Hallo Freunde,
wie bereits angekündigt:
Kürzlich fiel mir im Nachlass meiner Mutter ein Bild aus ihren Kindertagen in die Hände:
Zur Erläuterung: Mein Großvater (wahrscheinlich der Fotograf des Bildes) arbeitete als Chemiker in der Chemischen Fabrik Fridingen Gustav Rübelmann, welche damals ihr Werk ca. 300 m vom Bahnhof Fridingen (im oberen Donautal nahe Tuttlingen) in einem kleinen Seitental hatte. Er wohnte mit seiner Familie in einem Haus auf dem Betriebsgelände (steht heute nicht mehr).
Es gab eine schmalspurige Verbindung für den Materialtransport vom und zum Bahnhof. Und wenn Besuch erwartet wurde, konnte dieser samt Gepäck mit einem kleinen, handgeschobenen „Rollwägele“ abgeholt werden.
Das Bild zeigt links meine Großmutter, in der Lore links meine Mutter, ganz rechts meinen Onkel (mittlerweile 88) und dazwischen zwei ältere Damen der Verwandtschaft, die zum Sonntagskaffee am Bahnhof abgeholt wurden. Das Bild dürfte um 1934 entstanden sein.
Wenn die Fuhre genug Fahrt aufgenommen hatte konnte der Schieber auf das Querbrett aufspringen und eine Strecke weit mitrollern.
Die Chemische Fabrik Fridingen verlegte ihren Sitz 1936 nach Viernheim in Südhessen und die Familie zog nach Weinheim an der Bergstraße um. Diesem Umstand ist wohl meine Existenz zu verdanken. Dass ich heute in Viernheim wohne ist dagegen reiner Zufall.
Die Fabrik samt ursprünglichem Namen existiert übrigens heute noch in Viernheim.
Im früheren Betriebsgelände in Fridingen hat nun ein metallverarbeitender Betreib seinen Sitz (Hammerwerk Fridingen GmbH), der Gleisanschluss ist jetzt regelspurig.
Und nun dürft ihr dreimal raten, was mir im Kopf herumspukt…..
Viele Grüße
Winfried