• Hallo Winfried,

    das ist ganz großes Kino.

    Die handgedengelten Haken sehen Super aus.
    Aus dem vollen "CNCen" kann ja jeder.
    Aber mit wenig Material und viel Arbeit etwas erreichen ist doch Modellbau pur! :thumbup:
    Verwöhne uns weiter mit solchen schönen Ergebnissen.

    Viele Grüße
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Winfried
    Zu den Stangenpuffen mit den gewickelten Federn (die ich nebenbei ganz exzellent finde), möchte ich noch anmerken, daß man hier durchaus auch etwas 'mogeln' kann: Man wickelt ein Alu- oder Eisenblech wie die Wickelfeder auf und plaziert es auf der Pufferstange. Die eigentliche Federung des Puffers erfolgt durch eine unsichtbare Spiralfeder hinter der Pufferbohle. Ein kritischer Beobachter muß schon sehr genau hinschauen um zu erkennen, daß die Wickelfeder sich beim Einfedern des Puffers nicht mit bewegt.
    Duck und weg...
    Johannes

  • Hallo Winfried,

    Dank Deines Tips hab ich auf die gleiche Weise angefangen 4 Korbpuffer in 1:8 zu bauen, die Körbe waren das für mich als Nicht Metallfachmann das komplizierteste, also wurden diese zuerst in Angriff genommen. Nachdem die beiden Drückwerkzeuge gedreht waren ging der Rest fast von alleine...

    Bei den beiden Drückwerkzeugen war das äussere das schwierigste, den Konus zu drehen war ja noch "normal", nur den anschliessenden Radius sauber hinzubekommen hat einiges an Gedult gefordert.

    Im Netz hab ich nach Federn gesucht, aber wie heissen diese gewickelten Federn jetzt fachlich genau? Gefunden hab ich Evolutfedern, Pufferfedern oder Kegelstumpffedern.

    Morgen geht es an die Pufferstangen bzw die Grundplatten um die Puffer anschrauben zu können.

    Danke nochmal,

    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    auf die Gefahr hin, daß Du das schon weißt: Diese Pufferfedern lassen sich sehr gut aus halbierten Federn von Rebscheren, Geflügelscheren, Rosenscheren, Bolzenschneidern oder Ähnlichen Werkzeugen herstellen (wenigstens bei Puffern im Maßstab 1:11). Da es diese Federn auch in blau gibt soll dann noch irgendjemand sagen, das entspräche nicht dem Vorbild. Hier in einem Weinbaugebiet habe ich sie für wenig Geld als Rebscherenersatzteil bei einem Händler für Wengerterbedarf bekommen.

    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

  • Hallo Kristian,

    die Biegung fällt nach dem Einbau nicht mehr auf wenn Du zur Zentrierung der Feder ein Druckstück mit einem Führungsansatz für den unteren, großen Durchmesser der Feder verwendest. Der obere, kleine Durchmesser wird ja von der Pufferstange zentriert. Außerdem wird der größte Teil der Feder ja vom Korb verdeckt.

    Gruß

    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

  • Hallo Freunde,

    wird Zeit, mich mal endlich wieder zu Wort zu melden. Wie ich irgendwo so schön gelesen habe: die Anfertigung von Kupplungen mit ihrer Vielzahl von Teilen ist nicht zu unterschätzen. Kann ich mittlerweile voll und ganz bestätigen.

    Also: das Thema Sicherheitskupplung ist bereits seit geraumer Zeit für mich abgeschlossen.

    Erwähnenswert ist: bei einer früheren Fertigungsperiode von den heute noch gebräuchlichen, stärkeren Kupplungen habe ich die Rechts-/Linksgewinde der Spindel noch selbst geschnitten.

    Nun habe ich mal Google bemüht und siehe da: ab M5 gibt es fertige, verwendbare Spindeln. Siehe https://www.ebay.de/itm/Gewindesti…ar=610512100157 Für den Preis lohnt das Selbermachen nicht.

    Die Gewinde waren zunächst einige mm zu lang, nach einem ersten Längetest der vorbildgerecht gekürzten Vorserien-Kupplung habe ich aber nicht mehr gekürzt.

    Die Spindeln wurden noch mit hart angelöteten Aufnahmen für den Kupplungsschwengel sowie abgedrehten Enden für die Ausschraubsicherung (Ring, mit 1mm verstiftet) versehen.

