Drehschemelwagen

  • Hallo,

    heute für den Rahmen die restlichen Profile gesägt und erst mal lose zusammengelegt.
    Als nächstes werde ich schweissen (lassen).

    Eins ist mir noch aufgefallen: Als Verbindung zwischen den beiden
    Langholzwagen werden einfache Kupplungen gefertigt (ohne Puffer),
    während die äußeren Verbindungen mit Pufferrn ausgerüstet werden. Das
    Foto zeigt zunächst die einfachen Kupplungen. Ich habe sie aus U-Stahl
    gefertigt und die Rundungen gefeilt. Sie werden mit jeweils 2 M5
    Schrauben am Wagen befestigt. Der Kuppelhaken ist ein abgesägter Haken,
    den man normalerweise in Holz oder in einen Dübel reinschrauben kann.
    Zwichen
    den Wagen wird eine starre quadratische Verbindungsstange mit
    Verstellmöchlichkeit in der Länge an jeder Seite angebracht. Die
    mittlere Stange hat einen größeren, die beiden äußeren einen kleineren
    Durchmesser. Mehr Details u. Fotos beim/ nach dem Bau. Damit kann man
    dann "Baumstämme" mit einer Länge von 1,90 m transportieren.

    Gruß Horst

  • Mahlzeit!

    Warum hast du für die Kuppelbolzen so viel Spiel vorgesehen?

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Horst,

    Zitat

    Zwischen,den Wagen wird eine starre quadratische Verbindungsstange mit
    Verstellmöchlichkeit in der Länge an jeder Seite angebracht. Die
    mittlere Stange hat einen größeren, die beiden äußeren einen kleineren
    Durchmesser ...


    und wenn du dann Baumstämme geladen hast, entgleist alles in der ersten Kurve. Oder deine Baumstämme verschieben sich in den Schemeln und fallen irgend wann runter.
    Mit Ladegut erfolgt bei Feldbahnen die Zugübertragung durch das Ladegut. Wenn du wie bei der Vollbahn die Drehschemel kuppeln willst, dann musst du einen Längenausgleich der Drehschemel vorsehen. Dazu liefen die Drehschemel auf eigen kleinen Wagen in Schienen auf den Flachwagen.
    Volker

  • Hallo Volker,

    "Wenn du wie bei der Vollbahn die Drehschemel kuppeln willst, dann musst
    du einen Längenausgleich der Drehschemel vorsehen. Dazu liefen die
    Drehschemel auf eigen kleinen Wagen in Schienen auf den Flachwagen."

    An so etwas habe ich gar nicht gedacht (als Laie. Ich habe mich aus optischen Gründen für eine Kuppelstange entschieden.
    Oder hat der Aufbau im letzten Foto mit den roten Pfeilen etwas damit zu tun???
    U.U. verzichte ich (schweren Herzens) auf die Kuppelstange und befördere die Stämme so, wie auf der sw-Zeichnung ...

    Gruß Horst

  • Mahlzeit!

    Da hier auch Bilder von den Drehschemeln der WEM gezeigt wurden, eine kleine Anmerkung. Die Kuppelstangen haben Langlochösen, die zum Längenausgleich dienen. Gekuppelt hat man den Vorteil schneller Laden zu können, die Pärchen müssen nicht erst auseinandergezogen werden.

    Beim Bolzenspiel würde ich nochmal nacharbeiten, das erscheint im Vergleich zum Bolzendurchmesser doch etwas viel und kann zum heraushebeln des Bolzens führen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    • Offizieller Beitrag

    Hi,

    Falls du das Spiel nicht änderst mach auf jeden Fall noch eine Bohrung in den Bolzen um ihn mit einem Splint zu versehen damit er während der Fahrt nichr raus rutschen kann. Verlorene Wagen auf der Strecke sind nicht ungefährlich.... Viele Grüße Chris

