Hallo in die Runde,
ich habe mich vor längerer Zeit mit dem Thema Kettenspanner, bzw. Spannrad/rolle befasst, dabei fiel mir das Prinzip von gängigen Kränen ein, bei denen der Haken beim Verfahren der Laufkatze immer auf gleicher Höhe bleibt. Auf das Kettenspannerproblem angewandt kann das so ungefähr aussehen:
Links das fest stehende Motorritzel, rechts das Kettenrad des vertikal federnden Radsatzes, dazwischen eine ebenfalls fest stehende Spannrolle. Beim Einfedern des Kettenrads (nach oben) verlängert sich das obere Kettentrum, und auch die Bögen um Kettenrad und Spannrolle werden etwas länger (Trum steht schräger). Beim unteren Trum verhält es sich umgekehrt, wenn auch im gezeigten Beispiel in geringerem Maße. Durch Variieren von Lage und Position der Spannrolle kam ich damals bei +- 8 mm Federweg auf eine Längenänderung der Kette von einigen Zehnteln (die Zeichnung von damals kann ich auf die Schnelle nicht finden). Wahrscheinlich könnte man die optimalen Verhältnisse mathematisch berechnen, ich habe das einfach in Fusion gezeichnet und dann rumexperimentiert, nach mehreren Versuchen war ein recht gutes Ergebnis erreicht (die Kettenlänge wird ja automatisch berechnet, man muss nur daran denken, dass sie ein Vielfaches der Teilung sein muss). Natürlich geht das nur bei einer ähnlichen Konstellation der Elemente, schon ein kleineres Kettenrad könnte problematisch werden - halt ausprobieren.
Apropos Kettenrad: Die oben vorgesehenen Getriebemotoren erreichen am Ritzel nur eine recht geringe Drehzahl, bei dem oben angedeuteten großen Kettenrad dürfte die Lok recht langsam unterwegs sein - hast du das mal berechnet, Jorge?
Schöne Grüße
Kristian