Anschluss Bw ans Gleisnetz

  • Guten Abend ans Forum

    Nachdem wir im Dezember in unser Haus gezogen sind, habe ich nun endlich die Möglichkeit meine Vorstellung von einer fest verlegten Strecke im Garten umzusetzen. Der hintere Teil vom Garten ist 16 x 30 Meter groß und soll unsere neue Wohlfühloase werden. Meine Frau ist gelernte Gärtnerin und damit steht natürlich die Gartengestaltung und Nutzung im Vordergrund. Aber alles auch im Einklang mit der 5 Zoll Bahn. Der Enkel möchte schließlich auch was zum spielen haben.

    Ich werde mal versuchen den finalen Ausbauplan im einzustellen, damit Ihr euch vorstellen könnt, was gemeint ist.

    Meine Frage: Wie habt Ihr euer Bw bzw. die Abstellgleise ans Netz angebunden und wie ist es beim Vorbild ( Kleinbahn oder Schmalspur ) zwecks Sicherung der Strecke?

    Für ein paar informative Antworten wäre ich dankbar.

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    Vielen Dank schon mal und schönen Abend

    Thomas

  • Hallo Thomas,

    sorry, der Plan erinnert eher an eine Modellbahn im Hobbykeller.
    Wie Jonas schon sagte sind die Radien zu klein. 2-achsige Feldbahnloks und Loren mögen funktionieren aber schon ein C-Kuppler wird Probleme bekommen.

    Absicherung BW auf deiner Anlage ist überflüssig, gefahren wird auf Sicht.
    Problematisch können deine Kehrschleifen und damit Gegenverkehr werden wenn mehr als eine Lok unterwegs ist. Deshalb wird auf clubeigenen Anlagen immer nur in einer Richtung gefahren. Wo Gegenverkehr möglich ist wird signalisiert und alle Teilnehmer müssen sich zwingend an die Signale halten. Missachtung wird rigoros mit Platzverweis und künftigem Besuchsverbot geandet.

    Schmalspurbahnen, z.B. RhB, signalisieren wie Vollbahnen. Es gibt auch Zugleitbetrieb. Auf vielen weniger dicht befahrenen Strecken gibt es auch die Sicherung per Token. Der Token, ein Ring, Schlüssel oder Münze, ist die Fahrerlaubnis für eine Strecke. D.h., nur der der die Münze besitzt darf die Strecke befahren.

    Volker

  • Hallo Jonas und Volker

    Ja die Radien werden 3,75 m betragen, das ist durch die Fixpunkte im Garten , Pool, Sitzplatz, Gartenhaus, Gewächshaus und Hochbeet vorgegeben. Auch die Schattenspendenden Bäume und die Obstbäume bleiben natürlich. Außerdem wäre der maximale Radius 7m wenn es nur ein Oval wäre. Andere hier im Forum fahren auf ähnlichen Radien mit größeren Loks. Also muß man mit dem planen, was maximal möglich ist. Und ich lese seit Jahren alle Beiträge über Anlagen und Gleisbau, da sind immer interessante Tips und Anregungen dabei. Großartige Modelle werde ich weder bauen noch teuer kaufen können. Also muss erst mal meine Feldbahnlok ( ähnlich Riehlein ) Incl. ein paar Wagen Ihren Dienst tun. Unserem Enkel ist es eh egal, Hauptsache Spaß. Und das es so aussieht wie eine geplante Modellbahn dient dem zwanglosen Wechsel der Fahrtrichtung. Vorbild ist auch ein Stück weit die Anlage von Middleton Garden Railway . Und keine Angst, durch unsere Gartengestaltung wird man nachher vor Ort überhaupt nicht sehen können, das die Gleisführung so Modellplanmäßig ist. Grundstock der Anlage wird erstmal meine transportablen Gleise, die genau diesen Radius haben und etwa ein drittel der Gesamtanlage abdecken.

    Aufgrund meiner ersten 12 Berufsjahre bei der Starkstrommeisterei in Asl kenne ich mich glaube ganz gut mit dem Eisenbahnbetrieb bei der DR aus.

    Für mich wäre erst mal wichtig, wie bei euren Privatanlagen die Abstellgleise eingebunden sind.

    Vielen Dank erst mal für eure Antworten und Anregungen.

