Baubericht – DB-Schwerlast-Drehgestellwagen der Bauart Samms 709

  • Baubericht – DB-Schwerlast-Drehgestellwagen der Bauart Samms 709

    Vorbetrachtung

    Bei der Bauart Samms 709 handelt es sich um einen Flachwagen in Sonderbauart mit zwei dreiachsigen Drehgestellen der Bauart 711. Der Samms 709 ist der „große Bruder“ des Rlmmp bzw. des früheren SSy 45, den viele Modellbahner als Sitzwagen verwenden oder ihn in den Zugverband einstellen.

    Der Grund, warum man diesen Wagentyp so selten als Modell zu Gesicht bekommt, liegt vermutlich im 3-achsigen Drehgestell. Die mittlere Achse sitzt genau unter dem Drehzapfen. Bevor man das Drehgestell mit einer Mutter oder Sicherungsscheibe befestigen kann, muß zuvor die Mittelachse ausgebaut werden und nach der Sicherung des Drehgestells wieder eingesetzt werden. Mit beiden Drehgestellen angeschraubt, wird der Wagen ein ganz schön schwerer Brocken, der sich allein nur schwer tragen und aufgleisen läßt.

    Als Bausatz oder Fertigmodell ist er zur Zeit meines Wissens bei keinem Anbieter im Programm, weshalb auch mir nur der Selberbau blieb. Da ich keine Pläne von diesem Wagentyp besaß (auch Thorsten Niggemann zeichnete ihn erst, nachdem er meinen Wagen gesehen hatte), fuhr ich am Wochenende zum Rangierbahnhof und machte Fotos und nahm einige Maße. Am Wochenende ruhte das Rangiergeschäft und so war das Maßnehmen gefahrlos möglich.

    Die Hauptabmessungen wie LüP, Drehzapfenabstand und Ladelänge sind am Fahrzeug angeschrieben. Weitere wichtige Maße findet man im Dybas http://dybas.de/dybas/gw/gw_s_7/g709.html
    Zeichnungen und Maße der Drehgestellbauart stehen in „Güterwagen-Drehgestelle“
    http://www.drehgestelle.de/8/h_a_3x2_710.html

    Die besonderen Kennzeichen dieses Wagens sind die umklappbaren Stirnwände, die Stützfüße unter der Pufferbohle, je sechs Rungen pro Seite und die sechs Klappschwellenpaare.

    Als Grundmaterial verwendete ich Edelstahlblech der Stärke 2 mm. Neben der Rostbeständigkeit bin ich besonders von der sehr guten Schweißbarkeit überzeugt. Die einzelnen Bauteile füge ich mit einem WIG-Schutzgasschweißgerät zusammen. Das geht mit Edelstahlmaterial besonders gut und leicht. Die Bauteile lege ich nebeneinander, gehe mit der Flamme des Lichtbogens darüber hinweg und sie laufen zusammen. Nach dem Abbürsten der Anlauffarben sind sie fest verbunden und fertig.

    Die großen Bleche für Bodenplatte und die Seitenwände lasse ich mir in einem örtlichen Betrieb für Blechverarbeitung zuschneiden. Alle kleineren Blechstücke richte ich mir in meiner Werkstatt mit Säge, Hebelschere oder Flex selber zu.

    Die Pufferbohle

    Die Hauptbauteile wie Pufferbohle, Grundplatte und Seitenwände arbeite ich erst komplett zu Ende, bevor ich diese zu dem Fahrzeugrahmen zusammensetze. Meist beginne ich daher an der Pufferbohle. Solange sie noch ein flacher Blechstreifen ist, lassen sich die Bohrungen für die Puffer, Kupplungen und andere Anschraubteile bequem von oben einbringen.

