Bayerische G3/4 H, BR (6)54 von MAM Modellbau Erfahrungsberichte und Austausch

  • Hallo zusammen,

    da ich nun stolzer Besitzer einer 654 von MAM Modellbau bin und auch am Wochenende die ersten Runden gedreht habe möchte ich hier ein Sammelthema für alle 54er von MAM aufmachen. Einerseits als Erfahrungsaustausch dieser Lokserie und andererseits vielleicht auch als Info für alle die noch überlegen ob sie eine Lok bei MAM kaufen wollen.


    Als erstes gibts mal ein Bild meiner Lok:

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    Die Grunddaten stehen ja auf der Website von MAM Modellbau, aber kurz nochmal zu den Materialien:
    Der Kessel ist ein Kupferkessel und sonst wurden, wie mir aufgefallen ist, viele Messingbleche und Edelstahlteile verbaut. Eine genaue Materialanalyse der einzelnen Bauteile habe ich aber nicht durchgeführt ;)


    Optisch muss ich sagen finde ich sie ja wirklich toll ausgeführt (wobei sich dazu jeder selber jetzt seine Meinung bilden kann mit dem Foto) und auch technisch hat sie einige Dinge auf Lager die ich so bisher noch nicht kannte von den meisten anderen Loks.
    Zum Beispiel hat sie einen sehr großen, verschließbaren Aschkasten und knapp unter dem Rost sind seitlich Luftlöcher im Aschkasten um wirklich bis zuletzt die kühle Luft ansaugen zu können selbst wenn der Aschkasten schon gut gefüllt sein sollte.
    Hier sehr gut zu sehen:

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    Die gute Luftzufuhr hat bei mir dafür gesorgt, dass selbst mit aktiver Fahrpumpe und geschlossenem Hilfsbläser die Sicherheitsventile ansprachen, bzw. sogar eine ganze Runde (ca. 400m) mit drei Donnerbüchsen von Klaus Wagner gefahren werden konnte ohne, dass das Sicherheitsventil wieder zu ging.
    Weiters besitzt sie eine doppelt abgedeckte Schmierpresse unter dem Blech vor der Rauchkammer. Da kann also selbst beim Säubern der Rauchkammer kein Schmutz in die Schmierpresse fallen.
    Sie besitzt im Tender eine großzügig dimensionierte Handpumpe mit der auch der Kessel gefüllt werden kann ohne all zu lange dafür zu benötigen.
    Den Führerstand finde ich bei der Lok gut übersichtlich gestaltet. Auch hiervon gibts natürlich ein Bild:

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    Was mir auch gefällt ist, dass die Lok die originale Pfeife Maßstäblich auf dem Kessel als Attrappe hat und unter dem Führerhaus versteckt eine recht lange Pfeife besitzt, wodurch sie keine schrill und hell quietschende Pfeife hat, sondern eine recht schön und zur Lok passend klingende.

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    Von der Handhabung her musste ich mich am Samstag erstmal an die Lok gewöhnen, da ich sonst eigentlich nur größere (trägere) Kessel gewohnt bin. Der Sonntag verlief jedoch reibungslos.
    Am Samstag wurden ca. 8km teilweise mit vier Rheingold-Wagen von Klaus Wagner zurückgelegt und am Sonntag auch wieder ca. 7km mit drei Donnerbüchsen, was beides noch weit von der Lastgrenze der Lok entfernt scheint.

    Auf ein paar Punkte möchte ich jedoch hinweisen vorallem an diejenigen unter euch die schon eine 54er haben aber noch nicht gefahren sind (und ja manches erscheint Logisch, aber ich denke vielleicht hat noch nicht jeder Besitzer einer 54er schon viel Vorerfahrungen mit Dampfloks):
    - Bei mir war der Gummischlauch vom Tender zur Lok Tenderseitig etwas gerissen, was dazu geführt hat, dass der Injektor nicht richtig gezogen hat. Sollte der also bei euch auch nicht ziehen könnte es am Schlauch liegen.
    - Die hinteren Schrauben der Kreuzkopf-Gleitbahn haben sich bei mir nach einiger Zeit gelockert. Achtet gerade bei den ersten Fahrten bitte vermehrt darauf. Vielleicht war es ja nur bei mir so, aber einmal mehr nachsehen schadet ja nicht und gerade bei neuen Loks kann sich mit dem ersten Anheizen und wieder Abstellen ja immer etwas lösen.
    - Der Rost hat seitlich noch recht viel Luft wenn er in der Mitte zusammengeschoben wurde. Ich habe mir schon ein um einen Roststab breiteres Modell gezeichnet um mir eventuell zu den drei Schmalen Rostfeldern je zwei breitere Lasern zu lassen. So könnte ich die originalen Roste weiterverwenden und habe gleichzeitig zwei Reserveroste gewonnen.
    - Ich habe als Dampföl das Heißdampföl der 1:1 Dampfloks gewonnen. Dieses dürfte bei der Schmierpresse jedoch zu zäh sein, was bei mir dazu geführt hat, dass die Schmierpresse nicht richtig funktioniert hat. Das originale Dampföl von MAM dürfte da dünnflüssiger sein und mit einem dünneren Öl hat es dann auch problemlos geklappt. Welche Öle verwendet ihr denn da so? Das von Addinol?


