Eure Meinung bzgl Brexit und nicht gelieferte Bestellungen

  • Hallo,

    auch ich hatte im Januar eine Lieferung aus den USA erhalten, die innerhalb einer Woche bei mir war, überraschenderweise sogar ohne Zoll.

    Sonst musste ich immer zum Zollamt und dort Zoll bzw. Einfuhr-Umsatzsteuer bezahlen. Aber- zu früh gefreut, gestern kam auch bei mir ein Brief von Fedex mit der Rechnung incl. Handling-Fee.

    Aber auch von DHL-Express und GLS habe ich seit dem 1.1.2021 Rechnungen für Lieferungen aus England bekommen, wobei mir noch keiner erklären konnte,

    auf welcher Rechtsbasis die Gebühren erhoben werden, da ich den Kurierdiensten niemals einen Auftrag erteilt habe.

    Wenn es um solche Summen geht wie bei von Ruhrpottler beschrieben, dann machen 12,50 € den Kohl nicht fett, aber wenn für 9,01 € Einfuhr-Unsatzsteuer 14,88 € "Kapitalbereistellunsprovision"

    von DHL-Express verlangt weden, ist das meiner Meinung nach schon frech. Auf meine diesbezügliche Nachfrage nach der Rechtsgrundlage bei der Hotline DHL-Express wurde von dem Mitarbeiter am Telefon kommentarlos aufgelegt....

    Abgesehen von diesen Zusatzkosten hat sich bei Importen aus UK zumindest bei den größeren Firmen nicht viel verändert, da diese ihre Rechnungen nun ohne die britische Mehrwertsteuer (VAT 20%)

    ausstellen und man bei 19 % deutscher Mehrwertsteuer etwas spart. Bei den kleinen Anbietern, die kein VAT ausweisen (können/wollen/dürfen), ist es natürlich um 19 % teurer geworden.

    Grüße

    Hartwig

  • aber wenn für 9,01 € Einfuhr-Unsatzsteuer 14,88 € "Kapitalbereistellunsprovision"

    von DHL-Express verlangt weden, ist das meiner Meinung nach schon frech.

    Du bist also Geschäftskunde.

    DHL schreibt:

    Zitat

    Welche Alternativen zur Kapitalbereitstellung habe ich als Geschäftskunde bei DHL Express?

    Wenn Sie nicht möchten, dass DHL Express die Kapitalbereitstellungsprovision erhebt, haben Sie zwei Möglichkeiten:

    Eigenes Aufschubkonto: Sie richten sich direkt beim Zoll ein eigenes Aufschubkonto ein und informieren uns darüber, sodass wir Ihr Aufschubkonto als Standard zur Begleichung von entstandenen Einfuhrabgaben für Ihren Account hinterlegen können. Senden sie dazu bitte dieses Formular ausgefüllt an lejhubcdb@dhl.com. Ein eigenes Aufschubkonto lohnt sich vor allem, wenn Sie entweder besonders häufig oder auch besonders teure Import-Sendungen einführen.

    SEPA-Einzugsermächtigung: Möchten Sie kein eigenes Aufschubkonto anlegen, können Sie uns eine Einzugsermächtigung erteilen. Voraussetzung dafür ist ein aktiver DHL Express Account. Möchten Sie DHL Express eine Einzugsermächtigung für Ihr Bankkonto zur Zahlung Ihrer Einfuhrabgaben erteilen, senden Sie bitte einmalig dieses Formular per E-Mail an folgende E-Mail-Adresse: stammdaten-de@dpdhl.com. Sobald diese in Ihrem Account hinterlegt ist, buchen wir für Sie Ihre angefallenen Einfuhrabgaben direkt von ihrem Konto ab.

    In beiden o.g. Fällen fällt für Sie seitens DHL Express keine Kapitalbereitstellungsprovision an.

    https://www.dhl.de/de/geschaeftsk…sprovision.html

    Gruß!
    Heinrich

  • Hallo aus'm Pott,

    na da ist dann Fedex wohl der Penny unter den Paketdiensten....

    Die Titulierung soll letzten Endes doch nur weitere Gewinnerzielungsabsichten kaschieren, mal vorsichtig gedacht.

    Nur in meinem Fall bin ich da nicht böse drum, ich wäre nämlich in dieser Zeit ungerne nach Köln zum Zoll gefahren.

    Für die Zukunft halte ich es dann lieber mit dem ein oder anderen Vorschreiber, lieber in good old EU shoppen...

    ... was wohl nötig wird, weil selber machen noch nicht so funktioniert, wie gehofft...;)

  • Hallo liebe Alle (in dieser Runde) !