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    Die Pufferbohle ist gekennzeichnet durch zwei kräftige Überstoßpuffer mit rechteckigen Puffertellern. Auf dem Bild sieht man auf der Hülse einen kleinen Steg. Dies ist die Verdrehsicherung, die quer durch die geschlitzte Pufferhülse greift und so das Verdrehen der Pufferteller verhindert. Links und rechts des Puffers hat dieser Wagen dreieckige Stützbleche, auf denen die umgeklappte Stirnwand aufliegt. Am linken Rand (bei der 7 im Kreis) erkennt man noch die Reste des Rangierertrittes. Es war ein Messing-Zurüstteil aus dem Hause Knupfer, welches leider den harten Anforderungen beim Ein- und Ausladen des Modells nicht gewachsen war und abgebrochen ist.
    Zur Schonung meiner Wirbelsäule habe ich die Drehgestelle nicht an das Fahrzeug angeschraubt. Sie werden als Erste auf das Gleis gesetzt. In der Zwischenzeit muß ich den Wagenkasten neben das Gleis legen. Weil die Tritte tiefer reichten als die Rahmenunterkante, haben sie das übel genommen und sich verabschiedet.

    Neben den zur Fahrzeugmitte weisenden Stützblechen befinden sich die kurzen Stirnwandrungen mit ihren quadratischen Halterungen. Es folgen die Bremsabsperrhähne und die Kupplung. Die Fahrzeuge waren alle schon vorbereitet auf den Einbau der automatischen Mittelpufferkupplung, die aber nie realisiert wurde. Um das Loch für die Einbaupatrone zu überdecken, bekam der Zughaken eine breite Zughakenführung aus zwei Winkelblechen mit seitlichen Abstandsstücken.

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    Die Rückseite der Pufferbohle weist je Puffer zwei Versteifungsbleche auf. Auch erkennt man den breiten Untergurt auf dem die Stützböcke sitzen (dazu später mehr).

    Seitenwände

    Die Seitenwände haben eine gerade Unterkante, die erst kurz vor der Pufferbohle ansteigt und dann abermals ein kurzes Stück parallel zur Ladefläche verläuft.

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    Von links nach rechts betrachtet kommt erst der Wagenzettelkasten, dann die erste von sechs Rungensicherungen. Noch an der Schräge des Untergurtes sitzt der Spillhaken, mit dem der Wagen per Seil verzogen werden kann.

    Die Rungensicherung besteht aus einem aufgeschweißten Bock mit „Schlüsselloch“.

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    Der Verriegelungsbolzen, der die Runge vor dem Herausspringen sichert, hat einen Bart, wie ein gewöhnlicher Zimmerschlüssel. Nur in der Stellung „3 Uhr“ (siehe Foto) läßt er sich durch das Loch in die Runge schieben. Ganz eingesteckt, gibt das Schlüsselloch den Bart frei und der Griff kann in alle Richtungen geschwenkt werden. Durch sein Eigengewicht und die Erschütterungen während der Fahrt, dreht sich der Griff in die Stellung „6 Uhr“. Dort ist aber keine Aussparung für den Bart und der Bolzen kann nicht zurück. Somit ist die Runge einfach, aber wirkungsvoll gesichert.

    Werden die Rungen nicht zur Ladungssicherung benötigt, lagern sie in den seitlichen Rungentaschen.

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    Die Rungentaschen werden aus zwei Winkelprofilen gebildet, die unten auf dem Flansch aufsitzen. Oberhalb der Rungentasche befindet sich ein Schwenkbügel, der sich ähnlich wie bei der Rungensicherung durch sein Eigengewicht in die Sicherungsposition rüttelt.

    Als nächstes folgt das Handrad für die bodenbedienbare Feststellbremse. Es ist ein Dummie, aber ohne Handrad würde was fehlen.

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    Neben dem Handrad sitzen die Armaturen für die Bremseinstellung. Unterhalb des oberen Flansches sitzen einige Drahtösen, an den Fahrzeugplanen festgezurrt werden können.

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    Bodenplatte

    Die Bodenplatte ist breiter als gewöhnlich, damit auch Kettenfahrzeuge ohne Lademaßüberschreitung befördert werden können. Damit aber auch in Kurven der Abstand zum Lichtraumprofil eingehalten wird, sind die Enden der Bodenplatte abgeschrägt.

