Moderne Dampfloks...

  • Sorry, hatte gar nicht bemerkt, daß es für dieses Thema eine passendere Rubrik gibt. Daher bitte löschen. Am besten mitsamt Dampfloktechnik-Überlebensfähigkeit- ablehnenden Antworten :evil:

    Nachtrag: War wohl nix mit Löschen. Daher wieder die ursprüngliche Überschrift (oder ähnlich).

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

    ValveGear Constructor - Dampflokomotivgestänge halbautomatisch auslegen lassen und/oder auf weitere Zielwerte optimieren - in Sekunden, nicht in Tagen!

    Niederstrasser, "Leitfaden für den Dampflokomotivdienst" - Download
    Garbe, "Die zeitgemässe Heissdampflokomotive" - Download
    "Theoretisches Lehrbuch des Lokomotivbaues" - Download

    3 Mal editiert, zuletzt von Stephan_A (22. August 2011 um 15:03)

  • Sorry, dazu fällt mir nix mehr ein. Außer vielleicht, daß das Einzige, was manche hier wohl zu schätzen wissen, die Ignoranz der damaligen Dampflokbauer ist, die das Ende der Dampfloks besiegelt oder zumindest deutlich vorverlegt hat.

    Also ich für meinen Teil finde die Einführung der umweltschonenden Einspritztechnik bei Benzinmotoren einfach nur eine Schande. Früher, als die Welt noch in Ordnung war und ein richtiger Mann regelmäßig vor der offenen Motorhaube stand, mit ölverschmierten Händen, und an den ausgenudelten Gewinden des Vergasers rumschraubte, da hatte man noch seine Identität. Und beim Gasgeben lief so richtig was an Sprit durch!
    Und erst die Zündelektronik - so ein Blödsinn! Dafür gibts ja schließlich Zündkontakte, die man liebevoll in regelmäßigen Abständen reinigen und einstellen kann!
    Ein Auto, das einfach anspringt und läuft - ohne Ventilspielkontrolle, ohne regelmäßigen (weil lebenswichtigen) Blick unter die Motorhaube - schlimm, wie seelenlos die KFZ-Welt geworden ist.
    Jajaja, früher war alles besser - und wenn die Autos jetzt ebenfalls ausgestorben wären, könnte man wenigstens auch in dem Zusammenhang von der guten alten Zeit träumen! (Und keiner kann mehr belegen, daß es in Wirklichkeit doch alles ein bißchen anders war...)

    Wie heist jemanndt mitt ein Stöckchen in Popöchen? "Darm-Pflock-Führer"!

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    Also ich bin immer noch gegen "Zensur" :rolleyes: !!!!!

    Zwar hab ich die "Reko-Reko"-8055 noch nie live erlebt;
    aber zumindest sollte ja der Auspuffschlag noch vertraut klingen ^^ ... !

    Ob das ein "Verschandeln" ist, was da mit "konventionellen" Dampfrössern geschieht, darüber läßt sich trefflich streiten - oder auch nicht;
    is eben Geschmacksfrage :) .

    Grundsätzlich finde ich diese Modernisierungsbestrebungen lobenswert zumal sie zeigen "was - immer noch - MÖGLICH ist" !!!
    Daß es aber auch Leute gibt, die "immer noch Fans der alten Register-VERGASER-Technik samt UNTERBRECHER-Kontakten" ;( ... sind - damit kann ich leben :thumbup: ;
    gibt halt solche Fahrzeuge - ob Auto oder Lok ;) - leider nur noch anlässlich von "Oldtimer-Ralleys" und "Sonderfahrten" :| .
    Ausnahmen ?!?
    Auch DIE gibt's !!!
    Autotechnisch kenn ich in Amerika einen, der (s)einen restaurierten FORT Modell T (~1927) als ALLTAGS(!)-Auto :thumbup: fährt ... - und die HSB fährt auch täglich :thumbup: mit Loks die schon 55 Jahre auf'm Buckel haben ... !!!!!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Also das mit dem veralteten Auto-Zeugs war natürlich ironisch gemeint. Mittlerweile bin ich heilfroh, daß endlich die Zeiten vorbei sind, in denen man zwar immer die Wartungsarbeiten erst aufgeschoben hat, aber dafür dann beim nächsten heftigen Regen unter freiem Himmel durchführen durfte ;)
    Einmal war das genau der Zeitpunkt, als ich vor einer Ampel in einer Senke stand, die Kanaldeckel überliefen und mir das Wasser bis zur Türschwelle stand. Die Ampel wurde grün, der Motor ging aus, und ich konnte mit dem Anlasser auf einen ca. 20cm hohen Bordstein fahren, im strömenden Regen aussteigen und dann erstmal Kontakte putzen. Als der Regen nachließ, war ich fertig und stieg wieder ein, und der Motor sprang problemlos an ;)
    Tja, das war vermutlich genauso romantisch wie die Arbeit auf einer Dampflok aus Sicht der Lokführer. Naja, immerhin hatte der Karren am Ende 275.000km drauf (und das mit einem Fiat-Panda-Motor) und war in der ganzen Zeit höchstens ca. 5mal nicht benutzbar gewesen, wenn ich ihn brauchte.
    Außer bei einem Golf 3 (der wohl mittlerweile für seine Macken bekannt ist) hatte ich noch nie Ärger mit der Elektronik bei Autos. Was Ärger macht, sind französische Zündspulen, aber die hatten auch schon zu Vergaser-Zeiten den festen Ruf, kurzlebige Verschleißteile zu sein (bei einem neuen Auto in der Verwandtschaft betrug mal die Lebensdauer einer solchen Zündspule rund 2 Wochen nach Auslieferung des Autos - und da war sicher noch gar kein Fall von Zündkabel-Fehler und anderen Sachen aufgereten, die andere Fabrikate auch nach 20 Jahren Betrieb noch mühelos wegstecken).