    Alles in allem muss ich bisher sagen ist die Lok echt toll geworden, das Fahren mit ihr macht viel Spaß und ich freue mich riesig darüber.

    Vielleicht teilen ja noch ein paar andere auch ihre Erfahrungen mit ihren 54ern. Würde mich sehr freuen.


    Schönen Abend und LG,
    Marius

  • Hallo Marius,

    wenn ich den Führerstand ansehe fallen mir einige Dinge auf die eher suboptimal sind:
    - Hilfsbläserventil auf der Kesselrückwand, ein sicheres Zeichen dass die Hilfsbläserleitung durch den Kessel geht, besser wäre ein Anstellventil am Kesselstock und die Leitung dichter am Kessel.
    - leider nur ein Wasserstand, keine alternativen Prüfhähne oder zweiter Wasserstand.
    - der Führerhausboden liegt extrem dicht am Kessel an. Kupferkessel, wie jeder andere Kessel auch sind immer fest in der Rauchkammer fixiert und liegen am Führerhaus auf Gleitstücken auf, dass der Kessel sich beim Anheizen ausdehnen kann, Wie soll dies hier funktionieren. Mir ist schon einmal aus dem Führerhaus einer Br89 (Knupfer) ein zu eng eingesetztes Bodenblech knapp am Kopf voebei geflogen.

    Volker
    -

  • Moin Marius,

    schön, dass Du mit der Lok erstmal zufrieden bist. Dass die Leitung für den Hilfsbläser durch den Kessel geht, halte ich im Gegensatz zu Volker für eine sehr gute Lösung, weil dadurch die Kondensation des Dampfes vermieden wird und der Hilfsbläser immer "Dampf" liefert. Eine derartige Lösung hätte ich mir an meinem Dampf-Lkw von MODELWORKS gewünscht, leider hatten die sich für die "Volker-Lösung" entschieden, weshalb ich bei beengten Platzverhältnissen umfangreich "wärmedämmen" musste.

    Die Anordnung der Speiseköpfe halte ich für suboptimal, was sich aus meinen Erfahrungen an meinem Dampf-Lkw und einer O.S. Koppel ergibt. Bei den beiden Maschinen konnte der Kesseldruck durch starkes Speisen "prima" einbrechen. Bei der Koppel wurden die Speiseventile von der Stehkesselrückwand an das vordere Ende des Langkessels verlegt, womit das Problem nachhaltig beseitigt war. Bei meinem Dampf-Lkw steht die entsprechende Änderung noch an und wird im Rahmen einer HU erledigt werden.

    Für sehr sinnvoll halte ich eine komplette Isolierung des Stehkessels im Führerstand, da die Kesseltemperatur bei Abblasedruck bei ca. 175 °C liegen dürfte und da ist es leider so, dass die Finger bereits schwer geschädigt sind, wenn Du das merkst. Diesbezüglich könntest Du sehr gut Hand anlegen.

    Leider ist die Feuertür wieder rechts angeschlagen (weil es immer so gemacht wurde), was für einen Rechtshänder etwas "suboptimal" ist, weil sie "im Weg" ist.
    Ich halte eine unten angeschlagene Feuertür für die beste Lösung, aber das ist meine vollkommen unmaßgebliche private Meinung.

    Bezüglich des Führerstandsbodens stimme ich Volker zu, wenn denn der Kessel tiefer als der Boden reicht. Auf dem Foto ist das leider nicht zu erkennen.
    Die Seite von MAM Modellbau gibt diesbezüglich nix her, was ich schade finde.