    Hat jemand BREXIT-Erfahrungen mit Lieferungen oder gar Selbstabholung aus ENGLAND ?!?

    Konkret möchte ich mir bzw. mit'm/für einen Kollegen Lok, Waggon, Gleise von der Insel holen - alles NEU-Ware .

    Weiß jemand ob und wieviel da an Zoll anfällt und wie der Papier Kram zu machen ist, dass die Verzollung/Versteuerung problemlos klappt ?!?

    Kriegt man die Ware "netto" fakturiert und "bezahlt";

    und zahlt erst an der Grenze die ?? USt. ... ?!?

    Bitte um Eure Erfahrungen bzw. Insider-Informationen - falls jemand beruflich damit zu tun hat!

    Auch die Fähr Gebühren wäre interessant zu wissen / erfahren!

    Dankeschön im Voraus!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Hi,

    Bei stationroadsteam gibt es dazu folgende Infos:

    "As a result of Brexit, from the 1st January 2021 there have been various changes which will affect our customers in Europe.

    The most significant change sees VAT being charged by EU countries on goods imported from the UK.

    As far as new locomotives are concerned, other than creating a modest amount of extra paperwork, sales are not significantly affected - indeed in some cases there will be savings. When shipping to Europe, we will invoice our new build parts and locomotives exclusive of VAT (20% in the UK). When the engine arrives at its destination, VAT will then be charged at the local rate (which, in the case of Germany, is 19% - so a Feldbahn 0-6-0 ends up around £125 cheaper over there than one sold in the UK).

    Second-hand goods it's not such a good situation (at least if you live in Europe). Given that there is no recoverable VAT charged on second-hand goods, we don't (nor are allowed to) issue a VAT invoice for second-hand sales. However, from 1st January 2021, second-hand goods shipped into Europe will be subject to VAT at the local rate on the full price including shipping - so something like a 5 inch gauge locomotive costing £10,000 will have a further 20% VAT charged when imported.

    Note that this only affects sales into Europe - sales to the UK and rest of the world are unaffected, the price you see is what you will pay (although some countries will charge import duty - typically much less than VAT, but check with your local authorities to get an exact figure).

    Not something we voted for or can do a great deal about I'm afraid, however we will actively support lobbying for a change in this area - another part of the Brexit agreement that needed a bit of extra thinking about from both sides."


    Kurz zusammengefasst, es scheint sich bei Neuware wohl zu lohnen.

    Hoffe es hilft dir weiter.

    Grüße Pascal

    Grüße Pascal

  • Hallo in die Runde,

    soweit ich mich richtig erinnere, darf ein Verkäufer nur dann ohne UST ins Ausland verkaufen (z.B. von außen in die EU), wenn der Käufer UST-pflichtig ist (eine UST-Nr. hat), d.h. an Otto Normalverbraucher immer mit UST des Verkäuferlandes, und der Käufer muss zusätzlich die UST seines Landes an seinen Staat abdrücken (und seit dem 1.7. für jegliche Waren, da die Freizone von 22 Euro abgeschafft wurde). Ich dachte, das ist ein allgemeiner Grundsatz - ist das bei GB anders oder bin ich falsch informiert?

    Dank und Gruß

    Kristian

  • Hallo GeGa,

    kurze Gegenfrage: Interessieren Dich MEINUNGEN oder Fakten? Mit "...also meiner Meining nach..." wirst Du keinen Zöllner beeindrucken können.

    (M)ein Tipp: https://www.zoll.de/DE/Kontakt/Aus…sonen_node.html

    Dort gibt es eine Hotline wo Du anrufen kannst, Deinen Plan schildern und eine korrekte und belastbare Antwort bekommen wirst.

    Viele Grüße aus Hamburg

    Gerd (der gerade 30min mit dem Zollamt Koreastraße in Hamburg telefoniert hat...)

  • Bei online-shops aus Nicht-EU (egal ob England ider China) habe ich die bisherige Erfahrung gemacht, daß einige Formen die MWSt gleich bei der Bezahlung abrechnen und daß das Produkt dann problemlos ankommt ohne Extrabezahlung. Da das aber für den Absender etwas kompliziert ist, senden einige Firmen auch ohne deutsche MWSt und dann wird‘s für den Empfänger sowohl teuer als auch kompliziert.

    Über‘s abholen kann ich nichts sagen. Früher gab es eine Freigrenze für Touristen (vielleicht 500€???), so dass ich meinem 1. iPad aus den USA ganz offiziell einführen durfte.