2190 Version 1.2 (3-Zylinder Motor)

  • Hallo,

    fast ein Jahr ist es her, dass bei der Ausübung der Gartenbahnbauerei meine Werkstatt komplett abgefackelt wurde. Dabei ging auch meine 2190 den Weg des Vergänglichen (Lokkästen, aus Messing mit Weichlot gelötet mögen kein Feuer).
    Nun: Meine Yv liegt zumindest in Einzelteilen herum, an der Decauville baue ich auch wieder und da ist dann noch eine neu 2190:
    Laserzuschnitte habe ich alle (diesmal aus Stahlblech), Der Rahmen ist fertig vernietet und die Achsen sind provisorisch eingepasst. Bei der neuen Varinate werde ich auf Kettenantrieb verzichten und Tatzlagerantriebe bauen. Und für die Energierzeugung bin ich dran aus 2Takter Motoren mit 25cm³ eine Reihen 3 Zylinder zu bauen, der Reihenzweizylinder hat schon schön geschnurrt, jetzt hänge ich dann noch den 3en dazu. Wenn´s fertig ist gibt es dann hier Bilder.

    Soweit- so gut, hoffe hier bald was zeigen zu können!

    LG
    Daniel

    2 Mal editiert, zuletzt von daniel2190 (23. November 2009 um 08:56)

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Daniel,

    dein Antriebskonzept weckt in mir die Neugier.
    Könntest du es mal näher erläutern ?

    Weiterhin viel Erfolg beim Bau, nachdem verjährten Tiefschlag.

    Viele Grüße

    Martin

    Der Weg ist das Ziel !

  • Hallo,

    die Motoren sind aus Laubsaugern und haben je 1,1 PS bei 25ccm. Fallweise gibt die bei ebay. der erste kostete 70.- den zweiten und dritten gab´s dann für nur je 9?! Der nächste Schritt ist mal ein Probelauf, dann folgt Schwungmasse (Durchmesser 150mm, Breite 25mm) welche sich auf einem Wälzlager zusätzlich abstützt. Ziel wäre es auf eine Nenndrehzahl von unter 3000 ^-1 /min zu kommen um dann mit einem schrägverzahnten Getriebe (Ü1:2) einen Gleichstrommotor als Generator zu benutzen.
    Der erste Leistungsprüflauf wird zeigen wie ich mit meiner Hypothese so liege;-)

    Daniel

    2 Mal editiert, zuletzt von daniel2190 (22. November 2009 um 18:26)

  • Hallo Daniel,
    Laubsaugermotoren finde ich eine echt gute Idee! Nun möchte ich gern wissen wie Du das mit dem Schalldämpfer hinkriegst.
    Weil - Laubsauger sind machmal ekelhaft laut und lästig für die Ohren aller Anwohner.
    Die Antwort ist mir wichtig weil ich selber eine Motorlore plane. Vorbild entweder ein amer. Speeder aus dem ersten Weltkrieg oder eine Motorlore aus Nordstrandischmoor. Und da möchte ich bezüglich der Schalldämpfung gern von Deinen Ideen etwas abbekommen.
    Ich habe überigens einen alten Mischmaschinenmotor geschenkt bekommen. Er läuft und hat einen Schalldämpfer, der Krach hält sich in Grenzen. Leider ist der Motor etwas zu groß für den amerik. Speeder - und der wäre, weil aus Holz gebaut eine Augenweide. Nun denke ich, ein Laubsaugermotor wäre ja vielleicht kleiner ...
    Auf eine konstruktive Frage wünscht sich Rudolf eine (oder mehrere) konstruktive Antwort(en).

  • Hallo Rudolf,

    freut mich dass es Dir gefällt! Nun das kapitel schalldämmung wird das nächste sein... Zum einem plane ich den Motor mit Dämmung komplett einzuhausen und nur gezielte Luftführungen für die Kühlung zu lassen, zum anderen plane ich einen Auspuff aus Cu Bögen und einen Topf aus Blechen. Wie das Ganze wird ergibt sich dann konstruktiv aus der Einbaulage des Motors in der Lok (möglichst weit unten). Der vorhandene Auspuff bleibt erhalten, von den Auslasstutzen gehe ich dann weiter. Das mit den Motoren ist eine nette Spielerei, vor allem der Klang eines Mehrzylindermotors hat bestimmt was, auf einen V12 werde ich aber sicher nicht hinkommen ;) Ein weiterer Aspekt ist dann noch der geplante Führerstanddurchblick, hat ja sicher auch was, oder?