  • Hallo Horst und andere Langholzfahrer,

    was mir bei meinen Waldbahn-Recherchen aufgefallen ist: teilweise wurde mit Kuppelstangen gefahren, dann sind die Drehschemel oben glatt.
    Oder die geladenen Stämme hatten die Zugkräfte zu übertragen, dann hatten die Drehschemel oben zwei Reihen kräftige, runde und oben angespitzte Bolzen.
    (oder wie bei den im Bild gezeigten LGB-Trucks Zacken). Die gruben sich in die Stämme und die Kraftübertragung war gewährleistet.
    Im Modell wird das schwierig, da die "Stämme" zu hart und zu leicht sind. Auf dem EDHT konnte ich bereits eine daruf zurückzuführende Zugzerlegung beobachten.
    Sollte ich das mal bauen, gedenke ich die "Stämme" vorzubohren und evtl. die unterste Lage fest zu verbinden, da die Spitzing-Trucks die Bolzen hatten.
    Dort wurden die Stämme alle auf 4,5m geschnitten (in 1:5 dann 90cm), so dass sich eine einheitliche Länge ergibt.

    Die mit dem Pfeil gekennzeichnete seitliche Stelle sind Gleitstücke oder Rollen, die die Drehbewegung erleichtern und auf der darunter befindlichen, bogenförmigen Gleit-/Rollbahn laufen.

    Viele Grüße,
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • ... neue Teile für den Drehschemel sind fertig geworden.
    Das Pappmodel zeigt das Zwischenstück mit den beiden starren Haltearmen. Sie werden zusammen mit den "Zähnen" zwischen die beiden U-Profile geschraubt. Mittig wird dann eine 8 mm Bohrung für den Bolzen gesetzt.

    Tipp eines Freundes mit Zeichnung:

    1. Fertige die beiden U-Schienen mit denn Bohrungen an.

    2.
    Schraube sie mit einem Distanzstück zusammen (in meinem Fall die "Zähne", in dem Bild rot. Es
    sollte die Stärke der Arme haben die zwischen die U-Profile kommen.

    3. Bohr mit einem passenden Bohrer ( das gelbe Teil ) ein Loch quer durch die die U-Profile.

    4.
    Schraub alles wieder auseinander, die Kanten entgraten. Jetzt kann
    wieder alles zusammengefügt werden. Jetzt
    kommt ein Bolzen zwischen die U-Profile der durch das Zusammenschrauben
    an Ort und Stelle gehalten wird.

    Der
    Vorteil ist das man kein aufwändiges Frästeil benötigt sondern nur ein
    Stück Rundmaterial mit einem Gewindeansatz. Zu dem kann so der Bolzen
    leicht austauscht werden, bei Beschädigung.

    Ein anderer Bekannter riet mir, die U-Profile einzeln zu bearbeiten und dann erst zusammen zu setzen.

    Welche Methode ist besser? Die Wandstärke für die 8 mm Bohrung beträgt insgesamt 12 mm!
    Erbitte eure Meinung dazu !!!

    Gruß Horst

  • Mahlzeit!

    Warum so kompliziert? Je ein quadratisches Blech mit 8er Bohrung auf und unter die Querträger geschraubt und man kann den Bolzen durchstecken.
    Wenn man dann noch die Halter mit Langlöchern versieht und unter den Trägern ein Querblech als Anschlag anbringt, lassen sich die Halter verriegeln
    und für das Beladen dennoch abklappen. Am Besten mal raus ins Grüne fahren und sich mal ein Original ansehen, dann erübrigen sich viele Fragen ganz
    von selbst...

    Im Übrigen wären mir die paar Kleckse... äh... Schweißpunkte etwas zu viel Minimalismus, aber vielleicht liegt es daran, dass ich etwas größer baue ;)


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Horst,

    mit mir hast Du vielleicht den falschen gefragt, aber da musst Du jetzt durch:

    Das weiter oben gezeigte Vorbildfoto der Waldeisenbahn zeigt keine Zacken. Auch keinen bis nach oben durchgehenden Drehzapfen. Leider nicht zu erkennen ist, wie der Drehzapfen genau befestigt ist.

