Dampfstrahlpumpe Modellhersteller

  • Moin,

    soweit ich weiß, ist das ein "Schleicher"-Injektor der frühen Produktion. Herr Schleicher ist aus Altersgründen schon länger nicht mehr aktiv.

    Hast Du den Injektor schon mal richtig mit Zitronensäure sauber gemacht? Falls das noch aussteht, solltest Du es machen.

    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin Rudolf,

    wenn man sich hier im Forum anmeldet, sollte man auch zulassen (in den Nutzereinstellungen), dass andere Forenmitglieder sowohl e-Mails als auch PN (persönliche Nachrichten) schicken können, weil nicht jede Frage denn auch am "schwarzen Brett" diskutiert werden muss.

    Wenn das Problem dann gelöst ist, ist eine Rückmeldung im Forum durchaus angesagt und zwar etwas ausführlicher als "hat sich geklärt".

    Viele Grüße
    Dietrich

    P.S. Warum ich das schreibe - weil ich Dir eine Kontaktadresse zukommen lassen wollte, wo Du vielleicht Hilfe bekommen kannst, die aber erstmal nur für Dich sein sollte.

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Dietrich,

    vielen Dank für den Hinweis. Jetzt müsste es funktionieren.

    Ich habe schon in Essig eingelegt und die Zuleitungen auf Dichtigkeit überprüft. Kein Erfolg.

    Viele Grüße

    Rudolf

  • Hallo Rudolf,

    den Injektor nur in Zitonensäure oder Essig einzulegen ist nach meiner Erfahrung meist nicht zielführend, da durch Oberflächenspannung es nicht sicher ist das die Säure auch wirklich dort hinkommt wo sie arbeiten soll.

    Ich hatte nur Erfolg durch ausbauen der Düsen und begutachten ob die wirklich sauber sind. Die Dampfdüse lässt sich im sauberen Zustand leicht herausziehen. Ansonsten muß man sich ein Werkzeug herstellen aus einem Stück Flachmaterial. Dies bekommt nach einer Seite eine Bohrung mit dem Düsen Aussendurchmesser und wird dann geschlitzt das wie eine Zange entsteht. Damit kann man dann die Düse greifen und durch drehende Bewegung lösen.

    Die Druckdüse sitzt unten mit einem Deckel verdeckt. Die Kugel sollte auch entnommen werden und geschaut werden ob der Kugelsitz sauber ist, denn nur so kann sie die Schlabberkammer abdichten.

    Ist dies nicht der Fall speist der Injektor kurz und reißt immer wieder ab.

    Ein tückischer Fehler ist ein undichter Wasserhahn, der wasserdicht ist aber wenn der Injektor saugt zieht er Luft mit in das Speisewasser. Dies führt zu einem sofortigem Abreissen der Speisung. Ich habe lange nach dem Fehler gesucht, denn mehrere Injektoren versagten in dieser Lok, gingen aber einwandfrei in anderen. Ich habe dann zwischen Wasserhahn und Injektor einen durchsichtigen Schlauch eingefügt. Beim Injektorstart waren dann wie auf einer Perlenkette aufgereiht kleine Luftbläschen zu sehen. Durch einfügen eines anderen Hahnes speiste der Injektor sofort.

    Gruß

    Werner

    2 Mal editiert, zuletzt von werner (24. Mai 2025 um 17:53)

  • Hallo Rudolf,

    dürfte heißt nicht ist. Hast du mal einen Schlauch zwischen Hahn Wasser und Injektor eingefügt.
    Kugel bewegt sich heißt nicht dass der Sitz ok ist.

    Werners Vorgehensweise komplett durchgehen, Injektoren können sehr zickig sein.

    Volker

  • Hallo Rudolf

    An die Fehlersuche würde ich ein wenig systematischer Herangehen:

    1. Ist der Injektor überhaupt vollständig?

    Sind die drei Düsen: Dampfdüse, Mischkonus und Diffusor vorhanden? und frei Duchgängig?

    2. Ist das Rückschlagventil dicht?

    3. Ist der injektor über einen weiten Druckbereich getestet worden? Reagiert er über den ganzen Druckbereich von 2,5 bis 9 Bar gleich?

