- Offizieller Beitrag
Thema: Kolbenspeisepumpe
Achim
Datum:27.09.03 10:34 Antworten Zitieren Empfehlen (achim@dampfbahnonline.de)
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Hallo,
ich suche Baupläne, Anregungen und Hinweise zum Bau einen "funktionsfähigen" Kolbenspeisepumpe.
Wer kann mir da helfen?
Gruß Achim
Editiert am: 27.09.03 20:35 von Achim
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Markus
Datum:27.09.03 11:26 Antworten Zitieren Empfehlen
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ich hätte auch interesse an einer bauanleitung für eine dampfspeisepumpe
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dampfwilli
Datum:27.09.03 12:15 Antworten Zitieren Empfehlen (dampfwilli@web.de)
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Achim und Markus, jetzt müssen wir doch erst einmal definieren,was ihr eigentlich wollt.
Kolbenspeisepumpe und Dampfspeisepumpe. Mhm, ja was nun? Kolbenpumpe ist fat alles was im Modellbereich benutzt wird. Dampfspeisepumpe ist normalerweise auch eine Kolbenpumpe aber eben mit Dampf angetrieben und normalerweise eigenständig, d.h. das Ding läuft auch wenn die Lok nicht fährt und zwar solange der Kessel Druck macht. Achspumpe ist auch eine Kolbenpumpe, wird aber von einer Achse aus angetrieben und fördert nur wenn die Lok fährt. Und dann noch die liebe alte Handpumpe, wichtig, sollte immer als Backup vorhanden sein. Wie der Name schon sagt braucht man Hände zum Antrieb (normalerweise immer dabei). Achspumpe und Dampfpumpe sollten dem erwarteten Verbrauch angepasst werden Immer ein bisschen mehr als gebraucht wird und dann einen Bypass.
Und eh ich es vergesse, da gibt es dann noch Damfstrahlpumpen (Injektoren), aber das ist ein anders Kapitel.
Kann eigentlich mit allem dienen, aber Achim, ohne emailadresse eigentlich nicht.
Markus
Datum:27.09.03 12:17 Antworten Zitieren Empfehlen
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also ich bin an einer dampfspeisepumpe interessiert. also mit dampf angetrieben
gruß markus
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Uli
Datum:27.09.03 14:18 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Geh mal auf meine Homepage, dort findest du in der Rubrik ?Sonstige Bauteile? ziemlich am Ende einige Bilder vom Bau einer Dampfspeisepumpe nach Wittmannplänen! Vielleicht hilfst.
Zum Bau selbst: Obwohl so eine Pumpe schon rech filigran ist, ist der Bau meiner Meinung nach nicht zu schwer. Auch Wittmann schreibt, dass dieser Bau sogar für Anfänger geeignet sei, das wage ich aber zu bezweifeln.
Ansonsten verwende ich das Ding allerdings fast nur um ein Ruhefeuer in der Lok zu unterhalten. Anstelle des Hilfsbläsers lasse ich dann lieber die Pumpe langsam laufen.
Trotzdem ist sone Pumpe eine schöne Spielerei und kann den bau nur empfehlen.
Mit freundlichen Grüßen Uli
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Achim
Datum:27.09.03 20:36 Antworten Zitieren Empfehlen (achim@dampfbahnonline.de)
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Hallo dampfwilli,
sicher meine ich eine mit Dampf betriebene Kolbenspeisepumpe und keine Handpumpe oder Achspumpe und schon garnicht einen Injektor.
Unter "funktionsfähig" meine ich eine im Betrieb erprobte Pumpe. Ich möchte sie zusammen mit einen Vorwärmer, in Form einer Kupferrohrschleife in der Rauchkammer, an einer Feldbahn "Riesa" 1:6 einsetzen.
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Jan
Datum:27.09.03 21:36 Antworten Zitieren Empfehlen
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Hi
Eine Dampfspeisepumpe ist meiner Meinung auch nur im Stillstand oder als Zusatzpumpe zu benutzen da sie alleine nicht genug Wasser bringt um damit zu Fahren, zu mindest die, wo ich kenne.
Ich finde das ein Injektor und eine Achsspeisepumpe die besten Wasserspeiseeinrichtungen sind!
Restaurierung: Deuschle Stainz in 7 ¼ Zoll
Und einer V60 (Erste Vereins Lok der Dampfbahner Plochingen)
Und anderen Dampfloks
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ICQ:
taiga007
Datum:27.09.03 22:36 Antworten Zitieren Empfehlen
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Uli: Anstelle des Hilfsbläsers lässt du die Pumpe laufen...und die pumpt dann Wasser ins Feuer, damit es schön dampft...
Ansonsten kann ich mich nur anschließen, dass die Dampfspeisepumpe eine schöne Sache ist, aber im Prinzip nicht notwendig. Ich komme gut mit Injekor und Achspumpe aus und zur Not hat man immer noch die Handpumpe.
