Hallo zusammen,
da ich nun stolzer Besitzer einer 654 von MAM Modellbau bin und auch am Wochenende die ersten Runden gedreht habe möchte ich hier ein Sammelthema für alle 54er von MAM aufmachen. Einerseits als Erfahrungsaustausch dieser Lokserie und andererseits vielleicht auch als Info für alle die noch überlegen ob sie eine Lok bei MAM kaufen wollen.
Als erstes gibts mal ein Bild meiner Lok:
Die Grunddaten stehen ja auf der Website von MAM Modellbau, aber kurz nochmal zu den Materialien:
Der Kessel ist ein Kupferkessel und sonst wurden, wie mir aufgefallen ist, viele Messingbleche und Edelstahlteile verbaut. Eine genaue Materialanalyse der einzelnen Bauteile habe ich aber nicht durchgeführt ![]()
Optisch muss ich sagen finde ich sie ja wirklich toll ausgeführt (wobei sich dazu jeder selber jetzt seine Meinung bilden kann mit dem Foto) und auch technisch hat sie einige Dinge auf Lager die ich so bisher noch nicht kannte von den meisten anderen Loks.
Zum Beispiel hat sie einen sehr großen, verschließbaren Aschkasten und knapp unter dem Rost sind seitlich Luftlöcher im Aschkasten um wirklich bis zuletzt die kühle Luft ansaugen zu können selbst wenn der Aschkasten schon gut gefüllt sein sollte.
Hier sehr gut zu sehen:
Die gute Luftzufuhr hat bei mir dafür gesorgt, dass selbst mit aktiver Fahrpumpe und geschlossenem Hilfsbläser die Sicherheitsventile ansprachen, bzw. sogar eine ganze Runde (ca. 400m) mit drei Donnerbüchsen von Klaus Wagner gefahren werden konnte ohne, dass das Sicherheitsventil wieder zu ging.
Weiters besitzt sie eine doppelt abgedeckte Schmierpresse unter dem Blech vor der Rauchkammer. Da kann also selbst beim Säubern der Rauchkammer kein Schmutz in die Schmierpresse fallen.
Sie besitzt im Tender eine großzügig dimensionierte Handpumpe mit der auch der Kessel gefüllt werden kann ohne all zu lange dafür zu benötigen.
Den Führerstand finde ich bei der Lok gut übersichtlich gestaltet. Auch hiervon gibts natürlich ein Bild:
Was mir auch gefällt ist, dass die Lok die originale Pfeife Maßstäblich auf dem Kessel als Attrappe hat und unter dem Führerhaus versteckt eine recht lange Pfeife besitzt, wodurch sie keine schrill und hell quietschende Pfeife hat, sondern eine recht schön und zur Lok passend klingende.
Von der Handhabung her musste ich mich am Samstag erstmal an die Lok gewöhnen, da ich sonst eigentlich nur größere (trägere) Kessel gewohnt bin. Der Sonntag verlief jedoch reibungslos.
Am Samstag wurden ca. 8km teilweise mit vier Rheingold-Wagen von Klaus Wagner zurückgelegt und am Sonntag auch wieder ca. 7km mit drei Donnerbüchsen, was beides noch weit von der Lastgrenze der Lok entfernt scheint.
Auf ein paar Punkte möchte ich jedoch hinweisen vorallem an diejenigen unter euch die schon eine 54er haben aber noch nicht gefahren sind (und ja manches erscheint Logisch, aber ich denke vielleicht hat noch nicht jeder Besitzer einer 54er schon viel Vorerfahrungen mit Dampfloks):
- Bei mir war der Gummischlauch vom Tender zur Lok Tenderseitig etwas gerissen, was dazu geführt hat, dass der Injektor nicht richtig gezogen hat. Sollte der also bei euch auch nicht ziehen könnte es am Schlauch liegen.
- Die hinteren Schrauben der Kreuzkopf-Gleitbahn haben sich bei mir nach einiger Zeit gelockert. Achtet gerade bei den ersten Fahrten bitte vermehrt darauf. Vielleicht war es ja nur bei mir so, aber einmal mehr nachsehen schadet ja nicht und gerade bei neuen Loks kann sich mit dem ersten Anheizen und wieder Abstellen ja immer etwas lösen.
- Der Rost hat seitlich noch recht viel Luft wenn er in der Mitte zusammengeschoben wurde. Ich habe mir schon ein um einen Roststab breiteres Modell gezeichnet um mir eventuell zu den drei Schmalen Rostfeldern je zwei breitere Lasern zu lassen. So könnte ich die originalen Roste weiterverwenden und habe gleichzeitig zwei Reserveroste gewonnen.
- Ich habe als Dampföl das Heißdampföl der 1:1 Dampfloks gewonnen. Dieses dürfte bei der Schmierpresse jedoch zu zäh sein, was bei mir dazu geführt hat, dass die Schmierpresse nicht richtig funktioniert hat. Das originale Dampföl von MAM dürfte da dünnflüssiger sein und mit einem dünneren Öl hat es dann auch problemlos geklappt. Welche Öle verwendet ihr denn da so? Das von Addinol?
Alles in allem muss ich bisher sagen ist die Lok echt toll geworden, das Fahren mit ihr macht viel Spaß und ich freue mich riesig darüber.
Vielleicht teilen ja noch ein paar andere auch ihre Erfahrungen mit ihren 54ern. Würde mich sehr freuen.
Schönen Abend und LG,
Marius