Gmeinder statt Deutz

  • Hallo Freunde

    Nachdem die Suche nach Unterlagen für eine Deutz ome117 nicht den erwünschten Erfolg gebracht hatte, habe ich zuerst mit einer Gmeinder 10/12 begonnen.

    Da ich als Büromensch weder eine Werkstatt, noch die Fähigkeiten zur Metallbearbeitung habe, wurde das Modell wie seinerzeit der "Strüver" in Holz gebaut. Auch hier habe ich auf einen Antrieb verzichtet, da ich zwei motorisierte Sitzwagen habe. Diese werde ich bei Gelegenheit auch noch vorstellen. Nachstehend einmal einige Bilder vom Bau der Gmeinder.

    Gruss ego

  • Wie versprochen stelle ich heute meinen 1.Fahrwagen vor.

    Den Rahmen schweisste mir ein befreundeter Schlosser zusammen. Der Aubbau besteht aus Birkensperrholz 12 mm. Kastenmasse: 60x34x20 cm.

    2 Autobatterien speisen einen 750 Watt-Boschmotor 24 Volt. Für die Steuerung wählte ich eine "Curtis". Leider 2 sehr teuere, aber auch sehr kräftige Komponenten.

    Bremsventil und die nötigen Anschlüsse erlauben das Bremsen von Zügen mit eigenem Luftkompressor.

    Der Wagen wurde 60 kg schwer und vermag doch einiges zu ziehen. Bevorzugter Einsatz sind die Bauzüge im Anlagenbau beim DMC in Zürich. Auf einem beigefügten Foto ist er auch als "Schiebelok" hinter einem Zug für eine 60%o Steigung zu erkennen.

  • Hallo Georges,

    schön ist sie geworden/wird sie, Deine Gmeinder!

    Wir sind mit der Feldbahn noch in der Winterpause....

    Rechtzeitig vor Karlsruhe erhielt Simon's Gmeinder noch zwei neue, größere Akku's mit dafür erforderlichem Umbau der Elektrik, um ausreichend Platz zu bekommen. Auch wenn Dein Geisterwagen etwas hat, wir/Simon wollte es autark.

    Im Moment kalkuliere ich Kipploren, dann Materialbeschaffung und wenn endlich der Frühling kommt geht's wieder los.

    Viele Grüße,

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Nach dem Bau von 10 Flachloren nach dem Vorbild der Rheinregulierungsbahn mit den markanten Holzrahmen, bei welchem die Längsbalken als Puffer figurieren, habe ich noch einmal 8 ähnliche Loren in wesentlich vereinfachter Art und etwas kleinerer Plattformgebaut. Beide Male verwendete ich massives Eichenholz. Der letzte Wagen wurde nachträglich zum 2. Fahrwagen umgebaut.

  • Fahrwagen 1 war mir mit seinen 60 kg etwas zu schwer, wenn ich als Gast auf anderen Anlagen fahren wollte. Deshalb habe ich eine Flachlore mit einem Einachsantrieb und einer einfachen Hebelbremse ausgerüstet. Der 80 Watt (12 Volt) Motor reicht völlig aus, um auch ein "Schwergewicht" von einem Lokführer über die Strecken zu bringen. Die 4Qd Steuerung gibt einen guten Fahrkomfort. Zusammen mit der Autobatterie wiegt der Wagen nur 23 kg. Zusätzliche Adhäsion gibt der Fahrer.

  • Hallo Zusammen

    Die Gmeinder ist fertig geworden. Nur die Griffstangen fehlen noch. Hier suche ich noch nach einer geeigneten Lösung für das fast eckige Biegen der 5 mm dicken Stäbe oder Rohre. An den Enden sollte ein Innen- oder Aussengewinde zur Befestigung vorhanden sein. Wer weiss hier eine Lösung? Wohlgemerkt, ich bin kein Handweker und habe keine Werkstatt. Nur einen alten Küchentisch und einige Kleinmaschinen.

    Auch die Mittelpuffer sind erst eine Zwischenlösung, bis ich etwas geeignetes (preisgünstiges) gefunden habe. 260.- Euro für ein Paar sind mir doch etwas zuviel. Die Puffer sind mit Gewindestangen untereinander verbunden, damit mir die "Holzkiste" bei einer allfälligen Entgleisung nicht gleich auseinander fliegt. Um dem vorzubeugen habe ich der motorlosen Lok noch einen Bleiballast gegönnt. Denn nur 2-3 kg Holz springen bei Unebenheiten schnell aus der Schiene, wie ich bei meinem "Strüver" schon bemerkt habe.

    Für die Kantenverstärkung des Führerhauses habe ich in die Bastelkiste meiner Frau gegriffen und einige Streifen Peddigrohr ergattert. Die bereits halbrunden Streifen werden einige Male in der Hand durch Schmirgelpapier gezogen bis die gerillte Oberfläche einigermassen glatt ist. Nach nur 10 Minuten Wässerung kann man schon engste Bogen biegen, welche nach dem Trocknen auch solche bleiben.

