Heeresfeldbahnwagen

  • Moin!

    Bin dabei mir einen Drehgestellwagen, in Anlehnung an eine Herresfeldbahnwagen, in 7 1/4 Zoll zu bauen. Nun stellt sich die Frage wie wohl die Seitenwände von einem offenen Güterwagen sich mit der Unterkante am Wagen halten? Ist dort noch ein Winkeleisen verbaut was die Seitenwand auf ganzer Länge hinter dem äußeren U-eisen hält??? Geht leider aus den Bildern oder der Zeichnung nicht hervor. Ist das bei den Stirnwänden auch so?

    Wäre schön wenn mir da jemand am besten mit Bildern weiterhelfen könnte!

    Danke


    Gruß Timo

  • Hallo Timo,

    Beim klassischen HFB-Wagen sind die Seitenwände gesteckt mittels der aussenligenden Rungen, um ihn auch als Flachwagen nutzen zu können. Da ist nichts fest verbunden.

    Grüße, Gerd

  • Moin Timo

    Gerd hat es mir vorweg genommen. Die Bordwände werden über die Rungen geschoben. Aus diesem Grund sind an den Wände mit Hilfe eines Abstandshalters kurze Rohrstücker angebracht. Bei älteren Wagen aus Flacheisen eine Omegaförmige Schelle gebogen worden. Dadurch konnten die Wagen in verschiedene Aufbauvarianten genutzt werden.

    Gruß Michael

  • Moin

    Bin nun beim nochmaligen genauen Studium des Plans auf die Lösung gekommen. Es gibt je Seitenschotte drei, ich nenn sie mal Pins, die durch den Wagenboden in, von innen an den Außenrahmen genieteten, Laschen gesteckt werden. Die Rungen außen halten die Schotten nur oben fest. Die mittlere Runge ist auch mit der auf der anderen Seite verbunden, wohl aus stabilitäts Gründen.

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    Minibahn Emden

    Schrauben drehen Muttern drehen
    Mit ölverschmierten Flossen in der Werkstatt stehen
    Willst du ran die Trophäen
    Dann musst du erstmal richtig an den Schrauben drehen!

  • Hey

    Jetzt erkenne ich es auch. Bei einigen Original Wagen fehlt genau diese Lasche an den Wänden. Jedoch waren Reste vorhanden. In Ffm sind diese fest montiert worden, da Personen damit gefahren werden.

    Gruß Michael

  • Also ich werde aus der Konstruktion nicht ganz schlau...
    Falls es hilft, da du ja in Anlehnung an eine Herresfeldbahnwagen geschrieben hast...
    Ich habe einen Schmalspurwagen der SKGLB einmal fotografiert weil mir die Aufnahme der Rungen sehr gefallen hat. Auch weil man da je nach Bedarf Rungen oder Bordwände in unterschiedlichen Höhen verwendet hat. Ist zwar anders, aber vielleicht kannst du dir da etwas abschauen?

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    Noch eine Frage.

    Welche Räder hast du bei deinem Drehgestell verwendet?
    Sind das solche "Industrie Rollen mit Spurkränze"?

    Das Drehgestell gefällt mir :thumbup:

  • Moin

    Ich benutze die Spurkranzrollen von „Räder Wendt“ 150/175 Gleitlager mit ner 25er Welle die auf den Enden auf 20mm abgedreht wird für die Aufnahme des Rades und des stehlagers. Die Räder werden dann mit „fügen Welle Nabe Kleber“ aufgeklebt.

    Drehe sie vorher ab auf das Profiel von einem 7 1/4 Zoll Rad.

    Die Halterung von deinem gezeigten Wagen ist bei dem Wagen den ich baue einfach nur auf der Innenseite des Rahmens montiert. Mit einem Ausschnitt in den bodenbrettern damit der Pin in die Lasche kann.



    Gruß Timo

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    Einmal editiert, zuletzt von Jungwerker (26. Oktober 2024 um 10:21)

  • Werden die Räder in der Breite auch abgedreht oder bleiben die auf den 46mm?
    Hatte die Räder nämlich auch schon im Auge, war mir dann aber nicht sicher ob sich die gut anpassen lassen, nachdem die Radbreiten auf den Plänen die ich habe, bei 7 1/4" Rädern zwischen 21mm und 32mm liegen.
    Und nachdem es leider ja meistens auch Symbolbilder sind, aus denen nicht hervorgeht wie das Rad dann wirklich aussieht, habe ich dass einmal bleiben lassen.
    Vor allem da ich eh noch nicht so weit bin....

  • Moin

    Nein in der Breite wird nichts abgenommen, habe mit den Rädern bislang auf zwei Anlagen gefahren und wenig bis keine Probleme gehabt.

    Bodengleiche Bahnübergänge könnenetwas rumpeln wenn neben der Schiene noch Steinchen liegen. Auf unserer Anlage in Emden sind ein paar Radlenker von der 5 Zoll Schiene die von den letzen mm des Rades überfahren werden weil sie etwas höher sind als die Schiene ( wird aber noch bearbeitet).

    Wenn du sie schmaler machen würdest geht natürlich von der Optik was verloren oder du musst soviel abdrehen das du den Spurkranz an eine andere Stelle versetzt (nach außen)

    Ich selber drehe nur ca 1mm von der Lauffläche ab um den Winkel richtig zu bekommen und Dreh den Spurkranz dann auf das normmaß runter. Du könntest die Lauffläche natürlich nach der Normbreite einer 7 1/4 Lauffläche steiler abfallen lassen, dann erhöht sich der Platz, denn zum fahren brauchst du den Rest nicht. Ist halt nur optik! Meine Loren würden mit 7 1/4 Zoll Trennscheiben nicht schön aussehen 😬


    Für den Heeresfeldbahnwagen wären genau genommen schmale richtig aber mir gefällt es so, darum ist es auch nur eine Anlehnung daran , sowie meine Loren auch.

    Gruß Timo

  • Hey Zusammen

    Ja, finde ich auch. Es sieht so besser aus. Gerade weil es Feldbahn ist. „Normräder“ beziehen sich auf Regelspur Vorbilder und sehen bei diesem Verwendungszweck aus wie ein Storch im Salat 😉. Ich Persönlich habe auch bei meinen Fahrzeuge welch auch auf 7 1/4“ fahren auch breite Laufflächen und dabei hatte ich auch noch keine Probleme gehabt ( auf fremden Anlagen). Zum Thema Steckrungen meine ich in Erinnerung zu haben ( ohne gerade nachgeschaut zu haben) das die Rungen, da sie aus dicken Rundrohr oder Vollmaterial bestehen unten Vierkantkonisch angespitzt wurden und in einer passenden Hülse am Wagen gesteckt wurde. Wenn ihr mal auf der Seite Heeresfeldbahn ( Ohsabahn) geht gibt es auch Bilder auf denen man diese Verbindung erkennen kann. Zu sehen ist auch eine zylindrische Steckhülse. Vielleicht Hersteller abhängig ich weiß es aber nicht.

    Mit erwartungsvollen Gruß Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Weimibahn (26. Oktober 2024 um 17:53)

  • Gut zu wissen dass es in der Breite so auch noch funktioniert. :thumbup:
    Finde deine Loren aus sehr stimmig.
    Ist das ca. 1:3,3 oder noch größer?

    Moin

    Ein Vereinkollege hat die Loren entworfen und ich habe sie noch etwas modifiziert mit den Puffern einer 1,75 m3 Lore daher ist der Maßstab nicht ganz genau definiert. Sie ist im Fahrgestell 1100mm über Puffer lang und 360mm im Rahmen breit. Die Mulde ist 660mm breit und 670mm lang. Insgesamt ist sie 520mm hoch. Habe insgesamt 5 Stück, wovon die drei ungebremsten ca 100mm kürzer sind. So ergibt sich mit der Flachlore dabei ein ca 6m langer Zug.

    Gruß Timo Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

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  • Moin Timo

    Also eher in meinem Maßstab (2,5) als 1:3. Wenn ich es so ins Verhältnis setze 😉. Aber ist ja auch egal! Wichtig ist das es ein gefällt und man etwas vernünftiges damit anfangen kann. Bei mir ist es leider 😢wegen den heimischen Bauarbeiten im Haus etwas ruhiger geworden. Aber wie man zu sagen pflegt: es ist Licht am Ende des Tunnels 🤓. Und dann ……

    Ps: Was dann heißen würde, das Du auf einer Originalspurweite von 460mm fährst. Die es im übrigen auch gab. 😉

    Mit neidischem Gruß Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Weimibahn (30. Oktober 2024 um 07:20)

  • Moin

    Die Höhe Mitte Puffer ist bei ca.120mm über Schienenoberkante. Der Puffer ist 60mm hoch und 125mm breit. Oberkante Puffer ist bei ca. 150mm. Die Höhe ergibt sich aus den beschrieben Rädern mit einem Stehlager (UCP 204) und einer Rahmenhöhe von 60mm wo in der Mitte der Puffer angesetzt ist.

    Gruß Timo

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  • Vielen Dank für die Infos.

    Ich denke ich werde mich an das Layout deiner Wagen anlehnen wenn ich welche baue.

    Von den Dimensionen bei den Puffern passt das. :thumbup::)

    Bin schon gespannt was du dann bezüglich der Laufeigenschaften des Heeresfeldbahnwagen berichten kannst... wie der mit den Drehgestellen ohne Federung läuft.

    Nachdem es das ja auch in 1:1 gab, wird das sicher ohne Probleme gehen.

    Nachdem ich für meine Lok noch einiges recherchieren muss, habe ich jetzt einmal den Bedienwagen als erstes Objekt im Auge.

  • Moin

    Ja bezüglich der Federung habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Werde es nun ersteinmal so versuchen da meine Loren auch im leeren Zustand nicht zum entgleisen neigen wird es bei diesem Wagen nicht anders sein. Der Wagenkasten kann sich gegenüber den Drehgestelle ja bewegen da er mit einem Kugelgelenk gelagert wird und sich nur seitlich durch rollen auf dem Drehgestell abstützt. Der Wagen an sich ist auch keine absolut starre Konstruktion.

    Wenn es nicht geht werden die Lager halt umgedreht und Stangen mit Federn eingesetzt, denn Blattfedern wie im Orginal sind für meine Anforderung den Wagen richtig zu beladen, zu schlapp. Also wären sie nur Deko mit dahinter liegenden Gummipuffern. Es ist ja nichts in Stein gemeißelt, wenn’s nicht geht wird es umgebaut! 😉🛠️

    Gruß Timo


    PS: Der „Maschinist“ hat vor Jahren mal eine Brücke für seine Feldbahnlok gebaut aus Holz. Kann den Bericht nicht finden, hat jemand noch die Bilder davon?

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    Einmal editiert, zuletzt von Jungwerker (31. Oktober 2024 um 20:39)

  • Moin

    Die Höhe Mitte Puffer ist bei ca.120mm über Schienenoberkante. Der Puffer ist 60mm hoch und 125mm breit. Oberkante Puffer ist bei ca. 150mm. Die Höhe ergibt sich aus den beschrieben Rädern mit einem Stehlager (UCP 204) und einer Rahmenhöhe von 60mm wo in der Mitte der Puffer angesetzt ist.

    Gruß Timo

    Wie bei mir 🤓

  • @ Jonas
    Prinzipiell hast du vollkommen Recht. Aber im Feld und Waldbahnbereich habe ich bis jetzt sehr viele ungefederte Loren, Wagen aber auch vierachsige "Trucks" und abenteuerlich zusammengebastelte Wagen gefunden.
    Als erstes Beispiel fallen mir die Wagen der Papierfabrik Steyrermühl ein welche ich vor einigen Jahren noch selber am Werksgelände gesehen habe, und mich damals gewundert habe das es so funktioniert hat... aber irgendwo gibt es dann scheinbar doch nach. ;)
    Wie du schon geschrieben hast muss es irgendwo "flexibel" sein, Im Modell ist das wahrscheinlich schnell zu stabil.
    Ich habe keine Fotos davon gemacht, aber hier gibt es welche wie die Bahn noch in Betrieb war:
    Drehscheibe Online Foren :: 04 - Historisches Forum :: (A) schmalspurige Werkbahn der Papierfabrik Steyrermühl (16B)

    Darum bin ich ja gespannt wie es sich bewährt.
    Und wie von Timo geschrieben, umbauen kann man ja immer noch.

    Edit:
    der gefällt mir auch sehr, vor allem das Fachwerk unter der Plattform finde ich super. :):thumbup:
    https://mec-ffb.de/pictures/02_museum/wagen/4achsen_gueterwagen.jpg