    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Thomas,

    ich kenne die Anlage von Paul Middleton und seinem Vater und war 2014 in meiner Zeit bei der RH&DR sogar mal selbst dort. Sie haben das Maximum aus ihrem Garten rausgeholt was geht und nur einen 10 Fuß / 3m Radius verbaut. Der Grund für die 3m sind die Grundstücksbreite.

    Auch seine Empfehlung war „the bigger, the better“ was den Radius für Kurven anging.

    Auf seiner Anlage merkt man auch stark den Unterschied zwischen Geraden und Kurven. Die Loks kommen durch die Kurven, benötigen aber deutlich mehr Leistung.

    Wenn du eine kleinen Kurvenradius baust kannst du ein paar Sachen beachten, um Spaß zu haben:

    - unbedingt Spurerweiterung auf 129 mm in Kurven einbauen.

    - bei Achsen von Wagen die Räder einzeln lagern. Das hilft enorm, um die Reibung in der Kurven klein zu halten.

    - Achstand und Raddurchmesser immer so klein wie möglich. Bei Sitzwagen am besten kurze Drehgestellwagen nutzen.

    - Kupplungssystem muss für den kleinen Radius passen.

    Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf Bilder :)

    viele Grüße
    Jonas

  • Moin Thomas!
    Wie Volke, finde ich deinen Gleisplan wie bei einer Modellbahn im kleineren Maßstab. Ob Du hier mit kleineren Feldbahnfahrzeugen glücklich wirst, wag ich zu bezweifeln.
    Mein Garten ist 32x17 mtr groß, also ähnlich wie Deiner. Hier mein Gleispaln aus meiner SBV:
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    Weichen sind von Malu/Knupfer und haben einen Radius von 8m. Die Kurvenradien sind 7m und 6,5m oben rechts, wg. eines Gartenhauses. Daher auch die La.
    Die Nutzlängen betragen; Gl1 10,5m, Gl.2 5,8m und die Gleise 3 u. 4 4,5m.
    Die Weiche 5 habe ich als Y-Weiche gebaut um die Nutzlänge der Gleise 3 und 4 zu erhöhen.
    Der "Lokschuppen" ist ein 3x2mtr Gerätehaus mit einer Stirntür, wo die Fahrzeuge i.d.R. geparkt sind:
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    Fahren tu ich hier mit einer V20 und u.A. Vierachsern max. 1,55m LüP. Bei zweiachsern dürfte 5,4m das Maximum sein. Mein AT1 mit 5,9mtr kommt hier an seine Grenzen. Crat hat bei seiner Anlage 5m Radius wo einige meiner Fahtzeuge ausscheiden. Er fährt daher mit deutlich kürzeren Fahrzeugen, z.T. engl. Vorbild.
    Hier noch ein Blick auf meinen Garten mit einer 45mm Anlage in der Mitte:
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Rechts meine "Bahnhofshalle als Schattenspender.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

    Einmal editiert, zuletzt von gerd23029 (8. Februar 2026 um 14:58) aus folgendem Grund: Bild gelöscht und Fehler behoben

  • Hallo Thomas,


    bei engen Radien kann man sich an Vorbildern orientieren, bei denen es ebenfalls eng vor sich ging.

    Die Schmalspurbahn von Reichenbach nach Oberheinsdorf hatte als kleinsten Radius nur 30m,

    was im Modell nur 3,80m bedeuten würde.

    Schmalspurbahn Reichenbach - Oberheinsdorf

    Auch bei der Industriebahn in Halle sah es nicht besser aus.

    Industriebahn Halle

    Allerdings gab es bei beiden Bahnen nur 2achsige Fahrzeuge oder welche mit Drehgestellen.

    Bei beiden wurde der Güterverkehr mit Rollböcken und Kuppelstangen durchgeführt. wo man zumindest kein Kupplungsproblem hinsichtlich Überpuffern usw. hatte.

    Die aufgeführten Meterspur-Vorbilder zeigen, dass du mit deiner 2achsigen Feldbahnlok noch im grünen Bereich.

    Zum Absichern von Streckengleisen gegenüber Nebengleisen gibt es vereinfachte "Gleissperren", die aus einem Holzbalken bestanden, welcher quer über das Gleis geklappt werden konnte.

    VG Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.

