das Stiefkind - die Ns2f

  • Hallo,

    fast so alt wie meine Diema "klein-Joschi" ist die Ns2f von V75christian . Denn als ich Klein-Joschi bekommen habe, drehte auch die Ns2f schon ihre ersten Runden. Aber irgendwie wurde sie zum Stiefkind, weil es doch ein paar Dinge gab, die nicht so einfach waren. Da wäre zunächst einmal, dass sie im Maßstab 1:2,5 gebaut ist und wir uns hinterher für den Maßstab 1:2 entschieden haben. Zum anderen war da das Führerhaus, dass die Bedienung erschwerte. Denn man braucht defakto zwei Bedienpulte und auch die Bedienung der Bremse wird durch das Führerhaus erschwert. Die Lösung für all diese Fragen ist noch unklar.

    Andererseits dauerte mich die Lok, dass sie da so halbfertig im Keller stand. Und auch V75christian war ständig hin und her gerissen zwischen fertig bauen und verschrotten. Nun, nachdem nun das Pony fertig ist, haben wir uns einem Schubs egeben und beschlossen, die Lok ferig zu bauen. Zumal es bei Weimibahn ja Loren im Maßstab 1:2,5 gibt. Und auch meine Kastenwagen sind in diesem Maßstab gebaut. Und weil das beim Pony so gut funktioniert hat, will ich auch hier im Forum über den Baufortschritt berichten. Und nach Sichtung der Fotos kann ich bestimmt auch in einer Rückschau vom Bau der Lok erzählen.

    Beginnen möchte ich mit zwei Fotos vom Einsatz der Lok bei den Bauarbeiten zum Versetzen des Lokschuppens bei Weimibahn . Das war 2018 und die Lok hatte noch eine rudimentäre und vor allem äußerst provisorische Steuerung bestehend aus einem Schalter für vorwärts und rückwärts und einem Schalter für ein und aus.

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    Im Oktober des Jahres 2018 kam dann ein elektronischen Fahrregler von 4QD in die Lok und danach ging es quasi für vier Jahre in den Keller.

    Eines der kleinen Ärgernisse waren die Klappen am Vorbau. Es war V75christian einfach nicht gelungen, die Lüfterschlitze passend zu formen. Eine Klappe ist dabei auch noch zu Schrott geworden.

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    Dieses Foto vom Keller-Parkplatz zeigt die Vorbauklappen in diesem Zustand. Nicht nur, dass sie inzwischen den erste Flugrost angelegt haben, sie sehen auch verdammt unfertig aus. So entschloss sich V75christian , einen neuen Versuch zu unternehmen. Diesmal hat es geklappt und die Lok hat allein durch die plastisch ausgeformten Klappen schon wieder gewonnen.

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    Damit war das Eis gebrochen. Nun ist die Ns2f das nächste Projekt, dass wir fertigstellen wollen. Erster Schritt in diese Richtung ist der Einbau der Bremnse. Aber davon später mehr.

    Viele Grüße

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Jou Joschi

    Eine gute Entscheidung 😊 sie hat was, das kann man auch auf den

    Fotos schon erkennen.

    Zu der Bremse ist mir gerade etwas eingefallen!

    Was haltet Ihr von einem Linearmotor 24V welche die Bremse anlegen

    lässt ( den habe ich noch aus einen E-Sessel).

    Besser wäre allerdings eine Druckluft lösende Bremse.Was natürlich

    voraussetzt das ein Kompressor z.B. für Autos eingebaut wird (wie bei

    mir) beides sollte natürlich vom Bedienpendel aus benutzt werden.

    Wäre meine Idee

    Gruß Michael

  • Hallo,

    in den letzten Tagen hatte ich keine Zeit, um mit Christian an der Bremse weiter zu arbeiten. Also hat er sich eine Arbeit vorgenommen, die er schon lange vor sich her schiebt, die Staubkappen an den Antriebsstangen der Ns2f. Zunächst einmal wurden die Staubkappen für die Stangenlager an den Radsätzen hergestellt. Ein wenig Drehen, ein wenig Bohren und dann sollte sich das erledigt haben.

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    Leider kann ich es derzeit nicht nachprüfen, aber ich hätte ja vermutut, dass diese Lager beim Original tiefgezogen wurden. Für die Modellumsetzung wäre das aber auch nicht viel weniger Arbeit. Also wurden die Kappen aus den Vollen gedreht.