    Ich wünsche Dir viel Freude mit der Lok

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich,

    da hast du mich Missverstanden, auch finde die Lösung den Dampf des Hilfsbläsers durch den Kessel zu führen sehr gut. Was mich stört ist das extrem vorstehende Anstellventil, stört ggfs auch beim Kohleschaufeln. Hier wäre eine Integrartion in den Kesselstock, rückseitiger Abgang und direkt an der Kesselrückwand durch eine Winkelverschraubung angeschlossene Dampfleitung praktischer. So würde dieses Kupferrohr maximal 10mm hinter dem Kessel stehen und die Bedinung der Feuerbüchse erleichtern.

    Volker

  • Hallo zusammen,

    bezüglich des Hilfsbläsers finde ich diese Lösung sehr schön muss ich sagen. Natürlich ist es eine Leitung mehr durch den Kessel und damit nicht so leicht wartbar, jedoch gibt es da fast kein "spucken" beim Anstellen des Hilfsbläsers und damit bleibt sowohl das Gesicht, als auch die Rauchkammer schön trocken.

    Apropos schön trocken, die Lok hat einen Überhitzer verbaut und läuft damit nach kurzer Zeit wunderbar trocken, sofern man den Kessel nicht zu voll speist. Selbst bei kurzen Halten kann man auch wieder trocken anfahren.

    Die Feuertüre wäre natürlich nach unten weniger im Weg, jedoch hab ich es da lieber original und finde es daher schön gelöst. Mit zwei Schrauben lässt sich übrigens auch die Position des Hebels einstellen.

    Umsteuern sollte man bei der Lok übrigens lernen mit links zu machen;)
    Aber auch das finde ich persönlich als rechtshänder nicht schlimm.


    LG, Marius

  • Hallo,

    was mir zu den Speiseköpfen am Stehkessel noch negativ einfällt ist, daß die Speiseleitung vom Injektor kommend relativ kurz ist. Zwar sind kurze und direkte Wege für den Injektor von Vorteil, aber hier wird in der Gegenrichtung viel Wärme vom Kessel über die kurze Leitung zum Injektor transportiert, was diesen zusätzlich erwärmt und den ordnungsgemäßen Betrieb beeinträchtigt.

    Grüße, Gerd

  • Hallo,

    es ist dem einen oder anderen bekannt, daß ich Fahrer einer 80er aus dem Hause bin. Meine Lok fährt, macht keine markanten Zicken, ist aber hier und da ein wenig enttäuschend, was die Ausführung angeht, auch das ist dem einen oder anderen erläutert. Fest steht auf jeden Fall, daß die Konstruktion funktioniert, ab und an geschehen Dinge, die sich nicht erklärten lassen, wie eine Achspumpe die auf einmal unter Lok ihren Kolben baumeln lässt, oder eine Schieberstange, die sich in ihre Einzelteile zerlegt, oder Federeinstellungen, die sich ändern und die Lok dann schief stehen lassen. Alles Dinge, die man in den Griff bekommt, aber man bekommt sie eben selber in den Griff, die angekündigte Gewährleistung hilft da nicht unbedingt weiter. Konstruktiv ist bei der 54 vieles von der 80er kopiert, der Führerstand sieht fast eins zu eins gleich aus, daß man hier nun die Speisepumpen einzeln an den Kessel angeschlossen hat, finde ich schonmal besser gelöst als bei der 80, da sind Hand- und Achspumpe an die gleiche Speiseleitung angerohrt, der Einspeisepunkt ist identisch hoch angelegt wie hier. Betrieblich funktioniert es ohne Probleme, für den Injektor gilt bezüglich der Lage selbiges. Wie geschrieben, konstruktiv alles gut, abgesehen von dem unzureichenden Schutz der Zylinderentwässerung, hier gilt es wachsam zu sein, abgerissene Zischhähne sind kein Freudentaumelauslöser, auch das hat der eine oder andere mitbekommen. Die Rechtfertigung des Konstrukteurs dazu lasse ich hier nun unkommentiert, empfehle dazu nur den umfangreichen Tröööht zur MAM 80er. Aber die Ausführung der Montage ist doch deutlich unter meiner Erwartungshaltung, was aber nun auch so langsam verdaut ist, dann wird eben nach und nach nachgebessert auf eigene Kosten, deshalb fange ich keine Debatten mit dem Vertreiber an. Preislich hätte ich die Lok für den Kaufpreis jedenfalls nicht selber bauen können in der Qualität und damit bin ich mit dem getätigten Kauf auch zufrieden, nicht mehr und nicht weniger. Wer nun meint dort eine einwandfreie Top-Betriebslok zu kriegen, na ja der wird sich nach meiner Erfahrung getäuscht sehen. Es ist wie immer bei Echtdampf, irgendwas ist immer wieder mal nicht in Ordnung, aber zum Glück handelt es sich ja nicht um Raketentechnologie...

