Öler für Zylinder

  • Hallo Leutz,

    Wie sich vielleicht schon rumgesprochen hat, ist mir nun auch eine Dampflok zugelaufen.

    Nach einer fachtechinschen Begutachtung ist man zu dem Schluß gekommen, daß ein zweiter Öler für den zweiten Zylinder angebracht wäre.

    Wer hat einen Tipp, wo ich günstig an zwei Schmierpumpen kommen kann. Das Problem ist, daß ich vorerst nicht mehr so viel Geld zur Verfügung habe :rolleyes:

    Alternativ würde ich aber auch zwei Verdrängungsöler auf die Schieberkastendeckel setzen, wie sie z.B. auch bei der zornigen Ameise aufgesetzt wurden.

    An den Skizzen hätte ich im übrigen generelles interesse.

    Mit bestem Dank und Gruß, Gerd

  • Hallo Gerd,
    die Lok, die du gekauft hast, hatte ich Freitags genauer in Augenschein.
    Eigentlich fehlt der Lok kein 2-ter Öler, sondern es liegt ein Baufehler vor. Das Ölrückschlagventil sitzt an der falschen Stelle. Es gehört über das T-Stück, das den Dampf an die 2 Zylinder verteilt.
    Volker

  • Hallo Gerd
    Wenn du das Oel in die Hauptdampfleitung bringst reicht eine Oelpumpe die schmiert mit dem Dampf beide Zylinder .
    Wenn die Oelpumpe in die einzelnen Einströmrohre gehen wäre eine 2 Kolben Oelpumpe richtig.Achtung immer gute Rüchschlagventile einbauen . Verdrängungsöler sind nicht zu empfehlen Kondenswasser beim anfahrenoder kalter Lok alles Oel in kurzer Zeit weg. Wenn Verdrängungsöler nur mit Schauglas und seperater Dosierschraube.Schauglas mit Salzwasser oder Glyzerin füllen als Sperrflüssikeit damit Tropfenweise Reguliert werden kann.
    Mit den besten Grüssen Hannibal

    * 1940 † 2017

  • Sprich ich sollte das Öl in die Dampfleitung einspeisen, bevor es verteilt wird. Klingt erstaunlich logisch ;)

    Bei dem Umbau überlege ich mir auch gleich, ob ich die Pumpe nicht ein wenig versetze, da mir die aktuelle Anordnung nicht so richtig gefallen mag. Aber mal abwarten.

    Vatern war ja zunächst der Meinung daß ich nicht mehr ganz richtig im Kopf sei, als ich die Lok anschleppte. Auf meine Anmerkung, daß ich ncoh einiges Umbauen und verändern möchte mußte er aber eingestehen, daß ich doch noch irgendwie der alte bin ;)

    Gruß vom Gerd, der sich nun erstmal Stück für Stück einarbeiten muß.

  • Hallo Gerd,
    ich persönlich rate Dir von der Einspeisung, auch oberhalb des T-Stück, ab:
    Dieses T-Stück ist nicht liegend, sondern stehend in die Dampfleitung über Deinem rechten Zylinder eingebaut. Das Öl hat also immer das Bestreben, senkrecht nach unten zu laufen und landet somit fast nur im rechten Zylinder.
    Ja, ja, jetzt schreien sie wieder alle "Der Dampf reisst doch das Öl mit. Der Bondzio hat's doch selber auch so an der 994301 gemacht."
    Da liegt aber das T auf dem Kopf und das Öl wird zwangsweise mal vom rechten, mal vom linken Zylinder "angesaugt".

    Eine Schmierpumpe mit aufgeteilter Leitung zu 2 Ölsperren ist aber auch nicht wirklich ratsam, da man auch dort nicht sieht, wie viel Öl tatsächlich an jedem Zylinder ankommt.

    Aus eigener Erfahrung verbaue ich nur noch eine Pumpe pro Zylinder, oder Doppelkammerpumpen(Kann da einen Schweizer Hersteller sehr empfehlen) und dann auch nur solche mit Ratsche(Freiläufe verharzen gerne mal und dann mal eben die Pumpe auseinander bauen und die Teile mit Benzin oder Verdünnung auswaschen?) und Handrad zum Vorpumpen.
    Da sehe sofort ob und was an Öl in die Zylinder gelangt.

    Fazit: Bitte nicht an der Zylinderschmierung sparen, das könnte irgendwann mal viel teurer kommen.

  • Hallo Dampfbahner,
    ich kann Hannibal beipflichten. Bei meiner T4 wird auch zentral in die Hauptdampfleitung eingespeist. Das Öl vermischt sich mit dem Dampf und kommt so in die Zylinder. Selbst bei einem T-Stück ist es meines erachtens unkritisch. Der Dampf wird ja auch in die Zylinder gelenkt. Es pulsiert ja je nach Stellung der Steuerung und die Bewegung der Kolben. Gefüllt wird doch immer schön der Reihe nach, damit es rund läuft. Eine Pumpe muß eigentlich genügen - aber zwei gehen halt auch.
    Viele Grüße
    Wolfgang

  • Morgen Andree,

    Hab gestern mal ein wenig an der Lok rumgeschraubt und mir nun überlegt, daß ich mir zwei Schmierpumpen selber baue (Kein Geld mehr da zum kaufen :rolleyes:). In dem Climaxbuch von Kozo Hiraoka ist eine schöne Anleitung drin für eine Pumpe mit Ratsche. Ich werde nur noch ein Handrad ergänzen.

    Nun bin ich mir nicht mehr ganz sicher, aber du hattest in Sinsheim glaub ich gemeint, ich könne direkt in den Schieberkasten einspeisen... Hab ich das noch richtig in Erinnerung?

    Ansonsten wäre meine Frage noch, wo man das Rückschlagventil am besten einbaut. Nahe der Einspeisung (So ist es bei der Lok im Moment) oder unterhalb des Ölers, wie es Kozo Hiraoka in seinen Plänen vorsieht.

    Besten Gruß und Dank vom Gerd, der momentan tierische Freude daran hat seine Lok zu zerlegen und dran rum zu schrauben... Hoffentlich paßt nacher alles wieder zusammen ;)

  • Hallo Gerd
    Du kanst ja eine 2 Kolben Pumpe mit 2abteilen im gleichem Gehäuse bauen getrennte Oelbehälter haben den Vorteil man sieht was jeder Zylinder bekommt.Rückschlagventiele können bei der Pumpe oder auf dem Schieberkasten sein es geht beides
    Ist deine Lok eine Spanische Matius sieht so aus,die waren früher in Basel bei der Dampfbahn im einsatz danach kamen die Evas 3 Achsig.
    Wenn Matius stimmt könnte ich ev. nachsehen wie es bei den anderen gelöst wurde
    Mit den besten Grüssen Hannibal

    * 1940 † 2017

  • Hi Hannibal,

    mit Matius liegst du richtig.

    Die Idee mit der Zweikammerpumpe finde ich gut.
    Ich werde mal versuchen so eine Pumpe selber zu bauen. Natürlich werde ich darüber berichten.

    Gruß vom Gerd

  • Guten Abend Gerd,
    also ruhig direkt von oben in den Schieberkasten(im linken meine ich, ehh schon eine Bohrung gesehen zu haben?).
    Da auch dann die Ölsperren hin.
    Bei den zarten Stangen an dieser Lok würde ich aber zu zwei getrennten Pumpen raten, da sonst alles an eine Schieber-stange/-kreuzkopf geht.
    Nun denn frohes "Basteln" und gaaaanz viel Freude mit Deiner NICHT ELEKTRISCHEN ! :P
    Gruß
    Andree

  • Hallo Gerd mit der öl einspeisung am T-Tück vor den Zylindern kann ich auch Andree nur zu Stimmen. Das geht auch bei einem Zimmernmann Dampfer. Mein Drei Bein läuft zwar noch im Rollenprüfstand aber ende des Jahres dann auch in Asbach weil Karsten ein Haus kauft!!!
    Und die 120Kg Lok nicht mehr die Kellertreppe hinuter BREMSEN brauch.
    Du kannst ja das Tstück auf bohren so das du eine Ölsperre (feingewinde Sockel) Hart aber heftig einlötest.
    So tat der Karsten dat.
    MFG OS

  • Hallo Andree,

    dann werde ich morgen mal anfangen damit. Heute hab ich im zweiten Schieberkastendeckel die Bohrung ergänzt und einen Blindstopfen für den alten Anschluß gedreht und eingesetzt.

