Mit 15 Zoll durchs Unterholz

  • Mahlzeit Wilhelm,

    einen gewissen Durchhang brauchst du bei der Kette wegen des Polygoneffektes schon, sonst verschleißt sie zu schnell. Richtig eingestellt, sollen die Schwingungen nicht allzu gross werden.

    In Abhängigkeit der Getriebeeigenschaften (Freilauf) kann man natürlich auch mit dem Motor/Getriebe bremsen, doch gilt es zu bedenken, dass die abzubremsende Masse aus Lok und Wagen besteht und nicht nur wie beim Mäher aus dem Fahrzeug selber. Da du auf deiner Spur schon recht beachtliche Massen transportierst, solltest du das sorgfältig prüfen. Auch ist die Frage der Feinfühligkeit beim Bremsen nicht unbedeutend. Mit einer Klotzbremse ist die Funktion jedenfalls einfach, sicher und preiswert gegeben. Bei meiner Lok habe ich immer noch die ersten Klötze drauf.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Zum Thema Bremsen im Gefälle nur eine kleine Anekdote, die einem klar machen sollte, den ganzen Zug zu bremsen und nicht sich auf die Getriebebremse zu verlassen:
    An einem etwas feuchten Novembertag zog ich mein Fuhre aus DL8, einem handgebremsten Kipper und einem Flachwagen beladen mit Steinen die 6,5% meiner Bahn hinauf. Die erste Rampe muste gesandet werden, die zweite ließ sich, obwohl sie feucht aussah, ohne Hilfe nehmen. Ladungsgewicht so an die 600kg. Dann Ladungstausch gegen Aushub und übriggebliebenes Material, gleiche Last, Lok am talseitigen Ende. Aus der Kurve die Rampe hinunter, es wurde schneller, Regler zu, Getriebebremse sollte doch..denkste! Lok wurde wie auf Schmierseife von der Fuhre runtergeschoben. Zum Glück konnte ich den Bremshebel der Klotzbremse des Kippers erwischen und damit das Ganze auf dem 5m langen ebenen Stück zwischen den Rampen zum Stehen bringen. Hätte es mich auf die erste Rampe gedrückt, an deren Fuß eine Kurve von 5m Radius ist, hätte ich mich wohl mitsamt der Fuhre im Grundstückszaun nicht ganz unbeschädigt wiedergefunden. Seitdem baue ich an einer durchgehenden Bremsanlage mit Federspeicher und Druckluft.

    Zu den Flanschrädern fällt mir noch ein: Wenn man mit Rechteckrohr ( ich hätte nur Angst vor Hohlraumkorrosion ) oder U-Profil Gleise baut, ist eine Ausrundung zwischen Spurkranz und Lauffläche nur kontraproduktiv. Man bekommt Wanken und der Verschleiß an der Ausrundung ist enorm.

    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci (11. Januar 2017 um 00:39)

  • Hallo Heizer,

    Dein Bericht ist sehr anschaulich und das mit dem Bremsen scheint mir ein Problem zu sein, das man nicht so einfach vom Tisch wischen kann.
    In diesem Zusammenhäng denke ich immer an die englische Lösung, wo an einem langen Zug bis in die 70er Jahre ein Wägelchen mit etwas Ballast hing, der sogenannte brakevan, der die ganze Fuhre zusammen mit der Lok bremsen sollte. Vor Gefällestrecken wurde angehalten, eine gewisse Anzahl Handbremsen angezogen und die Güterzüge in England fuhren auch nur bescheidene 30 km/h zu dieser Zeit.
    Ich will daher meine größeren Wagen mit einer Kurbelbremse ausstatten. Großes Gefälle habe ich aber nicht, das möchte ich zur Beruhigung ergänzen..... 8)
    Zu den Schienen aus Rechteckrohr kann ich nur sagen, dass sie 3mm Wandstärke haben und ähnliche Profile seit 20 jahren in unserem Garten herumliegen (Zaunpfahlreserve), ohne nennenswert durchzurosten.
    Bin aber dabei zu überlegen, ob ich in das durchgehende Rohr, was sich da ergibt, eine Art Hohlraumversiegelung aus dem KFZ-Bereich einfüllen kann.......
    Der nächste Abschnit wird übrigens auch mit U-Profil 40x20 gebaut, um damit Erfahrungen zu sammeln.
    Der Fahrkomfort mit den nicht ausgerundeten Radprofilen auf dem Rechteckrohr, das ja nicht scharfkantig ist , ist erstaunlich gut.

