Holzbringung am Racoon River

  • Hallo Groß- und Dampfbahner,

    in diesem Thema würde ich gerne über meine neu arrangierte US-Waldbahn "Racoon River Tramway" berichten.
    Das Thema ist eine kleine Waldbahn am Ende der 1890er Jahre mit den für damals typischen Fahrzeugen und Ausstattungen.
    Die Fahrzeuge sind im Maßstab 1:7,2 gebaut, was auf 5"-Modellgleis einer Vorbildspurweite von 3-Fuß entspricht.

    Beginnen möchte ich mit dem Nachbau einer Steam-Donkey, wie sie in den USA zum Transport und Verladen von Baumstämmen eingesetzt wurden. Dabei handelt es sich um dampfbetriebene Seilwinden, welche meist auf großen Holzschlitten montiert waren. Damit hatten sie einen guten Stand auf unebenem Waldboden und sie konnten sich mittels der eigenen Seilwinden durch den Wald ziehen um neue Standorte zu erreichen.

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    Als Urvater gilt die Dolbeer-Donkey, welche mit einer einfachen vertikalen Spill-Spule ausgestattet war. Dies erleichterte bereits das Holzrücken im Wald, was sonst mit Pferden, Ochsen oder Eseln bewerkstelligt wurde. Mit der Zeit entwickelten sich die Modelle weiter und wurden mit horizontalen Seilwinden ausgerüstet, die zusätzlich den Einsatz eines Rückholseils ermöglichte. Von diesen Wide-Face-Donkeys ging die Entwicklung weiter über "Yarder" (mehr Seiltrommeln mit der Möglichkeit Stämme durch die Luft zu befördern statt am Boden) und "Loader" (für Verladeanlagen) bis hin zu den sogenannten "Units", welche eine Kombination aus Loader und 1-2 Yardern darstellte.

    Das Modell das ich 2022 gebaut habe ist an eine Wide-Face-Donkey angelehnt, basierend auf Komponenten und Eckdaten der Firma Orr&Sembower, jedoch keinem konkreten Vorbild nachempfunden. Wie manche Steam Donkeys wurde auch diese vermutlich von einem Dorfschmied aus vorhandenen oder zugekauften Komponenten aufgebaut.

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    Das Herzstück der Donkey besteht aus der eigentlichen Dampfmaschine und den Seiltrommeln. Den stehenden Kessel habe ich Anfang 2022 gebraucht erstanden und war bereits mit einem Keramikbrenner ausgerüstet. Er wurde lediglich neu verpackt. Die Dampfmaschine, eine 5B von PM-Reserach, war früher schon auf meinen Lok-Seilwinden im Einsatz. Sie wurde aufgearbeitet, neu gelagert und nun fest in der Donkey verbaut. Sie treibt über Zahnräder die beiden Seiltrommeln an, zusätzlich befindet sich auf der Welle der vorderen Trommel noch ein Spillkopf. Jede Seiltrommel kann einzeln eingekuppelt und gebremst werden. Zusätzlich ist ein mechanischer Öler verbaut sowie eine Speisepumpe.

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    Der Holzschlitten wurden nach Vorbildplänen aus Holz angefertigt und wird wie im Original nur durch die Zugstangen zusammengehalten. Der hölzerne Wassertank beherbergt den Wasservorrat, der gleichzeitig als "Bad" für die Gaskartusche dient. Der Dachaufbau kann entfernt werden. Die Länge der Donkey beträgt 125cm, das Gewicht ca 35kg.

    Bei weiteren Fragen helfe ich gerne weiter.

    Grüße, Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Waldbahner (25. Januar 2024 um 08:19) aus folgendem Grund: Fipptehler

  • Guten Morgen,

    so eine Modell-Dampfmaschine benötigt natürlich auch passendes Zubehör. Dazu zählen im besonderen die Umlenkrollen und andere "Hardware" für die Seilanlagen.

    Wie beim Original besteht das Gehäuse der Umlenkrollen aus Halbschalen die sich zum Einlegen des Seils öffnen lassen. Ich habe mich an Vorbildern der Firma Skookum orientiert und 3D-Modelle für 12" und 18" Rollen konstruiert. Die Halbschalen und passenden Schäkel habe ich in Edelstahl 3D-Drucken lassen, die Laufrolle ist aus einem handelsüblichen Gußteil entstanden und läuft auf einer Bronzebuchse. Die große Sechskantmutter ist tatsächlich vorbildgetreu -> google Suche nach "Skookum logging block".

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    Um verschiedene Varianten der Seilanlagen aufbauen zu können habe ich vier der 12" Rollen angefertigt (Rollendurchmesser 45mm) sowie je eine 18" Rolle (65mm) und einen 12" Fall-Block, eine Umlenkrolle mit Gewicht, ähnlich einer Kranhakenflasche. Ebenfalls in 3D-Druck entstanden die "Choker", Seil-Gleithaken zum Anschlagen von Baumstämmen. Die klassischen "Loading Tongs" sind aus Laserteilen entstanden.

