Erfurter Gartenfeldbahn-Versuchsring

  • Hallo in die Runde,

    wenn der Vater mit dem Sohne, so könnte man klassisch anfangen. Aber es ist halt gerade andersherum, deswegen muss ich mit wenn der Sohne mit dem Vater beginnen. Vor drei Jahren hat mich der Herr Sohn mit einer Diema DL6 geködert und nun sind wir an dem Punkt, wo auch mal eine eigene Gleisanlage entstehen muss. Als Arbeitstitel habe ich jetzt mal ganz einfach den "Erfurter Gartenfeldbahn-Versuchsring" kreiert und über dessen Bau möchte ich an dieser Stelle berichten.

    Bereits im Sommer gab es bei mir eine große Aktion zur Schwellenproduktion für die Gleisjoche. Dann aber kam Sand ins Getriebe und wir mussten der Bau ein ums andere mal verschieben. Wir nahmen es gelassen, denn zwischenzeitlich hatten wir ein paar schöne Fahrtage bei Weimibahn und leipziger . Dann ergab sich aber auch die Gelegenheit, entsprechenden U-Stahl für die Schienen zu bekommen. Schienen für 45 Meter Gleis, das ist ein Ansporn.

    Gestern kam nun das nächste Rohmaterial für Schwellen und so habe ich heute wieder mal im Garten den ganzen lieben, langen Tag mit der Flex gelärmt.

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    Als Material für die Schwellen benutzen wir 40er Kastenprofil, das wir in Form von altbrauchbaren Transportgestellen preiswert erhalten können. Was man auf dem Foto sieht, ist die Ausbeute des heutigen Tages. Morgen muss ich dann die Schwellen noch verputzen, denn es sind noch einige Grate und Reststücken der Verschweißungen vorhanden.

    Die Standard-Schwelle ist bei uns 415 mm lang. Dieses Maß ergibt sich aus der Größe der Transportgestelle. So haben wir nur minimalen Verlust. Leider gibt es da verschiedene Bauformen. Bei der kleinen Bauform passt das Rastermaß nicht so gut, dennoch ist uns das Material zu schade für den Schrotthändler. Also werden aus den kleinen Gestellen neben den Standard-Schwellen noch welche mit einer Länge von 360 mm. Bei 260 mm Spurweite reicht das auch noch, trägt aber nicht so viel. Also kommen die 360er Schwellen erst mal auf Halde. Ich bin überzeugt, da findet sich auch noch eine Einsatzmöglichkeit.

    So, jetzt wird es Zeit, sich den Staub vom Kopf zu duschen. Einen schönen Tag noch und bleibt vor allem gesund!

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hallo Joschi,

    danke für den Berichtstart.

    Eigentlich wollte ich ja keine Berichte mehr ungefragt kommentieren, aber bei der Bildbetrachtung kann ich nicht anders....

    Sag' mal schneidest Du mit Ultraschall?

    Ich sehe nur eine Megamässige Soundmaschine auf den Tisch gerichtet, aber keine klassischen (und mir auch einzig bekannten ) Trenngeräte?

    So jetzt ducke ich mich lieber weg, bevor es wieder Ärger gibt.

    Ich bin sicher, die Story geht erfolgreich weiter.

    Glück auf

    Axel

  • Grüß Dich

    Auch mir ist der Soundmacher aufgefallen! Den Sinn verstehe ich schon.?

    —Mit diesem Gerät ist die Flex nicht mehr so laut — ?

    Spaß bei Seite,

    Du kannst auch die kurzen Schwellen in den geraden Joche immer mal

    abwechselnd im der Mitte einbauen. Ich meine das es die Stabilität nicht

    wesentlich beeinflusst.

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch ein gutes Gelingen.

    Gruß Michael

  • Du kannst auch die kurzen Schwellen in den geraden Joche immer mal

    abwechselnd im der Mitte einbauen. Ich meine das es die Stabilität nicht

    wesentlich beeinflusst.

    Moin Michael,

    ich bin gerade dabei, eine Außenbogenweiche zu konstruieren, da brauche ich derzeit zumindest eine kürzere Schwelle. Da kommen mir die 360er Schwellen genau richtig.

    Ansonsten denke ich, dass man die Schwellen wohl auch da gut einsetzen kann, wo es um die Spurhaltung geht. Wir werden da schon Verwendung finden.

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Ja Helmut

    Ist Sendzimirverzinkt!

    Nun ja, ist beim schweißen nicht so schön, geht aber besser als

    Tauchbadverzinkung. Nichtsdestotrotz, immer noch eine Sauerei

    und nicht gerade gesundheitsfördernd.

    Gruß Michael

    PS: Einen gescheckten Gaul guckt man nicht ins Maul!?

    Einmal editiert, zuletzt von Weimibahn (19. Dezember 2021 um 09:13)

  • Guten Abend,

    heute war mal ACAD-Tag und ich habe eine Zeichnung von den gebogenen Gleisen angefertigt. Meine Rechentabelle hat einen Radius von 3690 mm bei einem Winkel von 30 Grad ausgespuckt.

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    Das recht krumme Maß des Radius resultiert aus der vorgegebenen Länge der äußeren Schiene von 2000 mm. Jetzt muss ich mich um eine Schablone kümmer. Nur, wie zeichnet man einen Radius von 3812,5 mm? Da muss ich wohl erst einmal einen passende Zirkel bauen.

