Neues aus der Lokwerkstatt Teil 2

  • Moin Sven,

    einfach grandios was du da am Basteln bist.
    Und ich freu mich so sehr daß es nun regelmäßiger Berichte gibt. Das läuft bei dir ja fast wie zu meinen alten guten Sturm und Drang Zeiten als ich einen Wagen nach dem anderen gebaut habe.
    Momentan werkle ich an einem H0m-Straßenbahnprojekt herum und wenn das durch ist werde ich wohl wieder mehr im Bereich Gartenbahnen machen. 5"-Projekte stehen vorerst keine mehr an, da ich 1. schon genug habe und 2. der Platz eng wird. Daher werde ich mich nun wieder mehr auf Gartenbahn auf 45mm und 16,5mm Spur festlegen.

    Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den weiteren Fortschritt.

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    wenn man bedenkt, dass ich seit den ersten Meter aus eigener Kraft mit der Ns 1 2009 nicht mehr allzuviel zustande gebracht hab, ist es vielleicht nicht ganz verwunderlich nach dieser langen Durststrecke wieder loszulegen :D

    Nun begrenzen nicht mehr die Möglichkeiten, sondern die zur Verfügung stehende Zeit, das Machbare. Aber ich bin froh über jede nächstliche Stunde, die ich in der Werkstatt verbringen kann.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Sven,

    nun sind die Ladezeiten Deiner Beiträge in diesem Trööt zwar wieder über jeden Zweifel erhaben - es geht sauschnell - dafür sind aber nur noch die "netten" PHOTOBUCKET-Piktogramme zu sehen und das ist nun ... na ja.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Wäre ja mal ein Grund darüber nachzudenken, die Fotos doch gleich in den Beitrag zu integrieren, auch wenn es nur fünf Bilder sind, die in einem Beitrag zulässig sind -> dann gibt es eben mehr Beiträge, womit die meisten wohl leben können. Man spart sich aber die Mühe, auf jeden "Zuck" des Photohosters reagieren zu müssen.

    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Mahlzeit!

    Da ich die Beiträge nicht nur hier veröffendliche, ist ein externer Bildserver notwendig. An einer Lösung für das Problem arbeite ich noch, die Bilder sind ja inzwischen wieder sichtbar.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Hier nun der letzte Teil vom Baubericht des kleinen Stirnbordwagens.

    Nachdem die Winkelrahmen gebohrt waren wurden sie mit den Längsträgern vernietet. Dafür wurden Knotenbleche und 8-mm-Niete verwendet.

    Der nun fertige Rahmen bildet das Grundgerüst für den Wagenkasten.

    Dieses wurde mit dem Fahrwerk verschraubt und anschließend mit Boden- und Stirnbrettern aus 19 mm Fichte gehobelt versehen.

    Zum Schluß wurden noch die Zug- und Stoßvorrichtungen gebaut. Dazu habe ich auf die kürzlich gelaserten Lorenpufferteile zurückgegriffen.

    Es musste nur noch eine gebogene Pufferplatte angefertigt und mit den Ober- bzw. Unterteil zu einer typischen Pufferkappe verschweißt werden. Der Kuppelbolzenrohling wurde mit einem gedrehten Pilzkopf verschweißt und der Schaft mittels Fächerscheibe verrundet. Die Sicherung bildet eine Bolzenscheibe mit Splint.

    Einbaufertige Pufferkappe mit Kuppelkette.

    In den Pufferträger des Fahrwerks wurde nun noch ein Durchbruch für den Kuppelbolzen gestemmt und die Pufferkappe im Anschluss montiert.

    Zwischenzeitlich wurden die bislang verbauten Sechskantmuttern noch durch solche mit Vierkant ersetzt, wie es bei solchen Wagen üblich war.

    Nun war der Wagen bis auf die Lackierung fertiggestellt und konnte probegefahren werden.

    Die Probefahrt wurde dann auch gleich für den Transport von Ziegeln genutzt.

