Aufarbeitung einer OS Rocket

  • Die Dachlüfter wahren wahrscheinlich die Kamine der nachträglich ergänzten Patrollampen Innenbeleuchtung der Wagen ;)

    Wirklich sehr schön, was du da geschafen hast <3

    Schade nur, dass du den offen Personenwagen verkauft hast.

    Der währe in deinen Händen sicher auch ein Schmuckstück geworden.

    • Offizieller Beitrag

    Hi Daniel,

    danke für deine Worte :) Bezüglich des offenen Wagens musst du nicht traurig sein. Ich hatte zwei Bausätze und habe nur einen abgegeben. Ich habe also noch einen, den ich mal aufbauen kann, wenn ich Zeit habe :D

    Das mit den Laternen könnte auch sein. Mittlerweile sind die Drei Teile fertig und auf dem Dach montiert. Das Dach muss ich noch dringend von den vielen Fliegenschissen befreien :D

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    lg Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    heute konnte ich den Wagen fertigstellen. Ich habe noch etwas Zeit in die Achsen gesteckt und die Speichenräder schwarz lackiert.

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    Tatsächlich macht das einen größeren Unterschied als man denkt. Durch den Kontrast zwischen dem Radreifenteil und dem lackierten Teil betont das Rad nochmals ganz anders unter dem Wagen.

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    Die neuen Fußrasten sind auch fertig. Der Halter versteckt sich unten hinter dem Rahmen und ist von außen kaum sichtbar. Es gefällt mir so deutlich besser als die globigen Teile, der davor montiert waren.

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    Damit ist der Wagen fertig und wartet auf den ersten Einsatz.

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    viele Grüße
    Jonas

  • Hallo Jonas,

    wieder mal hervorragende Arbeit an wunderschönen Modellen, die Du uns hier vorführst!!

    Verstehe mich bitte nicht falsch (geht nicht gegen Dich!), aber eines muss ich mal loswerden:

    Dass manche professionellen Hersteller solcher schönen Modelle (ja, auch aktuell ist das leider noch so) Innensechskant- und/oder Kreuzschlitz-Schrauben statt Sechskantschrauben (bei den hier gezeigten Modellen aus der Eisenbahn-Frühzeit wären m.E. sogar Vierkantschrauben und -Muttern angebracht) verbauen.

    Viele Grüße und weiter so!!

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    es hat noch etwas gedauert, aber jetzt hatte ich endlich Zeit die Rocket mal anzuheizen. Der Rost ist wirklich schon winzig, aber es ist echt erstaunlich wie gutmütig die Lok sich verhält. Die Zugkraft reicht sogar bei 3% gerade noch so für eine Person und längere Strecken am Stück sind sich möglich. Ich bin von dem kleinen Spielzeug echt begeistert! Der kleine Kessel erfordert absolute Konzentration!

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    Lg Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen,

    ich habe vor dem letzten Betriebstag noch zwei Verbesserungen an der Maschine durchgeführt. Zum einen war der Wasserstand oft nicht gut ablesbar, da Blasen im Schauglas waren und kein sicheres Ablesen möglich war. Ich habe daher ein Spülventil nachgerüstet mit dem der Wasserstand gespült werden kann.

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    Der Hilfsbläser der Lok fachte das Feuer sehr gut an, verbrauchte aber sehr viel Dampf, so dass recht schnell wieder Wasser nachgespeist werden musste. Nach Ausbau des Bläsers war mir klar warum. Der Bläser bestand einfach nur aus einem offenen 3mm Rohr, was den hohen Dampfverbrauch erklärt. Ich habe mir daher eine kleine Düse gedreht, welche ich auf das Rohrende gelötet habe. Die Düse hat einen Bohrungsdurchmesser von 0,7 mm. (Auf dem Bild ist die Düse noch nicht verlötet)

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    Die Rocket kam Mitte August erneut zum Einsatz. Beide Verbesserungen waren sehr erfolgreich. Der Hilfsbläser facht das Feuer immer noch sehr gut an und verbraucht spürbar weniger Dampf.

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    Viele Grüße
    Jonas

    • Offizieller Beitrag

    Hier mal ein kurzes Video der Maschine. Es ist wirklich faszinierend, was die 9kg schwere Lok an Leistung entwickelt. Die Anlage hat Steigungen von bis zu 3%.

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  • Hallo Jonas,

    hach was für eine herrliche Handgepäcklok. Die kann man ja fast im Brustbeutel mit sich führen.

    Und schön mal den Fahrtverlauf der Lokräder auf dem Schienenkopf verfolgen zu können. Das ist bei Umlauflokomotiven so ja leider nicht möglich. Ist doch teilweise etwas wenig Reibungsfläche im Lauf. Das erklärt dann doch die eine oder andere eigene Fahrterfahrung ;-)))...

    Danke für das Filmchen.

    Glückauf

    Axel

  • Moin moin,


    ja, die kleinen Loks haben eine eigene Faszination. Sie verzeihen auch wenig an Fehlbedienungen. Umso mehr ziehen sie die Blicke auf sich, wenn sie bei einer Veranstaltung locker mithalten können. Bei mir steht momentan eine Scamp (David Malcolm Design) zur Aufbereitung in der Werkstatt.

