Sicheres Arbeiten mit Messing

  • Sicheres Arbeiten mit Messing

    Wenn man Messing zB mit einer Flex bearbeitet, dann werden viele feinste Partikel frei, die Kupfer enthalten. Es läßt sich nicht umgehen, daß man etwas davon einatmet, wenn man keinen Mundschutz trägt.

    Unser Körper benötigt Kupfer, die Cu-Menge muß aber fein geregelt werden. Manche Personen haben ohne es zu wissen, einen sonst wenig auffälligen Leberschaden. Durch den Ausfall eines Enzyms wird dann viel zu viel Kupfer in der Leber und im Gehirn angereichert, weil es nicht mehr ausgeschieden werden kann. Dieser Effekt wird als Morbus Wilson bezeichnet. Die Symtome werden häufig mit Alkoholschäden verwechselt und nicht richtig erkannt.
    Wenn Morbus Wilson aber einmal erkannt ist, dann ist es gut zu behandeln!

    Unter 100000 Menschen gibt es 3 Morbus Wilson Fälle. Das Risiko ist also nicht allzugroß. Man sollte es aber vermeiden.

    Auf Wunsch meiner Frau (Pathologin) werde ich nun als Vorsichtsmaßname bei Arbeiten wo ich kupferhaltem Staub ausgesetzt bin immer einen Mundschutz (Staubmaske) tragen.

    Selbst wenn es übervorsichtig sein sollte, so möchte ich Euch diese Vorsichtsmaßname nicht vorenthalten.

  • Beim Flexen von Kupferlegierungen entstehen sicher sehr viel größere Teilchen als beim Verdampfen, aber...

    Mir wurde mal von einem Elektro-Monteur berichtet, der irgendwie mit der Hand in der Nähe einer dünnen Kupferleitung war oder sie festhielt, die wegen eines Kurzschlusses schlagartig in dem Moment verdampft ist. Er hatte wohl keine Brandwunden, nur schwarze Hände. Wahrscheinlich war das Kupfer aufgrund der Stromstärke nicht für eine nennenswerte Zeit flüssig, sondern sehr schnell verdampft und dann in winzig kleinen Teilchen, evtl. als Kupferoxid (z.B. Grünspan) auch auf den Händen niedergeschlagen.

    Er wusch sich nicht gleich die Hände - und war am nächsten Tag tot.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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  • Tag Johannes

    Das Arbeiten mit Metallen beinhaltet allgemein versteckte Gefahren. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich chronische Vergiftungen zu holen. Beispielsweise das arbeiten mit Berylliumhaltigen Legierungen, wie Berylliumkupfer. Nur schon beim drehen, also nicht einmal nur beim schleiefn, enstehen feinste Partikel von Berylliumstaub die nachweisbar gefährlich sind (vergleichbar mit Asbest) und schweren Lungenkrebs verursachen können. Die Gefahr die von Beryllium ausgeht wurde lange Zeit massiv unterschätzt und man vermutet, dass viele Lungenkrebse fälschlicherweise anderen Ursachen zu geordnet werden.

    Dann sind da noch die Dämpfe (Blei, Cadmium, Quecksilber, etc) beim Löten. Natürlich atmet man diese nicht vorsätzlich ein, aber mit der Zeit kumulieren sich eben diese winzigen Mengen zu immer grösseren im Körper. ( Schwermetalle scheidet der Körper nur schlecht oder gar nicht mehr aus).

    Desweiteren Stäube beim schleifen von Hartmetall. Diese bestehen mehrheitlich aus Cobalt das weder eingeatmet, ja sogar nicht einmal ohne Handschuhe angefasst werden sollte (Laut Sicherheitsmerkblatt)

    Na dann Freunde, wir betreiben eigentlich ein recht riskanntes Hobby. Panik ist zwar nicht angebracht, aber alle zumutbaren Vorkehrungen gehöhren getroffen (Gute Lüftung beim Löten, am besten im Freien. Schutzmasken beim Schleifen von Hartmetallwerkzeugen, Handschutzcremes verwenden, etc)