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    Klappschwellen

    Die Oberseite der Ladefläche ist mit Eichenbohlen belegt. Es befinden sich sechs zweiteilige Klappschwellen darunter, die in einen trapezförmigen Metallrahmen geschraubt sind. Bei großrädrigen Fahrzeugen wie Trecker oder Mähdreschern, werden die Schwellen aufgeklappt. Einerseits, damit das Fahrzeug tiefer steht, andererseits als Sicherung gegen Wegrollen. Natürlich wird das Rad auch an der anderen Seite durch Keile gesichert.

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    Die Außenkanten der Holzbohlen werden durch einen umlaufenden Blechstreifen geschützt. Zwischen der Außenkante der Klappschwelle und dem Blechstreifen sitzt die quadratische Aufnahmeöffnung für die Runge. Quer über die Ladefläche im Bereich der Klappschwellen verlaufen ebenfalls zwei Blechstreifen als seitlicher Schutz der Holzbohlen. Sollten die Klappschwellen mal schwergängig geworden sein und es wird ein Brecheisen eingesetzt, liegt dieses auf dem Blechstreifen und nicht auf der Holzkante auf. Entlang der Außenkante der Ladefläche gibt es je Seite sechs Ringösen, die in Aussparungen der Holzbohlen ruhen.

    wird fortgesetzt

    Einmal editiert, zuletzt von Kroko94 (12. April 2017 um 23:51)

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    Teil 2 Rungen

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    Die Rungen weisen ein H-Profil mit oberer Abrundung auf. Der Querschnitt ist quadratisch. Unten erkennt man die Öffnung für den Verriegelungsbolzen. Der Rungenschacht sitzt an der Innenseite der Seitenwand. Die Montageöffnung für den Bolzen ist schwach zu erkennen. Der Bolzen wird von der Rückseite eingeführt und von der Vorderseite der Betätigungsgriff aufgeschweißt. Somit ist der Bolzen unverlierbar.

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    Die Unterseite der Bodenplatte ist durch zwei Querbleche ausgesteift. Bodenplatte und die beiden Seitenwände entstanden aus der gleichen Blechplatte und waren somit gleich lang. Beim Ansetzen der Seitenwand an die Bodenplatte fehlten an der Seitenwand 6 mm an Länge. Diese „verdampften“ 6 mm habe ich durch einen gleich breiten Blechstreifen ersetzt.

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    Im Bereich des Drehzapfens ist die Bodenplatte zusätzlich durch zwei Kastenprofile verstärkt. Für die Spurkränze mußte ich zwei Aussparungen einschleifen, damit der Radsatz selbst bei personentragender Last nicht an der Unterseite schleift.

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    Stützböcke

    Bei Beladung an der Kopframpe über die Pufferbohle besteht bei schweren Lasten wie Panzern oder anderen Kettenfahrzeugen die Gefahr, daß der Flachwagen auf der anderen Seite aufsteigt. Um dieses Risiko zu unterbinden, sitzen unter der Pufferbohle je zwei Stützböcke. Der Stempel kann auf das Schienenprofil herabgelassen und mit einem Bolzen verriegelt werden. Nach der Beladung, wird der Bolzen entfernt und der Stempel wird zugfederunterstützt wieder hochgezogen.

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    Stirnwandklappe

    Die Blechstirnwand ist auf der Außenseite mit Trapezblechen verstärkt. Auf der Oberseite der Klappwand sitzen Drehsicherungen. Nachdem diese gelöst sind, können die Stirnwandrungen herabgelassen und die Bordwand umgeklappt werden. Die Stirnwand ist mit 5 Gelenken an der Bodenplatte befestigt.

