Orenstein und Koppel von OS locomotive

Das Forenteam wünscht euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!
    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    vor ein paar Tagen ging ein Jugendtraum von mir in Erfüllung. Ich hatte die Chance eine gebrauchte O&K von OS-locomotive zu bekommen. Abgeholt habe ich sie in Berlin. Jetzt steht sie bei ihrer neuen Lok-Familie in Karlsruhe. Das Modell ist aus dem Jahr 1999 und ist ein Nachbau einer O&K Lok, welche damals nach Japan ausgeliefert wurde. Die Lok steht heute noch in einem Museum. Das Modell ist sehr fein gebaut und passt von der Größe perfekt zu meinem restlichen Rollmaterial. Das Modell war bis 2018 regelmäßig in Betrieb und die letzten Jahre warm und trocken in der Wohnung gestanden.

    Vorbild in einem Eisenbahnmuseum in Japan

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    Modell O&K Lokomotive von OS-locomotive. Vom Vorbesitzer wurden 2007 neue Radreifen aufgeschrumpft. Als weiteres Highlight verfügt die Lok über eine Vorbildgetreue Rückwand, einen Rahmentank und den funktionsfähigen Turbogenerator von OS.

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    Leider passen die Mittelpuffer nicht zu meinem Kupplunssystem, daher werde ich diese im Winter durch eine andere Bauform ersetzten. Das Ganze wird dann in etwa so aussehen.

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    Am Sonntag werde ich die Lok das erste mal in Betrieb nehmen. Hier will ich euch über meine Umbauten berichten.

    Viele Grüße

    Jonas

  • Moinsen Jonas,

    herzlichen Glückwunsch zur Traumerfüllung ... :)

    Kurze technische Frage, hat die Maschine keine Schwinge im herkömmlichen Sinne, welche Steuerungsart ist da verbaut ...?

    Grüße vom Bucki

  • Hallo Jonas,

    Dein Neuzugang präsentiert sich ja in einem bestens gepflegten Zustand.

    Glückwunsch auch von mir!!

    Bucki: O&K hatte eine eigene Patentsteuerung, die ohne Schwinge auskam.

    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    vom Prinzip her ist das eine normale Heusinger-Steuerung. Allerdings hat O&K eine sehr simple Bauweise für die Schwinge gewählt. Diese Bauart ist bei den O&K Loks sehr weit verbreitet. Dabei besteht die Schwinge aus einem massiven Klotz welcher von einem U-förmigen Bauteil umgriffen wird. Beim Modell ist das genau so umgesetzt worden.

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    Bild von Jörg Seidel

    Die Koppel-Patentsteuerung sieht etwas anders aus und hat in der Tat keine Schwinge. Das Patent beläuft sich darauf, dass der Drehpunkt mit dem Achslager verbunden ist und trotz Einfedern die Maschine gut läuft.

    Viele Grüße

    Jonas

    PS. Die Zylinderkopfschrauben hat OS so verbaut und in Japan fuhren einige der Loks diesen Typs mit Turbogenerator ;)

  • Hallo Thomas,

    Zitat

    ... Der Vorbesitzer war wohl ein Freund von Inbusschrauben.

    nicht der, sondern der Hersteller OS. Das vereinfacht das Leben doch ungemein.

    Viele Grüße

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Thomas,

    nicht der, sondern der Hersteller OS. Das vereinfacht das Leben doch ungemein.

    Viele Grüße

    Dietrich

    Hallo

    Das Inbusschrauben ihre Qualitäten haben, will ich nicht bestreiten.

    Ob am Vorbild jedoch dieser Schaubenkopf vorkommt, bezweifle ich sehr.

    Allerdings ist OS da in guter Gesellschaft. Auch Hans Wittmann war ein großer Anhänger dieser Schraubenform. Vorbildtreue war ihm da egal.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Moinsen zusammen,

    @Jonas: vielen Dank ... das letzte Foto brachte die Erkenntnis, da ist die Schwinge deutlich von der Seite zu sehen.

    Die PatentSteuerung ist bekannt, deshalb kam ich ins Schleudern ...

    Grüße vom Bucki

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    Ende Oktober war die O&K-Lok das erste mal bei mir unter Dampf. Nach einer ausgiebigen Inspektion, habe ich sie angeheizt und alles funktionierte, bis auf den Injektor. Die Lok läuft sehr rund und angenehm, macht in Summe etwas viel Dampf und zieht meinen Lorenzug mich Leichtigkeit die Steigung bei uns in Karlsruhe hinauf. Alles in allem, habe ich von einer OS-Lok auch genau das erwartet.

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    Den Injektor habe ich mittlerweile entkalkt.. mal sehen ob er beim nächsten mal besser tut. Ich habe eh vor die Wasserzuleitung noch umzubauen und kaltes Wasser aus meinem Sitzwagen für den Injektor zu nutzen. Das hatte schon bei meiner Polly das Arbeiten mit dem Injektor erleichtert. Das Wasser in den Wasserkästen auf der Lok wird auf Dauer einfach zu warm.

    Das Gestänge an sich arbeitet einwandfrei und wurde vor nicht allzu langer Zeit neu ausgebuchst.

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    Was ich auf jeden Fall etwas überarbeiten will / muss sind einige Teile im Führerstand. Der Reglergriff, wenn man ihn so nennen darf, sieht furchtbar aus, ist nicht modellgetreu und bedient sich sehr komisch.

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    Hier bin ich bereits dran einen neuen einzubauen.

    Den Reglerhebel per Hand mit Säge, Feile und Bohrer hergestellt. Der Griff entstand auf meiner Drehmaschine und ist in den Hebel eingepresst.