    Zur Dokumentation ein Bild von meiner Lok im letzten Jahr, noch ohne Schutz der Zylinderhähne, aber mit dem erwähnten Schiefstand, der wurde ebenfalls nach der Veranstaltung behoben. Ich hoffe, der Ersteller ist mir um die Einstellung nicht böse.

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    Deshalb wünsche ich allen Erwerbern ein stets wachsames Auge auf das gute Stück und immer einen Fingerbreit Wasser über der Feuerbüchsdecke.

    Glückauf

    Axel

  • Hallo Axel,

    keine Sorge ich bin dir keineswegs böse. Ich bin so oder so der meinung, dass eine Dampflok immer eine gewisse Baustelle ist und immer wieder mal was zu machen ist, egal von welchem Hersteller, also gehört das einfach dazu und dessen sollte man sich auch beim Kauf einer Dampflok im Klaren sein.


    Positiv finde ich, dass vom Hersteller aus auch ein paar Punkte bei der 54er jetzt schon besser ausgeführt wurden als noch bei der 80er. Die Schmierpresse zum Beispiel hat jetzt eine doppelte Abdeckung, also kann da auch wirklich nichts mehr von der Rauchkammer hineinfallen.


    LG, Marius

  • Eigentlich dachte ich ja ich lasse die Lampen so wie sie sind, doch letztens bin ich wieder über ein paar Fotos von 5 Zoll Dampfloks mit Licht gestolpert und nunja, ich hab jetzt mal eine Bastelei gestartet und die erste Lampe der 654 mal umgebaut.

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    Als erstes dachte ich an E5,5 Fassungen mit Lampen (bzw. LEDs), doch die wären viel zu groß gewesen. 3mm LEDs wären die nächste Idee gewesen, jedoch gefällt mir da die Lichtfarbe meistens nicht, daher wurde eine kleine "Glühbirne" gezeichnet so wie sie viele Loks im Original haben und aus durchsichtigem Resin in zwei teilen gedruckt.

    Die Lampe bekommt in der Mitte ein 2mm Loch. In die Lampe kommt eine warmweiße 0805er LED und dann wird die Lampe zusammengeklebt. Der Lampensockel hat eine kleine Stufe damit die Lampe schön positioniert werden kann und somit ist der Umbau auch in erster Instanz schon wieder fertig.

    Hier noch ein paar Bilder der Teile:
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    Jetzt muss ich dann demnächst mal die anderen Lampen abbauen und die restlichen Teile abwarten, dann geht es weiter.


    LG, Marius

  • Hallo zusammen

    Fragen an die Besitzer der G 3/4h:

    Hat jemand mal den Mindestradius ausprobiert? Stimmen die 7 m von der Webseite oder schafft sie auch noch 6 m? Eventuell auch nach kleineren Modifikationen?

    Haben sich noch Flausen herausgestellt? Bei der 80er hat das ja der Flori schön dokumentiert, gibts hier ähnlichen Nachbesserungsbedarf?

    Hintergrund der Frage ist folgender: Ich finde seit dem Hauskauf nicht wirklich Zeit für die Werkstatt :( Das Verlangen nach einer fahrfähigen Dampflok steigt aber immer weiter. Die Lok gefällt mir grundsätzlich schon und würde mir über die Durststrecke helfen. Von daher bin ich seit einiger Zeit mit der Idee schwanger mir eine zu bestellen. Allerdings möchte ich nicht noch eine weitere Großbaustelle, sondern am liebsten gleich oder wenigstens nach ein paar kleineren Modifikationen mitspielen können.

    Wäre toll, wenn mir jemand die Fragen beantworten könnte und viele Grüße
    Janosch

    Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)

  • Hallo zusammen

    Seit letzten Freitag bin ich stolzer Besitzer einer BR54 und heute habe ich sie zum ersten Male unter Dampf gesetzt.

    Im Grossen und Ganzen lief die Lok wunderschön. Jedoch mit kleineren Nebeneffekten. Die Vorlaufachse springt sehr gerne raus,

    egal ob Kurven, Weichen oder auf gerader Strecke. Was mir aufgefallen ist, die Vorlaufachse hat kaum einen Anpressdruck auf die Schiene.

    Kenn ihr das Problem auch? Was habt ihr dagegen unternommen, zusätzliches Gewicht auf Achse oder mit einer Feder?