    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • Mahlzeit Wilhelm,

    handgebremste Züge gibt es nicht nur in England, sondern auch hierzulande. Die Waldeisenbahn Muskau beispielsweise fährt auch heute noch ausschließlich handgebremst und das auf Gefälleabschnitten von bis zu 32 Promille.

    Wie Helmuts Schilderung zeigt, ist bei den großen Spuren neben einer Bremse auch eine Sandstreueinrichtung vorteilhaft, besonders bei schlechter Witterung.
    Schmierige Schienen nur breitgefahrenes Grünzeug, feuchten Rost usw. lässt sich mit etwas Sand noch am besten begegnen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo zusammen,

    Inzwischen geht es etwas weiter. Vor allem der Bereich vor dem Schuppen und um die Drehscheibe wurde gepflastert. Damit verschwinden einige Stolperfallen.

    Im Schuppen wurden Deckenhaken im Gebälk angebracht. Tragkraft 850 kg für den hauseigenen Flaschenzug. Damit lassen sich die Fahrzeuge zum bequemen Arbeiten auf Böcke setzen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • Hallo Rudi,

    So ähnlich machen wir's derzeit. Vorm Verlegen werden 1-2 Schuss eines selbstkriechenden Haftöls aus dem MotorradKettenzubehör hineingeschossen. Zu einem zusätzlichen ölgetränkten Wattepfropfen konnten wir uns noch nicht durchringen.

    Es wird aber auch überlegt, die weiteren Streckenabschnitte mit U-Profil 40/20/3 zu bauen. Einige Abschnitte, wo die Schienen bündig in der Erde bzw. im Rasen liegen sollen , sind mit 30/15 Massivprofil angedacht. Beides mit Korrosionsschutzanstrich .

    Hat da jemand mehr Erfahrung zu? Hinweise sind willkommen.

    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • In den ebenerdigen Bereichen für guten Wasserablauf sorgen - so dass der Untergrund möglichst trocken bleibt. Mein "Rasengleis" liegt auf (versenkten) Waschbetonplatten. Unter den Waschbetonplatten nochmal Folie. Während längerer Trockenheit kann es sogar vorkommen, das der Rasen zwischen den Schienen braun wird.

    Ideal wäre Drainage unter oder seitlich von Gleiskörper. Ist bei mir aber nicht nötig, da der Boden recht durchlässig ist.

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Alltagsbetrieb bei der Feldbahn. Bei der Sommerhitze ist ein gaaaanz wichtiger Flüssigkeitstransport zum Gartenhaus unterwegs. Der spezialwagen kann vier Kisten nebeneinander und mindestens vier aufeinandergestapelt transportieren.

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    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • Es geht weiter,

    Ein wichtiger Abschnitt von der Drehscheibe vor der Remise entlang der Scheune wurde fertig. Das sind 15 m in aufwendiger "Straßenbahnbauweise".
    Die Schienen sind nun Us 40/20 und haben ein Flachprofil zur Rillenbildung. Das ganze dann einbetoniert mit Dehnungsfugen und Entwässerungslöchern in den Rillen hat ganz schön Arbeit gemacht.

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    Nebenbei wurden noch einige Betonschwellen gegossen, doch dazu später mehr......

