- Offizieller Beitrag
Thema: Kantentaster
Eberhard
Datum:09.12.03 18:31 Antworten Zitieren Empfehlen (von.staden@t-online.de)
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Jetzt bin ich glücklicher Besitzer eines Kantentasters und weiß nicht, wie das Ding funktioniert! Bevor ich es ausprobiere, frage ich lieber Euch. Es ist ein Teil von Lippken (falls jemand so ein Ding hat). 12mm zylindrisch mit 4mm Ansatz an einem Ende. Der obere und der untere Teil sind zum Mittelstück verschiebbar gefedert.
Und nun?
Gruß, Eberhard
dampfwilli
Datum:09.12.03 18:52 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Ist eigentlich einfach: Mit dem 4mm Zylinder vorsichtig an Kante fahren, plötzlich weicht er aus und eiert. Mehrfach vorsichtig wiederholen. Genauigkeit bis + - 1/100 bei sorgfältiger Arbeit. Dann rechnen: Will 20 mm von Kante Loch bohren: 4 mm:2 = 2 + 20 = 22. soviel in Richtung des zu bohrenden Lochs fahren. Natürlich Taster raus und Bohrer rein.
Fräsen: Durchm. Dorn 4mm + Durchm. Fäser (z.B.) 14 = 18. Das: 2 = 9. Zustellen und ich fräse an der kante entlang eine Breite von 14 mm ab. Ansonsten glaube ich, dass Du inder Lage bist alles weitere abzuleiten. Auch probieren hilft.
Jan
Datum:09.12.03 19:08 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hi
Denn Kantentaster spannt man genauso wie einen Fräser in die passende Spannzange und fährt solange, auf das Werkstück bis der untere Zylinder sich verschiebt. Wenn du am Werkstück bist läuft der obere und der untere Zylinder irgendwann in einer line. Das ist noch nicht ganz der Nullpunkt, wenn du jetzt langsam weiter auf das Werkstück fährst verschiebt er sich irgendwann, dieser Punkt plus die hälfte des Kantentasters ergibt denn Nullpunkt. Natürlich nur mit der X und Y Achse möglich.
Tipps zum Kantentaster:
Du solltest darauf achten das zwischen oberen und unterem Zylinder (Gleitfläche) immer eine Fettschicht ist, müsste eigentlich beim Kantentaster dabei gewesen sein. Und alle die ich kenne darf man auch nicht über 600 U/min Laufen Lasen, müsste aber in der Schachtel stehen.
Ich hoffe das dir diese Infos weiterhelfen.
Jan
Restaurierung: Deuschle Stainz in 7 ¼ Zoll
Und einer V60 (Erste Vereins Lok der Dampfbahner Plochingen)
Und anderen Dampfloks
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ICQ:
tender1
Datum:09.12.03 19:49 Antworten Zitieren Empfehlen
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und ja nicht auseinanderziehen..sonst ist er hin auch nicht beim nachfetten...Auch hier hilft vaselin.... immer nur verschieben und ein wenig auf die fläche streichen..
rußige grüße
gerhard
dampfwilli
Datum:09.12.03 21:19 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Un Himmels willen keine "Fettschicht", dünnflüssigstes Öl!
Jan
Datum:09.12.03 21:53 Antworten Zitieren Empfehlen
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@Dampfwilli
Das mit keinem Fett ist nicht richt, selbst wenn du dir einen Kantentaster kaufst ist da ab und zu ein Spezielles fett dabei, ich schau mal ob ich so eine Anleitung von einem Kantentaster noch im Geschäft finde und sie mal abschreibe und ins Forum stelle
Jan
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ICQ:
dampfwilli
Datum:09.12.03 22:05 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Das Problem sind die Scherkräfte, die das Ergebnis verfälschen können. Und da steht Fett auf der Verliererseite. Ist aber keine Glaubensfrage für mich. Ist mir eigentlich egal wie einer seine Ergebnisse versaut, ich machs für mich wie ichs für richtig halte und wies bei mir funktioniert. Amen!
tender1
Datum:09.12.03 22:57 Antworten Zitieren Empfehlen
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Also dampfwilli das mit dem fett??? also in meiner gebrauchsanweisung steht schwarz auf weis..von zeit zu zeit einfetten...und ein döschen mit diesem spezielen fett das man in jeder drogerie kaufen kann war auch dabei....
ebenso in büchern wie z.B.: ich glaub es war fräsen im modellbau...aber bitte nicht festnageln:-))kann auch ein anderes gewesen sein..
und so manches teil das war versaut jedoch nicht wegn dem kanntentaster..
rußige grüße
dampfwilli
Datum:10.12.03 00:08 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Wird vermutlich in unseren Dimensionen nichts ausmachen. Wenn man mit was klarkommt, dann ists ja auch ok. Wir wollen das nicht auf die Goldwaage legen.