    4. führt eine Regelung der zulaufenden Wassermenge zu einem veränderten Verhalten?

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo Tom,
    Es kommt getrennt Dampf und Wasser aus dem Injektor wenn ich jeweils eins davon öffne.

    Ich habe mir den Hahn vom Tender noch mal angeschaut. Den O-Ring werde ich mal austauschen. Vllt. liegts daran.

    VG Rudolf

  • Hallo Rudolf,

    dann gebe ich auch noch etwas Erfahrungs-Senf dazu:
    Heimtückisch kann auch ein leicht undichtes Kesselspeiseventil sein. Das kann den Injektor schon auf Temperaturen bringen, die er nicht liebt und ausserdem arbeitet er ungern dagegen an.

    Einfach mal die Speiseleitung zum Kessel abschrauben und schauen, ob er dann arbeiten will.

    Grüsse von Toni
    (der vor zwei Wochen einen echten großen Friedmann streicheln durfte :))

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  • Hallo Rudolf

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    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Noch ein Tipp wie man einen Injektor ohne Speisung in den Kessel prüfen kann und beurteilen kann, welche Fehler vorhanden sein können.

    Achtung bitte mit Vorsicht ausführen!. Dazu wird die Speiseleitung abgeschraubt. Es muß die Druckdüse mit einer Überwurfmutter fixiert werden. Auf keinen Fall ohne Überwurfmutter und Sicherung der Druckdüse ausführen!!!!!!!! Sonst kann es vorkommen das sich die Druckdüse sich löst und im Schotterbett verschwindet!!

    Ich schreibe da aus Erfahrung, die in meinem Fall dazu geführt hat, das ich versucht habe die weggeschossene Düse selber nachzubauen. Das hat auch dazu geführt das ich 7 funktionierende Injektoren für den Eigenbedarf hergestellt habe.

    Die nachfolgend Beschreibung hat John Baguley bei seinen Injektor Selbstbau Erfahrungen dokumentiert.

    Der Injektor wird mit offenem Ende zum "Speisen" eingestellt. Speist der Injektor so kommt ein gerader paralleler energiereicher Wasserstrahl aus der Düse. Bei zuviel Dampf kommt ein verstäubtes Dampf-Wassergemisch heraus. Bei zuwenig Dampf kommt nur ein Strahl heraus der bald nach unten sich bewegt. Ist im Wasser Luft mit eingesaugt kommt unregelmäßig ein Wasser Spraygemisch zustande, das entsteht auch wenn das Schlabberventil nicht richtig schließt.

    Wichtig die Speiseventile am Kessel sollten so angeordnet sein das selbst beim niedrigsten Wasserstand immer eine Wasservorlage an der Ventilkugel vorhanden ist. Dies ist nicht bei allen Modellkonstruktionen der Fall. Die Ventilkugel dichtet mit Wasservorlage gut mit Dampfumspülung schlecht. Ich verwende immer Metallkugeln.

    In so einem konstruktiv vorgegeben Fall habe ich mit Erfolg ein zweites Rückschlagventil eingefügt, an einer Stelle wo es für den Service gut zugänglich ist. Damit habe ich bei allen meinen Modellen eine zuverlässige Speisung mit Injektoren erreichen können. Selbst bei meiner Merryweather Dampffeuerwehr ein Straßenfahrzeug wo die Dampfleitung 60 cm lang ist bis zum Injektor und die Speiseleitung über zwei Rückschlagventile führt und auch ca. 100 cm lang ist , funktioniert dies einwandfrei.

    Gruß

    Werner

  • Hallo Rudolf

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    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

    hab ich noch nicht gekannt. Dann ist es in meinem Fall Luft

    Ich habe noch mal den Hahnen ausgebaut und den O-Ring ausgetauscht.

  • Hallo an die Helfer und interessierten,

    nachdem mir viele geholfen haben eine Lösung zu präsentieren, habe ich erst die vermeintlichen dichten Zuleitungen alle auseinandergenommen und überprüft. Tatsächlich, egal wo, war irgendeine Lötstelle undicht gewesen. Auch im Hahnen die O-Dichtung habe ich getauscht.
    Jetzt funktioniert der Injektor einwandfrei.
    Vielen Dank für die Hilfe.=)

    Viele Grüße
    Rudolf