Hallo Freunde,
nachdem ich an anderer Stelle bereits gegackert habe, will ich nun endlich mal anfangen zu legen.
Zur Erinnerung: nachdem ich die Waldbahn am Spitzingsee für mich entdeckt hatte (she. http://www.fischhausen-neuhaus.de/bockerl/bockerlbahn.htm ) reifte der Entschluss eines Nachbaues einiger Fahrzeuge in 1:5.
Nach Auswertung der hier vorhandenen und weiterer, nach intensiven Internet-Recherchen gefundenen Bildern (schließlich sind zahlreiche Fahrzeuge dieser Bahn bis heute erhalten geblieben, she. z.B. http://www.mec-ffb.de/w303.htm ) habe ich meine Pläne gezeichnet. Dabei habe ich keinen sklavischen Nachbau angestrebt, sondern einen Mix aus den auf den Bildern erkennbaren Details und den bereits gebauten Feldbahnloren.Somit ergaben sich vorbildnahe, glaubhafte und (hoffentlich) im Betrieb funktionierende Fahrzeuge.
Bereits beim Bau der letzten Serie Kipploren hatte ich einen längeren und einen kürzeren Rahmen für das erste Paar Trucks gebogen. Nach erfolgter endgültiger Fertigstellung der Kipploren (Achsentausch und lackieren) wollte ich eigentlich diese beiden ersten Trucks zum EDHT Karlsruhe 2015 zumindest auf die Räder bringen. Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail und somit klappte das aus verschiedenen Gründen leider nicht.
Also habe ich die Stückzahlen der Einzelteile wieder erhöht und ganz gemütlich weiter gemacht.
Wer die aktuelle GARTENBAHNEN gelesen hat, dem ist sicher auch der Artikel von Thomas Winkler zum einrollen von Winkeln aufgefallen. Für mich kam er gerade richtig. Keine Stunde nach dem lesen kam bereits das erste gebogene Teil aus der Presse….
Ich hatte aber auch das Glück, dass ich die vorhandene Form zum biegen der Lorenrahmen nur um einige zusätzliche 8mm-Bohrungen erweitern und zwei Rollen drehen musste.Allerdings habe ich den Vorschlag von Thomas Winkler noch weiter vereinfacht: an Stelle der abgesetzten Bolzen habe ich einfache Rollen mit einer Bohrung von 8mm gedreht und vorhandene Schrauben durchgesteckt. Und als Biegeform konnte ich die bereits vorhandenen Formstücke verwenden.
Den ersten Bremserstand hatte ich bereits nach meiner alten Methode (she. Bericht zur Rübenlore) gebogen. Mit der neuen Methode geht es doch wesentlich einfacher und schneller, da kaum Nacharbeit anfällt.
Im Bild ganz rechts das nach der alten Methode gebogene Bremserstand, Mitte und links zwei Mal neu.
Nur der Knick neben der Kurbel ließ sich mit der Presse nicht so richtig formen, das erfolgte dann also wieder im Schraubstock.
Nachdem das so gut geklappt hat, habe ich gleich noch eine Ronde mit D. 36/r=18 mm gedreht und zwei Bremserstände für Kipploren nach O&K-Vorbild gebogen.
Und hier nochmal die ganzen Teile auf einen Blick:
Und weil das Ganze so toll geklappt hat, folgte die Anfertigung von weiteren Rollen und Formteilen für Rahmenverbinder und Pufferkappen:
Links die Rahmenverbinder (ein einfaches Blech für die schwere Bauart, das U-Profil für die leichte Bauart und Waldbahn-Trucks).Und rechts zwei Pufferkappen, unten nach der alten Methode gebogen, oben aus der Presse.
Die oben gezeigten Formteile und Winkelprofile sind für die Rollenböcke der Trucks, darauf komme ich später noch ausführlicher zurück.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße vom Winfried