Dichtungsmittel in den Kessel füllen

  • Liebe Kollegen

    Wer hat Erfahrungen mit Kühler- Dichtungsflüssigkeiten im Bezug auf Leckagen in einem Kupferkessel?

    Welche Probleme könnten sich im Betrieb ergeben?

    Mein selbst gelöteter Kupfer Kessel ist zu 99% dicht, aber nicht zu 100%.

    Nun bekam ich den Tipp mit diesem Mittel nachzubessern.

    Was haltet ihr davon?

    Schöne Grüße aus Graz

    Andreas Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    • Offizieller Beitrag

    Hoi Andreas,
    wenn es kleine Leckagen sind, kann man oft auch mit einem Körnerschlag neben der Undichtigkeit (Pore im Hartlot oder?) Abhilfe schaffen.

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Danke. Das haben wir schon gemacht. Aber es handelt sich im speziellen um einen Spalt bei der vorderen Rohrwand und einem Siederohr und wir habe diese schon mehrmals gelötet.

  • Eine kleine eigene Bemerkung dazu: wenn es nur eine kleine Porösität ist, die durch verstemmen, wie bereits erwähnt, nicht dicht wird, kann das Einfüllen von heißem Kühlerdichtmittel helfen. Allerdings mit etwas Luftdruck nachhelfen, auf dass es auch in die Ritze richtig eindringt. Auf der Büchse muß aber draufstehen, für welche Metalle (Legierungen) es geeignet ist oder nicht ist. Aber bei Haarrissen würde ich dieses Verfahren auf jeden Fall unterlassen, da sich die Haarrisse gerne weiterausdehnen und das dann auf kosten der Festigkeit gehen dürfte. Ebenso sagt mir, wenn das mehrmalige Nachlöten keinen Erfolg brachte, dass Flussmittel nicht in den Lötspalt eindringen konnte, weil darin wahrscheints schon altes, verbranntes Flussmittel weilte. Im Zweifelsfall ausreichend groß ausbohren, alle Lötstellen metallisch blank machen und mit Passstückchen und aussreichender Lötnahtfläche frisch verlöten. Mal einfach gesagt. Viel Erfolg beim Reparieren wünscht Fritzle.

  • Hallo Andreas,

    ich habe einmal vor Jahren vom Großuhrenmeister Heinrich :] den Tipp bekommen, in so einem Fall den Kessel an der undichten Stelle von außen zu verstemmen und dann mit Natronwasserglas abdrücken. Wasserglas (bekommst du in der Drogerie) mit Wasser 1:1 verdünnen und damit den Kessel bis oben hin füllen (Ventile und dergleichen am Kessel abbauen). Auf Prüfdruck = 1,5 mal Betriebsdruck gehen, dadurch wird das verdünnte Wasserglas aus der Leckstelle gedrückt. Hernach den Kessel entleeren und ohne auswaschen auf ca. 100°C erwärmen, damit verdampft das Wasser und das Wasserglas härtet aus. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber ein Bekannter hat damit seinen Kessel dicht bekommen.

    Gutes gelingen und Grüße Helmut

    PS.: du darfst ruhig mehr Bilder von deinem Cu-Kessel zeigen :]

    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

    Einmal editiert, zuletzt von Südbahner (18. März 2018 um 14:11)

  • Hallo Tom,

    bei dem mit Wasserglas reparierten Kessel vom Bekannten handelte es sich um einen Stahlkessel mit eingelöteten Cu-Rauchrohren von einen Dampftraktor.

    Gruß Helmut

    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

  • Hallo Andreas,

    ich habe einmal vor Jahren vom Großuhrenmeister Heinrich :] den Tipp bekommen, in so einem Fall den Kessel an der undichten Stelle von außen zu verstemmen und dann mit Natronwasserglas abdrücken. Wasserglas (bekommst du in der Drogerie) mit Wasser 1:1 verdünnen und damit den Kessel bis oben hin füllen (Ventile und dergleichen am Kessel abbauen). Auf Prüfdruck = 1,5 mal Betriebsdruck gehen, dadurch wird das verdünnte Wasserglas aus der Leckstelle gedrückt. Hernach den Kessel entleeren und ohne auswaschen auf ca. 100°C erwärmen, damit verdampft das Wasser und das Wasserglas härtet aus. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber ein Bekannter hat damit seinen Kessel dicht bekommen.

    Gutes gelingen und Grüße Helmut

    PS.: du darfst ruhig mehr Bilder von deinem Cu-Kessel zeigen :]

  • Hallo,

    mit Wasserglas habe ich das schon gemacht, allerdings etwas anders.

    Es war ein CU Rohr - eingewalzt im Stahlkessel. Es war beim Walzen nicht 100%ig dicht geworden, nachwalzen nicht möglich.

    Wiefolgt:

    Wasserglas deutlich Höher verdünnt als beschrieben (ca. 1:10) in den Kessel gefüllt. Anschließend mit der Prüfpumpe druck auf den Kessel gegeben bis die Leckage zum Vorschein kam.

    Die besagte Stelle (punktuell) mit dem Brenner warm gemacht und warm gehalten. Jetzt kann man direkt sehen wie das Wasserglas arbeitet. Durch die punktuelle Wärme härtet es nur an der benötigten Stelle. Binnen weniger Minuten ist der Kessel dicht. So hat es zumindest bei mir gut funktioniert. Halte uns doch auf dem laufenden wie es bei dir geklappt hat.

    Gruß

    Jens

    Lasst euch nicht vom Bahnwahn befallen ;)

  • Hallo,

    wenn schon Nachlöten keinen Erfolg brachte, dann befindet sich im Spalt und auf der Oberfläche entweder verbranntes Flußmittel bzw. das Kupfer ist schon so oxidiert, dass das Flußmittel keine Wirkung mehr zeigt.

    Ob da Wasserglas noch eine dichtende Wirkung zeigen wird kann angezweifelt werden. Der beste Weg wäre das Ausbohren des Schadhaften Rohres und nach gründlicher Reinigung (auch mit Säure) ein neues Rohr einlöten.

    Volker

  • Hallo,

    das Problem mit einer undichten Stelle an einem neuen Kupferkessel hatte ich auch mal. Viele Nachlötveruche auch nach vorherigem Entzundern in 10%-iger Salzsäure waren erfolglos.

    Erst als die Leckstelle luftdicht geschlossen war, konnte durch Nachlöten die Undichtigkeit beseitigt werden. Nach meiner Erfahrung besteht folgender physikalischer Zusammenhang:

    Die Leckkstelle ist eine Düse durch die die heißere Luft aus dem Kessel ausströmt. Der Düseneffekt bewirkt, dass es an dieser Stelle zu einer lokalen Abkühlung kommt und deshalb die Bindetemperatur nicht erreicht wird. Versuche auf irgend eine Weise die Stelle luftdicht zu machen und löte dann drüber.

    Kurt

  • Liebe Freunde

    Ich habe gestern den Kessel mit der verdünnten Dichtungsflüssigkeit gefüllt und dann auf 8bar gedrückt, mit dem Brenner erwärmt, und danach mit 14 bar final kalt abgedrückt und der Kessel ist absolut dicht. Heute folgt die Montage der Sicherheitsventile und dann das Einstellen und Testen der Sicherheitsventile. Dies jedoch nun nur auf 7 bar da ich mit den 7Litern Inhalt nicht über die Zahl 50 kommen möchte.

    Schöne Grüße und vielleicht sehen wir uns in Wels.

    Andreas Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.