Schienenwagen SS

  • Guten Abend,

    nachfolgend ein kurzer Baubericht zu einem vierachsigen Schienenwagen.

    Diese wurden in verschiedenen Varianten über einen Zeitraum von über 30 Jahren gebaut, wobei die Länge und die Zuladung immer weiter gesteigert wurden.Weitere Unterschiede bestanden in der Anornung der Bremserhäuser.

    Das Gattungszeichen SS stand bei der DRG ab 1924 für offene Wagen mit 35 t Ladegewicht, mit eisernen Rungen und 15 Metern Ladelänge, die mindestens 4-achsig waren.

    Wesentlicher Unterschied zu früheren Varianten war der Wagenboden: Bestand dieser früher aus Holz, verfügten spätere Versionen über einen solchen aus Lochblech.

    Ich habe mich für den Bau dieser späten Version entschieden.

    Zunächst zwei Bilder vom Original:

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    Quelle: Museum Digital, Verkehrsmuseum Dresden; Bildarchiv Waggonbau Görlitz

  • Hier die zugehörige Zeichnung nach der Verbandsbauart

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    Das Untergestell entstand aus gekanteten U-Profilen,

    Das Bodenblech mit der charakteristischen Gitterstruktur besteht aus zwei Laserteilen, die mit den U-Profilen verchweißt sind.


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  • Ebenfalls aus Laserteilen entstanden die Drehgestelle. Frühere Bauformen waren genietet, später waren die Drehgestelle bei gleicher äusserer Form geschweißt.


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    Zusammengeschweißt und pulverbeschichtet sieht das ganze dann so aus :

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    Die Federung ist wie im original über Blattfedern, Schaken und Schakenböcke ausgeführt.

    Die Federpakete bestehen aus 7 Federblättern aus je 0,5 mm Federstahl

  • Als Zuladung dient diesmal nicht ein Dackel, sondern ein Klein U-Boot Typ XXVII B, landläufig als "Seehund" bekannt. Das Modell ist im Maßstab 1.11 von einem auf Modell U.Boote spezialisierten Kollegen gebaut.

    Der Wagen hat mittlerweile seine ersten Fahrten in Friedrichshafen gut überstanden.

    Im Zugverband fällt der Wagen trotz seiner LüP von 1,55 Metern nicht sonderlich auf

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    Gruß Kourosh

  • Hallo Kourosh,

    jetzt enttäuscht Du mich aber, Du legst doch sonst viel Wert auf Details und jetzt schlamperst Du bei den Drehrungen. So viel mehr Aufwand wäre das auch nicht gewesen.

    Gruß Wolfgang

  • Moin Kourosh!

    Ich finde es toll, wie Du diesen Wagen im Modell realisierst. Wem das nicht gut genug ist, der soll es besser machen!

    An verschiedenen Stellen im Forum habe ich meinen Schienenwagen nach preuß. A3 gezeigt. Diesen habe ich als reinen Arbeits- und Gebrauchswagen, mit zugekauften Drehgestellen von GMB, geplant und gebaut. Hierzu wurden handelsübliche Stahlprofile im Fülldrahtschweißverfahren zusammen gebraten und Schweißverzüge rausgeprügelt. Um Ihn ab einer gewissen Distanz auch noch vorbildlich wirken zu lassen, wurden die Außenmaße und -aussehen nach dem preuß. A3 angelehnt.

    Hier im Bau nach der Lackierung:

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    Anschließend wurden schwarz gebeizte Eichenholzbretter und das Bremserhaus aufgeschraubt.

    Dieser Wagen ist als robustes Gebrauchsfahrzeug mit max 250g Zuladung gebaut und erfüllt diesen Zweck. Bei uns muß immer ein Kompromiß zwischen detailierter Modelltreue, Umsetzbarkeit und notwendiger Robustheit getroffen werden. Immerhin geht es im Betrieb gelegendlich doch etwas rauh zu, es sei denn man baut nur für die Vitrine.

    Daher finde ich es schön, daß nun auch ein echtes gebrauchsfähiges und trotzdem detailiertes Modell dieses Wagentyps entstanden ist.

    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo Kourosh,

    der Wagen sieht gut aus, schade nur, dass aufgrund des schlechten Lichts so wenig auf den Fotos zu erkennen ist. :(

    Hallo Wolfgang,


    Machs doch einfach besser !

    Da pinkelst Du ans falsche Bein:

    Kroko94
    20. Januar 2016 um 17:53

    (wenn auch ohne Rungen)

    Gruß

    Kristian

  • Da pinkelst Du ans falsche Bein:


    (wenn auch ohne Rungen)

    Hallo Kristian,

    Wie das, wenn der Wagen von Wolfgang gar keine Rungen hat ?????

    Ist ja aber klar, daß Du Deinem Busenfreund zur Seite springst.

    Falls Du Dich zu einer Antwort genötigt fühlst, bitte per PN, hier sollte es ausschließlich um den Baubericht gehen.

    Gruß Kourosh

  • Ich nehm noch ne Tüte Chips...

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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  • Hallo Kourosh

    Sehr schönes Teil, das ich schon in Friedrichshafen bewundert habe. Wusste gar nicht, dass du den selber gebaut hast. Hättest du ruhig verraten dürfen, dafür brauchst du dich nun wirklich nicht zu schämen😉

    (für die Humorlosen: Der letzte Satz ist ein Spaß)

    Viele Grüße

    Janosch

    Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)