Die meisten Dampfbahner über-ölen ihre Maschinen, was sich dann als rutschige Schiene bemerkbar macht. Die einzige Variable, die Dir bei gegebener Pumpe noch zur Verfügung steht ist des Hub an der Ratsche. Den schrittweise (rückwärts) so einstellen, daß am Ende eins Fahrtages oben am Schornstein innen nur noch ein ganz feiner fettiger Hauch von Zylinderöl zu sehen ist. Wenn außen am Schormstein ein schwarzer Sutt herunterrinnt, dann machts Du was falsch.
Keine Angst übrigens, Deine Lok geht nicht sofort kaputt, wenn Deine Oelpumpe mal versagt! Schau Dir bei der großen Dampfbahn und auch bei einer Modell-Lok mal die Innenflächen eines eingelaufenen Zylinders an: Spiegelglatt und karbonisiert. Das frißt nicht sofort fest.
Wenn Du wirklich ganz sicher gehen willst, dann installiere in den Deckel des Schieberkastens eine M3-Schraube mit Cu-Dichtung. Losschrauben, ein paar Tropfen Oel mit einer dicken Injektionsspritze (zB vom befreundeten Tierarzt) einfüllen. Wenn dann Deine Pumpe versagt, bist Du immer noch auf der sicheren Seite. So ein Einfüllpunkt ist auch bestens geeignet, vor dem Winterschlaf der Lok, die Zylinder mit Schmieröl zu fluten.
Bei Oelpumpen mit Ratschenrädern sind die Sperrklinken der Schwachpunkt. Wenn die nicht gehärtet sind, dann nutzen sie bald ab und sperren das Klinkenrad nicht mehr. Außen neben das Klinkenrad noch ein kleines Handrad montieren, mit dem man bei einem Stop noch etwas Oel nachdrücken kann. Am Handrad ein farbiger Punkt, den man von der Fahrposition aus sehen kann. Wenn der langsam herum wandert ist alles OK.
Gute Fahrt