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    wird fortgesetzt

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    Teil 3 Drehgestell BA 711.5

    Die Drehgestelle der Bauarten 710, 711 und 713 mit ihren Unterbauarten wurden in den sechziger Jahren von Linke-Hoffmann-Busch in Salzgitter entwickelt und als Bauart Minden-Salzgitter bezeichnet. Die Reihe 711 unterscheidet sich optisch von der Bauart 710 durch kleine runde Bremsschaulöcher und Bremsklötze, die im Schwerpunkt aufgehängt sind. Auch hat sie einen größeren Laufkreisdurchmesser von 920 mm. Die Unterbaureihe 711.5 ist aus stärkeren Blechen gefertigt.

    Wer sich den Nachbau dieser Drehgestelle nicht zutraut, könnte Kontakt aufnehmen zu den Westerwäldern. Herr Musche führt ein Modell dieses Drehgestells in seinem Programm.
    http://www.wdef.de/wagen/drehgest…estell-710.html
    Mein Drehgestell habe ich selbst aus Blechteilen zusammengefügt.

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    Die Besonderheit dieses Typs sind hochgezogenen Abschnitte der Unterkante zwischen den Radsätzen, die kreisförmigen Bremsschaulöcher, die doppelten Ausgleichshebel und die an Langschaken aufgehängten Federpakete.

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    Das Drehgestell wurde für die Aufnahme von Bremsklötzen vorbereitet, aber angesichts der Tatsache, daß von dem Gestell nur der erste Radsatz sichtbar ist und die Bremsanlage im Rahmen liegt, wurde diese nicht mehr eingebaut.

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    Mein Zugverband wird zu 98 % elektrisch gebremst, bei den restlichen 2 % wird er durch die Hackenbremse unterstützt. Beim Original sitzt der Bremszylinder in der Fahrzeugmitte und ist über Zugstangen mit den Drehgestellen verbunden. Diese müßte ich vor und nach dem Be- oder Entladen jedesmal trennen oder verbinden. Diese Zusatzarbeit habe ich mir gespart, hat aber der Optik meines Erachtens keinen Schaden zugefügt.

    Das nachstehende Bild zeigt den Wagen mit Beladung auf der Strecke kurz vor Plochingen-Wasenbruck

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    Der Bau des Modells liegt schon einige Jahre zurück. Damals besaß ich keine Kamera, Laser- oder Wasserstrahlschneiden lagen noch in der Zukunft, genauso wie die Verwendung von Konstruktionsprogrammen wie CAD oder solid edge. Einige von meinen Modellbaukollegen bezeichnen mich deshalb auch gerne als „Dran-Konstrukteur“. Ich trage es mit Fassung und sage nur: „Neid muß man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt“.

    Für unsere Freunde von der Statistikfraktion: Das Fahrzeug wiegt einschließlicher aller losen Fahrzeugbestandteile 37 Kg.

    Alle Leser, die sich von dieser technischen Beschreibung überfordert fühlten und lieber etwas über Freelance-Modelle oder Umpflügen im Unterholz gelesen hätten, bitte ich um Verständnis. Als ehemaliger Großbahner fühle ich mich der Regelspur und seinen Vorbildern verbunden.

    Gruß Wolfgang

  • Hallöchen Wolfgang

    Jetzt bin ich aber platt.
    Da knallt einer in einer halben Stunde einen solchen Wagen auf die Gleise! Mit diesen Details.
    Meinen Respekt aber auch den Glückwunsch für dieses Modell.

    Dreiachsige Drehgestelle und deren Befestugung. Bei meinem Kran kann ich (unsere Grube vorausgesetzt) mit einer Hand den Splint einsetzen. Und dabei habe ich noch eine Bremsanlage im Drehgestell verbaut. Die Schulung durch die Gyn-Abteilung machts möglich.
    Die Arretierung war mir wichtig verhindert das (feste) Drehgestell das Kippen des Oberteils.

    Grüße
    Bahn-Stephan

    Garten- Feld- und Draisinenfahrten, und nun noch 5 Zoll!

