Hallo
Um den Beitrag vom Simon nicht zu kapern, gehe ich hier mal auf die Frage ein:
- Abschlammarmaturen wurden aus Angst vor Undichtigkeit nicht benutzt, anstatt sie instand zu setzen.
Das Problem mit undichten Abschlammarmaturen hatte ich bei meiner ersten Dampflok ebenfalls. Da war das Ventil ein Eigenbau nach Wittmann, im Ventilbereich ein normales Nadelventil. Der Ventilsitz wurde durch Schlamm, Rost und Schmutz aus dem neuen Kessel bereits am zweiten Betriebstag beschädigt und dadurch Undicht.
Bei allen weiteren Dampflokomotiven, für die ich verantwortlich bin, sind dann handelsübliche Kugelventile eingebaut worden. Die Edelstahl Ausführungen sind i.d.R. für 200 Grad und 16 Bar spezifiziert, für unseren Bereich vollkommen ausreichend. Vor allem aber haben die eine Teflon Packung als Dichtung, an der werden Partikel nicht eingequetscht, sondern abgestreift. Das relativ weiche Teflon kann ausserdem Partikel einlagern, ohne Undicht zu werden.
Da es Normteile sind ist ausserdem ein Austausch billig und einfach.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas