Hallo,
nach längerer Abstinenz konnte ich gestern ausgiebig die beiden Fahrwerke auf meiner Gleisanlage testen. Insbesondere auf meinen 5m Radien lag der Focus. Mit dem nun realisierten Fahrwerk (Achse 2 +/- 2mm Seitenverschub und Achse 3 ohne Spurkranz) lief endlich alles klemmfrei. Probleme habe ich nur noch mit zwei in meiner Gleisanlage bewust eingebauten Fehlerstellen. Das Kippeln über die Diagonale und die Kuppe beherrscht das Fahrwerk noch nicht. Hier will ich mal versuchen die beiden Mittelachsen etwas "weicher" zu machen. Zwar kommt noch etwa doppelt so viel Gewicht hinzu, was die Feder besser arbeiten lässt. Aber es wäre gut, wenn das Fahrwerk bereits als Leichtgewicht vernünftig funktioniert.
Wegen der Stückzahl hat es sehr viel Arbeit gemacht aus dem Brennrohlingen fertige Kurbeln herzustellen. Aber irgendwann ist man damit auch durch. Jetzt sind sie ausgemessen und zu Sätzen zusammengestellt um die Abweichungen auf den Hundertstel-Bereich zu begrenzen und können nun zum Sandstrahlen.
Das Bohrungsmaß ist so, dass die Kurbel leicht auf die Welle geht. Sie wird dann auf der Welle geklebt und geklemmt. Der innere Verschraubungsbolzen schneidet die Welle leicht an. Das sorgt für eine zusätzliche Verdrehsicherung. Etwas unschön ist der Schlitz. Den habe ich gleich mit brennen lassen. Er ist dadurch mit 2mm Breite doppelt so groß, wie er sein sollte. Das ist nun der Kompromiss in Ermangelung eigener passender Fertigungsmöglichkeiten. Der Kurbelzapfen besteht aus Silberstahl und ist eingepresst. In Verbindung mit Sinterbronzebuchsen als Stangenlager habe ich gute Erfahrungen an meiner NS4 gemacht.
Bis demnächst. Es grüßt Jan