    Wie ich es nach Durchsicht zahlloser Vorbildfotos gelöst habe, siehst Du auf dem Dritten Bild des ersten Bauberichtes (m)eine neue Lore.
    Ein Blech vierfach abgekantet (das ging im Schraubstock), durchgebohrt und von unten gegen die Träger geschraubt (geschraubt und nicht genietet, um später ggf. den Drehzapfen noch tauschen zu können).
    Vorher eine handelsübliche Sechskantschraube mit Teilgewinde als Drehzapfen durchgesteckt, die beiden Muttern werden gekontert. Bzw. nach endgültiger Montage wird die untere noch durch eine Stopmutter ersetzt.
    Die Höhe der Abkantung des Haltebleches richtet sich nach den seitlichen Gleitstücken bzw. Rollen und dem Schraubenkopf (liesse sich ggf. noch abdrehen)

    So sind nur 2 mm durchzubohren....

    Viele Grüße,
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

    Einmal editiert, zuletzt von Winfried_Engel (7. August 2012 um 14:20)

  • Mahlzeit!

    Die Drehschemel der WEM sind auf Brigadewagenunterwagen aufgebaut und haben daher Kugelzapfen, die unter die Querträger geschraubt sind.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven und Winfried,

    "Je ein quadratisches Blech mit 8er Bohrung auf und unter die Querträger geschraubt und man kann den Bolzen durchstecken".

    Werde so wie du es vorgeschlagen hast, verfahren. Erscheint mir wirklich einfacher. Und auch die Langlöcher werde ich einbauen ...

    Zu den Schweisspunkten: Durchgehende Nähte waren bei der Größe und Belastung des Modells nicht erforderlich ...


    ***Gerade habe ich eine mail bekommen bzgl. der Kuppelstangen:
    "wenn du immer mit Ladung fahren willst, dann würde ich beide Drehschemel
    mit glatter Oberfläche und einer Längsnut versehen. Z.B. zwei
    U-Profile, die mit ihrer Öffnung nach links und rechts zeigen. Zwischen
    diesen Profilen in der Mitte den Drehzapfen und außen die schwenkbaren
    Rungen. In den Baumstämmen der untersten Lage genau dort wo sich
    Längsnut und Baumstamm treffen einen Metallstift oder Holzdübel in den
    Baumstamm setzen. Aber nur bei einem Drehschemel. Dann kuppelst du über
    Kuppelstange mit möglichst wenig Spiel in den Bolzen, du hast derzeit
    viel zu viel. Bei Bogenfahrt kann sich dann die Ladung auf dem
    Drehschemel ohne Stifte längenausgleichend verschieben.Vorwärts- und Rückwärtsfahrten sind möglich.

    Volker

    Sollte das die Lösung sein?

    Gruß Horst

  • Hallo,

    ich bin erstaunt was man hier alles für Theorien zur Langholzladung und deren Eigenleben grübeln kann.
    Ganz ehrlich habe ich mir über all diese Probleme nie Gedanken gemacht und ich fahre sehr gut damit im Regelfall.
    Allerdings haben bei mir die Ladungen selten eine längere Laufleistung, da sie irgendwann auch wieder abgeladen werden.

    Hier mal ein paar Anregungen wie ich das auf amerikanische Weise gelöst habe. Eben ganz so, wie's auch im Vorbild war. Ohne Längenausgleichsschnickschnak oder komischen Bolzen...

    Grüße, Gerd

    • Offizieller Beitrag

    Hi Volker,
    Ich glaube Gerd fährt in der Regel auch mit gekuppelten und beladenen Wagen. Schau dir mal das zweite Wagengespann auf seinem zweiten Bild an. Das Gespann ist beladen und gekuppelt...
    Ich hatte mit selbst auch mal Drehschemelloren gebaut (mit Holzrahmen). Wenn ich beladen gefahren bin habe ich die Loren nicht gekuppelt. Das ging aber nur, wenn am hinteren Wageb kein schwerer Wageb mehr dranhing und man vorsichtig beschleunigt und gebremst hat.

    Lg Jonas

  • Ups, da ist Volker gleich was aufgefallen, was ich schon gar nicht mehr sehe...

    Ja okay, auf dem Photo fehlt bei dem einen Paar tatsächlich der Kuppelbalken, da ich die kürzeren damals noch nicht fertig hatte als dieses Bild entstand.
    Grundsätzlich fahre ich auch MIT Kuppelbalken.

    Grüße, Gerd

  • Hallo Gerd,

    bitte stell mal ein Detailfoto von deiner Kuppelstange - vorne - in´s Forum.

    Danke
    Horst