    Ich bin nur manchmal wirklich entsetzt, welche Wahrnehmung man manchmal so antrifft:
    Die alten Dampfloks werden verehrt, als ob sie die einzig gute jemals gebaute Technik verkörpern, und das, obwohl genau die für sie typische Art der Umsetzung diese Technik zum Sterben verurteilt hat. Und wenn dann jemand mit unendlichem Idealismus, bewundernswertem Realitätssinn und großer Ausdauer sein möglichstes tut, um all das nachzuholen, was ignorante, selbstgefällige frühere sogen. "Verantwortliche" einfach aus Überheblichkeit unterlassen haben, dann sollen dessen Erfolge am besten noch gleich wieder direkt in den Schneidbrenner geschickt werden, nur damit die verklärte Sicht auf die ach so gute alte Zeit (der Ignoranz? der Überheblichkeit? ...) nicht angekratzt wird.
    Und am besten läßt man bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Loks einfach zusammenrosten, damit man noch mehr in Herzschmerz über diesen Verlust schwelgen kann, - als sie unter wirklich vernünftigen und zukunftsfähigen Bedingungen wieder in Betrieb zu nehmen.

    Aber vielleicht ist auch einfach nur mein Ausbildungs- und Verständnis-Hintergrund zu nah an technischen Themen dran, um die richtige Sichtweise auf so liebevoll und emotional gestrickte Objekte zu erlauben, die man natürlich niemals solchen bösen Zwängen wie Wirtschaftlichkeit und Ähnlichem aussetzen darf... und sicher liege ich auch völlig falsch in der Annahme, daß sie allein aufgrund wirtschaftlicher Erfordernisse jemals "geboren" worden wären und existieren würden...

    Aber ich reg mich ja schon wieder ab. Sind ja eh alles bloß elektrische Signale hier... ;)

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  • So... in der blauäugigen Hoffnung, daß ich mich nicht wieder wegen irgendeinem kurzsichtigen Erguß aufregen muß, hier ein kleiner Hinweis auf das Thema Überlebensfähigkeit der Dampfloktechnik. Es tut sich nämlich was. An mehreren Orten.

    - In Indien werden mehrere SLM-Zahnradlok-Nachbauten hergestellt

    - vom Tornado sage ich mal nicht soviel, die haben sich leider auf Meiningen verlassen und bekamen dann bzgl. Kessel-Lebensdauer von denen Sachen ins Ohr gedrückt, über die die DLM nur lachen kann...

    - die DLM ist zunehmend erfolgreich mit ihrer Strategie, wirtschaftliche Aspekte mit Tourismus zu verbinden:
    * Am Hauenstein scheint es in absehbarer Zeit regelmäßigen sauberen (oder teilweise sauberen) Dampflokbetrieb zu geben
    * In Holland/Friesland geht es auch in absehbarer Zeit mit dem regelmäßigen sauberen Dampflokbetrieb los

    Sobald ich raus habe, welche Lok die zweite Lok am Hauenstein ist, kommt das hier rein. Habe bislang von der noch rein gar nichts gehört.

    Grüße
    Stephan

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