    Der kleine Stirnbordwagen hat sich dabei gut bewährt und wartet nun noch auf die Lackierung.

    http://youtu.be/PqmKgDJJV48

    Hier gibt es noch ein kleines Video, dass beim Transport von Erdaushub auf meiner Bahn entstand.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    und herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen und gelungenen Lore. Sie paßt richtig gut in deinen bunt gemischten Fuhrpark.
    Auch das Video ist wie immer Spitzenklasse. Ich freue mich schon auf unseren Besuch zum Feldbahnspielen !!!

    GRüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    danke für die anerkennende Worte, mit der Serienfertigung von einheitlichen Kipploren wird es noch ein wenig dauern. Dafür konnte ich
    am vergangenen Wochenende konnte unplanmäßig meine Gleisanlage erweitern. Nachdem die Vorbereitungen für den Vordachbau abgeschlossen waren,
    war es aus Gründen der Baufreiheit notwendig geworden, das Baugleis zu demontieren.

    Mit dem nun freigewordenen Gleismaterial, insbesondere den beiden gebogenen Gleisjochen, konnte die Hauptstrecke um den Apfelbaum herum und parallel zur kurzen Grundstückseite verlängert werden. Dazu wurden zunächst die letzten 6 m der Strecke abgebaut und der 2,5-m-Bogen am Apfelbaum verlegt.

    Anschließend erfolgte das Verlegen der geraden Gleisjoche aus U40x20 bis zum Gartenhaus.

    In Zusammenhang mit der Streckenverlängerung wurde auch ein Teil der Hauptstrecke von leichtem Gleis aus Winkeleisen 30x4 auf das schwerere S5-Profil umgebaut. Gerade beim Transport von Baumaterial war es mitunter schwierig auf den 4 mm breiten Schienenkopf ausreichend Sand für den notwendigen Reibwert zu platzieren, zumal der hintere Streckenteil eine Steigung aufweist.

    Nach dem Anlaschen und Richten der neuverlegten Joche wurde die Gleislage durch das Unterlegen von Hölzern korrigiert und die ersten Probefahrten absolviert.

    Die fertiggestellte Neubaustrecke konnte dann auch im 2. Gang und Vollgas befahrenen werden, die Streckenlänge beträgt nun insgesamt 60 m. Für den Weiterbau fehlt es nun in erster Linie an gebogenen Gleisjochen, die Schienenbiegemaschine ist daher das nächste Projekt.

    Im Rahmen einer Grillfeier mit den Nachbarn, ist im Herbst ein kleiner Fahrtag geplant.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    Nachdem uns eine Ladung gebrauchter Rasenbordsteine zugelaufen war, musste das Baustofflager nun endlich einen Gleisanschluss bekommen. Dafür wurde am Abend die zweite noch vorhandene Weiche überarbeitet. Der Stellbock musste auf die andere Seite verlegt werden, wozu zunächst die Stellbockschwellen und Stellstange demontiert und anschließend neu angebaut wurden.

    Die fertige Weiche liegt neben ihrem zukünftigen Einbauort.

    Nun begann die Demontage des alten Streckengleisabschnittes, der in Zusammenhang mit dem Weicheneinbau auch gleich auf schwereres Profil U40x20
    ungebaut wurde.

    Das erste schwere Gleisjoch ist eingebaut. Zufälligerweise kam der Umbau ohne das Anfertigen von Paßstücken aus.

    Nach dem Ausheben des Grabens für die Stellbockschwellen konnte die Weiche eingepasst werden. Die Lücke im Weinstock besaß genau die richtige Größe für den Stellbock.

    Nach etwas mehr als einer Stunde war die Weiche dann eingebaut und das Streckengleis fertig montiert. Die Weiche muss noch etwas gestopft werden, ist jedoch schon provisorisch befahrbar.