  • Hallo Stephan,

    du sagst ganz richtig:

    (unsere Grube vorausgesetzt)

    auf den meisten Anlagen, auf denen ich zu Besuch bin, gibt es keine Grube.

    In Auenhain bin ich auch schon gewesen. (letzter Wagen)
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    Da habe ich den Wagen auch ohne Grube zusammengebaut. Bei seinem Eigengewicht hüpft er auch nicht aus den Drehgestelllagern, aber trotzdem Danke für Deinen positiven Beitrag.

    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang
    Da hast Du ein wirklich brilliantes Modell geschaffem, Hut ab!

  • Hallo Andreas,

    wenn Dir beim Betrachten der Bilder Zweifel aufsteigen, ob es sich um ein Modell oder das Vorbild handelt,
    habe ich mein Ziel, nahe am Vorbild zu bleiben, fast erreicht. Ich empfinde Deine Frage als ein verstecktes Lob, über das ich mich sehr freue. Das, was Du "Patina" nennst, sind Betriebsspuren. Immerhin hat der Wagen schon ca. 15 Jahre auf den Radreifen. Aber ich finde, er sieht immer noch gut aus und ist in der Menge der Fahrzeuge noch relativ selten.

    Gruß Wolfgang

  • Hi Kroko,
    also ich muss sagen mir sind erst beim Betrachten der riesigen Spinnweben Zweifel aufgekommen.
    Da war erst klar, das ist ja ein Modell, und was für eins. Alle Achtung!
    Kompliment. "Mit Schwert und Eichenlaub"

    Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    ein Lob vom größten Vierlingsbauer aller Zeiten geht runter wie Öl und ich nehme es mit Dankbarkeit an, wohl wissend, daß ich ich Dir niemals das Wasser werde reichen können. Aber auch in Deinem Schatten zu stehen, tut gut. Man braucht dort weniger Sonnencreme.

    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang

    Ich finde genauso sollte ein Modell aussehen, dabei spielt es keine Rolle ob Lok ,Wagen oder Gebäudemodell!!! Ich bin eher der Fan von Patina und vom morbiden Charme und bin Detailverliebt. Das kommt wahrscheinlich daher, wie ich die alte Preßnitztalbahn noch kennenlernen durfte.
    Es muss nicht, besser es sollte nicht immer alles Hochglanz sein ( darf aber ).
    Ich denke, mach genauso weiter !!! :thumbup:

    LG und noch Frohe Ostern Andreas

    3 Mal editiert, zuletzt von IVK fan (15. April 2017 um 21:41)

  • Hallo Johannes,

    da Du als Grandseigneur des Eisenbahnmodellbaues Deine Anerkennung eher in homöopathischen Dosen verteilst, darf ich dieses offen ausgesprochene Lob schon fast als Ritterschlag werten.

    Darf ich mich jetzt als CSM (Commander of Sheet Metal) fühlen oder wenigstens als Hauptmann der Blechbüchsenarmee.
    Wie ich Dich als „Verpackungskünstler“ einschätze, wirst Du meinen Baubericht sicher in eine PDF verwandeln und ihm einen Ehrenplatz in Deiner „Hall of fame“ resp. Archiv zuweisen. Meinen Segen dazu hast Du.

    Als bemühter Modelleisenbahner bin ich ein wenig enttäuscht vom seichten Umgang mit dieser Materie. Ich hatte mehr inhaltstiefe Bauberichte erwartet. Entweder habe ich das Beste schon verpaßt, oder es liegt noch in der Ferne.

    Frohe Ostern

  • Hallo Wolfgang

    Da du offensichtlich ausreichend Ausdauer und Geschick hast, wundert mich deine Enttäuschung über den seichten Umgang mit deinem Meisterstück in diesem seichten Medium.

    Was erwartest du von den Konsumenten, denen alles umsonst vorgesetzt wird?

