Umbau der Zimmermann E69 von Widerstand auf Elektronik

  • Hallo Zusammen,

    Ich überlege die Zimmermann E 69 auf eine elektronische Regelung umzubauen. Derzeit sind noch Widerstände verbaut. Funktioniert, zieht aber einem bei langsamen Fahrten den Akku doch recht schnell leer.

    Derzeit fährt die Lok mit 2 Blei Akkus 12V 50AH. Motor ist ein Bosch 24 V 750 Watt

    Ich möchte hier eine Elektronik gerne einbauen, die beim Bremsen auch zurück speisen kann. Was verwendet Ihr so in euren Loks und welchen Handregler verwendet Ihr?

    Bin für einen Erfahrungsaustausch sehr dankbar für die Ideenfindung.

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    Einmal editiert, zuletzt von 99211er (26. September 2026 um 21:41)

  • Ich habe seinerzeit bei meinem Speeder (siehe mein Avatar) einen 4QD Regeler aus England verbaut, der sehr gut zurückspeist. Als Regler habe ich auch den von 4QD genommen, nur in ein Fahrpult eingebaut, da ich noch einige weiter Funktionen benötigte.

    Hubert The Goose

  • Ich würde ganz klar zu einer Dimension Engineering Steuerung greifen, zum Beispiel Sabertooth 2x32A, 2x60A oder je nach Anwendung auch eine SyRen 50.

    Die 4QD ist meiner Meinung nach einfach nicht mehr zeitgemäß. Zu groß, zu klobig und man braucht zusätzlich noch Fernsteuermodule und weiteres Zubehör.

  • In meiner V20 habe ich den Navi Control 700 von Roxxy eingebaut. Für meine geplante preuß EG504 hab ich einen bauartgleichen Navi Control 540 R von Robbe vorgesehen. Beide an RC-Fernsteuerung.
    Die Wahl der Navi-Regler habe ich getroffen, weil diese Regler keine Motorbremse haben. Vorbildgerecht benutze ich separate Bremsbedienung.
    Nachteil dieser Regler ist eine hörbare Taktfrequenz von 1KHz. Bei der V20 wird das mit einer Geräuschelektronik übertönt. Bei der EG504 hoffe ich, daß das Holzgehäuse das ausreichend dämpft.
    Die Regler besitzen keine eigene BEC Stromversorgung (Fernsteuerung).
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Hallo

    In meinen Loks arbeitet als Leistungsteil nur noch 4qd.

    China und Fernsteuer Regler haben mich ohne Vorwarnung stehen gelassen.

    Als Bedienteil nutze ich die Fernsteuerung vom Weichenschlosser. Die hat er vor 15 Jahren mal hier im Forum vorgestellt. Nach einigen Verbesserungen ist sie mittlerweile auch für den Publikumsbetrieb betriebssicher.

    Das ist aber ein eigenes Kapitel für sich.

    Essentiell für den dauerhaften Betrieb einer elektronischen Fahrregelung ist die gute Entstörung des Motors!

    Motor Entstörung

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo Stephan,

    auch ich kann Dir 4QD wärmstens empfehlen. Solltest Du Deine Lok nicht auf Fernsteuerung umbauen wollen, sondern so steuern wie bisher, dann wird es sehr einfach.

    Eine DNO 5 oder auch 10 an Motor und Batterie klemmen. Die Kabel für die Fahrtrichtungsumkehr an den Schalter an der Lok.

    Für die Traktion hat 4QD ein Poti vorgesehen. Wenn Du den Fahrstufenschalter der Lok mit einer Widerstandskaskade ausrüstest, wird der zum Stufenpoti und kann weiter verwendet werden. Die Funktion "Schnell / Langsam" muß nicht unbedingt verwendet werden und lässt sich brücken. An der Lok selbst sind damit keine Umbauten notwendig.

    Hier mal noch ein Bild von meiner Steuerung.

    Viele Grüße Jan

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  • Hallo Thomas

    Also ich fahr in einer Lok seit 8 Jahren mit einer Rollladensteuerung für 17,00Euro vom Chinamann, auch im Publikumsverkehr. Über Lastrelais bei voller Leistungsabgabe umschaltbar von 12V auf 24V und umgekehrt, ohne Ausfälle.