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    Des weiteren pumpt die Ölpumpe im Führerstand höllisch viel Öl. Nach wenigen Kilometern war ich und die Lok bereits völlig eingesaut. Wieso das von OS standardmäßig so ist, kann ich mir nicht erklären. Den Hebel der Pumpe lässt sich aber durch ein neues Teil verlängern und damit der Drehwinkel an der Pumpe verkleinern. Diese Arbeit muss auf jeden Fall vor der nächsten Fahrt durchgeführt werden.

    viele Grüße

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    eine schöne Lok von O.S. hast Du da erwischt. Der Regler ist wirklich komisch, aber von O.S. aus so konstruiert. Ich würde ihn auch ändern.

    Mich wundert es aber, daß Du den Öler nicht justieren kannst. Für O.S. Verhältnisse ungewöhnlich. Sind da nicht noch weitere Heblepositionen vorgegeben ?

    Ansonsten probier mal etwas dickeres Öl. Hat sich bei meiner 80er bemerkbar gemacht. Wenn das nichts hilft mußt Du wohl den Hebel ander Ölpumpe verlängern, oder an der Schwinge weiter zum Drehpunkt hin "verkürzen" ( also nicht absägen und neues Loch bohren :rolleyes:, sondern nur ein Loch für den Bolzen für den Gabelkopf näher an den Drehpunkt der Schwinge setzen )

    So würde ich vorgehen.

    Gruß Flori

    ...und ist der Berg auch noch steil, a bisserl was geht allerweil.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Flori,

    gestern habe ich einige Umbauten vorgenommen und mit Gerd zusammen etwas in den Abend gedampft. Die Ölpumpe ist tatsächlich nicht einstellbar. Ich habe nun einfach den Hebel der Pumpe in der Länge verdoppelt. Somit pumpt sie nun nur noch halb so viel, wie zuvor. Das Ergebnis war zufriedenstellend. Sie spuckt nun kein Öl mehr aus dem Schlot. Wie es kommt, dass die Loks so gebaut wurden verstehe ich nicht so recht.

    Hier der Führerstand mit ausgetauschtem Regler und dem verlängerten Hebel links an der Ölpumpe.

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    Nach dem Umbau haben wir gemütlich angeheizt.

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    Leider reißt die Lok gerne etwas Wasser, wenn man mit etwas größerer Last in der Steigung fährt. Auch ein sehr niedriger Wasserstand hilft nur bedingt. Ich werde mal im Winter schauen, wie es im Dom aussieht.

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    Abrüsten der Loks

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    viele Grüße

    Jonas

  • Hallo Jonas,

    sehr schöne Arbeit, der Hebel der Pumpe ist bemerkenswert laaaang geworden. Kommt da wirklich noch etwas Öl in den Zylindern an ?

    Bei meiner 80er war die äusserste Position schon zu wenig, das Triebwerk hat dann schon "gestockt".

    Für mein Verständnis müsste der Öler/ Pumpe der 80er aber auch manuell, also von Hand bedient werden können, damit schon vor/während dem Anheizen Öl in die Zylinder kommt. Das ist meines Erachtens bei der 80er eine Fehlkonstruktion.

    Bei den O.S. Loks kann man leicht an dem Rändelrad die Pumpe von Hand vorfördern lassen.

    Sollte bei Deiner Koppel auch so sein.

    Das Wassereissen hatten die O.S. Loks anfangs verstärkt. Hier ist aber nachträglich Abhilfe ( von O.S.? )geschaffen worden. Wie kann ich Dir bisher leider nicht sagen. Ich werde mich aber mal Schlau machen...

    Gruß

    Flori

    ...und ist der Berg auch noch steil, a bisserl was geht allerweil.

  • Hallo Jonas,

    ja, so lässt sich mit relativ kleinen Umbauten oftmals viel erreichen.

    Noch ein kleiner Vorschlag: wenn Du schon so einen schönen Reglerhebel einbaust solltest Du dem auch noch einen Regleranschlag spendieren.

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    (Abbildung aus dem Henschel-Katalog von 1941)

    Viele Grüße und weiter so!

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Nachtrag:

    auch bei meiner kleinen "O&K" von T.J.V. hing der Reglerhebel frei in der Luft. Anlässlich des Naubaus des Führerhauses bekam er einen Regleranschlag nachgerüstet.

    Das Führerhaus ist zwar lange nicht so sehenswert eingerichtet wie bei der OS-Ausführung, ich möchte euch die Vorher-Nacher-Bilder aber trotzdem nicht vorenthalten.

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    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

    • Offizieller Beitrag

    Hi Winfried,

    das ist ein nettes Detail. Der Regler steht bei mir etwa 25-30 mm aus der Kesselrückwand heraus. Dass sähe es komisch aus.

    Hi Flori,

    Öl kommt noch genug an. Hat sich beim letzten Fahren bereits gezeigt. Wenn du was zum Spucken der OS Loks lernst, lerne ich gerne von dir :)

    Hallo zusammen,

    viel hat sich leider bisher nicht getan. Die Lok steht nun bei mir in der Firma der Werkstatt.

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    Ich habe den Dampfdom geöffnet, um zu sehen, wie es darin aussieht. Das Dampfentnahmerohr ist recht kurz. Das kann ich noch etwa um 10 mm verlängern. Außerdem habe ich vor ein Lochblech einzusetzen. Das sollte das aufgeschäumte Wasser beim starken kochen aufhalten, so dass die Lok weniger Wasser reißt.

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    Wo ich etwas weiter gekommen bin ist der Fußboden. Dieser ist bereits fertig geleimt. Zur Zierde werde ich noch kleine Nägel an der Verbindungsstellen einschlagen. Final wird der Boden dann noch lasiert.

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    Damit der Boden ohne großen Aufwand entnommen werden kann, ist der in zwei Teilen aufgebaut.

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    Viele Grüße

    Jonas