    Vielleicht solltest du dir die Mühe machen und deinen Bericht für eine der einschlägigen Fachzeitschriften, wie "Gartenbahnen" oder "Engeneering in miniature" zu Verfassen.
    Da ist das Verfallsdatum deutlich länger, solche Publikationen werden archiviert und oft nach Jahrzehnten noch einmal hervor geholt.
    Ausserdem sprichst du ein Fachpublikum an, das bereit ist, für die Informationen etwas zu Investieren.

    Viele der Leser hier benutzen doch noch nicht einmal die Suchfunktion.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo Wolfgang,

    Danke für deinen bebilderten Baubericht samt Hinweisen zu diesem Waggon. Mir gefallen deine Schweißnähte hier am besten, wie im Original nur halt viel kleiner und eleganter. Da fällt mir ein: Kunst kommt von Können, Herr Schweißpapst :)

    Gruß Helmut

    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

  • Hallo Wolfgang, hallo Thomas,
    auch ich verspüre ein unbändiges Verlangen zu diesem heiklen Thema was zu sagen. Vor Monaten, als ich angefangen habe die vielen, mit sehr viel Arbeit verbundenen, umfangreichen Bauberichte über meine Vierzylinderlok zu schreiben, war ich bitterbös enttäuscht und habe mehrfach gedacht warum tust du dir das an? Im Martin Luther-Jahr ist mir oft das Zitat. „Ich werfe meine Perlen vor die Säue“ zu Ohren gekommen. Oder in Zahlen ausgedrückt: Von 880 Mitgliedern lesen ca. 350-450 pro Tag mit. Davon wurden meine Berichte, (ich hatte mir eingebildet, dass ich den Kern der Interessen im Forum treffe) gerade mal 100-150 mal angeklickt. Wie erbärmlich sind da eigentlich mal 10 likes? Wird Arbeit, Fleiß, handwerkliches Geschick und Können nicht mal ansatzweise erkannt, von wegen anerkannt. Vergleicht man dann so übern Tellerrand die Vereinszugehörigkeit, oder die Fanclubs wird es noch erschreckender. Für einen gerade gebogenen Nagel gibt es ein Dutzend likes! Dann noch die ungezählten, nichts sagenden Einzeiler, hin und her, nur um die Schlagzahl zu pushen und damit die „wertvolleren“ Berichte von den Plätzen zu verbannen. Ist ein noch so interessanter Bericht mal auf Position 6 oder tiefer interessiert es niemand mehr, (2-4 Klicks/Tag) wer guckt denn schon ins Archiv, seht euch mal die Zahlen an! Dann noch die vielen Berichte die mit unserem Thema Dampfbahn rein gar nichts zu tun haben, außer die Halbwertszeit noch weiter zu verkürzen.
    Forum ist: Gedanken,- und Erfahrungsaustausch und ersetzt nicht morgens nach dem Kaffee und vor dem Toilettengang die Bildzeitung. Oberflächlich, emotionslos und kommentarlos geht man zum Tagesgeschäft über.
    Und die Moderatoren schauen drüber hinweg!
    Auf mich jetzt einhauen ist kein Vorschlag zur Verbesserung der Situation, der einfachste Weg aber schon.
    Könnte man vielleicht über eine Auftrennung des Forums diskutieren? (Panki tut mir jetzt schon leid.)
    Grüße
    Gerhard vom Bodensee

  • Als bemühter Modelleisenbahner bin ich ein wenig enttäuscht vom seichten Umgang mit dieser Materie. Ich hatte mehr inhaltstiefe Bauberichte erwartet. Entweder habe ich das Beste schon verpaßt, oder es liegt noch in der Ferne.

    wundert mich deine Enttäuschung über den seichten Umgang mit deinem Meisterstück in diesem seichten Medium.

