überregionale) kirchliche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, meines Wissens unentgeltlich. Wer eine eigene Firma hat, wird sich denken können, daß sowas nicht gerade mit ner kleinen Spende zu vergleichen ist...
An anderer Stelle wurde erwähnt, daß er in öffentlichen Verkehrsmitteln i.d.R. 2. Klasse gefahren sei und im Ort oft mit dem Fahrrad unterwegs war.
Klingt alles nicht grad nach Schickimicki-Kotzbrocken, oder?