    Ein weiterer Nebeneffekt ist die Achsfahrpumpe. Sie schöpft nicht. Der Bypass funktioniert, dies haben wir getestet. Liegt dies an den Verbindungsschläuche, die ev. auf der falschen Position sind?

    Könnte jemand ein Bild einstellen, wo man die Verbindungsschläuche sieht, wo welcher hinkommt?

    Besten Dank für eure Hilfe.

    Viele Grüsse aus der Schweiz

    IBSler

  • Hallo Martin,

    wenn deine Achsfahrpumpe über den Rücklauf, bei geöffnetem Bypass-Ventil, Wasser zurück in den Tender fördert, stimmt schon mal die Verschlauchung.
    Ursache für Fehlfunktion kann sein:
    1. Luftpolster zwischen Bypass-Abzweig und Rückschlagventil am Kessel. Verschraubung am Kesselrückspeiseventil öffnen und prüfen ob Wasser gefördert wird.
    2. eines der Rückschlagventile an der Achsfahrpumpe schließt nicht richtig. Schmutz oder Grat am Sitz der Ventilkugeln.
    Für die Funktionsprüfung von Pumpen, egal welcher Art habe ich einen Testadapter. Dieser besteht aus Bypasshahn, Sicherheitsventil (12bar) und Manometer 16 bar.
    Zum Test wird der Bypass geöffnet bis kontinuierlich Wasser austritt (Entlüften der Leitung).
    Bei laufender Pumpe Bypass schließen. Bei korrekter Funktion muss der Druck problemlos auf 12bar steigen und das SiVe öffnen. Das Manometer zeigt den Ablassdruck.

    Volker

  • Hallo Martin,

    auf dein Vorläuferproblem war ich nicht eingengen.
    Normal sagt man dass das Gewicht das auf einem Vor- oder Nachläuferradsatz lastet 1/2 dessen sein soll was auf einer Treib-/Kuppelachsen lastet.
    Wie man es löst? Balastgewicht, wenn es der Bauraum erlaubt alternativ Federn die sich gegen einen Querträger im Rahmen abstützen. Ich würde sie vor, maximal über der Achse platzieren. Das obere Ende der Federn mit einer Halbkugel, ähnlich einem Niet, verssehen. So kann der Vorläufer auslenken ohne dass die Federn sich im Querträger verhakeln können.

    Volker

  • Hallo Martin,

    bei den G´s ist leider das Fahrwerk insgesamt zu steif geraten, was sich bei unseren Gleislagen, die ja eher Feldbahnqualitäten haben ( verzeiht mir, aber daß ist im Verhältnis zum Original so ) leider nicht gut fährt und zu Entgleisungen führt. Da hat man zu nah am Original gebaut. Die Vorläufer sind definitiv zu leicht und haben kaum bis gar keinen Auflagedruck. Die Feder in der Führung ist viel zu schwach und der Querträger, der die Vorlaufachse nach unten drücken soll, zu schwach ausgelegt. Der drückt sich bei einer starken "Einfederung" ( die ja nicht vorhanden ist ) nach oben und ist verbogen. Desweiteren hat die Achse im Vorlaufgestell keine funktionfähige Federung, die ein Nachführen in Gleissenken zusätzlich zulässt.

    Auch die Treib- und Kuppelachsen lassen kein ausreichendes Aus- un Einfedern zu, was in Gleiskuppen zum Vor- und zurückkippeln führt. Da hebt es zusätzlich die Vorlaufachse aus den Gleisen und... naja den Rest kann man sich denken.

    Das sind meine Beobachtungen die ich selbst erlebt habe.

    Es gibt aber die Möglichkeit, die ganze Misere deutlich zu Verbessern und eine saubere Laufkultur herzustellen. Das bedingt aber einen deutlichen, maschinellen und handwerklichen Aufwand und zusätzlicher Teile.

    Einer Lok habe ich bereits das Laufen beigebracht und es geht;)

    Also mit mal ne stärkere Feder einsetzen oder die Federn der Treib und Kuppelachsen neu einstellen ist es leider nicht getan.

    VG Flori

    ...und ist der Berg auch noch steil, a bisserl was geht allerweil.