    Viele Grüße, Wilhem

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • @Wilhelm

    Genau so habe ich das mit meinem Gleis, das auf der Rampe liegt, auch gemacht. Da wird ein Weg gepflastert und entsprechend das Gleis eingebettet. Bei mir sind es sogar 20m. Zweimal im Jahr die Rille mit 'Roundup' behandelt und gut ist.
    Das Einzige, wovor ich ein wenig bei Deiner Bauweise Bedenken habe, ist der direkte Anschluss an den Beton. Da gibt es sicher Risse und Spalten, durch die erst Wasser eindringt und dann evtl. die Kanten abplatzen lässt. Im richtigen Leben haben die da auch meist eine Reihe Steine längs der Schienen gesetzt oder einen Streifen Asphalt eingegossen. Mein Gleis geht auf einer Terasse weiter, da habe ich auf 5m vor, rechts und links hochkant 3mm starke witterungsbeständige Dämmatte aus dem Bausektor einzubauen, damit es die Fliesen nicht zerlegt.

    Gruß vom Heizer

  • Man hätte in den noch nicht abgebundenen Beton mit der Flex Rillen als Dehnungsfuge schneiden - und dann mit Flüssigasphalt oder frostbeständigem Fliesenkleber ausfüllen können.

    Schätze aber, dass es mit der Zeit ohnehin Risse geben wird - nichts hält ewig.

    Wohin wird die Strecke führen(war in der Skizze ja noch nicht eingezeichnet)?

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Hallo Rudi,

    Es gibt alle 3 Meter eine Dehnungsfuge aus 1cm Styropor zum späteren Ausguss mit Bitumen. Der direkte Anschluss Stahl/Beton ist übrigens nicht so problematisch, in dem stark alkalischen Beton ist der Stahl rostgeschützt. An der Oberfläche bis 3 cm Tiefe ist das nicht ganz ausreichend. Man könnte das optimieren, indem man dem Beton einen wasserdichten Zuschlag beifügt, Das haben wir aber sein gelassen.

    Die Strecke fehlt noch im Plan, sie wird noch ca. 15 m verlängert und endet dann in der Nähe unserer Terrasse. Das andere Ende unserer Bahn liegt in einer kleinen Holzung, wo wir Brennholz schlagen und lagern. Dieses wird dann auf Loren verladen und kann im Winter in der Nähe der Terrasse bereitgestellt werden.

    Ich guck mir immer gerne an, wie Du auf deiner Bahn Transportaufgaben im Garten erledigts, ein bisschen sowas stellen wir uns auch vor.

    Beste Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • Hallo Wilhelm,

    die Laubverladung mit dem Bagger ist zwar nur Spielerei - aber z.B. beim Fallobst merkte ich : das Auflesen per Hand zieht im Rücken - die Kurbelei mit'm Bagger nicht :D
    Der Laubtransport zum Komposthaufen ist dagegen ein vorteilhafter Schubkarrentransportersatz - denn mit dem "Einachs-Dreiseitenkipper" stand ich schon immer auf Kriegsfuß :D:D:D

    Für deine Feldbahn könntest du ja auch noch eine Auflegeweiche plus einigen Metern "fliegendes Gleis" bauen; so kann man vorab testen und festellen, wo fest eingebaute Abzweigungen/Anschlussgleise dauerhaft Sinn machen würden ;)

    MfG Rudi

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Inzwischen gehen die Folgearbeiten des neuen Abschnitts weiter. Hier das Anpflastern zum Garagentor. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    Praktisch ist hier die abbordbare Kastenlore mit dem " Wechselbehälter" (Eine alte Mörtelwanne) zum Lagern und Transportieren des Kleinpflasters.

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    Zum Glück gibt es die bewährte Kinderarbeit.......

    Bis bald, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" :/

  • Hallo Wilhelm,
    schön, daß Du die Kleinen von der Straße nimmst und sie einer sinnvollen Beschäftigung zuführst. :evil: Und wie man sieht; Saubere Arbeit!!!
    Weiter so und Grüße,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

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    Wir fahren bei jedem Wetter......

    Darauf haben wir uns schon lange gefreut. Schneeräumfahrten bei bis zu 20 cm Schnee. Zwar noch ohne Schneepflug, nur mir den Schienenräumern. Aber es geht. Anlauf und dann fünf bis Zehn Mter weiter.

    Beste Grüße, Wilhem