    Hallo in die Runde,

    ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Thomas hier etwas missverstanden hat. Angesichts des 2. und 3. Satzes von Wolfgangs zitiertem Absatz oben bin ich überzeugt, mit "Materie" sind Bauberichte allgemein oder Modellbau als Ganzes gemeint, nicht Wolfgangs konkreter Bericht. Schließlich wissen wir alle zur Genüge, dass Bauberichte hier recht rar gesät sind, aus welch auch immer Gründen. Das finde ich schade, nichts ist für Modellbauer so inspirierend und motivierend wie gute Bauberichte. Und noch viel mehr schade finde ich, dass Leute, die hier regelmäßig verkehren und zweifelsohne etwas bauen (darunter erfahrene, "verdiente" Lokbauer), hier kein Wort über ihre Projekte verlieren! Das entzieht sich meinem Verständnis. Und dann wird ggf. noch über Nachwuchsmangel gejammert...

    Gerhard:
    Sei mir nicht böse, aber Deine Daumen-Heischerei kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich freut sich jeder über Anerkennung, aber jemandem vorwerfen, dass er sich zu etwas nicht nach Deinen Erwartungen "angemessen" äußert, ist doch wohl zu viel, oder? Und dann noch neidisch auf Daumen zugunsten anderer sein??? Nicht jeder hat die Möglichkeiten und Fertigkeiten, Modelle höchsten Schwierigkeitsgrades zu bauen, wie Du, Wolfgang und etliche weitere hier sie zu Stande bringen. Wenn aber jemand "mit Hammer, Säge und Feile" eine einfache, aber schöne und gut umgesetzte Lok aus Holz zusammenzimmert, weil er keine voll ausgestattete Werkstatt zur Verfügung hat, verdient er in meinen Augen nicht weniger Lob als jeder Top-Modellbauer (und umgekehrt Kritik für krumme Kanten u.ä. Fahrlässigkeiten, die wohl jeder zu vermeiden im Stande sein sollte).

    Genauso kann ich nicht nachvollziehen, wie Du hier Dampf- und Nicht-Dampfbahner gegeneinander stellst. Schau doch mal ganz nach oben, was da steht: personenbefördernde Gartenbahnen, nicht nur Dampf! Sollten hier nur "Nicht-Feldbahner", geschweige denn nur Dampflokbauer verkehren, bekämen wir ein paar Beiträge pro Woche zu lesen, wenn überhaupt. Und meinst Du Deine Äußerung wirklich ernst, jemand quakt hier nur rum, um möglichst viele Beiträge zu haben oder gar Deine Preziosen in den Keller zu befördern?

    Für mich kann ich nur eins sagen: Dieses Forum ist eine Schatztruhe unschätzbaren Wertes für jeden, der sich mit Gartenbahnen befasst. Ohne das Forum hätte ich mich nie an dieses Hobby wagen können, und ich bin unendlich dankbar all jenen, die hier ihr Wissen und Erfahrungen beisteuern. Und ich zweifle nicht daran, dass ich in dieser Hinsicht nicht der einzige bin. Um so mehr tut es mir leid, dass ich selber noch nicht so weit fortgeschritten bin, um hier etwas Nennenswertes präsentieren zu können. Aber ich arbeite hart daran...

    Schöne Grüße
    Kristian

  • Hallo Andreas,

    obwohl man es den Bildern nicht mehr ansieht, anfangs hatten fast alle meine Modelle (Ausnahme E 94) eine Hochglanzlackierung erhalten. Das sie mittlerweile etwas stumpfer aussehen, liegt schlicht und einfach daran, daß sie bei mir eingesetzt werden und nicht in der Vitrine stehen. Bedingt durch die vielen hervorstehenden Kleinigkeiten lassen sie sich auch super schlecht reinigen oder abwaschen. Mit den Putzlappen bleibe ich überall hängen und reiße mehr weg als es nützt. Andere wiederum, dazu scheinst Auch Du zu zählen, finden diesen Staubbelag als Beweis für Ihre Authentizität und möchten nicht, das er verschwindet.

    Nur bei der Lackierung meiner E 94 habe ich von Anfang an eine matte Lackierung gewählt, die das Aussehen der "alten Dame" unterstreicht.

    Gruß Wolfgang