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    Im Laufe des Frühjahrs würde ich gerne verschiedene Einsatzsituationen nachstellen und die Steam Donkey im Einsatz zeigen und erklären. Bis dahin gibt es hier eine einfache Zusammenstellung von Filmaufnahmen während der Erprobung.

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    Grüße, Gerd

    2 Mal editiert, zuletzt von Waldbahner (25. Januar 2024 um 08:21)

  • Guten Morgen,

    wenn man Baustämme verladen will, braucht man natürlich auch etwas worauf man sie verladen kann.

    Bei meinem Umstieg auf US-Waldbahn 2008 habe ich 6 Paar der sogenannten "Disconnected Log Cars" gebaut, bei uns oft als Waldbahn-Truck bezeichnet. Im Grunde handelt es sich um Drehschemelwagen. Gerade die kleinen Waldeisenbahnen konnten sich keinen komplexen Fuhrpark wie die späteren Skeleton-Logcars oder Flachwagen leisten. Außerdem bedingten die großen und schweren 4-achsigen Wagen mehr Aufmerksamkeit beim Gleisbau um Entgleisungen vorzubeugen. Aus diesem Grund waren die Disconnect Log Cars sehr beliebt. Sie konnten sehr einfach selber gebaut werden und man benötigte neben den Radsätzen und Lagern nur wenige Beschläge. Zusätzlich konnten unterschiedlich lange Baumstämme transportiert werden.

    Die Ursprungsausführung meiner Wagen wurde über die Jahre immer mal wieder erweitert und ergänzt. Bereits 2019 habe ich alle 12 Trucks mit funktionsfähigen Handbremsen ausgestattet. Da klassische Handräder bei solchen Wagen sehr unpraktisch sind wurden die Bremsen mit "Hickeys" gesetzt, einem großen Vierkant-Schlüssel, der auf den Vierkant der Bremsspindel aufgesteckt wird und jeder Bremser bei sich hat. Dabei ist zu beachten, daß es sich nicht um "Fahrbremsen" handelt, sondern um statische Bremsen. Vor einer Gefällstrecke wurden im Stand die Bremsen je Wagen eingestellt, so daß die Lokomotive bei Talfahrt die Wagen leicht ziehen mußte. Somit blieb der Zug gestreckt und Entgleisungen wurden vermieden. Zusätzlich wurden die Wagenpaare so arrangiert, daß die schweren Wagen vorne im Zug, die leichteren am Ende fuhren. Dies erforderte viel Erfahrung seitens der Bremser, aber auch der Lokführer. Unten angekommen wurden die Bremsen wieder gelöst und die Fahrt fortgesetzt.

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    Für den Einsatz bei der Racoon River Tramway wurden eigens neue Drehschemel (Logbunks) angefertigt, sowie neue Kuppelbalken. Ein seltenes Detail hierbei ist, auf welche Weise die Kuppelbalken früher oft eingesetzt wurden. Denn statt damit die Drehschemel parallel zur Ladung auf Distanz zu halten, wurden die kurzgekuppelten Pärchen damit verbunden. Dadurch reduziert sich das Risiko verrutschender Ladung sehr deutlich.

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    Um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten (besonders im Modell-Fahrbetrieb auf Club-Anlagen) habe ich zusätzlich neue Zurrketten angefertigt. Nach dem Einhängen an den Logbunks wird die lose Kette mittels der Feder auf Spannung gebracht. Übrigens sind die hier geladenen Baumstämme etwas kurz, so daß der Überhang und die Notwendigkeit der Kuppelbäume nicht ganz zur Geltung kommt.

    Grüße, Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Waldbahner (31. Januar 2024 um 14:07) aus folgendem Grund: Fipptehler

  • Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Tolle Waldbahntrucks, genau die hätte ich gerne in Spur 7.

    Von Deinem Donkey red ich gar nicht...

  • Hallo Gerd, schau mal hier, einfach toll.

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    Gruß, Marc

  • Moin Herbert,

    Zitat

    ... die hätte ich gerne in Spur 7.

    da hilft wohl nur selber bauen, wie Gerd schon sagte. Für den Fall, dass Du "etwas Inspiration" brauchst, wirst Du im Buch von William Harris "Logging with steam" fündig.

    Hier findest Du einige entsprechende Suchergebnisse.

    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Danke für den Tip, Dietrich.

    Da lass ich mich gern inspirieren, aber jetzt ist mal "logging without steam" angesagt, da der Schnee Ende November im Wald bei uns seine Spuren hinterlassen hat.

  • Hallo Gerd, schau mal hier, einfach toll

    Hallo Marc, allerdings.