  • Moin Thomas,


    die Middleton Garden Railway ist um kurze zweiachsige Fahrzeuge herum angelegt. Wenn Du in den Seiten genauer hinschaust, wirst Du auch das Bild sehen, wie so ein Alu-Schienenkopf aus solch einer engen Kurve nach ein paar Jahren aussieht.

    Durch das harte Anlaufen der Spurkränze geht Dir auch einiges an Zugkraft verloren und es gibt größere Belastungen auf dem Material.

    Ebenso schränkst Du mit solchen Radien die Möglichkeiten ein, Gastfahrer einzuladen. Ich würde größere Radien nehmen. Bei mir sind es 5m (mit 2mm Spurerweiterung), da geht sogar die BR 55 rum ohne zu klemmen, aber keine 01. Mehr Bahnhofsgleise würde ich auch vorsehen, falls mal mehr al sein Zug utnerwegs ist und auch irgendwo noch ein weitere abgestellt wird. Bei den Parallelgleisen und Bahnhofsgleisen ist ein ausreichender Abstand notwendig, vor allem auf Kniehöhe.

    Eine Planung im Rechner oder auf Papier sieht immer gut aus und past auch immer in den vorgesehene Raum. Leg Dir die geplante Strecke mal mit Gartenschlauch, Verlängerungskabeln oder ähnlichem im Garten aus und schau es Dir dann an. Damit wirst Du ziemlich schnell Engstellen und andere Probleme identifizieren.


    Viele Grüße


    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Hallo an alle

    und vielen Dank für die zahlreichen Antworten bis hierher.

    Ich versuche mal die Sachen abzuarbeiten .

    Meine transportablen Gleise haben einen Radius von 3,75 m und 129 mm Spurbreite. Sie sind also schon mit einer gewissen Erweiterung versehen wurden vom Vorbesitzer. Und es ist genau der Radius, um an den vorhandenen Bauten gut vorbeizukommen. Die Wagen , die vorhanden sind haben eine Trichterkupplung in der Mitte. ein kurzer Zweiachser und ein vierachsiger Drehgestellwagen, die mit der kleinen, etwa 45 kg schweren Lok gut laufen auch in den Kurven.

    Gerd vielen Dank für den Plan deiner Anlage. Du hast die Abstellgleise und das Lokschuppengleis links und rechts von Gleis 2. Das ist bei mir aufgrund der baulichen Situation nicht realisierbar. Ich muß die Einfahrweiche für die Abstellgleise außerhalb des Bahnhofs einbauen. Darum die Frage nach der Absicherung des Streckengleises beim vereinfachten Vorbild.

    80 Prozent der Strecke habe ich bereits mit den vorhandenen Gleisen ausgelegt ( nach und nach natürlich ) und den Lichtraum überprüft. Da wird es nirgends wirklich eng.

    Und die Gleise im Bahnhof haben 1m Abstand von Mitte zu Mitte.

    Auf der Bahn sollen nur kleine Loks zum Einsatz kommen und an eine Dampflok denke ich gar nicht. Dafür hätte ich überhaupt keine Zeit und Möglichkeiten. Vielleicht mal eine kleine Lok mit zwei kurzen Drehgestellen. Vielleicht gibt es mal eine Gelegenheit.

    Außerdem wird der Garten komplett bepflanzt, so das man nicht gleichzeitig alles überschauen kann. Und es wird keinen Rasen geben. Bodendecker, Stauden, Sträucher, und Gehölze werden für Schattige und Halbschattige Flächen sorgen. Und ich werde versuchen, das Schotterbett mit genügsamen , flachen Sedumarten oder Thymian zu begrünen. Das beugt Unkraut vor und kühlt das Schotterbett und das Gleis bei zu starker Sonneneinstrahlung.

    Ich werde natürlich ein paar Fotos einstellen, sobald die Bauarbeiten vorwärts gehen, aber auch am und im Haus gibt es noch genug zu tun. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Das obere Gleisdreieck Probeweise ausgelegt und da wo der Spaten ist, steht jetzt eine rote Säulenmirabelle.