Uli
Datum:10.12.03 19:06 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Wo es gerade um Kantentaster geht:
Son Ding braucht man sich nicht kaufen, ein Stück geschliffener Silberstahl tuts auch. Das Stück Silberstahl einfach wie ein Kantentaster oder Fräser in eine entsprechende Spannzange oder je nach Fräse auch Spannhülse stecken. Wichtig ist nun, dass der Silberstahl absolut rund läuft. (Rundlauf sollte aber normalerweise gebeben sein, da ja geschliffenes Material verwendet wird ). Nun malt man einfach das aus der Spannzange herausragende Stück mit einem Edding oder sonstigem Stift an. Fertig ist der selbstgebaute Kanntentaster. Wenn man jetzt ganz vorsichtig eine Werkstückkante anfährt und sich die zuvor mit dem Edding aufgebrachte Farbe ablöst, hat man seinen gewünschten Punk erreicht. Alles weiter (Berechnung etc.) analog den Beiträgen weiter oben.
Mit freundlichen Grüßen Uli
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Homepage: http://mitglied.lycos.de/
Christoph
Datum:10.12.03 19:31 Antworten Zitieren Empfehlen (c.mittermeier@gmx.de)
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QUli
statt Edding verwende ich ein Stück Papier.
Papier zwischen Fräser oder Silberstahl halten und Werkstück vorsichtig anfahren bis das Papier nicht mehr herunterfällt.
Gruß
Christoph
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CyranoPuschkin
Datum:10.12.03 19:46 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfbahnfreak@yahoo.de)
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... hab ich dabei nicht eine Ungenauigkeit; etwa im Bereich der Papierstärke ?!?
...
... oder verwendest Du Seidenpapier !!
Allzeit ...
DAMPF Spaß PUR - auf kleiner Spur ... !!!
dampfwilli
Datum:10.12.03 20:16 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Papie, Filzstift etc. ist ja wohl Pipifax. ausserdem wer schon eine Kantentaster hat wird kaum auf ein Stück silberstahl umsteigen. Aussserdem scheint mir, wenn man schon einen Kantentaster braucht, und sowieso schon Tausende für Maschinen ausgegeben hat, dann sollte man sich vielleicht was Ordentliches leisten. Kostet oft weniger als man denkt, gibts mit Messuhr und auch schon elektronisch. Wenn ich Papier verwende kann ich eigentlich auch eine Faustkeil durchwerfen.
Diese Posting ist absichtlich so polemisch gehalten. Jrder versucht hier so gut er kann Rat zu geben, aber ich fürchte, der Fragesteller ist jetzt nur noch mehr verunsichert als vorher.
Uli
Datum:11.12.03 14:08 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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@ Dampfwilli
Ich muss dir schon Recht geben, dass das Thema ?Selbstabau-Kantentaster? vielleicht etwas für Verwirrung bei der Lösung des ursprünglichen Problems gesorgt hat. Aber dennoch halte ich diese Art des Kantentaster für praxistauglich. Dieser Beitrag war auch eher für Leute gedacht, die keinen KT besitzen. Son Ding kostet ja schließlich auch ein paar Euro und nicht jeder kauft sich deshalb gleich einen. Meine Methode kostet quasi nichts.
Auch wenn man mit einem gekauften Kantentaster sicherlich minimal genauer arbeiten könnte, wage ich zu bezweifeln ob uns dieser Genauigkeitsgewinn bei den (billigen, auch wenn mehrere 1000? teueren) Maschine in unsern Werkstätten etwas bringt. Es nützt mir nichts, wenn ich eine Kante auf den 1/1000 genau anfahren kann, aber beim weitern verfahren der Maschine sich Fehler von mehren 1/100 einschleichen (sei es durch Verschleiß oder Steigungsfehler in den Spindeln??).
Daher meine ich, das für fast alle unserer Belange so ein Selbstbauding ausreichend ist.
@ Christoph
Die Methode mit dem Papier halte ich auch für fragwürdig. Mess mal die Dicke eines Blatt Papiers, du wirst dann ziemlich genau auf 1/10 kommen. Dieser 1/10 wird sicher auch später beim Bearbeiten der Werkstücke wiederzufinden sein.
@ Allgemein
In der Regel werden wir aber doch eh kein Kantentaster benutzen, sondern den Nullpunkt einfach durch ankratzen mit dem Fräser setzten. Diese Art der Nullpunktsetzung ist bei mir sowohl während meiner Ausbildungszeit, wie auch heutzutage in der Werkstatt gang und gebe. So lassen sich auch Genauigkeiten von weit unter 0,05 mm erreichen, was für die meisten unserer Zwecke wohl genau genug ist.
Mit freundlichen Grüßen Uli
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dampfwilli
Datum: 11.12.03 15:08 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Ein paar Umwege und schon sind wir wieder einig! Toll