    Mit dem Erbauer und Uploader des Videos war ich vor einiger Zeit in kontakt. Er bietet via Shapeways fuktionsfähige Wasserheber (Ejektor/Siphon) als 3D-Druck an um Wasser aufzunehmen und den Tender zu füllen.

    Meine Shay ist auch damit ausgerüstet und funktioniert ausgezeichnet. Gieskanne gibts bei mir nur noch initial beim anheizen, ab dann wird in KA am Fischteich Wasser geholt.

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    Zu meiner Shay melde ich mich auch noch, denn für die Racoon River Tramway hat sie ein Facelift mit neuen Gimmigs bekommen.

    Grüße, Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Waldbahner (5. Februar 2024 um 08:47) aus folgendem Grund: Fipptehler

  • Guten Abend,

    heute geht es mal in Richtung Baubericht. Da meine Racoon River Tramway für den Holztransport Disconnects einsetzt, brauchte es für verschiedene Materialtransporte auf der Bahn noch zusätzliche Wagen. So sind drei kleine 10' Flachwagen entstanden, die je nach Bedarf mit Bordwänden oder Rungen ausgerüstet werden können.

    Am Anfang stand diesmal eine 3D-Planung. So konnten die Abmesseungen und Freiräume für Details wie Bremsanlage und Sprengwerk überprüft werden.

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    Die Fahrwerke basieren auf einem Kern aus 18mm Bausperrholz und die Holzleisten wurden aus Dachlatten gesägt. Die Leisten wurden vor der Montage bereits farblich behandelt.

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    Auch diese Wagen haben eine funktionsfähige Bremsanlage erhalten. Nebenbei sind die steckbaren Bordwände entstanden.

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    Die Wagen wirken auf den ersten Blick recht klein, sind aber dennoch umgerechnet 1,65x3m groß. Das reicht zum Transport von Fässern mit Terpentin, Schotter und Bahnschwellen allemal aus. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

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    Grüße, Gerd

    Einmal editiert, zuletzt von Waldbahner (8. Februar 2024 um 21:51)

  • Hallo,

    gestern wurden die Wagen auf die Vereinsanlage überstellt. Nun muß nur noch die Shay wieder zurück, dann kann der erste Zug der Racoon River Tramway auf die Strecke gehen.

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    Zur Shay melde ich mich die nächsten Tage noch. Die schaut nun ein wenig anders aus :)

    Grüße, Gerd

  • Guten Abend,

    als ich 2008 mit dem Bau meiner Shay begonnen habe, war ich noch auf den Maßstab 1:6 ausgerichtet. Ohne konkretes Vorbild habe ich meine Shay nach Zeichnungen aus einer Modellbahnzeitschrift gestaltet und ein wenig gekürzt und in der Höhe gestreckt aufgebaut. So paßte die Lok gut zu meinen vorhandenen Fahrzeugen und hat mir lange Zeit große Freude bereitet.

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    Doch irgendwann begann es, daß ich mich über die unnatürlichen Proportionen geärgert habe. Vor ein paar Jahren fielen mir wieder die Zeichnungen in die Hände und mir kam eine verrückte Idee in den Sinn. Mit Stahllineal und Taschenrechner ergab sich schnell, daß die Lok in der Länge und den technischen Details sehr gut für den Maßstab 1:7,2 passen würde (3' Vorbildspurweite auf 5"). Das Führerhaus wurde daraufhin umgebaut und in der folge auch meine restlicher Furhpark angepaßt.

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    Ende letzten Jahres habe ich die Lok in die heimische Werkstatt geholt um ein paar Reparaturen vorzunehmen. Da sich der Rücktransport immer wieder verzögerte und somit meine Werkbank blockiert war habe ich dann einfach weiter an ihr rumgebastelt. Der erfolgreiche Maßstabswechsel hatte schon viel zur optischen Wirkung beigetragen, aber mit dem Führerhaus war ich immer noch nicht richtig zufrieden. Außerdem habe ich mich schon immer gefragt, wie meine Lok wohl als authentische pre-1900 Shay mit offenem Führerhaus aussehen würde. So entsand ein schnelles Mock-up aus Holz und Pappe für einen ersten Eindruck.

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    In der Folge wurde ein neues "Führerhaus" gebaut. Zusätzlich waren ein paar Anpassungen an den Rohrleitungen/Armaturen notwendig, aber nichts aufregendes.

    Das größte "Problem" waren die Attrappen der Speiseleitungen, welche nur von vorne eingesteckt in der alten Führerhauswand ruhten. Nach einigem Grübeln kam ich auf die Idee passend dazu zwei Dummy-Injektoren zu bauen und die vollständige Speiseeinrichtungen im Modell darzustellen.