Sicherlich ist es schön mit so einer Pumpe immer gleichmäßig und dosiert Wasser reinzupumpen, aber ich halte es mehr für Spielerei (in dieser Größe).
Gruß
Tobias
Achim
Datum:27.09.03 22:37 Antworten Zitieren Empfehlen (achim@dampfbahnonline.de)
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Hi Jan,
ich habe an jeder meiner Loks zwei unterschiedliche Injektoren (0.8l/min und 1.5l/min). Ich möchte die Kolbenspeisepumpe auch nur als Zusatzpumpe bauen, aber sie soll auch vernünftig funktionieren.
Gruß Achim
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Uli
Datum:28.09.03 12:30 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Hallo Achim.
Erst mal Danke, dass du dich in das Gästebuch meiner Homepage eingetragen hast. Da du in dem Eintrag einige Fragen stellst, dessen Beantwortung vielleicht auch andere Leser interessiert, beantworte ich dir die Fragen am besten hier im Forum.
Der Gästebucheintrag lautete wie folgt:
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Schöne Seite, super Lok!
Wie viel zieht die?
Du hast auf meine Frage zur Kolbenspeisepumpe geantwortet. Meine müsste im Maßstab 1:6 sein - also etwas größer als deine. Wie sind deine Erfahrungen im Betrieb?
Gruß Achim und viel Spaß beim 5" fahren.
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Zur Zugkraft meiner 64 kann ich nichts sagen. Haben wir bisher noch nicht getestet. Die Lok ist vor ein paar Wochen erst dass erste mal, abgesehen von vielen Testfahrten auf einem kurzen Gleisstück zu hause, auf einer großen Anlage gefahren.
Zur Pumpe: Die Pumpe war das letzte Teil, was ich für die Lok gebastelt habe, kann daher auch noch nicht viel über Erfahrungen etc sagen. Anfangs gab es einige Schwierigkeiten das Ding zum Laufen zu bekommen, da irgendwo immer noch Späne und Dreck im System war, welches die doch recht filigrane Mechanik stilllegte. Dann trat noch ein zweites Problem auf, nämlich, dass die Pumpe, sobald sie heiß wurde nicht mehr laufen wollte. Dieses war ein Phänomen, was ich mir zunächst nicht erklären konnte. Der Fehler lag aber schließlich darin, dass eine Kolbenstangenführung (Rotguss) zu genau gearbeitet war. Die hierin laufende Kolbenstange (Edelstahl) des Hilfsschiebers dehnte sich scheinbar bei Wärme mehr aus als die Führung, was zum klemmen führte. Nachschleifen der Kolbenstange schaffte Abhilfe. Nun läuft dass Ding.
Ich denke, dass es sich bei dieser Pumpe schon um ein recht bewährtes Modell handelt, da ich diese schon an vielen Loks gesehen habe.
Nur, wie weiter oben von mir, bzw auch von anderen Teilnehmern angesprochen wurde, eignen sich diese Dinger nicht zur eigentlichen Kesselspeisung. Achspumpe und Injektor (wenn er denn mal funktioniert) sind da besser geeignet. Im Stillstand, bzw bei einer längeren Abstellzeit ist so eine Pumpe zur Aufrechterhaltung des Feuers sicher besser geeignet als der Hilfsbläser, da bei der Pumpe kein Wasser ?verbraucht? wird, wie beim Hilfsbläser, sondern immer noch etwas (Wasser) in den Kessel hinzukommt und durch den Abdampf der Pumpe der gleiche Effekt entsteht wie beim Bläser, Feueranfachung.
@ Tobias: So eine Pumpe wie du oben beschreibst sollte man vielleicht auch mal bauen, dann dampfen und qualmen unsere Loks wenigsten mal schön
.
Uli
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taiga007
Datum:28.09.03 15:52 Antworten Zitieren Empfehlen
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Uli: Wie soll das denn funktionieren? Wie kann denn der Abdampf der Pumpe das Feuer anfachen? Und selbst wenn er das täte, dann muss man immer noch berücksichtigen, dass die Pumpe dem Kessel Dampf entnimmt und Wasser nachpumpt, was sich beides negativ auf den Druck auswirkt (und der so nicht gehalten werden kann)... Wie man damit das Feuer aufrecht erhalten will, übersteigt mein physikalisches Vorstellungsvermögen. Bitte um Aufklärung.
Gruß
Tobias
oliverfranken
Datum:28.09.03 16:02 Antworten Zitieren Empfehlen (oliver.franken@web.de)
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ich glaug das ist ganz einfach:
der Abdampf der Pumpe wird, wie auch der Abdampf der Maschine und des Bläsers in der Rauchkammer unter den Schlot geleitet. Dadurch wird das Feuer angefacht. So hat man ein schönes Ruhefeuer das nicht auf Hochleistung brennt sondern mit wenig Zug, durch den Abdampf der Pumpe, brennt. Alles verstanden???