    Einmal editiert, zuletzt von Dampfflori (9. September 2026 um 20:48)

  • Hallo Martin

    Bezüglich der Vorlaufachse:
    Ich habe zwar nicht so große Probleme wie du, aber ja, die Vorlaufachse hat auch nach meinem Gefühl relativ wenig Anpressdruck. Auch eine Rückstelleinrichtung der Vorlaufachse in Form von weichen Federn wäre gut gewesen.
    Bei mir springt die Vorlaufachse nur an einer Weiche direkt nach einer Kurve immer mal wieder heraus, wenn die Weiche gerade steht, ansonsten habe ich keine Probleme auf meinem Rundkurs. Wenn ich die Weiche richte (Zunge liegt exakt an, Zunge hat keinen Grat, Weiche liegt eben), hört das auf.
    Das Gleis ist bei mir ansonsten mittelmäßig bis gut verlegt. Heisst, ich habe mir beim Bau Mühe gegeben, aber einerseits gibt es erste Setzungen, die ich zwar durch nachschottern behoben habe, aber leider sinken die Verbindungsstellen (Schienenstöße) immer wieder im Schotter ab. Hier wäre es schlauer gewesen, wenn ich die Schienenstöße um einige Schwellen versetzt hätte und dort Schraubschwellen montiert hätte, um die Demontierbarkeit trotzdem zu gewährleisten - ist nicht unbedingt notwendig, man kann auch montiert klammern, bekommt es dann aber nicht mehr so leicht demontiert. Hinterher ist man immer schlauer und vielleicht hilft der Hinweis jemand anderem, diesen Fehler beim Anlagenbau zu vermeiden.
    Ansonsten finde ich die Federung der Treib- und Kuppelachsen der Lok nicht schlecht ausgelegt und funktioniert zumindest auf meiner Hausstrecke sehr gut. Da ist der G10 von MAM eine größere Diva, wie auch schon gerd23029in seinem Umbaubericht angemerkt hat. Hier würden mich trotzdem mehr Infos von Dampfflorizum Umbau und dessen Umfang interessieren 😉
    Zumindest die Vorlaufachse wäre für mich schon ein Kandidat, der nachbesserungswürdig ist - aber wie gesagt, wenn die Gleise gut verlegt sind und die Geometrie stimmt, fährt meine problemlos. Vermutlich ist die Nachbesserung der Vorlaufachse auch relativ einfach umsetzbar und damit schon das größte Problem beseitigt. Wenn ich mich irre, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Bisher hatte ich keine Lust dies an der Lok nachzubessern und habe es mir dementsprechend auch nicht richtig angesehen.

    Bezüglich der Achsspeisepumpe:
    Die Schläuche sind leider schnell verwechselt. Am einfachsten wäre es mit Markierungen. Ich hingegen schaue immer bei der Lok, welche der beiden Anschlüsse nach vorne zur Achsspeisepumpe führt und am Tender aus welchem Schlauch Wasser kommt, wenn man den linken Absperrhahn aufdreht. Ich teste es dann immer noch, indem ich die Lok bei aufgdrehten Bypass ein paar Meter schiebe und schaue, ob aus dem Kupferrohr im Tender Wasser kommt. Anschliessend schließe ich das Bypassventil und schiebe sie noch ein paar Meter. Damit ist die Leitung dann gleich noch entlüftet.

    Ich nutze noch die Gelegenheit, wenn ich schon am schreiben bin und mache einen Nachtrag zu meinen Fragen. Ich habe damals privat ein paar Antworten auf meine Fragen bekommen und bezüglich Mindestradius direkt Herrn Ebert gefragt - ich habe dann letztendlich die Lok nach einiger Bedenkzeit bestellt.
    Falls sich jemand die gleiche Frage zum Mindestradius stellt: Sie kommt durch den 6 m Radius (Gleise von Knupfer bzw. bei MaLu bestellt), auch wenn es eng ist. Drunter würde ich nicht gehen, ich sehe das als das untere Limit. Ich musste hierfür aber das Gestänge vom Öler etwas "zurechtbiegen", da es der Vorlaufachse im Weg war.
    Abgesehen von der Vorlaufachse ist es bei meiner eigentlich das gleiche, wie Dampffloriin seinem Beitrag zur BR80 geschrieben hat, was man nachbessern sollte: Kupplungen sind nicht gut, Ölverbrauch recht hoch, Kreuzkopfführung, Schieberstangenführung, Entgleisungsschutz.
    Bei mir hatte zudem der Rost ziemlich grosses seitliches Spiel und ich habe seitlich Abstandshalter angeschweisst. Damit hat er jetzt noch seitlich ca. 5 mm Spiel und die Kohle fliegt nicht mehr durch, wenn er ungünstig liegt.
    Aus meiner Sicht ist alles verschmerzbar und sollte für jeden nachzubessern sein, der eine Lok selbst unterhalten will.
    Ansonsten viel und schöne Lok, die auch schön zu fahren ist.