    Viel Spass machte mir die "Kleinarbeit" im Führerstand.

    Die beigefügten Bilder sagen wohl mehr als viele Worte.

    Gruss ego

  • Hallo Ego


    die Gewindeteile der Griffstangen würde ich aus Schrauben ( Messing / Stahl schwarz )

    auf Gehrung ablängen und die gewindefreien Teile aus Rundmessing /Stahl schwarz

    gleichfalls auf Gehrung ablängen.

    Aus einem Holzrest eine Lötlehre fertigen und die Teile weichlöten.

    Wenn die Oberflächen sauber & fettfrei sind auf die Lötfläche Lötpaste ( Baumarkt ) zum verlöten von Kupferrohr auftragen.

    Mittels größerem Lötkolben /Lötlampe erwärmen und unter Zugabe von Lot verlöten.

    Das hält wie die "Sau ".

    Habe bei meiner Lok einen ganzen Teil der Karrossserie weichgelötet.


    Grüße

    Bärni

    Ich lebe zum ersten Mal ; wie soll da alles auf Anhieb klappen ???

  • Hallo Bärni

    Vielen Dank für Deinen Vorschlag. Aber einer, der nur Papierfalten kann und vielleicht noch etwas Holz (kein Süsholz) raspeln kann, ist damit bereits überfordert.

    Ich selbst habe schon daran gedacht, Kupferrohr zu nehmen und mit einer Drahteinlage im vertikalen Bereich zu verstärken. An den Enden läst sich sicher ein Gewinde eindrehen, welches keine hohe Belastung aushalten muss. Mein persönliches Problem ist nur, wie biege ich das Kupferrohr ohne das es quetscht.

    Gruss ego

    Einmal editiert, zuletzt von EGO (29. März 2010 um 13:47)

  • Hallo Bärni

    ich hab's beim Rohrbiegen schon so gemacht: das Rohr (war ein Rohr aus rostfrei mit Aussendurchmesser 9mm, Wandstärke 1mm) komplett und satt mit feinem Quarzsand füllen, beide Enden zugequetscht, so dass sicher nichts rausläuft. Dann das Rohr biegen. Anschliessend die gequetschten Enden abgesägt. Fertig.

    Gruss

    Schoemi

  • Hallo Freunde

    Ich war soeben beim Spengler im Ort. Für eine Tasse Kaffee in der nahen "Beiz" hat er mir vier 90 mm lange Griffstangen aus 5 mm Kupferdraht fertig abgebogen. Ich muss an den Enden nur noch Löcher einbohren und M2 oder M3 Gewinde einschneiden. Für nur 90 mm Länge scheint mir der Draht starr genug. Sauber gegradet hat er ihn, indem er den Draht auf je einer Seite in den Schraubstock und die Bohrmaschine eingespannt hat. Die ganz feine Spiralbildung, die es gegeben hat versuche ich mit Schmirgelleinen weg zu bringen.

    Vorerst geht es in den Urlaub. Danach melde ich mich, ob es geklappt hat.

    Mit schönen Ostergrüssen ego

  • Hallo

    Habe mehrere Fragen zu deiner großen Antrieslore

    Was sind das für Lager ??? Was haben Sie gekostet ??? Wo kann man Sie beziehen??

    Besteht die Möglichkeit das Du einige Bilder vom Antrieb und Getriebelösung bei der Lore noch einstellst??

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Jörg

  • Hallo Jörg

    Bin im Moment im Urlaub und kann nur mit beschränkten Daten dienen. Vorweg einmal, der Wagen ist zimlich teuer geworden. Besitzt aber sehr robuste Komponenten, welche ich bei der Lehrwerkstätte der SOB in Samstagern erhalten habe. Das Getriebe und die Kraftübertragung auf die Räder mittels Kette baute dort Peter Schmidt. Den 750 Watt-Motor und die Curtissteuerung habe ich ebenfalls dort erhalten. Die Räder sind Lorenräder von Ball Stein am Rhein. Dazu gehören auch die verwendeten Alu-Gusslager mit den kugelgelagerten Achsen. Kosten per Achse SFr. 145.

    Ich werde nach den Ferien Deinem Wunsch nachkommen und noch einige Detailbilder vom Antrieb machen.

    Gruss ego

  • Hallo Jörg

    Ich wollte mir das Getriebe noch einmal genauer ansehen. Da sieht man nicht viel. Der Motor sitzt in Fahrrichtung auf dem rundum verschlossenen Getriebekasten. Kraftschluss zwischen diesen beiden Komponenten geschieht mittels Zahnriemen. Eine Antriebswelle mit Kettenräder sticht beidseits aus dem Getriebe. Eine Seite treibt über eine Kette die vordere Wagenachse an. Die andere Seite die hintere Achse.

    Gruss Georges