    Als Funke bei den anderen Loks, benutz ich die Einhandsteuerung vom Chinamann. Da hab ich nur den nervigen Piepser, der jede Eingabe quittiert, rausgelötet. Bisher absolut zuverlässig. Und bei dem Preis, kann man auch eine Reservefunke im Gepäck haben.

    Die Robbe Navy 540 ist eine völlig problemlose Steuerung die auch richtig Ströme abkann. Da sie ein Schiffsfahrregler ist, hat sie natürlich keine Motorbremse oder Rrekuperation.

    Motorentstörung? Also entweder sind die Motoren die ich benutze von Haus aus entstört. Aber ich hab auch schon mit 24V Lüftermotoren aus nem LKW rumhantiert, die auch problemlos gelaufen sind, und das ohne Entstörung.

    Naja vielleicht mach ich was falsch...

    Gruß Ingo 8)

    Einmal editiert, zuletzt von v8maschine (27. September 2026 um 13:24)

  • Navi Control 540 R von Robbe

    Die Navi Control 540 R von Robbe kann bremsen.

    Zuggewicht ca. 360kg plus Publikum plus mich bringt die 540R aus Höchstgeschwindigkeit auf etwa 5m zum stehen. Muss nur gegensteuern und die Lok bremst.

    Eine Rekuperation halte ich bei unseren Betriebsbedingungen für nicht sehr sinnvoll, der Effekt ist mir zu gering. Ich fahre jetzt seit sechs Jahren mit der Navi Control 540 R und hatte noch keine Probleme.

    Die Navi Control 540 R macht 24V/40A Dauer, 80A kurzzeitig. Aktuell in der Bucht ab 69€ plus PP.


    Stephan: Bei 24V/750W brauchst Du unter Volllast rein rechnerisch ca. 31,25A.

    Grüße aus Unterfranken sendet Ludwig aka Mad Max.


    Qualität aus Unterfranken - garantiert NICHT aus Bayern
    Ich pfeif auf die KI, ich bevorzuge die NI und die NK - die natürliche Intelligenz und die natürliche Kompetenz!

    3 Mal editiert, zuletzt von Mad Max (27. September 2026 um 17:38)

  • Ich empfehle die 4Q_fag von Rüdiger. Solide, leistungsfähig, fair im Preis und guter Service von Rüdiger. Auch im Modellbaupark Markkleeberg ist sie in allen Fahrzeugen und bewältigt den professionellen Publikumsverkehr.

    Ich benutze diese in allen meinen Maschinen ohne jemals ein Problem gehabt zu haben.

    Joachim

  • Hallo Thomas,

    Welche Fernsteuer Regler hast du denn ausprobiert? Ich denke einen Robbe Navy zum Beispiel, bekommst du nicht so schnell kaputt

    Gruß

    Matze

    Hallo Matze

    Es war dein gelobter Robbe Regler, der mich verlassen hat.

    Tests mit mir alleine auf dem Zug funktionierten den ganzen Tag, Bei Anhängelast von 20 Personen war nach einer Stunde finito.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Es war dein gelobter Robbe Regler, der mich verlassen hat.

    Tests mit mir alleine auf dem Zug funktionierten den ganzen Tag, Bei Anhängelast von 20 Personen war nach einer Stunde finito.

    Moin zusammen!
    Um 20 Personen zu befördern braucht man entsprechende Leistung.
    Der Navy Control 540 von Robbe und der baugleiche Navy Control 700 von Roxxy, den ich in meiner V20 habe, wird mit einer Strombelastung von 40A angegeben. Damit kann man, zumindest im mittleren Bereich was bewegen. Jeder Regler kann auch mal ausfallen., egal wie hoch er belastet wird.
    In meiner V20 arbeitet ein MY 1016 200W Motor am Roxxy einwandfrei.
    Für meine geplante pr. EG 504 soll ein MY1018Z, 450W, mit dem Navy Contrl 540 R anrbeiten. Das sollte Er sicher schaffen.
    Wer hier deutlich mehr mehr braucht, solllte sich nach entsprechenden Reglern umsehen.
    Ob man einen Regler an seiner Lastgrenze sicher betreiben kannl, bezweifele ich. Eine Sicherheitsreserve kann nie schaden.
    Gruß Gerd

    V20, pr. AT1, würt. Kittel DTW, (Ur-) galloping Goose

  • Moin moin,


    4QD ist etwas teurer, aber dafür bekommt man sehr guten Service.