Dampfige Grüße
Oliver
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Bedienwagenaufbau:
Fahrgestell ist im Bau
taiga007
Datum:28.09.03 17:13 Antworten Zitieren Empfehlen
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Aha...(soweit war ich auch schon)...das mag ja bei einem kleinen Kessel mit 2-3 Litern und übergroßer Pumpe funktionieren (wenn überhaupt), aber bei entsprechend großem Kessel und großer Rostfläche wird das wohl nicht klappen.
Gruß
Tobias
Uli
Datum:28.09.03 17:55 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Jetzt bin ich etwas sprachlos, ich dachte ich schreib hier mit nem ?alten Hasen?.
Vielleicht haben wir uns auch einfach nur missverstanden, aber schreibe jetzt alles noch mal ganz genau hier auf, obwohl Oliver eigentlich den ganzen Sachverhalt schon recht gut erklärt hat.
Also, wenn ich die Lok mal ne Zeitlang abstellen möchte, weil vielleicht gerade mal ein Kaffee trinken möchte, dann sind wir uns ja einig, dass das Feuer ausgehen würde, wenn kein Saugzug mehr in der Rauchkammer erzeugt würde. Vorausgesetzt, man heizt weiter mit Anthrazit. Ohne Saugzug in der Rauchkammer ist das Feuer bei mir innerhalb von 5 min aus!!! Um dieses zu vermeiden könnte man jetzt leicht den Bläser anstellen. Dieses hat allerdings den Nachteil, dass ich langsam aber sicher durch die Dampfentnahme den Wasserspiegel des Kessels senke. Zu wenig Wasser im Kessel ist bekanntlich nicht gut.
Um aber dennoch genug Wasser im Kessel und Saugzug in der Rauchkammer zu haben verwendet man einfach die Dampfspeisepumpe. Der Abdampf dieser Pumpe mündet genau wie der Hilfsbläser in einer Düse unter dem Schornstein und ist so genau so in der Lage, das Feuer anzufachen. Bei Verwendung der Pumpe habe ich dann noch den Vorteil, das ich das Wasser, welches ich in Form des Pumpenabdampfes dem Kessel entnommen habe wieder durch die Pumpe zuführe, bzw. noch mehr zuführe als ich entnommen habe.
Wenn nun die Feuerbüchse voll mit Kohlen ist und die Pumpe nur ganz langsam läuft kann die Lok bestimmt fast ne Stunde stehen lassen, ohne mich um diese kümmern zu müssen. Ich muss mir jedenfalls keine Gedanken darüber machen, dass irgendwann in meinem Kessel kein Wasser mehr ist und dadurch irgendwelche Schäden passieren. Was passieren könnte, wäre z.B dass die Pumpe zu viel Wasser in den Kessel gefördert hat und dieser Rand voll ist. Dann käme aber dass ganze System von selbst zum stoppen, da dann kein Dampf, sondern Wasser in die Pumpe käme und dieses dann automatisch anhält.. Dadurch fiele der Saugzug aus und das Feuer wäre nach einiger Zeit aus. Das gleiche würde passieren, wenn die Pumpe aus irgendeinem anderen Grund zum Stehen käme.
Auf diese Art und weise hat über Jahre hin Weg mein Nachbar R. Ertmer, vielleicht dem einen oder andern ein Begriff, ein Ruhefeuer in seiner Lok unterhalten. Aber nicht nur hier hab ich das beobachtet, sondern auch als ich in Hamm war, war diese Art gang und gebe.
Ich denke auch mal dass Jan mit seiner Bemerkung ?Eine Dampfspeisepumpe ist meiner Meinung auch nur im Stillstand oder als Zusatzpumpe zu benutzen da sie alleine nicht genug Wasser bringt um damit zu Fahren, zu mindest die, wo ich kenne.? Dass gleich aussagen wollte wie ich in diesem Text.
So, hoffe ermal alle Unklarheit beseitigt zu haben.
Uli
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Uli
Datum:28.09.03 18:24 Antworten Zitieren Empfehlen (ulrich-huesken@gmx.de)
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Jetzt hab ich was geschrieben, was vielleicht der eine oder andere falsch versteht.
Der Satz, ?Auf diese Art und Weise hat über Jahre hinweg mein Nachbar R. Ertmer, vielleicht dem einen oder andern ein Begriff, ein Ruhefeuer in seiner Lok unterhalten.? soll nicht aussagen, dass das Feuer so über Jahre hinweg gebrannt hat, sondern diese Art der Ruhefeuerunterhaltung bei ihm ewig so praktiziert wurde.
Mit freundlichen Grüßen Uli
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