VERBUND - Anfahrvorrichtung nach GÖLSDORF

  • Unlängst kriegte ich 'ne PN ...
    Freut mich sehr, gefragt zu werden :] !
    LEIDER kann ich nicht im gewünschten Ausmaß weiterhelfen; und so wende ich mich an die geschätzte Forumsgemeinde.
    Sind ja echte Fachleute drunter, die sich ... SOGAR ;) ... mit "alten ÖSI-Loks" auskennen :)) ... !

    Zitat

    Hallo Gerald,

    vielleicht kannst Du mir ja weiterhelfen. Ich suche nach Material zur Anfahreinrichtung für Verbundlokomotiven, wie Göhlsdorf sie konstruiert und gebaut hat. ...


    Soviel ICH weiß, funktionierte diese Vorrichtung total einfach - GENIAL eben ... - indem sie bei voll ausgelegter Steuerung "automatisch" auch Frischdampf in die NIEDERDRUCK-Zylinder strömen ließ !
    Wie der "Aufbau" jedoch GENAU war ... tut leid; weiß ich leider nicht und kenn auch ad hoc keinen der's "wissen müßte" !

    Bin mal gespannt, ob im Forum jemand Auskunft geben kann bzw. Pläne hat !

    PS.: Im schlimmsten Falle könnte man noch im Wiener Plan-Archiv "nachfragen" !
    Da kenn ich jemanden, der dort gelegentlich hinkommt .....

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Hallo Gerald,

    Du bist ein Schelm, aber sei's drum. Da will ich mal die Gründe für die Frage nennen. Sie treibt mich aus dem Grund um, weil ich dabei bin, Unterlagen für ein 1:1-Dampfboot-Projekt zu sammeln, das mit einer Compound-Maschine ausgerüstet, im Ein-Mann-Betrieb gefahren und mit einer automatischen Feuerung (fest oder flüssig/gasförmig) des WR-Kessels ausgerüstet werden soll.

    In einer alten MiM hatte ich einen Artikel gefunden, der die entsprechende Einrichtung kurz anreißt, aber für den Nachbau zu unkonkret war, den minimalen AUfwand aber ausdrücklich hervorhob. Das reizte mich.

    Beim VDI hat man abgewinkt, die Antwort vom österreichischen Ingenieursverein steht noch aus, Winfried Engel hat diesbezüglich etwas von deutschen Ingenieuren und ich harre gebannt der Dinge, die da kommen werden.
    Möglicherweise ist ja die Typbezeichnung der entsprechenden Lokomotiven hilfreich, ich werde sie jedenfalls mal heraussuchen.

    So, nun freu ich mich erst mal am Anblick eines glühenden Keramikbrenners.

    Gruß Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin,

    ich antworte erstmal aus der Erinnerung, und bemühe mich dann binnen weniger Tage um Quellen. Ich bin zu 90% sicher, dass Gölsdorf einfach ein kleine Kerbe in den Schieber "gefeilt" hat, mit dem Effekt, dass bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten (besonders im Stillstand) der Frischdampf genügend Zeit hatte, durch den "undichten" Schieber hindurch in den Niederdruckzylinder zu gelangen. Somit wird auch dieser mit Frischdampf versorgt. Bei höheren geschwindigkeiten überwiegt die Drosselung in der Kerbe sodass nur noch wenig Frischdampf direkt in den Niederdruckteil gelangt. Genial!

    Verständlich?

    Beweise folgen...

    MfG Peter

  • Hallo Peter,

    da warte ich mal "auf die Beweise" :D. Mit "etwas" undichten Ventilen habe ich sonst eher schlechte Erfahrungen ;).

    Gruß Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin,

    ganz recht hatte ich nicht, aber es hatte was mit nuten in den Schiebern zu tun, zumindest um die Maximalfüllung zu erhöhen. Lies aber selbst.

    Gölsdorf.pdf (165kb)

    Ich werde mal sehen, was ZVDI und Organ von 1894 dazu sagen. zu Glasers Annalen habe ich leider keinen Zugang. Das dauert aber auf jedenfall ein paar Tage...

    MfG Peter

    Einmal editiert, zuletzt von Peter-HH (15. September 2006 um 22:41)

  • Hallo Peter,

    das ging ja wie beim "Brezelbäcker" - ratz - fatz, danke für die schnelle Antwort. Ich habe mir die Dateien erst mal ins Archiv gelegt und werde mich heute zum Kaffee damit "bestrafen", da meine Frau uns (na ja, eher sich, aber es wäre gemein, wenn ...) den Kuchen versagt ;) ;).