    Vielen Dank und schönen Sonntag noch

    Thomas

  • Ich muß die Einfahrweiche für die Abstellgleise außerhalb des Bahnhofs einbauen. Darum die Frage nach der Absicherung des Streckengleises beim vereinfachten Vorbild

    Moin Thomas!
    Wenn Du den Schutz der Strecke vor ablaufenden Wagen aus dem Abstellgleis meinst, wäre eine Gleissperre die naheliegendste Lösung. Das habe ich zwischen den Weichen 2 und 3 auch vorgesehen.
    Um leicht laufende Wagen vor dem Abrollen in Richtung Gleis 2 zu unterbinden, hab ich die Gleise 3 und 4 soweit abgsenkt daß Sie ein geringes Gefälle in Richtung Prellbock haben. So kann ich dort Wagen abstellen, Die sicher gegen die Prellböcke rollen.
    Vor anderen Vorfällen,welche Wagen in Richtung Strecke unkontrolliert abrollen lassen hilft nur eine Gleissperre o.Ä..
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Guten Abend zusammen

    Macht es ihm noch nicht so madig 🙄. Also warum sollte Thomas denn nicht seine Vorstellung seines Gleisplanes so verwirklichen. Ich finde sie nicht langweilig mir gefällt es und gerade die „Kehrschleifen“ machen die Fahrt auch nicht langweilig. Besser als immer nur im Kreis fahren 🫣. Da es vermutlich eine Privatanlage ist bestimmt nicht mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen 🤓. Auch die Von ihm vorgesehen Radien sind grundsätzlich kein Problem, wenn man seine Fahrzeuge daraus auslegt. Wie ihr vermutlich wisst fahre ich auch auf 3m Radius in den engsten Kurven sogar mit Steigung und zudem noch mit größerer Spurweite und es geht problemlos. Bei einem maximalen Achsabstand von 650mm. Also warum soll er es nicht machen 🤔. Natürlich kann er in seiner Lok da keinen Kleinstmotor einsetzen.

    Mit nicht so kritischen Grüßen Michael

  • Hallo Thomas,
    ich hänge einfach mal ein paar Bilder von meiner Privatanlage an, insbesondere vom BW Bereich und den Abstellgleisen. Vielleicht dient ja irgendwas als Anregung bei Deiner Anlage.

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    Gleisplan der Anlage

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    BW-Bereich mit Drehscheibe

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    Blick von oben auf den BW Bereich

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    Highlight der Anlage: Viadukt


    Viele Grüße
    Uli

  • Ahoi, Weimi hat es gut auf den Punkt gebracht - laßt doch jedem seine Vorstellung und Phantasie.

    Man sieht häufig daß es bei der großen Modellbahn häufig Leute gibt, die großspurig auffahren. Aber muß dass denn immer so sein?
    Muß eine private Anlage unbedingt sämtlichen Anforderungen einer BR01 entsprechen?
    Muß eine private Anlage zwangsläufig für Gastfahrer ausgelegt sein?

    Und kann es nicht auch einfach mal sein, daß jemand tatsächlich eine Vorliebe für kleine Fahrzeuge, insbesondere Feldbahnen z.B.?

    Daß sich ein eingefleischter Regelspurbahner im Laufe seines Lebens mal für eine niedliche Feldbahn interessiert, das scheint häufiger zu sein, aber ein eingefleischter Feld-/Schmalspurbahner der aus Spaß eine Regelspurlok zulegt? Ich denke das ist eher selten. Kein Urteil, nur eine Beobachtung.

    Ich bin bekanntlich eingemachter Schmalspur-Waldeisenbahner (der höchstens für eine OS-Shay den Sprung auf die Regelspur gehen würde). Meine mobile Gleisanlage, mit der ich viele Jahre auf dem EDHT in SH und KA vertreten war, hat auch nur 3,8m Radius und ich könnte mich nicht daran erinner, daß es da mit meinen Fahrzeugen (bis 1m20 LüK) probleme gegeben hätte. Es kommt eben auch die Vorbildwahl drauf an.

    Natürlich sind die aufgeführten Punkte alle gut und mancher auch eine Überlegung wert, aber um sein Riehlein-Rehlein mit kurzen Wagen für die Enkel laufen zu lassen ist daß doch druchaus interessant. Gerade in Bezug auf den Betrieb mit Kindern. Ein Oval ist da vielleicht praktisch für die Rundenraser - aber Kindern wird das an einem Tag öde und dann war's das. Ist wie mit der Billerbahn - Nur die Anlage mit dem Achter in der Mitte und der Kreuzung macht Spaß und dann alle Loks drauf und Karambolage...

