Hallo Dampfbahner,
gestern hatten wir wieder einen wunderschönen Fahrtag auf unserer Anlage in Leverkusen. Ordentlich Publikum auf dem Haken und schönes Wetter. Was will man mehr.
Doch plötzlich, so nach dem letzten Kohle auflegen und richtig Druck (7Bar) gab es einen kaum merklichen Dampfstoß von innen gegen die Feuertür und der Druck ging ohne ersichtlichen Grund auf Null zurück. Irgendwie unheimlich still, ohne Getöse oder sonst etwas außergewöhnliches. Das Feuer war danach auch so gut wie aus.
Heute hab ich die Erklärung gefunden. Zwei Siederohre sind an den Enden abgebröselt. Der Dampf bzw das Wasser hatte mir das Feuer ausgelöscht. Man fährt ja immer mit Wasser bedeckter Feuerbüchsendecke. Alles ohne die hier sonst heraufbeschwörten Zenarien, einfach nur ausgegangen. Jetzt kann ich die Rohre erneuern und hoffen das ich zum nächsten Fahrtag wieder fertig bin.
Vielleicht noch zum Kessel soviel, ca 15 Jahre alt. 5 bis 6 mm Stahlrohr mit eingewalzten Kupferrohren.
Grüße
Wolfgang
So geht er hin.......still und leis
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Hallo,
ich schlage vor das mir mal die Mythbusters bemühen sollten herauszufinden ob ein Modelldampfkessel überhaupt so richtig derb zerplatzen kann.

Gruß,
chris69
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Hallo Dampfbahner,
heute habe ich die Siederohre gezogen und habe eine der Ursachen gefunden, warum es undicht geworden war. Die Kupferrohre selber sind in einem einwandfreien Zustand. Wie neu möchte ich nicht behaupten, aber für die nächsten 10 Jahre hätte es gereicht. Schuld waren eigentlich nur die mangehaften Einwalzungen an den Kesselwänden. Vermutlich waren sie nach Wittmannart eingequetscht worden. Mit dem richtigen Einwalzwerkzeug hätten die Flächen anders ausgesehen. Auszehrungen, wie ich sie erwartet hatte, waren nicht vorhanden. Ein richtiges Einwalzwerkzeug lohnt sich schon, alles andere ist ein schlechter Kompromiss. Aber ich werde es mit neuen Rohren jetzt nachholen.
Grüße
Wolfgang -
Es ist doch, so glaube ich üblich, Siede-und Rauchrohre in der
Feurbüchse zu schweissen bzw. zu Löten und in der Rauch kammer
einzuwalzen.Ob aber Stahl und Kupfer die beste oder ideale Lösung ist, das mögen andere "EXPERTEN" beantworten.
Eine Firma preist im Gartenbahner Einwalzwerkzeuge an, laut Expertenmeinung sollen das die besten sein.
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Zitat
Es ist doch, so glaube ich üblich, Siede-und Rauchrohre in der Feurbüchse zu schweissen bzw. zu Löten und in der Rauch kammer einzuwalzen.
Bei der Materialpaarung St-Cu wird Schweissen nicht möglich sein und Löten auch keinen Sinn machen
.
Bei reinen Cu-Kesseln wird gar nichts gewalzt (weil die Weichheit des Materials [=Rohrwände]) das nicht zuläßt.
Da wird alles gelötet bzw. allenfalls geschweisst.@ Steven
Magst DU nicht mal ein paar Zeilen zum Thema "Cu-Kessel-Bau" - und ev. gar ein paar Fotos dazu - zeigen bzw. lesen lassen
... !?!?!?!?!Bei Wolfgangs "Stahl-Kupfer"-Kessel - siehe Start-Posting des "Freds"
- ist wohl "banales Einwalzen" - sowohl in der Box als auch der RK - das Mittel der Wahl;
allerdings sollten die Wandstärken der - stählernen - Rohrwände nicht zu gering sein, um "ordentliche Dichtflächen" zu ermöglichen (was bei diesem "Altbau-Kessel" bestimmt gewährleistet ist
!).ZitatOb aber Stahl und Kupfer die beste oder ideale Lösung ist, das mögen andere "EXPERTEN" beantworten.
"EXPERTEN" vor den Vorhang - BIETTTEEEEEE sehr .....
!!!ZitatEine Firma preist im Gartenbahner Einwalzwerkzeuge an, laut Expertenmeinung sollen das die besten sein.
Soweit ich weiß, sind die Walzwerkzeuge dieser Firma nicht nur "die Besten", sondern durchaus die Einzigen (in den von uns benötigten Grössen.).
Wiewohl das Eine das Andre bedingt
- die Einzigen müssen eigentlich zwangsläufig auch die Besten sein; oder aber auch "die Schlechtesten"
- je nach Sichtweise
.....
Wobei ich - abgesehen von soviel "Wort-Klauberei"
- auch sagen will:
Unter Umständen könnten auch die Werkzeuge von dieser Bude geeignet sein.
Und DANN ließen sich wirklich Vergleiche anstellen, zwischen "Maus" und "Complizen"
..... -
Hallo Dampfbahner,
das einwalzen der Siederohre ist eine sehr feinfühlige Angelegenheit. Es wird ja nicht munter drauflosgewalzt. Man muss vorher etwas rechnen. Die Bohrung für das Rohr sollte
sauber mit Übergröße ca. 1mm gebohrt werden. Ist die Toleranz hier zu klein, bekommt man später das Rohr nicht mehr herausgezogen. Dann muss man sich einen Dorn drehen, der in das fertig eingerollte Rohr passt. Das gewährleistet, dass alle Rohre mit dem gleichen Anpressdruck eingebaut werden. Es reicht eine minimale Spannung, denn wenn das Rohr zu stark eingerollt wird, tritt eine Materialschwächung ein, die zu vorzeitigen Schäden führen kann.
Ein einseitiges Einlöten, würde den Austausch der Rohre erschweren. Es ist mit Sicherheit keine saubere Lötnaht in einer Feuerbüchse nach längerem Gebrauch möglich. Zudem müßte der Kessel ausgebaut und entsprechend gereinigt werden. Beim Einwalzen genügt es die Bohrungen kurz zu reinigen und schon können die neuen Rohre wieder eingesetzt werden.
Der Kessel muss nicht demontiert werden. Lediglich die Rauchkammer muss frei sein. Bläser und Überhitzer gehen aber gut auszubauen.
Grüße
Wolfgang -
Mahlzeit,
vielleicht wären ein paar Bilder auch ganz hilfreich zur Veranschaulichung. Es gibt auch beim Vorbild Kessel, bei denen die Rohre ausschließlich eingewalzt worden sind, nämlich solche mit Kupfer-Feuerbüchsen. Dort hat man die Stahlrohre in die Feuerbüchsrohrwand eingewalzt und anschließend den Überstand umgebördelt. Bei Interesse kann ich ein paar Bilder nachliefern.
Gruß Sven