    Gruß Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Zitat

    Original von Dampfspieler
    Hallo Gerald,

    Du bist ein Schelm, aber sei's drum. ...


    Warum Schelm ?( ?!?
    Ich hab Dich NICHT "verpetzt" !
    {und war - siehe unten - über Deine Anfrage echt erfreut !}

    Bloß; weil ich Dir nicht weiterhelfen konnte; hab ich mich erdreistet ... das Forum zu befragen - wozu haben wir's denn sonst :)) !

    Und ich muß sagen; ich bin vom Ergebnis durchaus beeindruckt - DANKE, Peter !!!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
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    Einmal editiert, zuletzt von GeGa_DampfBahnFreak (17. September 2006 um 22:39)

  • Hallo Peter-HH

    bin bei der Suche zum Thema Gölsdorf Anfahrhilfe auf diesen Tread gestossen. Leider funktionieren die Links zu den beiden PDF's nicht mehr.Kann mir bitte Jemand mit den PDF's aushelfen? Bzw die Links aktualisieren?

    Falls nicht darfst Du Gega mit der 56er schieben helfen beim Anfahren ;)

    Beste Grüße,

    Marco

  • ... als VERBUND-Lok gebaut - meine "Gölsdorf'sche Rh. 170" ;
    sieht nur äußerlich so aus - hat aber beidseitig die gleiche (kleine) ZylinderBohrung.

    Hallo Peter-HH

    bin bei der Suche zum Thema Gölsdorf Anfahrhilfe auf diesen Tread gestossen. ... Kann mir bitte Jemand mit den PDF's aushelfen? ...

    Falls nicht darfst Du Gega mit der 56er schieben helfen beim Anfahren ;) ...

    Ich fänd's schon genial, wenn Meister Wolfgang K. die Lok "richtig (=vorbildgerecht) als n2v" gebaut hätte.
    Ich bin auch überzeugt, daß er das geschafft hätte, zumal er all sein "KnowHow" (auch) aus englischer Fach-Literatur hat;
    und die Engländer wissen ja nun wirklich "wie's geht" - das "DAMPF-Maschinen baun" :thumbup: !!!
    Er wollte halt nicht, weil er meint, daß man dann - aufgrund des geringen End-Drucks im Blasrohr - gar nix mehr vom Auspuff hört.
    Ach, egal - eine schöne Lok, die dem Original sehr ähnlich sieht, is es allemal geworden;
    und fahren tut sie - typisch "Meister K." - auch aller feinst :thumbup: ... .

    Übrigens:
    Der Dampfspieler hatte die von Peter HH eingestellten "Quellen" doch auch "archiviert" ^^ ;
    und:
    DANKE an Fritzle - für's Einstellen der Zeichnungen !

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
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  • Hallo Fritzle,

    vielen Dank für die Zeichnung. Auch wenn es nicht ganz auf meine Situation passt.

    GeGa_DampfBahnFreak:
    Ja das wäre wirklich schön wenn Deine 56er auch Verbund fahren würde.
    Ich meinte oben mit dem Satz das wenn es bei mir mit dem Verbund nicht klappen sollte Du immer noch mit der 56er anschieben kannst um den Toten Punkt meinenr Lok zu überwinden.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo zusammen

    Ist die Frage der "göllsdorfschen Anfahrvorrichtung" und ihre Funktion für alle Interessierten geklärt, oder kann ich da mit Auskünften helfen?

    Frage: wo finde ich Informationen zu anderen Anfahrvorrichtungen? Wer kann helfen?

    Freue mich auf eure Rückmeldungen

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas

    P.S. Freue mich euch alle gesund beim nächsten Treffen wieder zu sehen.

  • Hallo Andreas,

    Anfahrvorrichtungen sind beschrieben bei Niederstrasser in der 9. Auflage ab Seite 278, Kap. 5.6 unter Bezugnahme auf die DR Baureihe 18.5, ausführlicher und unter Einbeziehung auch preussischer Lok bei Theodor Düring, Schnellzugdampflokomotiven der deutschen Länderbahnen 1907-1922, dort ab Seite 50.

    Gruß Kourosh