Hallo liebe Gartenbahner,
nach nun fast einen Jahr habe ich heute wieder ein Update zu meinem Projekt. Nachdem am Rahmen nun alle Querverbindungen montiert waren habe ich mich an die Lagerung der Achsen gemacht.
Eine gute Führung ist wichtig
Begonnen habe ich also mit den Achslagerführungen.
Das 60×15mm Flachmateria wurde zunächst in einer Vorrichrung vorgefräst und anschließend mit dem Rahmen vernietet. Leider waren die, im Rahmen bereits beim Lasern eingebrachten Löcher für 2mm Niete etwas zu groß, weshalb ich auf 2,5mm Niete ausweichen musste. Das wäre auch kein Problem gewesen, wenn es für solche Niete auch passendes Werkzeug geben würde. Nach langer Suche und viel überlegen habe ich schließlich ein passendes Werkzeug auf der Senkerodiermaschine eines Vereinskollegen hergestellt, welches auch einwandfrei funktioniert hat.
Nach der Montage wurde die Gleitpassung für die Lager gefertigt. Die Größe der Lok machte es möglich den kompletten Rahmen kopfüber auf den Frästisch zu Spannen, ohne dass zwischendurch ein Umspannen nötig war.
Da das Fahrwerk nur sehr spärlich mit Querverbindungen ausgestattet ist, musste ein zusätzliches Distanzstück zwischen die zu bearbeitenden Führungen geklemmt werden.
Mit geringer Zustellung und viel Kühlung war das Ergebnis jedoch recht brauchbar.
Die Lager sind das A und O
Der nächste Schritt waren dann die Achslager selbst. Hierzu wurde das Rg7 zunächst auf Maß gefräst und anschließend jeweils zwei Lagerhalbschalen zusammen gebohrt.
Damit die Schrauben später nicht stören, wurden die Löcher in der unteren Hälfte versenkt und die Obere erhielt noch die notwendigen Gewinde zum Verschrauben.
Zu guter Letzt wurden alle Lager ausgedreht, die Gleitpassung für die Führung hergestellt und jedes Lager auf der Unterseite mit einem Schmiernippel ausgestattet. Bei der Montage waren zwar noch leichte Anpassungsarbeiten an den Führungen notwendig, da diese leicht konisch geworden sind, aber das Endergebnis war eine Spiel- und Klemmfreie Lagerung der Achsen.
Nachdem diese Arbeiten erledigt waren, konnte auch die Achspumpe final eingebaut werden.
Die Zug- und Stoßvorrichtungen
Nach Arbeiten, welche hohe Präzision erfordern tut es gut sich nun auf weniger kritische Bauteile zu konzentrieren. Zunächst wurden die Puffer nach der im letzten Beitrag gezeigten Zeichnung fertig gestellt. Anschließend die Führung für den Zughaken gefertigt und im Anschluss alles montiert.
Die Bremsluftkupplungen, die ich bereits in einem anderen Thread vorgestellt habe konnten nun auch montiert werden. Der Zughaken ist wie die Teile der Bremsluftkupplung aus Metall 3D gedruckt. Aktuell dient er jedoch nur als Platzhalter und soll durch einen aus Stahlguss ersetzt werden. Hier habe ich jedoch noch keine Bezugsquelle finden können.
Bei Gelegenheit werde ich noch die benötigten Kleinteile für die Kupplung und eine Aufhängung für die Bremsluftkupplungen herstellen.
Das wars dann auch schon wieder. Bis zum nächsten Bericht wünsche ich allen wie immer genügend Wasser im Kessel und allzeit gute Fahrt.
Viele Grüße
Euer Constantin