Tatzlagerantrieb

  • Die Bezeichnung der verwendeten Spannsätze ist KLAB.

    Hi Thomas, interessante Lösung mit den Spannsätzen. Dadurch sind Deine Räder aber auch 35-40mm dick. Gibt es irgendeinen Grund, warum die Räder nie mit Nutensteinen befestigt sind sondern immer irgendwie aufgeschrumpft... Hab ich zumindest bei den fertigen Lösungen nie gefunden.

    Danke und Grüße
    Der Mario

  • Hallo Mario,

    unterschätze nicht die Kräfte die bei so einer "Spielzeugbahn" wirken können.
    Mir hat es schon einige geklebte Radsätze über die Jahre und Kilometer zerlegt.
    So gesehen ist aufpressen bzw. aufschrumpfen eine einfache und dauerhafte Lösung die sehr haltbar ist. Wird ja beim Original so ähnlich auch gemacht.

    Es gibt auch Schraublösungen mit Keilnut bzw. Nutsteinen wie sie z.B. von Lok & Waggonbau bei Klaus Wagner erhältlich waren. Solche habe ich in meiner Shay verbaut, um bei Bedarf die Exzenter zwischen den Rädern wechseln zu können, was ich schon das ein und andere mal benötigt habe. Außerdem konnte ich so damals die verschlissenen Achsen tauschen, und konnte die Räder selbst, auf denne ja auch das Antriebszahnrad sitzt, weiter verwenden.

    Es ist eben alle eine Frage der Kosten - Günstige Radsätze (für Waggons) sind meist gepresst.
    Zerlegbare Achsen sind mehr Aufwand und kosten eben mehr (in der maschinellen Fertigung). Alternativ muss man sich eben selber an Drehbank stellen. Alles kann/man/darf man wollen... Ganz wie man möchte.

    Grüße, Gerd

  • Moin,

    nicht nur für Ketten, die haben auch für Zahnriemen was passendes bei

    ROLL-RING Kettenspanner & Zahnriemenspanner
    ROLL-RING - Spann- und Dämpfungselemente für Kettengetriebe und Zahnriemengetriebe - Kettenspanner & Zahnriemenspanner - Ebert Kettenspanntechnik GmbH
    www.roll-ring.com

    Mit den besten Grüßen aus Ostfriesland
    Boris

    im Bau : "V100 2062" und Köf II "323 636" für Spur 5
    auf dem Zeichenbrett : Diesellok für Spur 7
    auf der Liste Spur 5 : 1 Bedienwagen, 1 Personenwagen
    auf der Liste Spur 7 : Bedienwagen, Personenwagen und Werkzeugwagen f d Gartenarbeit

  • Hi Thomas, interessante Lösung mit den Spannsätzen. Dadurch sind Deine Räder aber auch 35-40mm dick. Gibt es irgendeinen Grund, warum die Räder nie mit Nutensteinen befestigt sind sondern immer irgendwie aufgeschrumpft... Hab ich zumindest bei den fertigen Lösungen nie gefunden.

    Danke und Grüße
    Der Mario

    Hallo Mario

    Die Räder sind 30 mm dick, weil das die maßstäbliche Stärke war. Wenn du genau hinschaust, siehst du, das der Spannsatz nur 24 mm in die Radscheibe hinein reicht. Allerdings ist das Bild bereits 15 Jahre alt, heute verwende ich schönere Räder:

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    Gegenüber der Befestigung des Rades mit Schrumpfsitz und Nutstein stellt der Spannsatz viel geringere Ansprüche an die Präzision der Fertigung. Ausserdem ist der Spannsatz einfach demontierbar, überträgt höhere Drehmomente und ist kinderleicht im Winkel einstellbar.

    Dabei ist er als Normteil billig.

    Bei allen meine Dampflokomotiven sind die Räder mit Spannsätzen auf den Achsen befestigt. Probleme mit klemmendem Triebwerk nach der Montage der Kuppelstangen kenne ich deshalb nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Zurück zum Anfang.

    Jonas hat seinen genialen Tatzlagerantrieb vorgestellt, der geradezu zum Nachbau aufruft. Aber die Lösung hat auch einen Haken: Bei Einsatz der üblichen Motoren (z.B. MY 1018) kann der Antrieb nur bei Lokomotiven mit Außenrahmen, also außen liegenden Aufnahmen der Antriebe, eingesetzt werden, sonst reicht der Platz nicht. Siehe diese Beispiel eines 5 Zoll-Drehgestells:

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    Bei Lokomotiven mit innenliegendem Rahmen passt dieser Antrieb nicht. Deshalb habe ich für mein Schweizer Krokodil einen Tatzlagerantrieb gebaut, der zwischen den Rahmenwangen Platz findet.

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    Damit habe ich eine robuste, kräftige Lösung eines in den Rahmen einer 5-Zoll-Lokomotive passenden Tatzlagerantriebs gebaut.

    Bei Interesse könnte ich weitere Details posten.

    Joachim

  • Hallo Thomas,

    das Getriebe hat eine Übersetzung der Kegelräder von 1:2 und der Stirnräder von 1:3, also insgesamt 1:6. Damit reduziere ich die Motordrehzahl von 2500 U/min auf 416 U/min, bei meinem Raddurchmesser ca. 8 km/h.