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    Die Kupplungslaschen sind aus Blechen ausgeschnitten, seitlich 4-seitig beigefräst und mit Feilen versäubert.

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    Die Bügel sind aus 3,5mm-Draht (Hilfsbügel) bzw. 4mm-Draht gebogen, die Augen verlötet und auf Maß aufgebohrt.

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    Auf dem Bild fehlen zwei Distanzringe zwischen Hilfsbügel und -Haken.

    So nebenher habe ich mir dann noch aus Altteilen aus der Krabbelkiste eine schon lange im Hinterkopf steckende Idee umgesetzt (so etwas hatte ich vor ewigen Zeiten mal wo gesehen), um die Gewinde in den Vierkantstücken exakt gerade anschneiden zu können. Die meisten Gewindebohrer sind mir bisher abgebrochen, weil das Gewinde schräg zur Bohrung verlaufen ist.

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    Hier nun mal der Vergleich der Sicherheitskupplung mit einer Bauform, wie sie heute noch beim Vorbild im Einsatz ist (ganz oben) aus einer früheren Produktion.

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    Damals hatte ich mir eine größere Anzahl Kupplungslaschen aus Neusilber gießen lassen, weil ich mir die mühselige Anfertigung aus Stahl ersparen wollte. Was praktisch eine Sollbruchstelle ergab. Die verbogenen Teile darunter stammen aus einer vermuteten Entgleisung; keiner wollte es gewesen sein…..

    Und da ich nun schon mal dabei war, habe ich mir als möglichen Ersatz jetzt die größere Anzahl für die stabileren Kupplungen aus Stahl nachgefertigt.

    Darunter abgebildet noch eine Bügelkupplung mit zwei Bügeln, wie sie auf den Lokomotiven mitgeführt wurden (werden?). In der Anfangszeit hatte ich meine Wagen nur mit Haken ausgestattet und mit diesen Behelfskupplungen konnte ich beliebig kuppeln.

    Zur Überprüfung der Länge habe ich mir dann eine Probe-Pufferbohle angefertigt:

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    Später noch eine zweite. Damit lässt sich nun schön vorbildgerecht kuppeln:

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    Nun wollte ich endlich Tender und Lokrahmen mit den neuen Kupplungen ausrüsten und die bisher provisorisch angebrachten Hülsenpuffer durch Stangenpuffer ersetzen. Um mich danach durch die Bremsanlage und die sonst noch fehlenden Teile zu arbeiten. Aber am Tender musste ich feststellen, dass die dafür erforderlichen Ausschnitte an den Rahmen-Längsblechen fehlten. Die Tender-Detailpläne, die diese Ausschnitte enthalten, hatte ich beim bereits vor Jahren erfolgten Bau des Tenders noch nicht. Aber das ist dann schon die Geschichte für das nächste Mal….

    Bis demnächst,

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

    2 Mal editiert, zuletzt von Winfried_Engel (28. August 2018 um 11:02)

  • Hallo Freunde,

    mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht, was sich außer dem Bau von Feldbahnweichen und den leider unvermeidlichen Außerhobbyarbeiten bei mir so tut….

    Also lautet ein Beschluss:

    zunächst mit dem Tender pr.3T12 weiterzumachen. Und hier beim Fahrgestell zu beginnen.

    Seit einigen Jahren steht der Tender-Rohbau nun schon unverändert in meiner Werkstatt.

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    Im Hinblick auf die bereits erwähnten fehlenden Ausschnitte im Rahmenblech war das Tender-Fahrgestell nochmal fast komplett zu zerlegen.

    Und wenn es schon mal auseinander ist bietet sich an, gleich noch weitere, erforderliche bzw. fehlende Teile anzufertigen und einzubauen.

    Damals hatte ich nur das Hauptkuppeleisen vorgesehen. Dank dem Ratschlag von Johannes sollte aber eine Notkupplung zwischen Lok und Tender bzw. Bedienwagen vorhanden sein. Warum also nicht die Notkuppeleisen vom Vorbild übernehmen?

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    Auch wollte ich die Querverstrebungen innen im Rahmen weglassen. Aber nun fehlten mir die Aufhängepunkte für das Bremsgestänge….

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    Die seitlichen Traversen/Wasserkastenträger hatte ich seinerzeit mit eingeschnittenen MS-Winkeln 8x8x1 mm umgesetzt. Die Schnitte wollte ich vor dem vernieten verlöten bzw. verspachteln.

