Wie funkt. die Bremse einer Diema DL 6

  • Hallo,
    ... habe ein Pappmodel gebaut und glaube die Lösung gefunden zu haben. Irritierend für mich war am Anfang, dass der Bremshebel hinten an der Rückwand angebracht war. Aber durch Verschiebung des Herbels wird letztlich nur eine Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung ausgelöst, so dass die Platzierung seitlich oder hinten gar keine Rolle spielt.

    Gruß Horst

  • Hallo Horst,
    dein Pappmodell stimmt nicht ganz. Bei der Wurfhebelbremse (so nennt man die) ist der Knackpunkt, daß das Auge der Zugstange etwas ÜBER den Drehpunkt des Wurfhebels hinaus gehoben wird. Deshalb auch der Bogen in der Zugstange. Wenn das Zugstangenauge beim Bremsen einen Kreisbogen um den Drehpunkt des Wurfhebels beschreibt wird der Aufwärtsweg der Stange umso kleiner, je mehr sich das Auge dem oberen Scheitelpunkt dieses Bogens nähert. Der Weg, den der Wurfhebel macht, bleibt dagegen vom Anfang der Bewegung bis zum Ende gleich. Es ändert sich also das Übersetzungsverhältnis. Im Zenith des Bogens ist die erreichte Zugkraft an der Zugstange theoretisch unendlich groß, praktisch jedoch wird sie durch die Elastizität des Gestänges begrenzt. Das kleine Stückchen, das das Auge über die Mittellinie beim Feststellen der Bremse (es ist nämlich weniger eine Betriebsbremse sondern mehr eine Feststellbremse) hinausgeht, dient der sicheren Arretierung der Bremse.
    Ich hoffe, daß ich den Sachverhalt einigermaßen verständlich dargestellt habe.
    Gruß
    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

  • ...hervorragend beschrieben Heinrich!!

    An dem Detailfoto der Bremse kann ich o.g. gut nachvollziehen.


    Gruß Horst