Kesseltransport auf Flachwagen

  • Hallo Ihr,

    nachdem der Lowcost-Sitzwagen fertig ist, kommt hier das nächste Spielzeug aus der Werkstatt. Wieder mal eine 50/50 Kreuzung aus Modell und Zweckbau. Wenn der Kessel nicht drauf ist, wird eine Kiste über die Halterungen gestülpt und das Ding ist plötzlich ein Sitzwagen.
    Mir fehlen aber noch einige Details.
    Wo bringe ich Ösen an und wie spanne ich das Ding mit Ketten auf dem Wagen fest? Ich habe auf einem Vorbildfoto Ketten mit "Überzug" gesehen. Wahrscheinlich werde ich meine Ketten streckenweise ähnlich ausrüsten (wahrscheinlich mit Schrumpfschlauch) damit es mir nicht die Farbe vom Kessel verkratzt. Auch über kleine Bordwände oder Steckrungen habe ich bis jetzt nachgedacht, bin mir aber noch nicht schlüssig.
    Während ich jetzt Achslager- und Blattfederimitate baue, brauche ich mal Euren Rat. Hier kommen die Bilder:


    Viele Grüße
    Holger

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  • Hallo Holger,

    ich würde den Kessel mit Spanngurten abspannen, außer dein Zug ist schon vor vielen Jahren unterwegs gewesen ;)
    Und ich gehe mal da von aus, daß man früher, also vor der Zeit der Spanngurte, mit Stahlseilen und Spannschlössern schwere Lasten abgespannt hat. Wie Gurte, Ketten und Seile am Flachwagen befestigt wurden kann ich nicht sagen. Ich würde Rungenhalter verwenden.

    Gruß und bis dann
    Sascha

  • Hallo!

    In der Bucht hats mal eine Broschüre der DB angespült:

    "Maschinen richtig verladen in Güterwagen", herausgegeben 1975.

    Auf Seite 3 steht: "Partner in allen wichtigen Transportfragen ist Ihre DB-Generalvetretung. Rufen Sie an. Ihre DB"

    Auf der letzten Seite sind die Rufnummern des DB-Verladeberatungsdienstes aufgeführt......Das war noch der so wenig kundenorientierte Staatsbetrieb, den der Herr Dürr und der Herr Kohl dann privatisiert hat, damit er nicht mehr so träge ist....

    Na ja, wir wissen, die Lieblingsspeise des Herrn Kohl war Saumagen, Hirnwurscht wär besser gewesen!!!!

    Ich muß mal schauen. ob ich das Heft scannen und hier ins Forum reinstellen kann, ich steh mit der modernen Kommunikationstechnik ein wenig auf Kriegsfuß.

    Und die Hirnwurscht von unserem Metzger schmeckt nicht so besonders....

    Grüße

    Michael

  • Hallo,

    ich hab mal in dem Heftchen geschmökert....

    Es lohnt sich, diese Verladeempfehlungen zu Rate zu ziehen. Sie können sicher sein, daß Ihr Gut durch die Beanspruchungen, die beim Schienentransport zu berücksichtigen sind, nicht beschädigt wird.

    Das Ladungsgut ist in alle Richtungen, also auch in Querrichtung, mit Holzbalken zu sichern!

    Die Nägel müssen mindestens 4 cm in den Wagenboden eindringen.

    Um Kippbewegungen zu unterbinden, sind Bindungen notwendig, entweder aus Drähten, Gurten oder Ketten.
    Gurte sind die aus dem Baumarkt bekannten Spanngurte.

    Drahtbindungen bestehen aus einer geraden Anzahl von geglühten Einzel-Stahldrähten von 3 - 5mm Durchmesser, Anzahl und Dicke hängt vom Gewicht des Ladegutes ab:

    1500 kg: 10 x 4mm oder 6 x 5mm
    2000 kg: 10 x 5mm
    3000 kg: 12 x 5mm

    Die Bindungen sind durch Verdrillen der Drähte zu spannen.

    Für größere Lasten sind nur Ketten zulässig nach DIN 5687, der Durchmesser der Kettenglieder hängt von der Last ab:

    bis 5000 kg: 11mm
    bis 7000 kg: 13mm
    bis 10000kg: 16mm

    Für den Transport müssen Seitenbordwände stets hochgeklappt und verriegelt, Rungen eingesteckt sein. Ausnahmen sind nur nach besonderer Regelung durch die DB zulässig!

    Wenden Sie sich in diesem Fall und bei weiteren Fragen an Ihren Verladeberatungsdienst

    Michael Horst

    Einmal editiert, zuletzt von grö-werke (22. Juli 2012 um 13:15)