Sicheres Arbeiten mit Messing
Wenn man Messing zB mit einer Flex bearbeitet, dann werden viele feinste Partikel frei, die Kupfer enthalten. Es läßt sich nicht umgehen, daß man etwas davon einatmet, wenn man keinen Mundschutz trägt.
Unser Körper benötigt Kupfer, die Cu-Menge muß aber fein geregelt werden. Manche Personen haben ohne es zu wissen, einen sonst wenig auffälligen Leberschaden. Durch den Ausfall eines Enzyms wird dann viel zu viel Kupfer in der Leber und im Gehirn angereichert, weil es nicht mehr ausgeschieden werden kann. Dieser Effekt wird als Morbus Wilson bezeichnet. Die Symtome werden häufig mit Alkoholschäden verwechselt und nicht richtig erkannt.
Wenn Morbus Wilson aber einmal erkannt ist, dann ist es gut zu behandeln!
Unter 100000 Menschen gibt es 3 Morbus Wilson Fälle. Das Risiko ist also nicht allzugroß. Man sollte es aber vermeiden.
Auf Wunsch meiner Frau (Pathologin) werde ich nun als Vorsichtsmaßname bei Arbeiten wo ich kupferhaltem Staub ausgesetzt bin immer einen Mundschutz (Staubmaske) tragen.
Selbst wenn es übervorsichtig sein sollte, so möchte ich Euch diese Vorsichtsmaßname nicht vorenthalten.