Hallo Modellbauer,
Das Knicken des Überfahrbleches ist mir mit meiner Biegebank nicht gelungen und ich wollte mir dazu professionelle Hilfe erbitten. Leider packen meine örtlichen Modellbaukollegen gerade ihre Fahrzeuge für das Treffen in Schackendorf und ich wollte damit nicht solange warten. Also mußte die Lösung meines Problems in der eigenen Werkstatt gefunden werden und ich habe sie gefunden.
Mit der Flex wurde eine Rille in die Blechplatte geschliffen, bis auch meine Biegebank mit der Blechdicke zurechtkam.
Die Blechkante wurde um 17 Grad, das entspricht 8 mm Höhe abgebogen.
Die Blechplatte mit dem Loch in der Mitte stützt sich auf der Oberkante des gerundeten Achslagergehäuses ab. und wird mit dem Achslagerdeckel verschraubt. Das ganze Konstrukt soll eine Abhebesicherung darstellen.
Das Blech selber war zu dünn für ein Gewinde, deshalb habe ich eine M 3 Mutter mit WIG und etwas Zusatzdraht dahintergeschweißt. Es gibt natürlich auch Anschweißmutter, aber eine solche hatte ich für M 3 gerade nicht zur Hand. Der Zusatzdraht soll verhindern, daß die Mutter zu schnell glüht, schrumpft und nach her das Gewinde nicht mehr paßt. Nach dem Anschweißen der Mutter muß das Gewinde in jedem Fall nachgeschnitten werden. Durch das Schrumpfen passen die Schrauben nicht mehr hinein. Jeder Gewaltversuch endet im Elend. Festgefressene oder abgerissene Schrauben sind das Ergebnis übergroßer Gewalt.
Weil die dahinterliegende Mutter gerne an der Kante der Achslagerführung hängenbleibt und man zum Reinschrauben der M 3 Schraube schon im Gras liegt, mußte der "Stein des Anstoßes" abgeschrägt werden. Mit der Schleifflex wurde hier eine Einrutschhilfe geschaffen.
Das Überfahrblech im eingeschraubten Zustand von der Außenseite gesehen
Und so sieht das Überfahrblech aus dem Fahrzeuginneren gesehen aus. Nun sollten auch die Reifen der Neuwagen damit kein Problem mehr haben.
Damit endet dieser Montagebericht. Wenn es sich um meinen eigenen Wagen handeln würde, käme jetzt noch eine Reihe von Optimierungsvorschlägen, aber ich will Bernie auch noch eigene Verbesserungsmöglichkeiten lassen.
Gruß Wolfgang