    Einen schönen Abend noch wünscht

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Sag mal Joschi, wenn Du in der Mitte der Biegelinie 3819,8mm theoretisch hast, 7,5mm abziehst und DANN 130mm, muss der Mittelradius 3682mm betragen. Analog muss dann der innere Biegeradius 3552mm sein, denn sonst stimmt die Spurweite nicht. In deiner Zeichnung hast Du Dich um die Schienenkopfbreite von 15mm verhauen. ( Das habe ich aber auch erst nach zwei Bier gemerkt :tongue: )

    Gruß vom Heizer

  • Guten Morgen miteinander, wir wollten ja immer so auf Radius 8 m bauen, wenn wir jetzt R 3690 machen, wie ist dann für WUUBS Fahrzeuge der maximale Radstand, das wir noch gut mit Zweiachsern um die Kurve kommen? Beste Grüße vom Leipziger, der heute Brückengeländer grundiert, falls ihn nicht der Sturm wegweht :)

  • Hallo ateshci ,

    verdammt, Du hast recht. Der Fehler liegt in meiner Rechentabelle. Da habe ich die Spurweite (unbewusst) nach den Regeln der DB berechnet, da wird nämlich die Spur Mitte Schienenkopf gemessen. Da muss ich also noch mal ran. Doof, dass die Zeichnung meiner Aussenbogenweiche da ja auch falsch ist. Dabei wäre es so einfach gewesen, die Sache zu überprüfen: 3812,5 - 3567,5 mach 245. Danke, dass Du es herausgefunden hast.

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hallo Joschi

    N` Zirkel kannst Du ganz simpel bauen: ein Massband mit Oese um einen eingeschlagenen Nagel kreisen lassen. Den Bleistift am richtigen Ort festkleben (Tesa reicht) und ab dafür... Es geht auch mit einem Stück Schnur aber nur wenn diese sich nicht dehnen lässt, sonst bescheisst Du Dich weil sich vielleicht die Länge ändert.

    Frohes schaffen!

    Dani

    Feldbahnmässiger Regelspurbetrieb mit elektrischen Dieseldampflokomotiven

  • Guten Morgen

    Hättest Du was gesagt, er hängt bei mir an der Wand. Gebaut aus aus Rohr20x20 mit

    Spitze hinten und Stift mit Laufrad vorne.

    Übrigens bei der Schienenlängen Rechnung von 30Grad habe ich nicht die innere

    Spurweitenseite genommen sondern 5mm mehr. Grund ist die Neutrale Faser,

    ( nach innen Stauchen, außen dehnen). Was aber nicht so kompliziert sein muss,

    da es sich bei dem Kreis elastisch genug verhält und außerdem genug Toleranz

    eingebaut ist. Dadurch ergibt sich auch der Rechenunterschied bei mir.

    Am Anfang habe ich es vernachlässigt und ging auch.

    Hjalmar, auf deine Frage hin sollte der Achsabstand maximal 650mm betragen.

    Diesen geht bei mir auch mit 3m noch, welcher bei Dir fluffig wäre.

    Im Extremfall kannst Du ihn auch vergrößern, was heißt das der schrägstand des

    Rades mehr wird. Bedenke nicht nur der Achsstand alleine spielt eine Rolle, sondern

    zusammen mit dem Raddurchmesser. Es geht um die gesamte Eingriffslänge am

    Schienenkopf.

    Gut das Du dir darüber Gedanken machst. Wir reden ja nicht über stationärem Gleis

    welches für den dauerhaften Einsatz sein soll. Natürlich ist da der 8m Radius

    sinnvoller, da er Verschleißärmer ist.

    Gruß Michael

  • Moin,

    sodele, jetzt habe ich die Zeichnung des gebogenen Gleises noch einmal gemacht. Hier jetzt mit der richtigen Spurweite:

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    Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal meine Rechentabelle überarbeitet, damit mir das Malheur nicht noch mal passiert.

    leipziger ,

    mein Grundgedanke beim Gleisbau ist, eine Länge von ca. 2000 mm je Gleisjoch nicht zu überschreiten. Dann passen die Gleisjoche nämlich normalerweise in mein Auto oder einen Pkw-Anhänger. Und Christian möchte erst einmal einen Kreis oder ein Oval aufbauen können, dass mit 30° Bogengleisen gebaut wird. Von daher der Radius von knapp 4000 mm. Das entspricht etwa dem Radius Deiner fliegenden Gleise. Natürlich sind bei ca 2000 mm Gleisjochlänge noch andere Radien möglich, z. B. 4900 mm bei 22,5°, 7500 mm bei 15° oder 15000 mm bei 7,5° (alles ca.-Werte weil noch nicht genau berechnet). Ich kann in der Folge gern auch mal diese Gleise konstruieren und hier zeigen.

    Was den Mindestradius anbelangt, so habe ich da mal meine kleine DIEMA D6 und meine Trapez-Gleise zu Grunde gelegt. Mit den kürzesten Gleisen erreiche ich einen Radius von ca. 2000 mm und den kann ich mit der Lok, meinen Wagen und auch Christian Loren noch gut befahren. In der Diskussion mit Christian sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die knapp 4000 mm also auch sicher von seiner Ns2f befahren werden sollten, und die hat immerhin den längsten Achsstand (ca. 4500 mm, wenn ich mich recht entsinne. Von daher sollte es also kein Problem geben.

    Für den festen Einbau auf Deine Anlage sind wir ja an keinen festen Radius gebunden. Wir bauen die Gleise so, wie es die Landschaft vorgibt. Es sei denn, Du möchtest Deine Anlage in alter Modelleisenbahnermanier aus fest definierten Einzelgleisjochen "zusammenstecken". ;)

    Einen schönen Sonntag wünscht Euch

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!