    Zum Fazit : Ich finde es besser EIN Thema, EINE Spurweite und EIN Konzept zu verfolgen, anstatt sich auf alles eventuelle einzurichten und zu berücksichtigen.

    Meine Meinung :)

    Es grüßt der Gerd

  • Moin zusammen!
    Ihr habt recht! Natürlich soll jeder nach seiner Facon selig werden und sein Konzept ausleben.
    Wenn ein Plan zu optimistisch aussieht, sollte man trotzdem darauf hinweisen, daß weniger manchmal mehr ist.
    Thomas sein Plan weißt viele Gleise und Weichen auf, die auf den ersten Blick unrealistisch wirken. Wenn Er schon einen teil an Gleisen und Weichen vorrätig hat, ist es gut damit schon mal Teile auszulegen. Wenn die Weichengeometrien bekannt sind, kann man in 2D realistisch planen.
    Ich hab mal probeweise eine grobe eine 2D Zeichnung auf 30x16m Fläche mit 3,5m Radius gezeichnet, Die ungefähr Thomas seiner Planung entgegen kommt.:
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    Hier sieht man, wieviel Bruttolänge für die Bahnhöfe zur Verfügung steht. Davon gehen noch die Weichenstraßen ab. Da kann man sich schnell verschätzen. Nicht umsonst hab ich meine Einfahrweichen in die Kurvenenden gelegt, was vorher anders geplant war.
    Ich möchte Thomas und anderen Anlagenplanern hier nur helfen realistisch, mit wenig Frust und erfolgreich zum Ziel zu kommen.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Moin moin,


    dazu noch ein Hinweis:

    meine Anlage wurde um eine englische 08 und einen bayrischen Glaskasten herum geplant. Dass dort jetzt eine 232, Taigatrommel und BR55 heimisch geworden sind, hat bei der Planung niemand gewusst.

    Viele Grüße


    Holger

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  • Hallo an Alle,

    Vielen Dank für eure Beiträge.

    Und ja, größere Radien und längere Bahnhofsgleise sind natürlich immer besser für größere Lokomotiven und lange Züge. Und besser man hat als man hätte. Und ich bin auch ein Typ, der gerne vorausdenkt und alle Möglichkeiten in Betracht zieht. nur ist mir halt Ein großes Oval und von jedem Punkt aus die ganze Strecke übersehen zu können einfach nicht interessant genug.

    Ich arbeite seit 30 Jahren in einer Branche ähnlich Garten und Landschaftsbau. Und meine Frau ist gelernte Gärtnerin. Das Grundstück ( leichte Hanglage auf 50m etwa 1,5 Meter ) wird also in verschiedene Räume aufgeteilt, neu modelliert und so kann man immer etwas neues entdecken, wenn man um die nächste Ecke kommt. Die Bahn wird sich harmonisch in den Garten einfügen.

    Da werde ich auch mal im Liegestuhl sitzen und der Zug kommt vorbei und bringt mir vielleicht sogar ein Feierabendbier. Die Bahnhofsgleise sind von der Länge her auf Lok und max 3 Wagen ausgelegt. Also etwa 4 bis 5 Meter Nutzlänge. Das entspricht genau meiner Vorstellung von Bimmelbahn oder Feldbahn mit Personenbeförderung.

    Ich würde auch gerne jedem direkt antworten, aber das ist zeitlich nicht so einfach.

    Danke Gerd, das du dir soviel Gedanken gemacht hast und deinen Plan eingestellt hast. Du fährst sicher auf deiner Bahn lange Vorbildzüge. Aber meine baulichen Voraussetzungen im Garten würden das halt nicht zulassen. Dann lieber ein kleiner Rumpelzug, der hinter der Sitzecke am Pool sich den Berg hoch kämpft und zwischen den Azaleen und Rhododendren hindurch in den Bahnhof einfährt. das ist halt meine Vorstellung davon. Und ich finde es gut, wenn hier jeder seine Vorstellung von Eisenbahn vertritt und verwirklicht.

    Ich habe bereits 5 Weichen und etwa 80 meter Gleis. Schweißen geht auch so einigermaßen und anhand eurer Bauberichte, die ich aufmerksam gelesen habe, werde ich mir eine vernünftige Schablone für die Gleise und Weichen bauen. Das sollte kein Problem werden.