    Sobald die Ölpumpen wieder montiert sind sind die technischen Umbauten abgeschlossen. Der Rest auf meiner langen Liste ist dann nur noch Kosmetik. Wenn sie so wird, wie sie nachts in meinen Träumen ihre Runden zieht, wird das eine richtig süße kleine Lok *schwärm*

    Gruß vom Gerd, dessen Werkstatt nun noch mehr nach einer waren "Lokschmiede" aussieht.

  • Hallo nochmal,
    dann hoffe ich sehr, Deine wunderschönen Züge auch mal auf der Steinertseebahn begrüssen zu dürfen.
    Betrachte dies als eine NICHTABLEHNBARE Einladung! :]

    • Offizieller Beitrag

    Moin zusammen,

    Zitat

    .......da sonst alles an eine Schieber-stange/-kreuzkopf geht.


    diese Montageart halte ich für einen Fehler, weil der Hub der Schmierpumpe dann Füllungsabhängig ist, besser ist es den Pumpenantrieb an der Schwinge anzulenken oder an einer für diesen Zweck angebauten Kurbel an der letzten Kuppelachse....

    Gruss
    Hinrich

  • Hallo Gerd
    Der antrieb der Oelpumpe nehme ich ab der Schwinge damit ich bei jeder Umdrehung die Schmierung gewährleistet habe.Bei der Schieberstange ist es je nach auslegung ungleich und bei wenig Dampf ist die Schmierung wichtig! Nassdampf schmiert so oder so!
    Hannibal
    Ps.
    Ich glaube wirklich nicht dass eine 2 Kolbenpumpe mehr kraft benötigt .
    sie wird nur gleichmässiger laufen jeder Pumpenhub geht seperat Die Kolben werden um 180 Grad versetzt also ist immer nur 1 Kolben am Arbeiten

    * 1940 † 2017

    Einmal editiert, zuletzt von hannibal (18. Januar 2006 um 09:35)

  • Hallo Leute,

    danke für eure Tipps und Hinweise...

    Nur bei ner Patent-Steuerung gibts keine klassische Schwinge ;)

    Da ich eine zweite Schmierpumpe optisch nicht so gut finde, werde ich wohl doch eine Doppelkammerpumpe bauen mit Ratsche und zwei Excentern. Die Planungsphase läuft schon.

    Gruß, Gerd

  • Hallo Gerd,
    also in dem Fall würde ich den Hub von der Gegenkurbel abnehmen (wird im übrigen bei den großen Loks auch so gemacht, wenn die letzte Achse auch die Treibachse ist). Andernfalls wäre ein Abgriff direkt am Kreuzkopf denkbar. So ist es bei unserer 99 4301.
    Gruß
    Andreas

    2 Mal editiert, zuletzt von maxiparkbahner (18. Januar 2006 um 11:58)

  • Ich habe nun beim wühlen im Google diese Aufnahme einer typgleichen O&K-Maschine in Österreich gefunden...


    Quelle : http://www.erlebnisbahn.at/feldbahn/bilder/feldb01.jpg

    Sollte zum Spicken bezüglich Anordnung und so weiter ausreichen.

    Der Hub wird hier indirekt von der Kurbel abgenommen. Der gleiche Hub wurde auch schon in der ursprünglichen Version genutzt.

    Somit werde ich mich nun erstmal mit dem Bau der Pumpe beschäftigen und schon mal die Rückschlagventile bauen.

    Gruß vom Gerd