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    Im zweiten Schritt kamen dann die Staubkappen für die Lager auf der Blindwelle dran. Bei der Gelegenheit wurde gleich mal wieder die CNC-Steuerung der Fräse reaktiviert. Das macht die Sache natürlich leichter und die Teile werden im Aussehen auch absolut gleich.

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    Eigentlich ist das eine schöne Sache, wenn nicht hinterher immer das Putzen wäre. Dieser Mischmasch aus Kühlflüssigkeit und Spänen ist schon lästig. Um so mehr überzeugt dann das Ergebnis.

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    Leider ist die Bildqualität nicht so dolle, ich habe das Bild aus einem Video extrahiert. Deshalb die Bewegungsunschärfe des Bildes.

    Viele Grüße

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hallo,

    erade hat mit V75christian ein neues Foto von der Ns2f geschickt, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. Nachem die Vorbauklappen nun auch fertig sind und das Fahrwerk nebst der Kuppelstanen auch läuft, hat er die Lok mal wieder komplettiert und das Gehäuse aufgesetzt. Und sagt selbst, wird die nicht schnuggelig?

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    Gruß

    Joschi

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  • Ja es wird langsam hab nun auch den Scheinwerfer und die Griffe und den Auspuff angebaut

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    Leider habe ich heute nicht so wirklich was geschafft aber wird schon Stück für Stück

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    Christian

  • Hallo,

    inzwischen ist der Baufortschritt an der Ns2f so rasant, dass ich kaum noch mit der Berichterstattung hinterher komme. Machen wir also mal mit der Bremsausrüstung weiter. Bei der Lok werden beide Achsen einseitig gebremst. Das vereinfacht das Bremsgestänge etwas, weil man keinen Richtungswechsel einbauen muss. Der Einbau in die Lok war zunächst einmal recht einfach, wie man auf dem folgenden Bild sieht.

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    Die Stange am oberen Bildrand wird dann von einem Hebel auf der Bremswelle betätigt. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen. Bei dem gezeigten Arbeitsstand mussten wir feststellen, dass der Motor noch mal verschoben werden musste. Zudem musste das doppelte Kettenrad durch ein einfaches ersetzt werden. Also hieß es alles wieder auseinanderbauen und neu montieren.

    Nachdem Motor und Kettenrad der Blindwelle wieder montiert waren, wurden erst mal die Staubkappen gebaut und angebaut. Dann ging es mit der Bremse weiter. Inzwischen war auch die Bremswelle gebaut und montiert.

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    Oberhalb des Rahmens kommt dann ein entsprechender Haltebock mit dem Hebel der Handhebelbremse. Wie bei allen anderen Loks auch ist das Hebelverhältnis so, dass der Hebel in der Vollbremsstellung leicht einrastet. Damit kann die Bremse auch als Feststellbremse genutzt werden. Um einen Eindruck zu erhalten, wurde das Führerhaus mal darübergestellt.

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    Irgendwie war der Hebel zu lang. Also wurde er kurzerhand eingekürzt und bekam so ein gefälligeres Aussehen. Im letzten Bild für heute könnt ihr den geänderten Hebel sehen. Aber das Bild leutet auch gleich das nächste Kapitel ein, die Farbgeb

    ung.

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    Ein schönes Wochenende noch wünscht

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Guten Morgen Feldbahnfreunde,

    heute brauchen wir mal Euer geballtes Fachwissen für eine Idee. Es geht um die Staubkappen an der Stangen der Ns2f.

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    Wie Ihr auf dem Foto seht, stehen konstruktionsbedingt an den Staubkappen noch kurze Gewindestücke nach außen heraus. Um da jetzt des Schutzes wegen eine Hutmutter drauf zu setzen, reicht der Platz nicht. Nun sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Abdeckung für die M 4 Gewindestutzen. Meine Grobvorstellung wären die Ventilnippel vom Fahrrad oder Auto, aber da passt das Gewinde bestimmt nicht. Hat von Euch einer eine passende Idee oder noch besser, Bezugsquelle?

    Gruß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Guten Morgen Joschi

    Wie halten die Kappen den auf der Pleuelstange?

    Sind die Gewindebolzen nur Attrappe oder sollten sie

    die Aufgabe übernehmen.

    Das entscheidet über deine Frage.

