Benzin-Hydraulischer Antrieb

  • Hallo,

    heute erfuhr ich, das eine kleinere Ölpumpe, wie sie zu Installationszwecken gebraucht wird, schonmal 80 bar erreichen kann. Könnte man damit nicht einen Benzin-Hydraulischen Betrieb einer Lok ermöglichen?

    Wenn man einen Verbrenner an die Ölpumpe hängt, über verschiedene Steuerungen, die den Überdruck verhindern, an eine kleine Turbine hängen?

    Erbitte Antwort, ob dies technisch überhaupt machbar ist!

  • Du denkst an einen Hydrostat, richtig?
    Dazu müsste man wissen, ob die Pumpe für eine solche Dauerlast geeignet ist und wie die Umlaufgeschwindigkeit des Öls ist.
    Du brauchst zwei Pumpen: Eine, die die Energie des Motors in hydraulische Energie umwandelt, und eine, die diese Energie in am Achstrieb bzw. Wendegetriebe angeschlossen ist (sonst gehts ja nur vorwärts .-))
    Technisch machbar, einfach mal basteln und probieren.

    Hydrostatantriebe sind ja eine gängige Antriebsart, z.B. für Aufsitz- Rasenmäher wie sie von Husquarna angeboten werden. Auch Zimmermann bietet eine Lok mit diesem Antrieb an.

    Was auch geht, sind die Hydraulikpumpen aus alten Audis (Typ 44). Da Audi dort neben der Servolenkung auch das Bremssystem mit Öldruck statt Unterdruck bedient.

    Die Pumpen sind etwa 2kg schwer und arbeiten bis ca.120bar.
    Vorteil hier, das alle notwendigen Hydraulikteile wie Überdruckventile und ähnliches vorhanden sind.

    Die Pumpen lassen sich zudem einfach überarbeiten, habe ich bei meinen Audis immer selbst gemacht.

  • Hydrostatische Pumpe und hydrodynamische Turbine beißt sich, da passen Druck und Durchsatz nicht zusammen.
    Entweder beides hydrostatisch, oder beides hydrodynamisch, letzteres gibts bereits in Form von hydrodynamischen Kupplungen / Voith-Turbokupplung.

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

  • Guckstdu da die Preise an, guckstdu noch größer.


    Guckstdu hier und hier und bastelst ein bißchen Logik selber rein, gucktdein Geldbeutel deutlich glücklicher aus der Wäsche.

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    Einmal editiert, zuletzt von Stephan_A (25. April 2009 um 23:08)

  • Hallo,

    ich habe mal eine Frage nur zum Verständnis. Diesen Hydraulikmotor EPMM-Hydraulikmotor benötigt man an der Achse und diese Hydraulikpumpe benötigt man dann am Verbrennungsmotor oder E-Motor. Dazwischen noch eine Steuereinheit für den Richtungswechsel. Richtig?

    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Eike

    hier ein Vorschlag für das Hydraulikschema mit den Bauteilen für eine Lok mit zwei Drehgestellen. Bei einer einfacheren Ausführung einfach nur ein Hydraulikmotor.

    Benzinmotor (HONDA 6,5 PS), PUMPE; Ventilblock (vorwärts-zurück) 2 Stk. Motoren Oelfilter, Behälter.
    So ist meine Lok aufgebaut.

    Grüsse Hans Ulrich

  • Hallo Ihr,

    hier kommt mein Sommer-Bastelprojekt für dieses Jahr: eine 216.


    Mechanisch hab ich sie schon fertig, optisch ist noch einiges zu tun. Die gesamte Bordelektrik (mit Klebeband "eingebaute" Fahrradlampen, Kabel mit Stoffisolierung,., ) hab ich auch gleich rausgeworfen und neu aufgebaut. Es fehlen nur noch die Ladebuchsen für den Bordakku und die Kompressortröte.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Wirklich schick, Holger!

    Nun pass aber mal auf, daß Dein blauer Ständer unter der Lok nicht die Grätsche macht

  • Hallo Eike,
    es gibt kompakte Hydro-Reversiergetriebe (leider nicht ganz billig). Sehen aus wie ein quadratischer Kasten, Welle links, Welle recht und oben ein Ölvorratsbehälter.
    An die eine Welle kommt über Kupplung oder Riemenscheibe dein Motor, die andere Seite ist die Abtriebswelle. Auf der Rückseite des Getriebes ist ein Hebel. Mittelstellung Abtriebswelle steht. Bewegst du den Hebel nach oben oder unten dann dreht sich die Abtriebswelle entweder vor oder zurück und je mehr du den Hebel aus der Mittelstellung bewegst, desto mehr Leistung wird übertragen. Gefahren wird also mit dem Hebel des Getriebes und dem Gashebel des Motors, d.h. bei Stillstand der Lok "tuckert" dein Motor im Leerlauf. Willst du losfahren erst die Motordrehzahl erhöhen und dann das Getriebe füllen. Am Klang des Motors hörst du dann ob du mehr Gas geben musst oder ob du es sogar zurücknehmen kannst, wenn der Zug rollt. Vorteil dieses Getriebes, alles kompakt in einem Gehäuse eingebaut; keine externen Schläuche, Ventile ect. Wir haben im Verein so eine Lok, macht richtig Laune.
    Gruß Volker

  • Servus Holger

    Das ist wohl ein direkter Import aus England gelle ;) ?!
    Ist der Motor ein zwei- oder vierTakter?
    Kann mir vorstellen ,dass Du noch einige Arbeit vor Dir hast; aber trotzdem ein interessantes Model.
    Wenn meine Köf fertig ist, könnten sich ja "die Jünger des blauen Dunstes" auf einer Vereinsstrecke ja mal treffen! :D :thumbup:

    Gruß
    Andreas

  • Als Antriebspumpe könntest Du die Hydraulikpumpen aus den Hydropneumaten von Citroen (CX, BX, XM, Xantia, C5 ...) vom Schrottplatz holen. Die sind für einen Betriebsnenndruck zwischen 60 bar und 80 bar ausgelegt. Die Antriebsdrehzahl passt recht gut zu einem Verbrennungsmotor wie dem in Deiner 216. Die Dinger wären auch klein genug um Sie in der Lok unterzubringen.

    Grüße Peter

  • ...wie dem in Deiner 216.

    Moin Peter,

    die 216 ist meine. Nach einigen weiteren Fehlversuchen (geplatzte überalterte Schläuche, streikender Ventilblock, bockender Verbrennungsmotor) habe ich den ganzen Kram rausgeworfen und die 216 elektrisch weider aufgebaut. Sie hat letzte Saison gut durchgehalten und ist jetzt in der äußeren Aufarbeitung. Rote Grundfarbe ist schon fertig, jetzt fehlen noch das graue Band und die Zierlinien drumherum. Die meisten Griffstangen sind schon dran, Scheibenwischer und Bremsschläuche sind auch schon montiert, nur die Fensterrahmen fehlen noch. Eine 3D-gedruckte Lokführerfigur von mir ist auch schon unterwegs.
    Der Hydraulikkram aus der 216 kreist hier im Forum. Ich hatte das ganze Zeug seinerzeit an jemanden verschenkt. Komischerweise kam nichtmal eine PM, daß das ganze Zeug angekommen ist. Ein Danke kam natürlich auch nicht....
    Den Verbrennungsmotor habe ich noch hier. Es ist ein Villiers. Die Ventile liegen bei diesem englischen Ungetüm neben dem Kolben. Das Öl befindet sich in einer Wanne unterhalb der Welle und wird von einem darauf angebrachten Finger nach oben zum Kolben gespritzt. Eine wirklich lustige Konstruktion. Das Ding dreht laut Datenblatt max 3.800 rpm.
    Eigentlich wollte ich ihn behalten, da mein anderer "Diesel" einen Villiers F.07 besitzt. Leider ist der Motor aus der 216 die entscheidenden 2 cm zu hoch. Der andere "Diesel" hat direkt am Motor eine einfache Fliehkraftkupplung, danach ein Schneckengetriebe und ein Wendegetriebe aus einer alten Standbohrmaschine. Mit dieser Kombination kommt er auf eine Endgeschwindigkeit von wahnsinnigen 5 km/h und zieht einiges weg.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Hallo Holger,

    schade dass es mit der Hydraulik nicht geklappt hat. Aber immerhin hast Du noch die tolle 216er als Trost. Blicke gerade fest in Richtung Unruhestand, wo ich mich mal mit einem Mehrzylinder und Hydraulikantrieb über Taumelscheibenpumpe und Taumelscheibenmotoren vergnügen möchte. Momentan "bastle" ich an dem ganzen nur im CAD System herum.

    Grüße Peter