    Damit war der Anfang für das neue Anschlussgleis gemacht, das auch in etwa den Verlauf der später entgültigen Strecke folgt. Gegen 21 Uhr war dieses dann auch verlegt, weitere 8 Gleisjoche bis zum derzeitigen Komposthaufen. Von dort soll das Gleis später noch ein paar Meter weiter führen und sich dann mit einer Weiche zum neuen Kompost mit Rampe sowie nach links auf die Ringstrecke verzweigen. Bis auf zwei Joche sind nun die Vorräte an schwerem Gleis komplett verbaut. Die alten leichten Joche werden nun als Schwellen für den Bau von schweren Gleisjochen nach und nach verwertet, wie bei Feldbahnen üblich.

    Die Lok auf dem neuen Gleis, dahinter das Baustofflager.

    Feierabend für heute!

    Der Blick aus dem Arbeitszimmer am nächsten Morgen: die Gleisanlage umfasst mittlerweile eine Gesamtlänge von 76 m.

    Am Abend wurden dann zwei Züge mit den Rasenbordsteinen zum Baustofflager gefahren. Pro Wagen konnten problemlos 10 Platten zu je 30 kg geladen werden.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    In den letzten Wochen hat sich wieder einiges rund um die Feldbahn getan.

    So wurden mehrer Ganzzüge mit altbrauchbaren Ziegeln von der Ladestelle zum Ziegellager gefahren.

    Die rund 1500 Steine werden später für eine Stützmauer benötigt.

    Für Arthur ist es zum täglichen Ritual geworden, nach der Rückkehr aus der Krippe erstmal eine Runde Feldbahn zu fahren.

    Mittlerweile ist die Mitfahrt auf der Lok weitaus interessanter, als auf dem Zug. Zum Glück lässt sich die Lok auch vom ersten Wagen aus bedienen.

    Sein Stirnbordwagen ist nun auch fertig. Die Holzteile wurden mit Halböl behandelt, die eisernen Beschläge lackiert.

    Für die Werkstatt konnte ich eine gebrauchte Blechschere beschaffen, die nach einer umgehenden Aufarbeitung nun wieder voll funktionstüchtig ist.

    Desweiteren lief mir diese voll funktionstüchtige Steinel-Fräsmaschine vom Typ SH 1 über den Weg, die ich zu äußerst günstigen Konditionen erwerben konnte. Damit lassen sich nun auch kleinere Fräsarbeiten in eigener Werkstatt ausführen. Danke nochmal an Felix für die Hilfe beim Transport!

    Hin und wieder gab es auch im Gartenbau etwas zu transportieren, wie hier säckeweise Pflanzenerde.

    Anfang Oktober besuchte mich Michael von der WEIMI-Bahn und absolvierte nach kurzer Einweisung ausgiebige Fahrten durch den Garten.

    Vor kurzem habe ich dann nach langer Vorbereitung die Fertigung der bislang noch fehlenden Seitenbleche für den Ns 1-Motorvorbau begonnen.
    Die ausgelaserten Rohlinge aus 1-mm-Blech wurden in einer Fahrzeugwerkstatt zunächst mit der umlaufenen Sicke versehen.

    Für das Pressen der Lüftungsschlitze wurde anschliessend aus Viertelrohren und Flacheisen ein Gesenk gebaut.

    Auch der Pressenstempel ist eine Schweisskonstruktion.

    In Ermangelung einer Hydraulikpresse wurden die Lüftungschlitze mit einem 2t-Wagenheber gedrückt, den ich zusammen mit dem Gesenk in ein Fach meines Stahlschwerlastregals gestellt habe.

    Das Ergebnis ist recht ordentlich, wenngleich das Blech noch gerichtet werden muss. Es fehlen zudem noch Handgriffe und Lochverstärkungen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    das schaut alles schon richtig toll aus. Jetzt mußt du dem kleinen Arthur nur noch erklären nicht weiter zu wachsen, denn jetzt hat er fast den perfekten Maßstab erreicht :)
    Beim Anblick deiner Drückvorrichtung für die Lüftungsschlitze mußte ich aber doch erstmal lachen. Clever gelöst und zugleich ur-urig. Das ist Feldbahn pur.