    Gruß Weimi

  • Hallo Joshi,

    wenn normale M4 Muttern sich nicht drehen können gehen vielleicht M4 Modellmuttern. Da du ja schon an Ventilkappen gedacht hast, wenn man nicht zu nah hinschaut, gehen vielleicht auch schwarze Schrumpfschlauch Stücke.

    Gruß

    Werner

  • Moin Joschi,

    leider hast Du vergessen zu sagen, wie viel Platz zur Verfügung steht, so dass es schwierig ist, einen wirklich brauchbaren Rat zu geben.

    Meine Vorschläge sind folgende:

    - Muttern mit Schlüsselweite 5,5 mm und M4-Gewinde aus Stangenmaterial selbst herstellen und einbauen oder

    - M3-Hutmuttern (wenn es denn solche sein sollen) nehmen, das Gewinde mit 3,2 mm aufbohren und M4-Gewinde hinein schneiden.

    Eine Übersicht über die Schlüsselweite von Muttern ist hier zu finden.

    Viele Grüße

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Ach putzig das Problem ist schon behoben hab einfach 8 M3 Muttern in das Dreibackenfutter gespannt und aufgebohrt auf M4 haben wir frühe schon mal so gemacht Johannes Grabsch war da vor vielen Jahren schon Ideengeber aber nun wollt ihr es auch bestimmt sehen also hier mal Bildchen


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    Und so sieht es fertig aus.

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    Christian

  • Ach weil ich es gerade noch gefunden habe das war Stand Dezember 2016 bis Januar 2017

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    Mehr Bilder sind leider nicht es gab zu der Zeit vermutlich zu viele andere Baustellen

  • Moin,

    heute mal nur der Hinweis auf ein kleine Video von der Ns2f. Man suche bei youtube nach LKM Ns2f Maßstab 1:2,5 auf dem Kanal Feldbahn 240 mm 260 mm

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    Gruß

    Joschi

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    Einmal editiert, zuletzt von Jonas Sommer (7. März 2023 um 09:07)

  • Hallo Freunde,

    bevor ich Euch die finalen Bilder unserer Ns2f zeige, möchte ich zunächst mal auf ein Bild verlinken, das im Frankfurter Feldbahnmuseum aufgenommen wurde. Ns2f, LKM 248837/1957, Bildautor: Walter Brück Schaut Euch mal das Foto an und lasst es auf Euch wirken. Man sieht der Maschine doch fömlich an, dass sie jahrelang klaglos ihren Dienst getan hat und dabei wenig Streicheleinheiten abbekommen hat. Dieses und weitere Bilder dieser Art haben uns animiert, die Lok mal ganz bewußt nicht schachtelfrisch aussehen zu lassen sondern sie mit einem gealterten Finish zu versehen. Und was soll ich sagen, unser Lackierer hat sich dabei selbst übertroffen. Aber seht selbst:

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    Zunächst mal ein paar Rostflecken an den richtigen Stellen, dazu so ein wenig grundsätzlichen Staub und Dreck.

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    Auch die Rückseite muss dran glauben. Man beachte den sich abzeichenden Schmierfilm an den Stangen.


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    Unser Lackierer ist wirklich ein Meister seines Fachs. Schwämmchen, Pinsel, Sprühpistole, das verwendete Arsenal der Hilfsmittel zum Farbauftrag schien grenzenlos zu sein.

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    Name dran und Mattlack drauf und dann ab zur Probefahrt auf das Streckennetz vom leipziger

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    Und ich hätte fast drauf wetten können, wieder zeigt sich der Teufel als Eichhörnchen. Eine der vier Baterien ist breit. Man könnte heulen.

    Guß

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

    Einmal editiert, zuletzt von Joschi (10. März 2023 um 16:41)

  • So Probefahrt absolviert ein Akku ist hin und der Regler muss noch mal eingestellt werden. Ansonsten läuft die Lok super nur die 410kg Einsatzgewicht sind etwas gewöhnungsbedürftig aber händelbar :)

    Anbei noch Bildchen vom Einsatz


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    Christian

  • Also, ich muss sagen mich hat sie begeistert.

    Auch wenn bei ihrem ersten Einsatz sich das Dilemma mit dem

    Accu gezeigt hat. Zudem war durch viel Nebenarbeit und dem

    herrichten einer notwendigen Behelfsstrecke kaum Zeit fürs

    fahren war. Aber nichts dem zu Trotz eine sehenswerte Arbeit.

    Ich freue mich schon wenn sie mal bei mir fährt 😁.

    Gruß Michael