    Mittlerweile habe ich eine Bezugsquelle für Edelstahlwinkel 10x10x2 mm und kann diese auch biegen. Also diese Teile auch nochmal neu….

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    Die Bremsdreiecke und die Aufnahmen für die Bremsbacken der Westerwälder hatte ich vor Jahren schon vorgefertigt. Fehlte noch die Bremswelle mit allen Hebeln, die ganzen Aufhängungen und Hängeeisen, der Feder-Mechanismus damit die gelösten Bremsbacken nicht am Rad schleifen, der Wurfhebel mit Gestänge…..

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    Rechts das Vorserienmuster mit Gewindestange M3 und zu kräftiger Feder, links mit M2,5.

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    Bei der formschlüssigen Verbindung Bremswelle/Bremshebel habe ich ein für mich neues Verfahren angewendet. Da die kleinen Fingerfräser beim fräsen der Passfedernuten so leicht abbrechen habe ich mir einen Scheibenfräser besorgt und Scheibenfedern eingesetzt. Geht wesentlich einfacher und schneller….

    Gegen seitliches verrutschen der Hebel sichern Madenschrauben.

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    Unten die bereits vor Jahren angefertigten Lager zum Rahmen. Nachdem ich nun Detailpläne vom Vorbild besitze, wollte ich diese dann doch nicht mehr einbauen.


    Und dann gab es da noch so einige unförmige Rohteile, die auf eine Bearbeitung warten…..

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    Bis demnächst,

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo Hinrich,

    danke für die Lorbeeren, aus Deiner berufenen Feder weiß ich das ganz besonders zu schätzen!

    Aber andererseits kannst Du ja noch nicht wissen, was aus den unförmigen Brocken geworden ist…..

    Hallo Freunde,

    also: auch hier für mich Neuland: die Verwendung von O-Ringen. Bisher hatte ich schon mal den einen oder anderen defekten ausgetauscht, aber noch keinen in Eigenkonstruktionen verbaut.

    Also erst mal Recherchen zu den erforderlichen Nutmaßen, Griff in den Vorrat nach einem passenden Durchmesser und dann die vorhandenen Brocken in Form gebracht.

    Und dann die Wartezeit auf das bestellte Honwerkzeug mit dem Bau von anderen Dingen wie z.B. Feldbahngleisen überbrückt…..

    Hier nun das Ergebnis, mit der Fahrradluftpumpe funktioniert es schon mal einwandfrei:

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    Als nächstes brauche ich ein Vierbackenfutter mit zentrisch spannenden Backen. Habe ich mir besorgt, jetzt muss ich „nur noch“ einen zu meiner Maschine passenden Futterflansch drehen. Bis zum nächsten Bericht kann es also wieder etwas dauern….

    Viele Grüße

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo zusammen,

    insbesondere Rainer: danke für die an anderer Stelle verteilten Blumen!

    zu berichten gäbe es viel, aber im Moment fehlt mir dafür die Zeit.

    Nach Einbau der vorstehend geschilderten mechanischen Bremse habe ich mich zunächst mit der Entwicklung einer funktionellen Druckluftbremse nebst aller dafür erforderlichen Komponenten beschäftigt. Gibt mal ein eigenes Thema. Für FN habe ich dann den Tender vorzeigereif zusammengebaut, so dass die Wurfhebelbremse erstmalig in Funktion gesetzt werden konnte.

    Zahlreiche weitere Teile existieren bereits, wurden aber (noch) nicht angebaut.

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    Und nach der Tenderbremse habe ich mit dem Bau eines Versuchswagens begonnen: ein SSk Köln - der preußische Schienenwagen mit 12m-Plattform.

    Quasi um Wolfgangs Beschwerde an anderer Stelle zu Entkräften: es gibt auch Neues außerhalb der Feldbahn... (Wäre dann schon wieder ein neuer Bericht).

    Das m.E. eigentliche Schmankerl befand sich unauffällig am anderen Ende meines kleinen Zuges am SSk Köln: Bremslufthahn und Bremsluftkupplung funktionell (mit Vorserienmustern) ausgeführt.

    Es steht also noch einiges an Berichten aus.....

    Viele Grüße

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • #Winfried_Engel

    zum Thema ( Knupfer ) Druckluftbremmse findes du ein eingehndes Kapitel mit Unterlagen hier im Forum.

    panki
    12. April 2019 um 11:07