    Liebe Grüße

    Daniel

  • Hallo,

    nun - die ersten Probeläufe sind heil überstanden, soweit alles in Ordnung, wenngleich meine Erwartungen bis dato noch nicht erfüllt wurden. Trotz 3 Zylinder und Schwungmasse läuft unter Last das Ganze nicht so richtig rund. Auch der gewünschte Klang wurde nicht erreicht. Na, ja mal weitersehen wenn die Motivation wieder da ist. Ich arbeite jetzt mal an den beiden Fahrmotoren weiter...

    Bis dann

    Daniel

  • Was mich mal interessiert, wie hast das mit dem Zündversatz gelöst? Hast ausgerechnet oder die 3 Motoren einfach so zusammengeschraubt? Das würde auch die Laufunruhe erklären...
    Evtl. ist auch die Schwungmasse zu klein für die 240 Grad Kurbelwellenwinkel pro Zündung

    Gruß Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Harzbahner (7. Dezember 2009 um 21:22)

  • Laubbläsermotoren sind 2 Takter, mit 22cc Hubraum (ähnlich der Zenoah Motoren, die es auch für Flug-, Auto- und Schiffsmodelle zu kaufen gibt). Wenn er drei Stück zusammenkuppelt, sollten die OT´s um 120° versetzt sein.

    Ich habe für meine Feldbahnlok ein 50 cc Pocketbikemotor verwendet, ohne zusätzliche Schwungscheibe - der Generatoranker dient als Schwungmassse, was recht gut funktioniert. Die Sache mit dem "Sound" ist wirklich nicht einfach zu lösen ! Vieleicht hilft ein Nachschalldämpfer, der mit Stahlwolle "gestopft" wird - solche wilden Konstrukte haben wir als Jugendliche am frisierten Moped praktiziert - mit mehr oder weniger Erfolg.... :D

    Aber ansonsten finde ich das eine gute Idee mit den drei Zylindern. Komme da schon wieder auf "dumme" Gedanken - Hmmm, Knatterliesl mit zwei Zylindern wär mal eine Herausforderung.

    Nicht aufgeben, weiter machen !

    Matthias

    Der Antrieb ist der Urtrieb des Menschen -
    Das Spiel mit dem Feuer !

  • Hallo,

    nun auf den Versatz habe ich natürlich geachtet! Die 120° sind auf die Minute genau eingestellt, das passt sicher. Der Zenoah Motor ist im Prinzip der gleiche, ledilglich Schwungseitig ist das Kurbelgehäuse anders..
    Nachschalldämpfer, ähnlich bei einem Flugzeugmotor habe ich auch angedacht, allerdings nimmt dieser nur die Spitzen weg. Das wahre Lärmproblem kommt vom Motor selbst. Wie laut ist eiegentlich so eine Pocketbike Motor?

    LG
    Daniel

  • Dann war es mein Fehler, sorry. Bei nem Zweitakter natürlich 120 Grad beim nem 3 Zylinder.
    Was evtl. noch sein kann das er so unrund läuft das bei 3000U/min der Gaswechsel noch zu gestört ist-diese Motoren leben ja von einer gewissen Drehzahl. Mein Bruder hatte in jungen Jahren mal ein 1:5 Renault Clio mit solch einem Motor. Weiß aber nicht mehr genau was für Drehzahlen er gemacht hat.

    Harzbahner

  • Hallo Daniel,

    Die Geräuschkulisse hält sich in Grenzen, also nicht als besonders laut oder "Kettensägenartig" zu bezeichnen. Die Pocketbike - Motoren leisten etwa 2,2 Kw bei 6000 U/min. In meiner Feldbahnlok läuft der Motor 1:1 auf einen Gleichstromgenerator (E - Scooter Motor mit 1000 W) und der Gaszug hat einen Anschlag bei etwa der Hälfte des Vergaserschieberweges. Unter Belastung läuft der Motor nicht über etwa 3000 U/min und daher hält sich der Lärm in Grenzen. für eine Modellfeldbahnlok empfinde ich das Geräusch noch als angenehm. Ohne Last dreht der Motor natürlich bis zum maximalen was geht - aber wer gibt schon ohne "Gang" einzulegen Vollgas. Also ein eher nicht zugelassener Betriebszustand.

    Anbei ein paar Bilder. Der Pocketbike - Motor hat einen Anlasser (12V), den es fertig zu kaufen gibt. Der Auspuff stammt von einem Benzin - Scooter. Durch den Anlasser konnte der Handstart entfallen (ABGESCHRAUBT :D), aber inzwischen wäre es doch besser gewesen, er wär dran geblieben.

    Gruß Matthias