    Für meine "Titfield Thunderbolt" hatte ich ein ähnliches Problem, was den Bedienwagen angeht.

    Die vorbildgerecht kleinen Wagen mit ihrem kurzen Achsstand sind als Sitzwagen nicht geeignet. Daher habe ich "geschummelt":

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    Die ersten beiden Wagen sind in Wahrheit ein vierachsiger Drehgestellwagen. Optisch fällt es nur auf, wenn der Zug in einer Kurve steht, da die Aufbauten dann trotzdem gerade zueinander stehen. Im Fahrbetrieb ist er stabil und die Sitzhaltung ist angenehm.

    Die Fußrasten sind M12er Schrauben, die am Aufbau des Kohlewagens angebracht werden.

    In den letzten Wochen hat der Zug noch einen Bremswagen erhalten.

    Viele Grüße


    Holger

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    Einmal editiert, zuletzt von Scrat (9. September 2026 um 10:42)

  • Die vorbildgerecht kleinen Wagen mit ihrem kurzen Achsstand sind als Sitzwagen nicht geeignet. Daher habe ich "geschummelt":

    Die ersten beiden Wagen sind in Wahrheit ein vierachsiger Drehgestellwagen. Optisch fällt es nur auf, wenn der Zug in einer Kurve steht, da die Aufbauten dann trotzdem gerade zueinander stehen. Im Fahrbetrieb ist er stabil und die Sitzhaltung ist angenehm.

    Sehr pfiffig!

    Ich hatte einen ähnlichen Gedanken schon mal weitergesponnen (aber leider noch nicht umgesetzt), wie man eine Sitzeinheit wie einen Brückenrahmen in einer statisch sauberen Dreipunktlagerung zwischen zwei frei beweglichen, kurzen Wägelchen reiten lassen könnte:

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    Der rot schraffierte Rohrbügel nimmt das Gewicht des Fahrers und sämtliche zwischen Sitz und Fußrasten wirkenden Kräfte in sich auf, so dass nur vertikale Gewichtskräfte in den Wagen ankommen. Das Kugelgelenk 1 und die beiden Rollen 2 und 3 (letztere u.U. auch durch Gleitplatten ersetzbar) bilden die erwähnte kippelfreie Dreipunktlagerung. Längskräfte im Zug werden davon unabhängig durch das Kugelgelenkt 1 und die Bodendurchführung im hinteren Wagen übertragen.


    LG, Moritz

    Einmal editiert, zuletzt von Bierjunge (9. September 2026 um 12:57)

  • ...so dass nur vertikale Gewichtskräfte in den Wagen ankommen....

    Im Stand ist das so, im Fahrbetrieb, gerade in den Kurven sind dynamische Kräfte am Werk. Die muss man auch in Betracht ziehen. Gerade die "Kippneigung" in Kurven oder auf abzweigenden Weichen kann Ärger bereiten.

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  • Ich find's genial.
    Nur sagt mir mein Bauchgefühl, dass es dich ganz schön aufstellen kann, wenn du noch nicht "fest im Sattel" sitzst, aber schon einen Fuß auf der Fußraste hast. Das kann zwar auch bei einem konventionellen Wagen passieren, aber hier wohl deutlicher.....Andrerseits liesse es sich wohl mit einer Kinematik unterm Sitz zum fußgesteuerten Fünfzoll-Pendolino ausbauen.

    Für geübte Biker wahrscheinlich kein Problem.

    Grüsse von Toni

  • Mich beschleicht fast schlechtes Gewissen, Jonas schönen Rocket-Restaurierungsthread zu kapern. Notfalls müsste bitte ein Admin das Sitzwagen-Thema abtrennen und in einen eigenen Thread schieben:

    Nur sagt mir mein Bauchgefühl, dass es dich ganz schön aufstellen kann, wenn du noch nicht "fest im Sattel" sitzst, aber schon einen Fuß auf der Fußraste hast. Das kann zwar auch bei einem konventionellen Wagen passieren, aber hier wohl deutlicher.....

    Die Abstützbasis der beiden Rollen im Wagenkasten ist ja ungefähr doppelt so breit wie die Spurweite. Das heißt, bevor die rote Sitzbrücke kippt, wäre ein konventioneller, starrer Wagen auch schon aus dem Gleis gekippt. Die Kippneigung unterscheidet sich in nichts vom Sitzen auf einem herkömmlichen Wagen. Gleiches gilt für Scrats Einwand bezüglich Querbeschleunigung.

    Der Sinn des Ganzen besteht darin, das Gewicht des Fahrers stets gleichmäßig auf die vier Radsätze der beiden beteiligen Wagen zu verteilen, unabhängig davon, ob oder wie stark er sich gegen die Fußrasten stemmt.

    Moritz

    Einmal editiert, zuletzt von Bierjunge (10. September 2026 um 14:15)