    Ich freue mich schon auf den Besuch in zwei Wochen. Hoffentlich ist dann das Wetter noch "fahrbar".

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    ich denke er wird da nicht mit sich verhandeln lassen :D

    Tja da sag mal einer ein Konstrukteur kann nicht ohne Zeichnung bauen...

    Ich freue mich auch auf deinen Besuch, gefahren wird auf meiner Bahn bei jedem Wetter!

    Heute Nachmittag konnte ich die Seitenklappen fertigbauen, dass heißt Handgriffe sowie die Lochverstärkungsbleche anfertigen und einschweißen. Die Schweißarbeiten waren aufgrund der geringen Blechdicke etwas heikel, mit 1,5er Elektroden, 35 A und einer ruhigen Hand gelang es dann aber doch.

    Anschließend mussten noch Klappenhalter an den Rahmen geschweißt werden. Ursprünglich besaß das Original federnde Haubenhalter, die sich jedoch im Betrieb vielfach nicht als "bahnfest" erwiesen haben. Als Ersatz wurde dann zumeist ein oder mehrere Winkeleisen an den Rahmen geschweißt, hinter denen man die Bleche einsetzen konnte. Da mir Haubenhalter in der Baugröße ebenfalls zu anfällig und zudem zu aufwändig in der Herstellung erschienen, habe ich mich für die Winkelvariante entschieden. Feldbahnmäßig wurde gleich vor der Werkstatt im Freien geschweißt...

    Mit einem Blechstück als Abstandhalter wurden die Winkel geheftet...

    ...und anschließend angeschweißt.

    Nachdem in das linke Blech noch die Aussparung für den Auspuff geschnitten war, konnte es montiert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Sven,

    die Motorbleche sind dir wirklich sehr gut gelungen. Schade nur daß man nun von Motor nicht mehr so viel sieht. Aber mit Blechen ist die Lok dann eben doch vollständiger.
    Jetzt kann es ja bald ans Lackieren gehen.

    Bis denn, Gerd

  • Mahlzeit!

    Am vergangen Wochenende fand ein lang geplanter Baueinsatz mit der Feldbahn statt. Mein Freund Gerd hat mich tatkräftig beim Ausheben von Fundamentgräben für den Bau einer Rampe unterstützt. Über diese Rampe soll später der im Garten anfallende Grünschnitt zum Komposthaufen gebracht werden.

    Zu Beginn des Einsatzes wurde zunächst ein Durchstich durch den jetzigen Komposthaufen gegraben,
    um ein fliegendes Gleis zur Baustelle legen zu können.

    Nach dem Verlegen des Baugleises wurde mit dem Ausheben der Gräben begonnen und der Aushub in die bereitgestellten Loren geschaufelt.

    Im Laufe des Tages wurden so insgesamt 6t Erde bewegt.

    Der Aushub wurde über eine provisorische Rampe auf den derzeitigen Kompost gekippt.

    Die Kastenlore macht die Entladung des lehmigen Bodens mitunter etwas anstrengend, wenn man nur ein paar Kipploren hätte...

    Geschafft!

    Zum Schluss wurden noch ein paar Runden zum Vergnügen gefahren.

    Bei so viel tatkräftiger Unterstützung haben wir uns am Abend noch die Drehmaschine von ihrer Transportpalette gehoben. Mittels einer Hilfskonstruktion aus Kanthölzern und einem kleinen Hydraulikheber wurde die etwa 600 kg schwere Maschine zunächst soweit angehoben, dass die Palette unter der Maschine zerlegt und herausgenommen werden konnte.

    Stück für Stück wurde die Maschine dann bis auf den Betonboden abgesenkt. Nach zwei Stunden war es geschafft. Nach dem erfolgreichen Wochenende gebührt Gerd Dank und Anerkennung für seine Hilfe!

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallöchen Sven !!!!!!!!!!!!!!!

    Genau so sah mein Kompos-Haufen-Ende auch aus, nur dass er mittels Feldbahn zum verfüllen des ehemaligen Fischteiches genutz wurde.
    Wofür hat man(n) die Feldbahn?

    Grüße
    Stephan

    Garten- Feld- und Draisinenfahrten, und nun noch 5 Zoll!

  • Hallo Sven,

    mir hat der Bautag auch sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe wir können das irgendwann fortsetzen.
    Ich habe ja auch ein paar Bilder gemacht, die ich ergänzend noch hier anfügen möchte.

    Zunächst der Bauzug auf dem Frisch verlegten Baugleis...
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    ...dessen Ende Sven gerade noch richtet.
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    Die wirklich wundbare NS1 nun mit grundierten Motorhaubenblechen. Beim Betrieb mit der Lok kommt echtes Feldbahnfeeling rüber. Es ist eben noch näher an der echten Feldbahn als z.B. 5".
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    Hier der Meister an der Schaufel...
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    ...und beim eiligen Materialtransport mit der neuen Stirnwandlore
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    Grüße an die anderen beiden und bis zum nächsten Mal !!!
    Gerd

  • Mahlzeit!

    In den vergangen Wochen hat sich wieder einiges in der Werkstatt getan.

    Das Norton-Vorschubgetriebe meiner Drehmaschine erzeugte schon seit dem Kauf einen ziemlichen Lärm. Anfangs dachte ich, dass es einfach bauartbedingt so sein muss.
    Nachdem ich an einer anderen Maschine arbeiten konnte, war jedoch klar, dass hier etwas nicht stimmte. Zur Ursachenforschung wurde der Getriebekasten abgebaut und untersucht.
    Zunächst war er trotz vorgeschriebener Ölschmierung voll mit altem Fett, dass mit Spänen aller Art durchmischt war. Die Reinung mit Kettenreiniger und Aceton war eine riesen Sauerei, am Ende jedoch erfolgreich.

    Bei genauerer Betrachtung fiel auf, dass sowohl die Welle mit den 10 Zahnradstufen als auch die Schwenkhebelwelle, auf der die Nortonschwinge sitzt, verbogen waren.
    Der Ausbau beider Wellen gestaltete sich schwierig, da zu der Maschine keine Unterlagen vorhanden sind. Zudem mussten für das Lösen der Nutmuttern auf den Wellen erst zwei Spezialsteckschlüssel angefertigt werden. Zwei Abende hat die Demontage in Anspruch genommen.
    Die Wellen wurden anschließen auf die Drehmaschine zwischen die Spitzen genommen und mit der Meßuhr abgetastet. Beide Wellen waren um 9 Zehntel Millimeter verbogen.
    In Ermangelung einer Presse bin ich damit zwecks Richten zu einem KFZ-Mechaniker eigener Motorenwerkstatt gefahren, der für solche Spezialaufgaben bestens geeignet ist.
    Das Richten erfolgte zunächst grob auf einer Hydraulikpresse und dann zehntelweise mit einem Kupferhammer. Es war schon ein beeidruckendes Schauspiel handwerklichem Könnens,
    wie er mit Gefühl den richtigen Schlag an der richtigen Stelle ausführte. Die Wellen wiesen am Ende Rundlaufabweichungen im Hundertstelbereich auf. Der sich einstellende Erfolg bereitete dem Meister sichtlich Freude und ich sollte auch nur einen kleinen Obolus für die Kaffeekasse zahlen.

    Nun konnte es an den Zusammenbau gehen. Die gereinigten Einzelteile wiesen alle eingeschlagene Zahlen auf, die dem jeweiligen Lagerbock zugeordnet werden konnten. Hierbei fiel auf, dass das Getriebe vorher teilweise falsch zusammengebaut war. Die Ursache für die Beschädigung der Wellen musste jedoch eine erhebliche Gewalteinwirkung, etwa durch das Anfahren mit dem Support gegen das Futter oä. Die doppelreihigen Pendelkugellager haben zum Glück keinen Schaden genommen und konnten wieder eingebaut werden.

