V36 4801

  • Hallo,

    wie schon angekündigt, möchte ich die ersten Arbeitsschritte für mein neues Projekt vorstellen. Es wird wohl die letzte Lok sein, die ich konstruiere und baue. Sie wird dann die Fabrik-Nr. 12 erhalten. So langsam wird es voll bei mir. Deshalb wird es eine Lok werden, die größer, schwerer, robuster und leistungsfähiger ist, als das was ich bisher gebaut habe. Sie ist dann auch tauglich für Besucherzüge. Vom Grundkonzept her zerfällt sie wieder in mehrer Teile, damit sie trotz knapp 3stelligem Gesamtgewicht noch rückenverträglich auf die Werkbank gehievt werden kann.

    Ein paar Fotos und eine halbwegs gescheite Ansichtszeichnung sind alles, was ich habe. Daraus gilt es was zu machen. Da ich, wie bei meinen bisherigen Projekten, wieder hart am Original bauen will, werden die Proportionen der Lok eine Herausforderung. Es gibt bereits 2 Modelle diese Loktype. Nur eins davon ist ernst zu nehmen. Das wird mein Vorbild. Allerdings gibt es auch da kleine Probleme mit den Proportionen. Das hoffe besser machen zu können.

    Die Laserteile sind in dieser Woche gekommen und am WE habe ich sie vorbereitet, zusammengesteckt und verschweißt.

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    Bis in Kürze.

    Es grüßt der Jan

  • Hallo Jan,


    das wird sicher wieder ein unglaublich gutes Modell. Wenn ich raten dürfte, eine V36.48 ? Die Pufferbohlen sehen so aus...


    Viele Grüße,

    Jakob

    Von weitem hört man den Schlosser schrauben

  • Hallo,

    das Fahrwerk ist jetzt soweit fertig, das die Teile zum Sandstrahlen können. Hier schon mal eine Stellprobe mit diversen Anbauteilen aus dem Drucker.

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    Hier scheinen sich nur Kenner zu tummeln. In der Tat wird es die V36 4801. Mächtig gewaltige 2,10 m Lok werden es dann .

    Einmal editiert, zuletzt von Lokfummler (4. September 2026 um 20:45)

  • Lokfummler 4. September 2026 um 20:41

    Hat den Titel des Themas von „Arbeitstitel "Neues Lokprojekt"“ zu „V36 4801“ geändert.
  • Hallo,

    zwischenzeitlich habe ich die Vorbauten fertig gezeichnet, um die Proportionen mit Fotos abgleichen zu können. Nach einigen Änderungen bin ich zufrieden.

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    Jetzt kann ich das ganze in 3D modellieren. Bei der Größe werden es je Vorbau 3 Teile werden, die zusammengesteckt werden können. Der Vorteil beim 3D Druck ist, dass ich weiter herum experimentieren kann. Möglicherweise drucke ich die Seitenklappen extra und setze sie dann an. Aber erst mal ein grober Probedruck um zu sehen, ob alles passt.


    Gruß Jan

  • Hallo,

    das Führerhaus muß ich noch zeichnen. Das wird auch das schwierigste Teil. Wie bereits beschrieben zerfällt die Lok in Einzelteile. Die beiden Antriebsgestelle werden einzeln transportiert und sind durch eine Laschenkupplung mit Steckbolzen verbunden. Zu sehen sind auch Ferderpuffer. Ob ich die realisiere, ist noch offen. In der Draufsicht ist schon die Grundplatte für das Führerhaus erkennbar. Dieses wird separat aufgesetzt. Auf der Zeichnung sind mittig die kleinen Bohrungen für die Führungsbolzen und seitlich davon die größeren Bohrungen für die Federn zu sehen. Das Führerhaus wird um die 10 kg wiegen und ruht auf besagten Federn. Zum Schluß werden die Vorbauhauben aufgesetzt.

    Ich baue erstmal, was auf der Zeichnung zu sehen ist und teste dann ausgiebig. Der 5m - Gegenbogen wird die Nagelprobe werden. Bei den Puffern zwischen den Gestellen bin ich, mir wie gesagt, noch nicht sicher. Die sollen die Lok im geraden Gleis auch in eine gerade Linie stellen. Aber mal sehen.

    Gruß Jan

  • Ich verstehe. Gemessen an dem Aufwand bzw. Deinem sonstigen Perfektionismus, wie Du ihn bei Deinen herrlichen HF-Loks an den Tag legst, sehe ich dabei nur zwei Probleme:

    • Wenn Du die Lok in den Bogen stellst, kommt es zum Widerspruch zwischen dem Lochabstand des Kuppeleisens und dem der Führungs-Pins des Führerhauses: Es wird zwängen. In (mindestens) eines der Gelenke gehört eine Längsverschiebbarkeit (Elastizität oder Langloch).
    • Der Abstand der Führungspunkte des Führerhauses ist viel zu gering und liegt bei Dir sogar noch innerhalb von zweitem und drittem Radsatz! Ist das denn beim Vorbild auch so? Dazu gleich mehr:

    Ich fühle mich bei der ganzen Konstruktion stark an die Gelenklokomotiven von Jung erinnert (V 29, V 30, L 40) und halte es für recht wahrscheinlich, dass diese als Vorbild gedient haben. Auch bei diesen handelt es sich im Prinzip um zwei kurzgekuppelte Kleinlokomotiven, zwischen denen ein gemeinsames Führerhaus schwimmt.
    Und in die Lagerung des Führerhauses hat man bei Jung einen nicht unbeträchtlichen Aufwand und Gehirnschmalz gesteckt, so dass es mich wundern würde, wenn es bei den Babelsberger Baumustern anders gewesen sein sollte:

    Bei den Jung-Loks hat das Führerhaus lange, gabelförmige, von außen nicht sichtbare Fortsätze, die vergleichbar zu Tragschnäbel unter den Vorbauhauben bis zur Mitte des jeweiligen Triebgestells ragen (also ungefähr dort, wo bei Dir die Blindwelle ist) und dort das Führerhaus in einer statisch sauberen Dreipunktlagerung (!) abstützen.
    Damit ist sichergestellt, dass das Führerhaus nicht kippelt, und bei der Einfahrt in einen Bogen oder einen Neigungswechsel um ungefähr den halben Winkel ausschwenkt wie der führende Vorbau.
    Bei einer Abstützung innerhalb von zweitem und dritten Radsatz wie bei Dir wären die Winkelbewegungen des Führerhauses erstens deutlich größer, und zweitens unter Umständen sogar gegenläufig zum führenden Vorbau, womit eine sehr unschöne Z-Stellung entstünde.

    Bitte nicht als Kritik an Deinem schönen Projekt verstehen! Später wäre dis aber nur noch unter Umständen schwer zu korrigieren, wenn der Platz, wo eigentlich die Lagerung des Führerhauses hingehört, zum Beispiel bereits durch einen Motor belegt wäre.

    Beste Grüße, Moritz

  • Hallo ihr MInikrokodil-Bauer,

    vielleicht lässt sich ja ein Foto oder eine Zeichnung, wie die Lagerung bei der V29 gelöst ist, finden und hier veröffentlichen. Eine Lok lebt ja noch beim DEV. Meine Recherche - für einen kleineren Massstab - war vor Jahren leider erfolglos.
    Das könnte nämlich auch für die Erbauer von Dampftriebwagen und Stütztenderloks interessant sein........

    "Minikrokodil" soll keine Abwertung sein, Jan, was du da baust ist ein ordentlicher "Prackl", Respekt!

    Grüsse von Toni

  • vielleicht lässt sich ja ein Foto oder eine Zeichnung, wie die Lagerung bei der V29 gelöst ist, finden und hier veröffentlichen.

    Bitteschön, beides:

    https://www.museumseisenbahn.de/images/dev_dme/dme99_4_dev_v29.pdf

    Insbesondere die Prinzipskizze auf Seite 16 unten.

    Und auf dem Foto https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?017,file=761509 sieht man ebenfalls die gabelförmig weitergeführten Längsträger des Führerhauses.


    Moritz

    Einmal editiert, zuletzt von Bierjunge (16. September 2026 um 13:11)

  • Hallo, die Lok hat in der Tat Tragschnäbel für das Führerhaus, die bis in Höhe Blindwelle reichen und die Zugkräfte zwischen beiden Lokhälften übertragen. Die Umsetzung würde aber meinem Konzept der zerlegbaren Lok widersprechen. Deshalb deutlich einfacher mittels Laschenkupplung. Wegen der unterschiedlichen Abstände bei Bogenfahrt werden die kleinen Bohrungen wohl etwas oval. Wieviel werden die Tests ergeben. Bei meinem Prinzip der Führerhauslagerung haben ich mich an der E94 orientiert.

    Gruß Jan

    Einmal editiert, zuletzt von Lokfummler (18. September 2026 um 14:12)

  • Hallo,

    die vorstehende Diskussion hat mich veranlasst das Thema der Verbindung der beiden Antriebsgestelle zu überdenken. Danke für die Inspiration. Im klassischen 5m-Bogen ist die angedachte Lösung praktikabel. Der Abstandsunterschied zwischen Führerhausbolzen und den Bolzen der Laschenkupplung beträgt nur 2mm. Aber: Im Gegenbogen ohne Übergangsgerade wären das 6mm. Für mich zu viel.

    Deshalb wird die Lok eine Zug/Druckstange erhalten, die genau im Abstand der Führerhausbolzen angelenkt ist. An den Enden der Gestelle habe ich Kästen für Steckkupplungen für Kabel vorgesehen. Die sind groß genug um beides aufzunehmen und die Zug/Druckstange werkzeuglos entnehmen zu können.

    Gruß Jan

  • Hallo,

    bei einer Lok wie dieser waren meist die beiden Triebwerksteile über eine Kupplung verbunden.
    das Führerhaus war dann einseitig in einem Bolzen mit seitlichen Gleitplatten auf dem einen Triebwerk abgestützt (reine Drehbewegung). Beim zweiten Triebwerk hatte das Führerhaus mittig eine Langlochführung in Form eines Schiebestücks das den Längenausgleich ermöglichte und ebenfalls seitliche Gleitplatten.

    Volker