    Ich bin aus Schaden schlau geworden und habe Zahnräder Modul 1,5 gewählt.

    Joachim

  • Für mein nicht Personentragendes Modell, habe ich Einzellaufwerke vorgesehen.

    Habe innengelagerten asymetische Fahrwerksrahmen gemacht.

    Die Seitenteile hab ich Lasern lassen.

    Es sind aber nur 700BB Motoren verbaut.

    Das Großzahnrad ist direkt auf Radscheibe befestigt.

    Bin leider noch nicht so weit.

    Mit 3D Teilen ist es schon Test gelaufen.


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  • Motor und Achse sind im Seitenteil gelagert. Somit nur minimal Einstellbar.

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    Zur Federung:

    Auf der Traverse, bei der Achse. Da sind zwei Metall Gummielemente ø10x20 verbaut. Für Federung und zur seitlichen Führung.

    Auf der andere Traverse ist ein "Fester Punkt" (mit etwas Spiel). Um die Zug-/Druckkräfte aufzunehmen, aber auch bestimmte Bewegung zulässt. Alle 3 Punkte sind symmetrisch zur Fahrzeuglängsachse ausgerichtet.

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    (Das ist nur eines der 3D Test Fahrgestellen, der Zahnradbund muss noch weg, )

    Habe bei meinem Modell, sehr mit dem Platz zu kämpfe. Auch der relative kleine Radstand und großer Überhang sind nicht ohne.

    Einmal editiert, zuletzt von Trambahner (25. Januar 2026 um 17:26) aus folgendem Grund: 1

  • Bei Lokomotiven mit innenliegendem Rahmen passt dieser Antrieb nicht. Deshalb habe ich für mein Schweizer Krokodil einen Tatzlagerantrieb gebaut, der zwischen den Rahmenwangen Platz findet.

    Sehr schön gelöst!

    Aber warum treibst Du, wenn Du schon solchen Aufwand treibst, das Krokodil nicht vorbildmäßig über die Blindwelle und Stangen an?

    Moritz

  • Hallo Moritz,

    bei meinem Krokodil ist die Blindwelle ohne Funktion. Ich will jede Achse mit einem Motor antreiben. Damit habe ich mehr Leistung, auch keine Probleme mit den Stangen und den Triebzapfen an den Rädern, da sie keine Kraft übertragen müssen. Für den Betrachter sind die Antriebe "unsichtbar", die Gesamterscheinung der Lok entspricht dem Original.

    Joachim

  • Hallo Joachim,

    nunja, wenn die Räder über die Stangen gekuppelt sind wirken durchaus Kräfte auf die Treibzapfen. Jede noch so geringe Änderung in der Drehzahl der Motoren untereinander (Entlastung, unterschiedlich lange Motorzuleitungen/querschnitte, Getriebespiel) führt zu Belastungen an den Treibzapfen und Lagern weil die Stangen die Motoren untereinander syncronisieren. Da ja auch alle Räder korrekt ausgerichtet sein müssen, wäre ein echter Blindwellenantrieb nicht mehr weit.
    Für ungekuppelte innengelagerte Antriebe finde ich die Lösung gut..

    Volker

  • Hallo Volker,

    Du hast mit Deinen Bemerkungen bezüglich der Belastung der Stangen recht. Die für gekoppelte Achsen geltenden Bauanforderungen gelten natürlich auch hier, insbesondere die korrekte Ausrichtung. Das ist alleine schon für den klemmfreien Lauf wichtig. Aber ich will die dreifache Kraft je Triebdrehgestell gegenüber dem echten Antrieb über die Blindwelle. Deshalb je Achse ein Antrieb. Und es ist richtig: Die Stangen gleichen kleine Drehzahlunterschiede der Getriebe zuverlässig aus.

    Diese Lösung hat sich bei meinem Krokodil hervorragend bewährt und ich kann sie wärmstens zur Leistungssteigerung von Lokomotiven mit innenliegendem Rahmen empfehlen.

    Joachim

  • Hi,

    Ich Klink mich mal ein.
    Ich werd meiner E40 4x 150W Motoren verpassen. Die sollen ebenfalls als Tatzlagerantrieb ausgeführt werden.
    Bilder folgen sobald ich vorzeigbare habe.

    Bis jetzt hab ich dafür allerdings schon echt viel „basteln“ müssen.
    Auf Amazon gabs für ~15€ die Motoren. Welche natürlich zu breit waren. Also erstmal alle 4 auf der Drehbank gekürzt und somit zwischen die Radscheiben rein bekommen.
    Nun ist die Aufnahme dran.
    Dafür werd ich entweder Alu oder sogar ein Dickeres Stahlblech nehmen.
    Mal schauen.

    Aktuell ist aber eher mein Hobbykeller noch im Aufbau also könnte es dauern.

    Dampfloks sind Faszinierend!
    Haben will ich sie aber leider nicht.
    Elektroloks und Diesel schon eher

  • Ja also das ist ja die Sache die ich schon beschrieben hab.
    Ich hab die an der Drehbank verändert.
    Aber gern stell ich die hier rein.

    https://amzn.eu/d/0hc10L5b


    Das ist aber echt nicht zum so Kaufen und einfach einbauen.
    Ich mach mal Fotos und zeig es hier.

    Dampfloks sind Faszinierend!
    Haben will ich sie aber leider nicht.
    Elektroloks und Diesel schon eher