    Das fertige Nortongetriebe wurde frisch geölt und lief schon von Hand viel leichter.

    Gestern Abend konnte ich dann die Maschine wieder zusammenbauen und ausprobieren. Die Arbeit hat sich gelohnt, das Getriebe lässt sich besser schalten und ist kaum noch zu hören.
    Aus Blechresten erhielt die Maschine noch eine Spänewannenrückwand.

    Eine andere Baustelle war die Schienenbiegemaschine, die ich bereits vor längerer Zeit begonnen hatte.

    Mit dem Eintreffen einer Lieferung Dreh- und Frästeile konnte es an die Fertigstellung gehen. Hier im Bild die vergüteten Profilwalzen.

    Einpassen der Spannlager in die Führungsgabeln.

    Das fertige Grundgestell.

    Nach zwei weiteren Abenden war die Biegemaschine einsatzbereit.

    Blick auf die eingespannte Schiene aus U40x20.

    Biegen einer Schiene mit 2,5 m Radius.

    Die Maschine funktioniert sehr gut, es fehlen noch Bedienkurbeln für Vorschub und Zustellspindel, sowie Halter zum Befestigen der Maschine auf der Werkbank.
    Eine zweite für einen Hobbykollegen wird demnächst zusammengebaut. Nun steht der Fertigung von gebogenen Gleisjochen für den Weiterbau der Strecke nichts mehr im Wege.

    Gruss Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    Bei genauerer Betrachtung fiel auf, dass sowohl die Welle mit den 10 Zahnradstufen als auch die Schwenkhebelwelle, auf der die Nortonschwinge sitzt, verbogen waren.
    Der Ausbau beider Wellen gestaltete sich schwierig, da zu der Maschine keine Unterlagen vorhanden sind. Zudem mussten für das Lösen der Nutmuttern auf den Wellen erst zwei Spezialsteckschlüssel angefertigt werden. Zwei Abende hat die Demontage in Anspruch genommen.
    [...]
    Hierbei fiel auf, dass das Getriebe vorher teilweise falsch zusammengebaut war. Die Ursache für die Beschädigung der Wellen musste jedoch eine erhebliche Gewalteinwirkung, etwa durch das Anfahren mit dem Support gegen das Futter oä.
    [...]
    Biegen einer Schiene mit 2,5 m Radius.

    ich finde dies Aktion bewunderungswürdig:
    1. hätte ich das vermutlich nie gesehen, daß die Achsen um ~1 mm verbogen sind.
    2. hätte ich das nicht auseinander oder korrekt wieder zusammen bekommen.

    Wie stellt man an (D)einer Profilbiege-Maschine den Radius ein? Oder anders gefragt, woher weiß ich, wieviel ich die mittlere Rolle nach unten drehen muß, um welchen Radius zu erhalten?

  • Mahlzeit Rabe,

    danke für die Blumen, das "Eiern" der Wellen war schon offensichtlich, das wäre wohl jedem halbwegs technisch Interessierten aufgefallen.
    Ich habe mir auch Skizzen und Fotos vom Zustand vorher angefertig, damit ich es auch wieder zusammenbekomme.

    Die Biegemaschine soll noch eine Skale bekommen, damit die verschiedenen Radien grob angefahren werden können. Der entstehende Radius hängt von der Anzahl der Biegedurchgänge und auch ein wenig vom Material ab. Die Feinheiten lassen sich jedoch nur durch Messen der Pfeilhöhe bestimmen, dafür habe ich eine Tabelle angefertigt.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • JAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!
    Endlich wieder Gleis- und hoffentlich auch bald Streckenbau :)

    Morgen Sven,

    ich staune immer wieder was du alles so werkelst. Allein die Reparatur der Drehbank finde ich super.
    Und die Rohteile für deine Biegemaschine hatte ich ja schon beaugapfelt und sie nun in Aktion zu sehen bereitet mir Vorfreude mehr Fahrstrecke beim nächsten Besuch, vermutlich schon im Februar wenn's bei euch paßt.

    Grüße, Gerd