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    Das Führerhaus wurde wie beim Vorbild aus Holz gebaut. Das Dach hat Ausschnitte erhalten um Einsicht auf Manometer und gute Bedienbarkeit zu gewährleisten. Durch die offene Bauweise ist so ein sehr guter Einblick auf den Führerstand möglich und auch die Dampfmaschine kommt nun viel besser zur Geltung. Zusätzliche Details sind die Klappsitze für das Personal.

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    Ein weiteres kleines Details sind die hinteren Sandkästen. Aus Gemütlichkeit hatte ich mich damals für einen Kombi-Sandkasten entschieden, der aber zeitlich und in dieser Bauform nicht zur Lok passte. Daher wurde der alte Sandkasten zerlegt und stattdessen zwei einzelne Sandkästen gebaut und installiert.

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    Auch die Beleuchtung wurde angepaßt auf die typischen großen Petroleumlaternen, während die hintere Laterne ganz weggefallen ist. Was noch übrig blieb waren neue Lokschilder. Ich habe ich mich für die Shay c/n493 entschieden. Diese Loknummer war zwar keine Shay (Lima hat auch normale Dampfloks gebaut), paßt aber von der Nummer sehr gut, da die Shays 491 und 494 vom Gleich Typ waren (Laut Datenblatt).

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    Damit war es Zeit für ein paar erste Testfahrten im Hof, welche sehr zufriedenstellend verliefen.

    Danach folgten ein paar letzte Handgriffe wie das Aufmalen der Zierlinien und die Lok ist nun fertig für die neue Saison.

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    Grüße, Gerd

  • Moin Gerd,

    das sieht wirklich sehr gut aus. Wie leitest Du den Dampf der Sicherheitsventile ab, wenn die ansprechen? Für mich sieht es so aus, als wenn das Dach da "im Weg" ist.

    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Halllo Dietrich,

    das "Haupt-Sicherheitsventil" (jenes das als erstes anspricht) hat eine Glocke mit Rohr übergestülpt, welche den Abdampf nach oben durch eine Bohrung im Dach leitet.
    Sollte das zweite Sicherheitsventil mal anschlagen, so würde es tatsächlich gegen die Unterseite vom Dach blasen. Aber in den vielen Betriebsjahren hat sich das zweite Ventil nur seeehr selten mal zu Wort gemeldet. Heizer will gelernt sein :)

    Grüße, Gerd

  • Morgen,

    gestern war es endlich soweit, beflügelt (oder beschient?) vom Forumstreffen, auf dem ich eigentlich diesen Zug mitbringen wollte, habe ich meine RRT Shay mit ihrem ersten Holzzug seit dem Redesign meiner 5"-Waldbahn auf Strecke gelassen.

    Die Shay war gewohnt zügig angeheizt und lief wie ein Uhrwerk. Der Umbau der Kardanwellenlager und des Ölerantriebes haben sich auf jeden fall gelohnt.

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    Auch die neuen alten Disconnects (Waldbahn Trucks) liefen überraschend gut. Bei frühen Waldbahnen war es üblich die Pärchen kurz zu kuppeln und die Kuppelbäume zwischen den Ladungen einzusetzen. Dadurch wird ein verschieben der Ladung bei Bogenfahrt stark reduziert und diesen Effekt kann ich auch im Modell sehen. So konnte ich den ganzen Abend auf die Zurrketten verzichten.

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    Und da es mal wieder eine Kiste mit Holzabfällen gab wurde die Feuerung alsbald auf "Waldbahn-Original" umgestellt. Es ist immer wieder erstaunlich wie gut die Shay dank der großen Feuerbüchse mit Holzfeuerung zurecht kommt.

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    Auf dem Heimweg hatte ich dann Begleitung von zwei alten bekannten. Für den Boxcar #5 wird es die letzte Reise sein. Der Wagenkasten wird in den nächsten Tagen "verwertet" und beim bevorstehenden Umbau des alten Caboose (für die Statistiker unter euch, es wird Umbau Nr. 5 werden) in Teilen wieder verwendet.

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    Im Spätjahr steht dann noch der 14. Umbau meiner Forney-Lok auf dem Plan :P.

    Grüße, Gerd

  • Moin Gerd,

    das freut das Herz eines "alten Mannes", dass Du schön spielen konntest.

    Zitat

    Es ist immer wieder erstaunlich wie gut die Shay dank der großen Feuerbüchse mit Holzfeuerung zurecht kommt.

    Du hattest es Dir vor langer Zeit so gewünscht und nun musst Du damit leben. ;););)


    Viele Grüße

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Danke Joschi :)

    Für Juli plane ich ein etwas längeres Spielwochenende... mal schauen ob ich da dann auch die Steam Donkey mit aufbaue und mal richtige Holzverladung betreibe.

    Bis dahin gibt es hier ein paar Filmschnippsel von Vorgestern.

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    Grüße, Gerd