    Ab April wird der erste Bauabschnitt in Angriff genommen. Ein paar Bilder werden bestimmt auftauchen hier. Ich lasse euch teilhaben an meinem Projekt. Und ob wirklich der Plan bis ins letzte Detail umgesetzt wird oder die Gleise im Bahnhof alle realisiert werden, wird man sehen. Aber aus meiner Arbeit weiß ich, das eine gute Vorplanung das A und O ist. Improvisieren beim Bau kommt dann sowieso noch dazu.

    Jetzt noch mal zur Gleissperre: Die Idee ist gut, aber wie funktioniert dann die Abhängigkeit . Stellt die Einfahrweiche ins Bw die Gleissperre mit?

    So nach dem Motto Weiche abzweigend ins Bw Sperre offen und Weiche Stellung Strecke Sperre geschlossen? Verbunden mit Gestänge? Hat das vielleicht jemand schon mal realisiert?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen .

    Schönen Abend noch

    Thomas

  • Bei der großen Bahn werden Gleisbereiche vor einer Zugfahrt durch Flankenschutzeinrichtungen geschützt. Das kann eine Gleissperre oder eine Weiche mit einem Gleisstummel sein. Sprich Flankenschutzweiche. Oder eine Weiche, die in ein Stumpfgleis führt. Die Briten nutzen halbe Weichen.

    Nachtrag: In einem Bild aus Japan sah ich eine Weiche mit komplett durchgehenden Strang, ohne Herzstück. Ist der Flankenschutz aktiv, muss der Radsatz über den Strang klettern. Ich finde das Bild nur nicht mehr. Aber interessante Weiche.

    Einmal editiert, zuletzt von A76 (9. Februar 2026 um 20:11)

  • Moin Thomas!
    Ich fahre mit meiner V20 kurze Züge. Mit 5,8m Länge von Gleis 2, was nach Aufstellung von Signalen noch kürzer wird, sind längere Züge hier eh nicht drin.
    Gleissperren dienen zur Sicherung von Zugfahrten (n. EBO) als Flankenschutz. Lt. EBO (Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung) müssen für die Zulassung einer Zugfahrt/ Fahrtstellung eines Signal´s, alle Weichen und Flankenschutzeinrichtungen verschlossen sein und solange verschlossen bleiben wie das Signal in Fahrt steht. Hierfür gibt es verschiedene Verschlußregister in den Stellwerken und Schlüsselabhängigkeiten. bei den hierfür verwendeten Schlössern lassen sich die Schlüssel nur im abgeschlossenen Zustand abziehen.
    So beim Vorbild, was nicht verkehrt ist, es zu wissen. Wie wir es machen, ist eine andere Sache. Als hauptberuflicher Eisenbahner a.D. hab ich da eigene Ansichten. Im Feldbahnbetrieb geht es i.d.R. lockerer zu.
    Wie ich schon geschrieben habe, halte ich Abstellgleise mit einem leichten Gefälle in Richtung Prellbock am sinnvollsten, da so keine Wagen in das Betriebsgleis rollen können. So erspart man sich auch den Ärger entgleiste Wagen über einer Gleissperre zu räumen. Wenn man Fahrten mit Personenbeförderung besonders schützen möchte, sind Gleissperren zu oder in den Abstellgleisen eine Möglichkeit.
    Ich müßte eine Zeichnung haben, wo mit der Zugangsweiche die Gleissperre mit gestellt wird. ist mir so aber noch nicht vorgekommen. Was ich bei der Museumsbahn schon gebaut habe sind Folgeabhängigkeiten. Hier wird erst die Gleissperre aufgeschlossen und abgelegt. Danach am einen zweiten Schloß die Gleissperre in abliegender Lage abgeschlossen. Mit dem nun freigewordenen Schlüssel kann die Weiche aufgeschlossen werden. Der Schlüssel für die Gleissperre (aufgelegt) wird normalerweise am Schlüsselbrett, Schlüsselwerk, Hebelbankschloß oder Schlüsselsperre verwahrt.
    Aber wie wir das bei uns machen, sei jedem selbst überlassen. Hier hat jeder seine Vorstellungen und betriebliche Besonderheiten
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose