Neues aus der Lokwerkstatt Teil 2

  • Mahlzeit!

    Zumindest aus dem Konstruktionsbüro gibt es was neues. Für anstehende Erdarbeiten soll eine temporäte Baufeldbahn entstehen, 30 m fliegendes Gleis sind vorhanden, allerdings keine Weiche. Daher habe ich mich für eine Auflegedrehscheibe entschlossen, die nächste Woche gebaut werden soll.

    Einsatz der Auflegedrehscheibe mit dem Modell eines Stirnbordwagens, den ich irgendwann mal bauen möchte.

    Sie besteht aus einem Unterteil, einem Oberteil und daran angeschraubten Kletterzungen.

    Die Kletterzungen sind bereits vorhanden, das macht den Bau deutlich einfacher.

    Die Verbindung zwischen Ober und Unterteil wird mit einem Maschinengelenkfuß M20 erfolgen, der neben der Dreh- auch eine Kippbewegung um 15° zuläßt.

    Materialwert dieser kleinen praktischen Bastelei wird etwa 30€ sein, wobei ausschließlich neues Material zum Einsatz kommen wird, da mein Vorratslager noch nicht umgezogen ist und ich derzeit keine Zeit für den Transport habe.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    sehr interessant,könntest Du bitte mal so ein Gelenk zeigen?So eine Drehscheibe brauch ich auch noch.

    Schöne Grüße

    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Mahlzeit!

    Ich verbaue sowas ähnliches:
    http://www.ganter-griff.de/?cmd=normblatt…=1031&pageID=14

    @Jonas, danke den Spaß werde ich haben. Heute Nachmittag habe ich zwei Stahlträger U80 zum Schrottpreis von einem Kleingärtner bekommen, aus denen ich Schwellen für zwei Joche aus 45er-Vignolschienen schneiden möchte. Das wird dann ein Versuch, mit Klemmplatten aus quadratischen U-Scheiben nach DIN 436 zu arbeiten.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,
    ob das mit dem Maschinengelenkfuß lange gutgeht? Schließlich muß ja die gesamte Last, Weiche und Rollmaterial, abgetragen werden. Wäre eine Kugelpfanne/Kugelscheibe ähnl. DIN 6319 nicht die bessere Lösung? GGfs. die Achse mit Tellerfedern vorspannen.
    Bin schon auf die ersten Gartenbauberichte gespannt.
    Volker

  • Mahlzeit Volker,

    die Baugröße M20 verträgt statische 95 kN als reine Druckbelastung. Selbst wenn ich die Lok damit drehen würde und dabei etwas mehr Biegungbelastung als bei den Loren auftritt, sollte das eine Weile halten. Vorgesehen ist die Auflegedrehscheibe eigentlich nur für das Drehen von Loren, die es beladen auf etwa 300 kg bringen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit,

    ich habe bei Hornbach die Scheiben nach DIN 436 auch für M8 gefunden und mir zum probieren mal 4 Stück mitgenommen. Im Schraubstock eingespannt und die obere Kante 7 mm herausschauen lassen, anschließend mit dem Hammer abgekantet.

    Das Ergebnis ist recht zufriedenstellend, für die paar Meter 45er-Profil, die ich habe, kann man das schon von Hand machen.

    Da ich in der neuen Werkstatt nur sehr kurze Schrauben greifbar hatte, wurde als Versuchsschwelle erstmal nur ein Holzbrett verwendet. Mit 32ct/Stck sind die Scheiben nicht gerade ein Schnäppchen, allerdings werde ich mal über Schraubenhändler mein Glück versuchen.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Sven,

    soooo gefällt mir das ! :)
    Da scheint meine Hoffnung ja auf zu gehen nun öfter mal was kleines aus deiner Werkstatt zu hören. Auflegedrehscheiben sind echt ne tolle Sache. Ich hatte mir ja auch mal eine gebaut, die aber bei meinem US-Waldbahnthema nicht mehr paßt.

    Auch der Gleisbau sieht interessant aus, allerdings mußt du da etwas aufpassen. Aus meiner Erfahrung heraus können sich solche "Leitern" leicht in Form eines Parallelogramms verschieben und sind dann gerade für den fliegenden Aufbau schwer einsetzbar. Es kann natürlich sein, daß das bei deiner Größe nicht so leicht auftritt. Ich bin jedenfalls auf den weiteren Baubericht gespannt.

    Grüße, Gerd

  • Mahlzeit Gerd,

    nun es gab lange genug Stillstand, nun juckt es schon mächtig in den Fingern.
    Du hast natürlich Recht, für den richtigen Gleisbau müssen die Klemmplatten
    versetzt und zur Gleismitte gespiegelt angeordnet werden.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,

    freut mich zu lesen, wie und dass es bei Dir weiter geht!!

    Ich habe mal bei meinem Hoflieferanten Wegertseder in die Liste geschaut: Scheiben DIN 439, Durchmesser 9 mm (ist die kleinste) Stahl verzinkt zu 16,66 EUR/100 Stück. Oder 1.000 zu 133,88 EUR.
    Ich würde an die erste und letzte Schwelle je Seite 3 Schrauben einbauen, dann dürfte die verschiebe-Gefahr weitgehend gebannt sein.

    Viele Grüße
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Mahlzeit Winfried,

    das Angebot klingt gut, da werd ich doch mal 100 Stück bestellen.
    Die Anordnung der Schrauben werde ich vorbildgerecht mit Versatz ausführen,
    damit eben kein Parallelogramm entstehen kann. Wie hier bei einem Modellgleis
    zu sehen: http://www.buntbahn.de/modellbau/files/schwellentest_111.jpg

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!

    hier noch ein kleiner Nachtrag zur letzten Fahrt auf der alten Strecke.

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    Gruß Sven

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  • Hallo Sven,

    danke für den Hinweis mit den versetzten Schrauben beim Vorbild. So intensiv hatte ich mich noch nicht mit dem feldbahnmäßigen Gleisbau beschäftigt....
    ... ich gelobe Besserung!

    Viele Grüße,
    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Mahlzeit Winfried,

    gern geschehen, das sind so die Feinheiten, die man mit der Zeit erst mitbekommt :)

    Hab gerade das Material für die Auflegedrehscheibe bestellt und gleich noch ein paar Meter Schiene sowie kleines Winkelprofil zum Bau von Rillenschienen für die Werkstatt.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit Martin,

    sehr gerne doch, schließlich habe ich in den letzten Wochen fast mehr als im letzten Jahr dran gearbeitet.

    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!

    Gestern kam endlich eine Lieferung Stahlprofile an, aus denen die Werkstattgleise und die Auflegedrehscheibe gebaut werden sollen.

    Insgesamt 85 kg Stahl hat die Spedition bei mir abgeladen.

    Die Profile für die Auflegedrehscheibe sind schon auf Länge geschnitten.

    Hier die Einzelteile für das Oberteil.

    Heute hatte ich nur ein paar Minuten Zeit in der Werkstatt, in denen ich das Unterteil
    schnell noch zusammengeheften konnte. Ursprünglich wollte ich den als Drehgelenk fungierenden Maschinenfuß mit dem Unterteil verschrauben, da jedoch die Ständerbohrmaschine noch nicht aufgebaut ist, wurde er kurzerhand auch angeheftet.

    Das Unterteil besteht aus Winkelstahl 30x5 und U-Profil 60.

    Zur Probe wurde es schon mal auf ein Gleisjoch gelegt. Wenn alles klapp kann ich morgen weiterarbeiten.

    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D