    Steve ist wahnsinnig hilfsbereit und mit ein paar Tips von ihm habe ich es geschafft, eine uralte 4QD Steuerung der 232 mit einer modernen in der Taigatrommel über einen selbstgebauten Adapter in Doppeltraktion zu fahren.

    Auch wenn eine Steuerung mal nicht tut, was sie soll, beantwortet er bereitwillig Fragen und gibt Hinweise, welche Bauteile man prüfen muss. Das hat mich bisher immer zum Ziel geführt.

    Er ist auch immer dankbar, wenn man ihm Anregungen zu Erweiterungen oder Hinweise zu möglichen Funktionen gibt.

    Für mich ist Service ein Teil des Produkts, und da ist man bei ihm richtig.


    Thema Rückspeisung:

    Das wird m. E. überbewertet.

    Wann bremst Ihr mal stark und lange, so dass es sich lohnen würde? Auf einer halbwegs ebenen Clubanlage bremse ich kaum und lasse den Zug beim Halt im Bahnhof ausrollen. Da kommt nichts "zurück".

    Eine Strecke wie z. B. Klein Vollbüttel mit einem langen Gefälle wäre da schon etwas anderes, aber auch da kennt man seinen Zug und lässt meist rollen. Kurze, sanfte Bremseinsätze bringen auch wenig Rückspeisung.

    Bisher habe ich allerdings keine Felddaten gesammelt. Eine entsprechende Auswerteschaltung, was aus der Batterie entnommen und wieviel davon rückgespeist wurde, wollte ich mal für die 232 bauen, hab es dann aber zugunsten anderer Projekte eingestellt.


    Viele Grüße


    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Moin,

    mal etwas zum Nachdenken - wenn Thomas seine Erfahrungen teilt, beachtet doch bitte, dass er es gerne groß, schwer und beeindruckend mag und er selber sollte das auch bedenken. Um im Bild zu bleiben - Schwerlasttransorter Mammut mit Panzerhaubitze 2000 auf dem Sattelauflieger.

    20 Personen sind locker mal 2 - 3 Tonnen Gewicht und das tut sich glaube ich kaum jemand an - von daher seid doch bitte so rücksichtsvoll Anderen gegenüber, dass ihr die Rahmenbedingungen unter denen etwas eingesetzt und für gut befunden wird nennt.

    In dem Fall wird sofort klar, was zu beachten ist.
    Ich habe mal ein Kalkulationsblatt für Elektro- und Dampflokomotiven gebaut, das hier im Downloadbereich zu finden sein dürfte. Damit kann man sehr gut arbeiten und Schlussfolgerungen für sich selbst ableiten und dann gibt es noch die individuellen Eigenarten des Bedieners, die mitunter entscheidend sein können.

    Grüße
    Dietrrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Ich würd die Steuerung nicht um bauen.
    Eine alte eLok hat nun mal eine Stufenschalter Steuerung.

    Das Problem ist die richtige Bedienung.

    Die Zimmerman Steuerung hat eigentlich einen Serie (24V) / Paralell (12V) Umschaltung, für schnell oder langsam Fahren.
    Die Fahrstufen mit Wiederständen, werden nur zum aufschalten / anfahren / abschalten benötigt.
    Gefahren wird grundsätzlich immer auf der höchsten Fahrstufe, oder auf Null.
    D.h. anfahren, beschleunigen, rollenlassen.
    Mit der Zimmerman Steuerung kann man zum anhalten, über die Wiederstände, auch stark elektrisch bremsen.
    Für fahrten auf einem längeren Gefälle, stellt man auf Parallel (12V, langsamfahrt) und die höchste Fahrstufe.
    Sobald der Zug schneller wird, als der Motor bei 12V drehen würde (Motor Spannung > Batterie Spannung), begint er elektrisch zu bremsen und zurück zu speisen.
    Funktionier auch auf Serie (24V), nur ist man dann viel schneller 8o
    Zumindest funktioniert das beim Zimmermann Permanentmagnetmotor so.