    Viele Grüsse
    Janosch

    Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)

  • Hallo BR 54 Gemeinde,

    hm, also leider habe ich von den ganzen Umbauaktionen keine oder nur wenige Bilder gemacht ( Punktabzug😔), aber ich verusche noch welche von den fertigen Arbeiten an der Lok zu bekommen.

    Erst mal sollte jeder Besitzer einer MAM BR 54 sich seine Lok genau anschauen, vor Allem die Beweglichkeit der Treib und Kuppelachsen. Hier sieht man bei der vorderen Kuppelachse und Treibachse den sehr geringen Abstand des Spurkranzes zum Schutzblech. Wie soll hier das Rad einfedern können und beim leichten Anheben der Lok vorne, federt nichts aus. Das Rad/ die Achse hängt in der Luft. Selbiges an der hinteren Kuppelachse, nur hier muß man aufpassen, daß man beim Anheben nicht den Vorläufer zu stark belastet. Der Querträger wird im extremfall nach oben verbogen oder Hebel des Ölers wird verbogen. Ausfedern können die Achsen maximal 1-1,5 mm und dann liegen sie am Achsgabelsteg voll auf. Also Federweg gleich null.

    Nach meinen Beobachtungen und Erfahrung müssen solche Achsen in dieser Anordnung und ohne Ausgleichssyteme ( Ausgleichshebel die hier leider nicht umgesetzt wurden, obwohl im Orginal vorhanden ) mindestens >5 mm federn können, idealerweise unter progressiver Federkraft beim Einfedern.

    Um das hier zu gewährleisten müssen die Stege im Kröpfungsbereich stark reduziert werden, sodaß mehr Weg nach unten ensteht. Vom Steg bleiben dann höchstens 1,5 mm stehen. Das reicht vollkommen aus, denn da ist ja keine Belastung drauf.

    Hab doch noch ein paar Bilder gefunden:)

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    Nächster Schritt: Blattfedern Treib- und Kuppelachsen

    Bei allen Achsen die Federpackete ausbauen, zerlegen und die längsten Blätter und die nächsten beiden kürzeren vorbiegen, sodaß die Längsten den stärksten Radius haben und die beiden weiteren Längen einen geringeren Radius. Der Rest bleibt wie er ist. Alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammensetzen.

    Die M3 Bolzen, mit denen die Federn samt Achsen an den Gabelköpfen befestigt werden habe ich komplett mit Sechskantlangmuttern, ich glaube M3 x 20, und durchgehenden Gewinde verstärkt. Ich meine die M3-er Bolzen sind schon etwas zu windig für die große Lok. Die Langmuttern kann man komplett auf das Gewinde der Bolzen aufschrauben und somit die Bolzen im Gewindebereich deutlich verstärken. Ich meine ich habe noch zusätzlich Muttern dazu gesetzt, damit die Federn weiter runter kommen. Gleichzeitig kann damit die Position der Federn unverrückbar festgelegt werden. Unten Stoppmutter daruf, fertig. Die Federn nicht fest zwischen den Muttern einklemmen !! Die Federn müssen sich auf dem Bolzen noch bewegen können. Also nur leicht anziehen.

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    Stellt man die Lok nun wieder auf die Räder, wird man feststellen, daß sie ( die Lok ) höher steht. Das ist so gewollt, denn sie soll ja unter Belastung federn können. Jetzt sollten die Achsen beim Anheben der Lok oder leichten Druck darauf nachgeben oder ausfedern. So sollte es sein. Bei seitlicher Bewegung ( leichten Kippen z. B. am FH ) sollte die Lok ebenso leicht mitgehen ohne daß die Räder abheben.

    Ich muß erst die Bilder dazu bekommen, sonst ist das zu kompliziert zu beschreiben und wir sind ja erst bei den Treib- und Kuppelachsen. Da kommt dann noch die Vorlaufachse und !! Der Tender !! Ja der Tender.;) Der muß auch angepasst werden, den die Lok kommt ja höher.

    Ihr seht das ist schon ein ziemlicher Aufwand, aber der ist es Wert, wenn viel und unterschiedliche Anlagen befahren werden sollen. Nebenbei wird dabei auch die Traktionsleistung erhöht. Denn jedes Rad was auf dem Schienenkopf sauber und fest mit gleichmäßigen Druck bei jeder Unebenheit aufliegt kann Traktion übertragen.

    Schönen Anbend noch

    Servus.

    Flori

    ...und ist der Berg auch noch steil, a bisserl was geht allerweil.

    Einmal editiert, zuletzt von Dampfflori (13. September 2026 um 21:49)

  • Interessant, dass bei so einer Multimurkskonstruktion ab Werk niemand auf die Idee kommt, den nächstliegenden juristischen Standardablauf in Gang zu setzen, nämlich eine Frist zur Nachbesserung zu setzen und ansonsten den naheligendsten alternativen Anbieter auf Kosten des Herstellers damit zu beauftragen.

    Was vermutlich dann Balson wäre, und was kostenmässig deutlich mehr als nur die Marge einer solchen Lok verschlingen dürfte.

    Dass man an so eine filigrane Lok keinen alteingesessenen, evtl. deutlich günstigeren Vorbildtreue-Metzgerbetrieb ranlassen sollte, wird sicher jeder Gerichtsgutachter bestätigen.

    Wenn man eine Lok als fahrbereit angepriesen bekommt und dann feststellen muss, dass dabei die Einschränkung auf exakt gerade Präzisionsgleise vorsätzlich verschwiegen wurde, dann stellt sich für mich nur noch die Frage, ob ich die Sache zuerst zivil- oder strafrechtlich angehe.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Hallo Flori

    Vielen Dank für den ersten Teil mit den Treib- und Kuppelachsen.
    Ich habe den Verdacht, dass es vielleicht Unterschiede gibt (eventuell der Serien?). Meine Lok lässt sich ganz gut um die Längsachse schaukeln. Um die Querachse schaukelt sie nicht so, was ich aber begrüße (sieht meiner Meinung nach schrecklich aus, wenn sie während der Fahrt wie ein Wackel-Dackel vor einem wippt). War das bei deiner auch so?
    Beim Abstand der Räder zu den Schutzblechen hast du recht, der ist recht klein und damit der Federweg ebenso. Das ist vielleicht zu klein für einige Anlagen.
    Den Achsgabelsteg auszunehmen und die Federn nachzubiegen ist jedenfalls pfiffig. Das schaue ich mir noch mal bei meiner an, sollte ich andernorts Probleme haben (never touch a running system). Bisher bin ich mit ihr nur Zuhause gefahren, weil sie in der Kiste nicht in meinen jetzt leider nicht mehr vorhandenen alten Kleinwagen gepasst hat.

    IBSlerDa fällt mir noch ein: Du könntest mal noch nachsehen, ob die Federn eventuell zu hoch eingestellt sind. Schraube sie einfach mal ans untere Ende und versuch mal, ob du dann noch immer die Probleme hast. Ansonsten kontaktiere mal den Herrn Ebert. Da kommt sicher eine Rückmeldung.


    Hallo Stephan

    Es gibt womöglich Kunden, die genau den von dir beschriebenen Weg gehen. Aber so unterschiedlich sind die Sichtweisen - wobei ich jetzt mal anzweifle, dass du ein Produkt von MAM besitzt und ein solches Modell, wenn überhaupt, nennenswert benutzt hast. Denn wenn es so wäre, dann bezweifle ich, dass du zum Schluss "Multimurkskonstruktion" kommen würdest. Ich habe bewusst am Ende geschrieben: "Ansonsten viel und schöne Lok, die auch schön zu fahren ist.". Und an keiner Stelle habe ich geschrieben "exakt gerade Präzisionsgleise" - ich habe exakt von einer Stelle in meinem Rundkurs geschrieben. Mehr noch: Der Effekt tritt nur in einer Fahrtrichtung auf.

    Vor allem wenn sich ein Dritter dann daran setzt die Konstruktion zu verbessern, halte ich das für keine gute Idee. Der Hersteller hat davon keinen Lerneffekt. Was ich sinnvoller finde und auch gemacht habe: Eine ehrliche Rückmeldung gegeben (die dankend angenommen wurde!). Man sollte sich auch vor Augen führen, dass vor allem in den letzten Jahren einige Hersteller und Händler das Handtuch geworfen haben (aus vermutlich anderen Gründen, aber das ist nur ein Übergangssatz). Und wozu führt deine Vorgehensweise jedes Mal den Rechtsweg einzuschlagen, wenn diese üblich wird? Vermutlich noch weniger Hersteller und Händler (und das kann ich dann gut nachvollziehen). Am Ende haben alle das Nachsehen. Und über wessen Produkte willst du dich dann polemisch äussern, wenn es keinen mehr gibt? 🤣 Kleiner Scherz am Rande, aber im Prinzip ist es so.

    Viele Grüße
    Janosch

    Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)

    Einmal editiert, zuletzt von Janosch (14. September 2026 um 20:31) aus folgendem Grund: Sprachliche Unzulänglichkeiten